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TEST: Einschlafhilfen für Kinder: Ruhe jetzt!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2015 vom 29.12.2014

Schlafen – einfach nur schlafen: Dieser Wunsch bleibt bei Eltern oft ein frommer. Deswegen haben wir Produkte, die den Kleinen beim Einschlafen helfen sollen, ins Labor geschickt. Beruhigend: Mehr als die Hälfte der getesteten Artikel darf mit ins Kinderbett.


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Foto: Kotin/Shutterstock

Jeder kennt sie. Diese Eltern, die von ihrem Vorzeigebaby erzählen, das fast von Anfang an durchgeschlafen hat. Ganz alleine. Ohne auch nur ein einziges Mal aufzuwachen. Sieben Stunden! Ja, es gibt sie, diese Kinder. Und nein, das ist nicht normal. Neugeborene haben noch keine Vorstellung von dem Unterschied zwischen Tag und ...

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... Nacht. Sie müssen erst lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist. Dieser Lernprozess dauert in der Regel etwa ein halbes Jahr, manchmal auch länger. Und gerade in dieser Zeit kann es zu sehr unruhigen Phasen kommen. Denn der menschliche Körper folgt beim Schlaf uralten Mustern: Auch Erwachsene wachen etwa alle zwei Stunden für einen kurzen Moment auf, um sicherzustellen, dass sie sich nicht in Gefahr befinden. Ist alles so, wie beim Einschlafen vorgefunden, bleibt dieses kurze Aufwachen unbewusst, der Mensch fühlt sich sicher und schläft weiter.

Bei Babys funktioniert der Körper genauso. Nur hat sich bei ihnen oft etwas zwischen Einschlafen und Aufwachen geändert: Der Papa ist nicht mehr da, die Milchflasche leer, der Schnuller verschwunden. Deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, dass Kinder zu allererst lernen müssen, selbstständig einzuschlafen. Denn wenn das Baby im Arm der Mama einschläft, dann zwei Stunden später aufwacht und diese Situation nicht mehr vorfindet, wird es schreien, bis – ja, bis die Mama es wieder in den Arm nimmt. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Verschiedene Schlaftrainings von der Ferber-, über die Sanduhrmethode bis hin zum Züricher Schlafberatungskonzept weisen Wege auf. Die Empfehlungen sind jedoch aus ganz verschiedenen Gründen umstritten, einen „goldenen Weg“ gibt es nicht. Kann es auch nicht – da die Schlafbedürfnisse von Kindern sehr unterschiedlich sind.


Schlaf ist für Kinder immer auch eine gefühlte Trennung von den Eltern


Eltern müssen also für ihr Kleines einen ganz eigenen Weg in den Schlaf finden. Wichtig ist dabei, dass Kinder schon tagsüber lernen, sich für kurze Zeit von den Eltern zu trennen – Schlaf ist für das Kind immer auch eine gefühlte Trennung von den Eltern. Und ein Baby, das den ganzen Tag auf dem Arm der Mutter ist, wird kaum verstehen, dass es abends plötzlich alleine einschlafen soll. „Das Baby sollte im eigenen Bett im Elternschlafzimmer zum Schlafen gelegt werden“, rät Dr. Alfred Wiater, Schlafmediziner und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln. Das eigene Bett „ermöglicht die Eigenständigkeitsentwicklung“, das Elternschlafzimmer „Nähe und Geborgenheit“. Zudem helfen ruhige Einschlafrituale, sich auf die Nacht vorzubereiten. Kissenschlachten oder Fernsehen am Abend sind tabu; das regt die Kleinen zu sehr auf.


Nicht hinter jeder durchwachten Nacht steckt gleich eine Schlafstörung


Ruhe, auch die innere, ist das A & O – und das gilt vor allem für die Eltern. Es ist ganz normal, dass Babys manchmal nachts unruhig sind, schlecht schlafen und schreien. Nicht hinter jeder durchwachten Nacht steckt gleich eine Schlafstörung. Sorgen sollten Sie sich nur machen, wenn Ihr Kind über einen Monat mindestens dreimal pro Woche Ein- oder Durchschlafstörungen hat. Dann sollten Sie einen Arzt konsultieren, rät Wiater, der auch Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist. Tut Ihr Baby, denken Sie jetzt? Wenn es noch kein halbes Jahr alt ist, entspannen Sie sich. Bis zu diesem Alter spricht man so schnell nicht von Schlafstörungen. Dass die ganz Kleinen in dieser Zeit oft aufwachen, ist ganz normal.

Die innere Gelassenheit der Eltern, so schwierig das in manch einer unruhigen Nacht klingen mag, hilft auch dem Kind, nachts zur Ruhe zu finden. Aber auch alles, was von außen sanfte Abhilfe verspricht, kommt natürlich gelegen – dementsprechend voll sind die Regale mit Produkten, die ein schnelles Ein- und Durchschlafen von Babys und Kindern versprechen. Doch was darf wirklich reinen Gewissens mit ins Kinderbett? Wir haben 20 ganz unterschiedliche Einschlafhilfen für Kinder ins Labor geschickt und gewohnt umfassenden Schadstofftests und Praxisprüfungen unterzogen.

