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TEST Cornflakes: Guten Morgen!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2011 vom 27.05.2011

Knusprig geröstete Maisflocken landen allmorgendlich in den Frühstücksschalen vieler Erwachsener und Kinder. Ein häufiges Problem bei den untersuchten Cornflakes sind Mineralölrückstände. Dennoch: Mehr als die Hälfte der untersuchten Produkte sind „gut“ oder sogar „sehr gut“.


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Foto: Subbotina Anna/Fotolia.com

Ursprünglich als Heilnahrung gedacht, sind Cornflakes heute zum sekundenschnell zubereiteten Frühstück für Groß und Klein geworden: Flocken in die Schale, Milch drauf, fertig. Natürlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, das Ganze aufzumöbeln: Mit frisch geschnittenen ...

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Ursprünglich als Heilnahrung gedacht, sind Cornflakes heute zum sekundenschnell zubereiteten Frühstück für Groß und Klein geworden: Flocken in die Schale, Milch drauf, fertig. Natürlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, das Ganze aufzumöbeln: Mit frisch geschnittenen Apfel-, Birnen- oder Orangenstückchen, halbierten Weintrauben und zerkleinerten Walnüssen ist ruck, zuck eine leckere und vollwertige Mahlzeit zubereitet.

Pro Kopf und Jahr werden in Deutschland rund ein Kilogramm Cornflakes und andere traditionelle Frühstückscerealien gegessen. Damit finden die Produkte mehr Anklang als Müsli, das es auf lediglich 700 Gramm bringt. Verglichen mit den Briten, die jährlich um die sechs Kilogramm „Cereals“ verputzen, liegen die Deutschen allerdings im Hintertreffen. Täglich auf den Tisch kommen Cerealien hierzulande nur in 15 Prozent aller Haushalte. Die Cornflakes erfunden haben der Arzt John Harvey Kellogg und sein Bruder William Keith Kellogg in Battle Creek im US-Bundesstaat Michigan im Jahr 1894 – durch Zufall: Gekochter Mais war versehentlich über Nacht stehen geblieben. Wegschmeißen wollten die Brüder die Masse nicht. Stattdessen drehten sie sie durch eine Walze und trockneten sie mittels Wärme zu Flocken. Die schmeckten zunächst fade und verkauften sich erst gut, als sie mit Zucker und Malz aufgepeppt wurden.

Zucker, Salz und Gerstenmalz sowie das Rösten sorgen für das Aroma

Heutzutage werden Cornflakes auf zwei verschiedene Arten hergestellt. Immer noch gebräuchlich ist das Koch- und Walzverfahren.

Dazu werden die Maiskörner, häufig nach Entfernen des ölreichen Keimlings, zunächst einmal zerkleinert. Die so entstehenden Grits kocht man in großen Kesseln unter leichtem Überdruck in ein bis zwei Stunden weich. Damit sie später wie gewünscht schmecken, werden gegebenenfalls Zucker, Salz und Gerstenmalz zugegeben.

Nach Walzen, Trocknen und Rösten sind die knusprigen Maisflocken fertig. Alternativ wird das Extruderverfahren angewendet, mit dem zum Beispiel auch Erdnussflips und Stapelchips entstehen. Der Extruder funktioniert im Prinzip wie ein überdimensionaler, geschlossener Fleischwolf:

Maismehl, Wasser und die weiteren Zutaten werden unter Druck und Hitze miteinander vermengt. Schließlich wird die Masse aus Formdüsen herausgedrückt, gewalzt, getrocknet und geröstet. So entstehen Flocken einheitlicher Form und Größe.

Die nach dem Kochverfahren hergestellten Cornflakes gelten als aromatischer. Da zudem mehr von der Kornstruktur erhalten bleibt, ist mehr Verdauungsarbeit nötig als bei den Extrudercornflakes. Bei genauerem Hinsehen ist die Art der Herstellung auch erkennbar: Extrudierte Flakes haben häufig eine weniger blasige Oberfläche und weniger Kornstruktur als gekochte.

ÖKO-TEST hat Cornflakes 17 verschiedener Marken eingekauft, darunter fünf Bio-Produkte. Wir ließen sie im Labor auf diverse Schadstoffe untersuchen und schauten uns die Deklaration genauer an.

Das Testergebnis

▀ Cornflakes sind nicht das schlechteste Frühstück. Sowohl unter den konventionellen als auch unter den Bio-Produkten gibt es einige „sehr gute“ Produkte. Lediglich eine Marke – ausgerechnetKellogg’s Corn Flakes Die Originalen – landet mit einem Gesamturteil „mangelhaft“ am Tabellenende.

