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TEST Allergiemittel Zum Heulen


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ÖKO-TEST Jahrbuch - epaper ⋅ Ausgabe 10/2011 vom 14.10.2011

Allergiemittel sollen die unangenehmen Symptome für die Betroffenen erträglicher machen. Wir haben Nasensprays, Augentropfen und Mittel zum Einnehmen untersucht. Viele Präparate können wir empfehlen, aber es gibt auch richtige Problemkandidaten.


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Gut wirkende Allergiemittel geben Lebensqualitat zuruck. Doch manche Wirkstoffe konnen mude machen oder zu Schlafstorungen fuhren. OKOTEST hat insgesamt 74 Allergiemittel untersucht, darunter 14 Nasensprays, 24 Augentropfen und 36 Mittel zum Einnehmen. Wir ...

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Gut wirkende Allergiemittel geben Lebensqualitat zuruck. Doch manche Wirkstoffe konnen mude machen oder zu Schlafstorungen fuhren. OKOTEST hat insgesamt 74 Allergiemittel untersucht, darunter 14 Nasensprays, 24 Augentropfen und 36 Mittel zum Einnehmen. Wir haben die Wirkstoffe pharmakologisch begutachten lassen und untersucht, ob die Mittel problematische bzw. umstrittene Hilfsstoffe enthalten.

Die Testergebnisse

■ Erfreulich sind die Ergebnisse bei den Mitteln zum Einnehmen. Hier gab es besonders viele „gute“ und „sehr gute“ Noten. Nicht ganz so rosig sieht es bei den Augen- tropfen und den Nasensprays aus: Hier fallt ein Teil der Mittel mit „mangelhaft“ oder „ungenugend“ durch.
■ Mittel, die die Stoffe Dexchlorpheniramin, Dimetinden oder Clemastin enthalten, werten wir unter dem Testergebnis Pharmakologische Begutachtung ab. Diese Stoffe gehoren zu den Antihistaminika der ersten Generation. Sie konnen mude machen und die Verkehrstuchtigkeit beeintrachtigen. Mit „sehr gut“ beurteilen wir bei der Pharmakologischen Begutachtung dagegen Mittel, die Antihistaminika der zweiten Generation enthalten. So gelten etwa die Stoffe Cetirizin und Loratadin als sehr gut vertraglich. Nicht empfehlen konnen wir allerdings die Kombination des Wirkstoffs Cetirizin mit Pseudo ephedrin, einem Stoff, der die Herzfrequenz steigern sowie Angst, Unruhe und Schlafstorungen erzeugen kann.
■ Die in den Augentropfen und Nasensprays verwendeten Wirkstoffe konnen wir grundsatzlich empfehlen. Leider haben es aber die Hilfsstoffe teils ganz schon in sich. Und das mussen wir abwerten. Da ist zum einen Benzalkoniumchlorid, ein Konservierungsmittel, das auch im Reinigungsmittel Sagrotan enthalten ist. Er reizt nicht nur die Schleimhaute, sondern kann selbst Allergien auslosen! Der indirekt konservierend wirkende Stoff Natriumedetat kann moglicherweise die Zellmembran durchlassiger fur Fremdstoffe machen. Leider kommt kein Nasenspray im Test ohne eine dieser konservierend wirkenden Substanzen aus.
■ Benzoesaure, wie sie in den Fenistil Tropfen (zum Einnehmen) eingesetzt wird, sollte in Mitteln fur kleine Kinder nicht enthalten sein. Weil bei Kindern bis zu zwei Jahren die Verstoffwechselung noch nicht vollstandig funktioniert, kann sich Benzoesaure theoretisch anreichern und Gehirnschaden verursachen. Zwar ist dies bei den ublicherweise verwendeten geringen Mengen nicht zu erwarten, besser ware es aber, ein unbedenkliches Konservierungsmittel zu verwenden.

OKO-TEST rat

■ Um akute Symptome zu lindern, sind die rezeptfreien Mittel aus der Apotheke zwar hilfreich. Trotzdem sollte man eine mögliche Allergie immer mit seinem Arzt besprechen. Denn eine unbehandelte Allergie kann sich verschlimmern: Die Zahl der Stoffe, auf die man allergisch reagiert, kann zunehmen. Ein Heuschnupfen kann sich auch zum Asthma weiterentwickeln.
■ Cetirizin und Loratadin sind bei den Mitteln zum Einnehmen die Wirkstoffe der Wahl. Sie sind besser verträglich als die viel häufiger müde machenden Antihistaminika der ersten Generation.
■ Bei Augentropfen am besten zu Tropfen in Einzeldosisbehältnissen greifen, die keine Konservierungsstoffe enthalten. Diese sind in der Regel nur wenig teurer als herkömmliche Produkte.