Das Testergebnis

Das darf rein ins Kinderbett: 13 der 20 getesteten Produkte können wir empfehlen. Drei davon schneiden sogar mit „sehr gut“ ab: der Popolini Schlafsack Vario, das Calendula Massage Oil von Martina Gebhardt und das Babyfehn Kühl- und Wärmekissen Autsch. In Letzterem haben wir zwar optische Aufheller gefunden – allerdings ohne Hautkontakt. An den anderen beiden hatten wir rein gar nichts zu bemängeln.

Das muss ganz schnell raus: Drei Produkte sind bei unseren umfangreichen Schadstofftests oder Praxisprüfungen allerdings gnadenlos durchgerasselt: In der Magischen Laterne, Meer von Trousselier hat das beauftragte Labor einen auffällig hohen Gehalt an Cadmium in einem Kunststoffteil gefunden – außerdem verbreitet sie erhöhte elektrische und magnetische Wechselfelder. Mit dem Feentanz Mobile von Hans Natur tanzen der krebsverdächtige Farbstoffbestandteil Anilin, halogenorganische Verbindungen und das starke Umweltgift Nonylphenolethoxylate über Babys Bett. Hans? Ja. Natur? In diesem Fall ganz sicher nicht. Für beide Produkte kann es nur ein „ungenügend“ geben. Noch weiter müssen wir bei Nanchen gehen: Die Kükenspieluhr im Schlafsack ist beim Praxistest mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Sie hält die europäische Spielzeugrichtlinie nicht ein, und das gleich doppelt. Zunächst ist im Labor eine der Nähte des Kükens gerissen, wodurch das Füllmaterial – Wolle, in der wir auch noch ein Pestizid nachgewiesen haben – austrat. Es besteht also die Gefahr, dass das Kind die Wolle verschlucken und daran ersticken könnte. Und dann ist die Schnur der Spieluhr auch noch etwas dünner und länger als der Gesetzgeber wegen der Strangulierungsgefahr erlaubt. Unser Urteil kann nur lauten: Dieses Produkt ist so nicht verkehrsfähig. Weg damit!

Schlummern mit Elektrosmog: Im näheren Umfeld (bis zu zwei Meter) aller drei getesteten Nachtlichter hat das von uns beauftragte Labor erhöhte niederfrequente elektrische Wechselfelder gemessen. Die bilden sich immer dann, wenn die Hersteller auf so einfache Dinge wie Schutzkontaktstecker verzichten. Da diese Wechselfelder durch elektrische Spannung erzeugt werden, bleiben sie auch bestehen, wenn die Lampen ausgeschaltet sind, der Stecker aber nicht gezogen ist. Magnetische Wechselfelder hingegen verschwinden normalerweise mit Ausschalten des Gerätes. Normalerweise. Nicht so bei der Magischen Laterne, Meer von Trousselier. Sie ist die einzige der drei getesteten

TEST: Fehn Babyfehn Kühl-und Wärmekissen „Autsch“

Preis: 11,95 Euro

Kalt, warm, kuschelig, weich: Das Babyfehn Kühl- und Wärmekissen „Autsch“ist einer der Testsieger. Selbst beim umfangreichen Materialscreening der blauen Kompresse hat das von uns beauftragte Labor keine Schadstoff e gefunden. Auch das Schaf ist fast frei von Stoff en, die nicht hineingehören – einzig die optischen Aufheller haben wir zu bemängeln. Immerhin: Es besteht kein Hautkontakt, da sie im Klettverschluss stecken. Der Sinn eines versteckten strahlend weißen Klettverschlusses verschließt sich uns – dennoch:
Gesamturteil „sehr gut“ Anmerkung 1)

TEST: Popolini Schlafsack Vario, Sand natur

Preis: 69 Euro in Größe S

Sicher, sauber und süß: Am Popolini Schlafsack Vario haben wir nichts auszusetzen. Einzig eine minimale Klemmgefahr besteht beim Reißverschluss, weil der sich von unten nach oben schließt, noch dazu am Halsbereich – da er oben aber abgedeckt ist, werten wir das nicht ab. Praktisch: Der Schlafsack lässt sich auch von unten öff nen. Wer also schnell einmal die Windel wechseln will, muss das Baby dafür gar nicht ganz aus dem Schlafsack herausschälen. Außerdem lassen sich die Ärmel mit Reißverschlüssen abnehmen, wenn es mal zu warm werden sollte. Auch Inhaltsstoff e, die hier nicht reingehören, haben die von uns beauftragten Labore keine gefunden.