▀ Als problematischster Schadstoff in den Cornflakes entpuppten sich Mineralölrückstände in mehr als der Hälfte der Produkte. Es handelt sich um MOSH und MOAH genannte Verbindungen, die aus der Verpackung ins Produkt übergehen. Ursache sind mineralölhaltige Druckfarben, wie sie zum Bedrucken der Kartons verwendet werden. Auch aus recyceltem Zeitungspapier hergestellte Kartons kommen als Quelle in Betracht. So sind von den fünf Bio-Cornflakes genau die beiden Produkte mit Mineralölen belastet, die zusätzlich in einem Umkarton stecken. Dass das nicht zwangsläufig so sein muss, zeigen die drei „sehr guten“ konventionellen Produkte, in deren Inhalt trotz Umkarton keinerlei Mineralöl nachweisbar war.

Viele Produkte sind mit Mineralölen belastet, in denen aromatische Kohlenwasserstoffe stecken

In allen Cornflakes mit „stark erhöhten“ Mineralölanteilen waren neben gesättigten Kohlenwasserstoffen (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons, kurz MOSH) auch aromatische Kohlenwasserstoffe (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons, kurz MOAH) nachweisbar. Die höchste Belastung aller untersuchten Produkte wiesen dieReal Bio Cornflakes auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, die Übergänge aus Kartons in Lebensmittel zu minimieren. Denn die Wirkweise des Mineralölgemisches ist toxikologisch noch nicht ausreichend untersucht. Insbesondere für die aromatischen Anteile wird ein krebserregendes Potenzial nicht ausgeschlossen. Derzeit gelten 0,6 mg Mineralöl pro Kilogramm verzehrte Lebensmittel als maximal sichere Konzentration.

▀ Schimmelpilzgifte wie Fumonisine, die in Mais und Maisprodukten häufiger anzutreffen sind, wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor zwar in vielen Produkten – auch den Bio-Cornflakes – nach. Die zulässigen Grenzwerte werden jedoch von allen Produkten weit unterschritten. Auch das im Tierversuch erbgutschädigende und krebserregende Acrylamid steckt nur in Spuren in den Produkten, in einigen Cornflakes war es überhaupt nicht nachweisbar. Erfreulich: Weder bei gentechnisch verändertem Mais noch bei Pestiziden wurden die Labore fündig.

▀ Cornflakes bestehen zu über 90 Prozent aus Mais und damit vor allem aus Stärke. Somit machen vor allem Kohlenhydrate den recht einheitlichen Brennwert aller Produkte aus. Die Maisflocken sind nicht so süß wie andere Frühstückscerealien. Sie enthalten zwischen drei und knapp neun Prozent zugesetzten Zucker. Umgerechnet auf eine 40-g- Portion sind das 1,2 bis 3,4 g Zucker. Zum Vergleich: Ein Stück Würfelzucker bringt rund 3 g auf die Waage.

Vitaminisierte Cornflakes sind überflüssig. Der Zusatz von Eisen birgt gesundheitliche Risiken

▀ Überflüssigerweise mit Vitaminen angereichert sind dieSchneekoppe Vita Flakes Glutenfrei und dieKellogg’s Corn Flakes Die Originalen , Letztere zusätzlich noch mit Eisen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät von Eisenzusatz in Lebensmitteln ab. Eine zu hohe Eisenzufuhr wird im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen diskutiert.

▀ Auf der Verpackung von Produkten mit zugesetztem Zucker sollte dessen Anteil in der Nährwerttabelle angegeben sein. Dies ist bei zwei Produkten nicht der Fall. DieSeitenbacher Cornflakes Die Knusprigen fallen in zweierlei Hinsicht negativ auf: Zum einen wird Polypropylen als das Material der „umweltgerechten Folienverpackung“ ausgewiesen. Der Laborbefund weist aber einen chlorierten Kunststoff, möglicherweise PVC, nach. Zum anderen prangt auf der Vorderseite der Verpackung der Aufdruck „ohne künstliche Farben“. Hier wird mit Selbstverständlichkeiten geworben, denn künstliche Farbstoffe sind schon von Gesetzes wegen nicht zur Färbung von Cornflakes zugelassen.

