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TEST Bettdecken - Gut gebettet


ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 09.09.2021

TEST BETTDECKEN

Artikelbild für den Artikel "TEST Bettdecken - Gut gebettet" aus der Ausgabe 9/2021 von ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

RATGEBER

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Unter den elf „guten“ Bettdecken sind auch solche mit biologisch abbaubaren Füllungen als Alternative zu Polyester.

2

Möchten Sie lieber eine Füllung mit Wolle oder Tierhaar, gibt Ihnen unser Test Naturbettdecken Empfehlungen: unter oekotest.de im Suchfenster „Bettdecken Naturmaterialien“ eingeben.

3

Allergiker wählen am besten eine Decke, die bei 60 Grad waschbar ist.

Bis zu einem halben Liter Flüssigkeit schwitzt der Mensch jede Nacht aus. Ab und an gehört eine Bettdecke deshalb in die Wäsche. Für viele sind pflegeleichte Bettdecken aus Polyester die erste Wahl – sie gelten als einfach zu waschen. Doch Polyester ist längst nicht mehr das einzige Material, das sich gut waschen lässt und schnell trocknet. Wer auf den Kunststoff verzichten mag, dem bieten sich heute Fasern an, die ebenfalls über chemische Prozesse hergestellt, deren Ausgangsmaterial jedoch nachwachsende ...

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... natürliche Rohstoffe sind.

Verbreitet ist Lyocell (Markenname: Tencel). Es zählt neben Viskose und Modal zu den sogenannten Regeneratfasern. Ausgangsmaterial hierfür sind aus Holz extrahierte Zellulosefasern. Eine Alternative ist Polylactid (PLA) oder Polymilchsäure – ein Bio-Kunststoff, ebenfalls auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Produzenten gewinnen ihn aus der Stärke von Pflanzen, häufig Mais.

Wir haben 17 Bettdecken in der Größe 135 mal 200 Zentimeter untersuchen lassen: sieben davon mit einer Füllung aus Polyester (PES), sechs mit Lyocell (CLY), drei mit einem PES-CLY-Mix und eine aus PLA. Ergebnis: Ohne Abstriche überzeugt keines der Produkte. Aber immerhin vergeben wir elfmal die Note „gut“. Der Rest ist „befriedigend“ und „ausreichend“.

„Ärgerlich: Die Waschbeständigkeit einiger Decken lässt zu wünschen übrig.“

Frank Schuster, ÖKO-TEST-Redakteur

Waschbarkeit lässt zu wünschen übrig

Bettdecken gehören zwei-bis viermal im Jahr in die Wäsche. Allergikern empfiehlt der Deutsche Allergie-und Asthmabund (DAAB) sogar, sie noch häufiger zu reinigen. Decken aus Kunst-und Regeneratfasern gelten als besonders pflegeleicht.

Unser Praxistest zeigte jedoch ein ganz anderes Bild. Was die Prüfer im Labor nach fünfmal waschen aus den Maschinen zogen, hatte teils nicht mehr viel mit den Decken im Neuzustand zu tun: Klumpen, lichte Stellen, verlorenes Volumen, weniger Rücksprungkraft. Nur vier Bettdecken schnitten im Testergebnis Waschbeständigkeit mit „sehr gut“ ab, immerhin noch fünf mit „gut“.

Polyester glänzt im Waschtest

Auffällig: Alle in der Waschbeständigkeit „sehr guten“ Decken sind mit Polyester gefüllt. Der Kunststoff bürgt jedoch nicht automatisch für gute Waschbarkeit, das hängt offensichtlich von der Qualität der Verarbeitung ab. „Sehr gut“ schafften nur teurere Polyesterdecken, günstigere unter 80 Euro lagen im Waschtest hinten. Auch die Decken mit Füllungen aus nachwachsenden Rohstoffen schlugen sich nicht schlecht: Alle im Waschergebnis „guten“ Produkte sind mit Lyocell oder einem Lyocell-PES-Mix gefüllt, auch die einzige Decke mit Polylactidfüllung ist darunter.