So reagierten die Hersteller

▀ Die Firma De-Vau-Ge Gesundkostwerk schrieb uns, alle Cornflakes aus ihrem Hause(Gletscherkrone ,Korn Mühle ,Golden Breakfast ,Knusperone ,Granola sowie die mit weniger Zucker und Salz hergestelltenK-Classic) seien nach derselben Rezeptur und mit demselben Verpackungsmaterial produziert worden. Daher seien die verschiedenen Analysenwerte für die Mineralölbestandteile MOSH und MOAH der einzelnen Produkte „zufällig“ und als gleich zu bewerten. Zudem liege die Schwankungsbreite der Analysenmethode bei 25 Prozent.

Dem ist zweierlei entgegenzuhalten: Die Mineralölgehal te in den drei De-Vau-Ge-Produkten mit den höheren Analysewerten bleiben auch nach Abzug der Schwankungsbreite noch im von uns mit „stark erhöht“ eingestuften Bereich. Zum anderen weisen die Analysen nur bei hohen MOSH-Gehalten auch MOAH nach. Und es ist die MOAH-Fraktion, zu der auch krebserzeugende Substanzen gehören.

Des Weiteren wendet der Hersteller ein, es könne sich bei den gemessenen MOSH ebenso gut um POSH (Polyolefine Oligomeric Saturated Hydrocarbons) handeln, also Bestandteile aus der Kunststofffolie und nicht aus den Druckfarben. Das von ÖKO-TEST mit der Analyse beauftragte Labor schließt dieses jedoch aus. Zudem ist aufgrund der chemischen Verwandtschaft von POSH und MOSH davon auszugehen, dass sie ähnlich zu bewerten sind.

Immerhin: Der Hersteller ist sich der Problematik bewusst und hat inzwischen eine Folie (aus HDPE-PET) entwickelt, die eine deutliche Sperrschicht für die Mineralöle bilden soll.

▀ Seitenbacher erklärte zum PVC-Befund in der vermeintlichen PP-Folie, man habe sich auf die Angaben des Folienlieferanten verlassen. Aufgrund unseres Hinweises wolle man aber auf jeden Fall eine zu 100 Prozent recycelbare Folie einsetzen.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Frühstückscerealien sind in zig Variationen erhältlich. In diesem Test haben wir uns auf den Klassiker konzentriert, die Cornflakes. Um ein möglichst breites Spektrum der am Markt erhältlichen Produkte abzubilden, haben wir die Regale von Discountern, Supermärkten, Reformhäusern und Bio-Läden durchforstet und sowohl konventionelle als auch Bio-Cornflakes unterschiedlichster Preisklassen in den Einkaufskorb gelegt. Mit Honig oder Schokolade aufgepeppte Maisflocken blieben außen vor.

Die Inhaltsstoffe

Bei aus Mais hergestellten Lebensmitteln liegen drei Fragen nahe. Erstens: Wie sieht es aus mit Gen-Technik? Zweitens: Wie steht es um Schimmelpilzgifte? Schon auf dem Feld können auf dem Mais Fusarien wachsen. Diese Pilze produzieren Fumonisine, die unter dem Verdacht stehen, Speiseröhren- und Leberkrebs auszulösen. Und drittens: Wurde der Mais gespritzt und sind im fertigen Produkt noch Pestizidrückstände nachweisbar? Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir verschiedene, auf die jeweilige Untersuchung spezialisierte Labore mit den entsprechenden Analysen beauftragt. Im letzten Schritt ihrer Herstellung werden Cornflakes geröstet. Dabei kann das Krebsgift Acrylamid entstehen. Ebenfalls unerwünscht – nicht nur in Cornflakes – sind Mineralöle, die aus Druckfarben stammen. Gerade kartonverpackte Lebensmittel wie Frühstückscerealien können damit belastet sein. Der Gesamtzuckergehalt wurde im Labor ermittelt, wenn er nicht auf der Verpackung angegeben war. Schließlich haben wir auch noch einen kritischen Blick auf die Deklaration der Produkte geworfen.

Die Bewertung

Bei der Bewertung der Cornflakes haben wir die unerwünschten Inhaltsstoffe in den Vordergrund gerückt. Vor allem der Nachweis von Mineralölen vermasselte etlichen Produkten ein Gesamturteil „sehr gut“. Die Abwertung erfolgte stufenweise: geringe Gehalte um eine Note, höhere Gehalte um zwei Noten. Darin spiegelt sich wider, dass bei den stark erhöhten Werten neben den gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH) immer auch aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) gefunden wurden, während bei den niedrigeren Gehalten zwar MOSH, aber keine MOAH nachweisbar waren. Die getesteten Cornflakes sind nicht explizit für Kinder aufgemacht. Auf lustige Comicfiguren auf der Verpackung haben die Anbieter verzichtet. Insofern ist es nicht zu kritisieren, wenn sich die angegebene prozentuale Ausschöpfung des täglichen Kalorienbedarfs oder der Zuckermenge auf Erwachsene bezieht. Die häufig als Portionsgröße angegebenen 30 Gramm halten wir zwar für knapp bemessen, allerdings auch nicht für völlig unrealistisch, wenn man davon ausgeht, dass die Flakes noch mit Obst angereichert werden.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: siehe Seite 140.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/ chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Zucker nicht separat ausgezeichnet, sondern nur unter Kohlenhydraten mit erfasst. 3) Laut Anbieter ist das Produkt mit einem MHD 04.2012 oder länger mit einer neuen HDPE-PET-Folie verpackt. 4) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Verpackungsmaterial als Polypropylen gekennzeichnet, enthält aber PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe. 5) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Auslobung „ohne künstliche Farben“. 6) Laut Anbieter wird die Packung überarbeitet und zukünftig die große Nährwertkennzeichnung aufgebracht. Dabei wäre dann auch der Zuckergehalt gesondert ausgewiesen. 7) Laut Anbietergutachten sind in einer neueren Charge mit neuer Barrierfolie keine Mineralöle mehr nachweisbar. Produkte ab dem MHD 06.06.2012 sollen mit der Barrierefolie ausgestattet sein.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Eisenzusatz; b) ein stark erhöhter Mineralölgehalt von mehr als 1 mg/kg. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Zusatz von Vitaminen; b) ein erhöhter Mineralölgehalt von mehr als 0,5 mg/kg bis 1 mg/kg. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) Deklarationsmangel: Zucker wird in der Nährwertdeklaration nicht gesondert aufgeführt, sondern nur unter dem Oberbegriff Kohlenhydrate; c) Deklarationsmangel: Verpackungsmaterial falsch gekennzeichnet; d) Deklarationsmangel: Auslobung „ohne künstliche Farben“, wenn diese laut Gesetz ohnehin nicht für das betreffende Lebensmittel eingesetzt werden dürfen. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Gentechnisch veränderte Bestandteile: Qualitativer Nachweis: Extraktion in Anlehnung an § 64 LFGB; PCR-Analyse mit 45 Zyklen. Dabei wurden die Produkte im ersten Schritt mit zwei allgemeinen Screeningtests (35S CaMV Promotor, NOS Terminator) analysiert. Pestizide: DFG S 19; ASU § 64 LFGB L00.00-34. Gesamtzucker: Luff-Schoorl, in Anlehnung an ASU L 31.00-11. Acrylamid: LC/MS/ MS. Mykotoxine: Screening auf Nivalenol, Deoxynivalenol, 3- und 15-Acetyldeoxynivalenol, T-2 und HT-2 Toxin, Zearalenon, Ochratoxin A, Diacetoxy scirpenol, Fusarenon-X: Extraktion der Analyten mit einem Acetonitril- Wasser-Gemisch, Aufreinigung durch Festphasenextraktion, Bestimmung mittels LC-MS/MS.
Fumonisine: Extraktion mit einem Methanol-Acetonitril- Wasser-Gemisch, Bestimmung mittels LC-MS/MS. Mineralöl: GC-FID. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse. Steht bei Analysenergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Nachweisgrenze“ der jeweiligen Testmethode. Einkauf der Testprodukte: März 2011.
Anbieterverzeichnis: siehe www.oekotest.de Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: siehe Seite 140.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/ chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Zucker nicht separat ausgezeichnet, sondern nur unter Kohlenhydraten mit erfasst. 3) Laut Anbieter ist das Produkt mit einem MHD 04.2012 oder länger mit einer neuen HDPE-PET-Folie verpackt. 4) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Verpackungsmaterial als Polypropylen gekennzeichnet, enthält aber PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe. 5) Weiterer Mangel: Deklarationsmangel: Auslobung „ohne künstliche Farben“. 6) Laut Anbieter wird die Packung überarbeitet und zukünftig die große Nährwertkennzeichnung aufgebracht. Dabei wäre dann auch der Zuckergehalt gesondert ausgewiesen. 7) Laut Anbietergutachten sind in einer neueren Charge mit neuer Barrierfolie keine Mineralöle mehr nachweisbar. Produkte ab dem MHD 06.06.2012 sollen mit der Barrierefolie ausgestattet sein. Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Eisenzusatz; b) ein stark erhöhter Mineralölgehalt von mehr als 1 mg/kg. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Zusatz von Vitaminen; b) ein erhöhter Mineralölgehalt von mehr als 0,5 mg/kg bis 1 mg/kg. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; b) Deklarationsmangel: Zucker wird in der Nährwertdeklaration nicht gesondert aufgeführt, sondern nur unter dem Oberbegriff Kohlenhydrate; c) Deklarationsmangel: Verpackungsmaterial falsch gekennzeichnet; d) Deklarationsmangel: Auslobung „ohne künstliche Farben“, wenn diese laut Gesetz ohnehin nicht für das betreffende Lebensmittel eingesetzt werden dürfen. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Gentechnisch veränderte Bestandteile: Qualitativer Nachweis: Extraktion in Anlehnung an § 64 LFGB; PCR-Analyse mit 45 Zyklen. Dabei wurden die Produkte im ersten Schritt mit zwei allgemeinen Screeningtests (35S CaMV Promotor, NOS Terminator) analysiert. Pestizide: DFG S 19; ASU § 64 LFGB L00.00-34. Gesamtzucker: Luff-Schoorl, in Anlehnung an ASU L 31.00-11. Acrylamid: LC/MS/ MS. Mykotoxine: Screening auf Nivalenol, Deoxynivalenol, 3- und 15-Acetyldeoxynivalenol, T-2 und HT-2 Toxin, Zearalenon, Ochratoxin A, Diacetoxy scirpenol, Fusarenon-X: Extraktion der Analyten mit einem Acetonitril- Wasser-Gemisch, Aufreinigung durch Festphasenextraktion, Bestimmung mittels LC-MS/MS.
Fumonisine: Extraktion mit einem Methanol-Acetonitril- Wasser-Gemisch, Bestimmung mittels LC-MS/MS. Mineralöl: GC-FID. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse. Steht bei Analysenergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Nachweisgrenze“ der jeweiligen Testmethode.
Einkauf der Testprodukte: März 2011.
Anbieterverzeichnis: siehe www.oekotest.de