Schlusslichter Zwei Decken fielen im Waschtest mit „mangelhaft“ durch. Von Waschbeständigkeit kann hier keine Rede mehr sein. Die Dormiente Tencel-Decke Indian Summer All Season wies am Ende sehr viele Klumpen in ihrer Lyocellfüllung auf. Sie hatte sehr deutlich weniger Volumen und Rücksprungkraft, zudem schrumpfte sie deutlich in der Länge und Breite – ein echter Reinfall für die teuerste Decke im Test. Inzwischen hat uns Hersteller Dormiente mitgeteilt, dass es in diesem Jahr eine komplette Revision seiner Decken gegeben habe, dabei unter anderem eine Zugabe von zwei Zentimetern in Breite und Länge, da ein leichtes Eingehen nach dem ersten Waschen marktüblich sei.

Die Decke von Erwin Müller verlor deutlich an Volumen und Rücksprungkraft und zeigte lichte Stellen in der Poly­ esterfüllung. Auch bei vier weiteren Decken verrutschte die Füllung. Etliche lichte Stellen kamen bei den Decken von Betten-Duscher und vom Dänischen Bettenlager zum Vorschein. Allerdings war die Füllung bei Letzterer bereits im Neuzustand ungleichmäßig verteilt. Auch etwas löchrig zeigte sich die Füllung der Decken von Hefel und Ikea nach dem Waschtest. Damit ist ein Teil der Wärmeisolation dahin.

SCHÖN WARM

Welche Bettdecke für wen?

Die richtige Größe

Als Faustregel gilt: Länge gleich Körpergröße plus 20 bis 30 Zentimeter. Breite gleich Körperumfang plus 30 Zentimeter. Große Menschen mit einer Körpergröße von 1,80 Meter und mehr wählen am besten die Komfortgröße von 155 mal 220 Zentimeter.

Die richtige Wärme

Ist die richtige Decke gewählt, schwitzt der Schläfer weniger. Der Wärmebedarf ist abhängig von der Schlafzimmertemperatur. Eventuell ist eine Sommer-und eine Winterdecke nötig, bei ganzjährig gleich warmem Schlafzimmer reicht eine Decke. Die von den Anbietern angegebenen Wärmegrade („ganzjährig“, „4 von 5 Punkten“) sind, wenn überhaupt vorhanden, oft sehr vage. Im Fachhandel hilft Ihnen eine Beratung, die passende Decke unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Schlafgewohnheiten zu finden.

Lyocell sehr atmungsaktiv

In der Feuchtigkeitsregulation haben die Decken mit Lyocell oder einem Lyocell-Polyester-Mix die Nase vorn. Besonders die Decken von Hefel-Textil, Badenia und Dormiente zeichnen sich durch eine hohe Atmungsaktivität und eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme aus. Solche Decken sind tendenziell besser für Menschen mit einem Hang zum stärkeren Schwitzen im Schlaf geeignet.

Problemstoff in Polyester

In puncto Inhaltsstoffe sind die Testergebnisse insgesamt erfreulich. Allerdings: In sechs Decken mit Polyesterfüllung wies das beauftragte Labor Antimon nach. Es ist ein für Polyester typischer Problemstoff. Antimon kommt als Hilfsstoff in der Polyesterherstellung zum Einsatz. Studien zeigen, dass Antimonverbindungen die Haut und die Schleimhäute reizen können.

In zwei Decken wies ein Labor halogenorganische Verbindungen nach, sie könnten beispielsweise aus Bleichprozessen stammen. Viele dieser Verbindungen gelten als allergieauslösend, fast alle reichern sich in der Umwelt an. In 13 Decken stecken zudem optische Auf heller. Die überflüssigen Weißmacher belasten die Umwelt, weil sie sich kaum abbauen.