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Unsere Empfehlungen

• Um in Sachen Mineralöl auf Nummer sicher zu gehen, sind Produkte, die ausschließlich in Folie (also ohne Umkarton) verpackt sind, die bessere Wahl.

• Cornflakes allein sind kein vollwertiges Frühstück. Denn große Mengen der Maisschale und der gehaltvolle Keimling werden bei der Produktion abgetrennt. Mit zusätzlichem Obst – Apfel, Banane, Birne, Kirschen, Trauben – wird daraus eine gesündere Mahlzeit.

• Verglichen mit Smacks, Pops oder Loops enthalten Cornflakes wenig Zucker. Ungesüßte Cornflakes sind dennoch am besten, notfalls süßt man selbst sparsam nach. Mit Vitaminen aufgepeppte Cornflakes braucht niemand. Die kommen besser aus dem Obst.

Kompakt

Glutenfrei

Mais zählt wie Reis und Hirse zu den Getreidearten, die auch von Menschen mit Zöliakie vertragen werden. Die Mehrzahl der Cornflakes im Test enthält allerdings Gerstenmalz als Zutat und damit eine potenzielle Glutenquelle. Explizit als „glutenfrei“ gekennzeichnet waren lediglich dieAlnatura Corn Flakes und dieSchneekoppe Vita Flakes Glutenfrei . Laut Zutatenliste ebenfalls ohne Gerstenmalz sind dieDavert Corn Flakes ungesüßt und dieBarnhouse Cornflakes .

Cornflakes im Schokomantel

Schokoflocken gibt es zwar fertig zu kaufen, doch Selbstgemachte erlauben viele Variationen. Die Zubereitung ist simpel: Je nach Gusto Vollmilch-, Zartbitter- oder weiße Schokoloade über dem Wasserbad schmelzen. Jetzt nach und nach Cornflakes und gegebenfalls weitere Zugaben wie Nüsse unterheben – gerade so viel, dass alles von Schokolade bedeckt ist. Anschließend die Masse löffelweise in kleinen Häufchen auf Backpapier verteilen und erkalten lassen.

Foto: martinlee/Fotolia.com

La-Plata-Mais

La-Plata-Mais ist eine Herkunftsbezeichnung, der verwendete Mais kommt aus Argentinien. Vorteile bringt er dem Cornflakesesser aber nicht. Zusammengesetzt sind Cornflakes nämlich recht einheitlich aus Mais, Zucker, Salz und Gerstenmalzextrakt, manchmal findet sich auch noch der Emulgator Sojalecithin. Nur aus Mais bestehen dieDavert Corn Flakes ungesüßt . Gerstenmalz wird sowohl aus geschmacklichen Gründen als auch zur Färbung der Flocken eingesetzt.