Gesamturteil „sehr gut“

Leuchten, die in bis zu einem Meter Abstand auch erhöhte niederfrequente magnetische Wechselfelder aufweist. Im wirklichen Nahbereich, also bis zu dreißig Zentimeter, sogar in einer Höhe, die gesundheitlich ernsthaft bedenklich ist: Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Werte ab 300 Nanotesla als „mögliches Krebsrisiko für den Menschen“ ein. Der Wert, den das von uns beauftragte Labor gemessen hat, liegt bei 570 Nanotesla – also fast dem Doppelten dieses als mögliche Krebsgefahr eingestuften Wertes. Das Ungewöhnliche daran ist nicht nur die Höhe der Belastung. Ungewöhnlich ist vor allem, dass diese magnetischen Wechselfelder selbst dann bestehen bleiben, wenn die Lam- pe ausgeschaltet ist – wegen einer sekundär geschalteten Lampe, die auch Strom verbraucht, wenn das Schlummerlicht ausgeschaltet ist. Sicherheitsabstände wegen des Elektrosmogs gibt im Übrigen keiner der drei Hersteller an.

So reagierten die Hersteller

Nanchen hat sofort eine Gegenprobe der Kükenspieluhr im Schlafsack in einem anderen Labor beauftragt. Das Ergebnis: Die Nähte des von Nanchen getesteten Modells rissen nicht und die Schnur war weder zu lang noch zu dünn. Da die Puppen bei Nanchen laut eigener Aussage auf der Internetseite handgefertigt werden, können diese unterschiedlichen Ergebnisse nicht überraschen.

Herding hat gleich zwei Ren forcé-Bettwäschen Unser Sandmännchen zur Gegenprobe in zwei verschiedene Labore geschickt. Ergebnis: kein oder zumindest weniger als 16 mg/kg Formaldehyd. In unserer Probe steckten 35 mg/ kg. Der Hersteller weist darauf hin, dass sich „zum Beispiel durch unsachgemäßes Einlagern der Ware“ der höhere Messwert an Formaldehyd erklären lasse. Zigarettenrauch im Lagerraum könne eine Ursache sein. Das stimmt. „Allerdings nicht in dieser Konzentration“, sagen die Chemiker des von uns beauftragten Labors. „Selbst wenn die Bettwäsche tagelang in einem Raucherraum hängen würde, ließe sich ein so hoher Wert an Formaldehyd dadurch nicht erklären.“

Hans Natur hat das Feentanz Mobile aus dem Angebot genommen, sagt der Hersteller. Eine Gegenprobe habe bestätigt, dass „zwei Tücher tatsächlich kritisch sind“, schreibt Hans Natur. „Bis auf Weiteres“ blieben die Produkte gesperrt, „genauere Untersuchungen“ sollen nun folgen.

TEST: Fussenegger Minibär Schlafsack Lena Marienkäfer

Preis: 39,95 Euro

Niedlicher Käfer: Auch der Minibär Schlafsack Lena Marienkäfer darf reinen Gewissens mit in Babys Bett. Kritische Inhaltsstoff e haben die von uns beauftragten Labore keine in bedenklicher Konzentration gefunden. Beim Praxistest hingegen gab es eine Note Abzug: Der Reißverschluss schließt seitlich von unten nach oben und ist oben nicht abgedeckt. Dadurch besteht eine geringe Klemmgefahr unter der Achsel des Babys.

Gesamturteil „gut“

TEST: Alvi Walkfrottier-Kapuzenbadetuch, Dots Grau

Preis: 14,95 Euro

Pünktchen für Alvi: Das Walkfrottier-Kapuzenbadetuch überzeugt im Labortest. Einziger Kritikpunkt sind die optischen Aufheller, die das von uns beauftragte Labor im Oberstoff gefunden hat. Sie lassen das Material weißer strahlen als es eigentlich ist – zumindest für eine Weile. Dann waschen sie sich heraus und belasten unnötig das Abwasser. Außerdem können sie allergische Reaktionen auslösen. Abgesehen davon können wir das gepunktete Kapuzenbadetuch aber empfehlen.

Gesamturteil „gut“

TEST: Kneipp Naturkind Traumfahrer Farbzauberbad

Preis: 1,29 Euro für ein Bad

Knallig-bunt, fast sauber: In dem Kneipp Naturkind Traumfahrer Farbzauberbad haben wir an bedenklichen Inhaltsstoff en PEG/ PEG-Derivate gefunden. Diese Stoff e verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett und können die Haut durchlässiger für Fremdstoff e machen. Die Aussagekraft der Werbung „Von Müttern empfohlen“ ist zwar zunächst einmal begrenzt – nach unserem umfangreichen Test gibt es an dem Farbzauberbad aber tatsächlich kaum etwas auszusetzen.

Gesamturteil „gut“

Anmerkungen 6) 7)

TEST: Bellybutton Bademantel mit Knöpfen, weiß-beige gestreift

Preis: 39,90 Euro

Strahlende Streifen: Der Bellybutton Bademantel mit Knöpfen ist niedlich und nahezu schadstoff frei. Nahezu. Wenn, ja wenn nur die optischen Aufheller nicht wären – noch dazu im Oberstoff, in der Paspel und im Etikett. Dafür gibt es eine Note Abzug. Abgesehen davon darf der kleine Bademantel aber bedenkenlos nach dem Bad auf Babys Haut. Dafür gibt´s ein

Gesamturteil „gut“

Anmerkung 1)

TEST: Martina Gebhardt Calendula Massage Oil

Preis: 8,50 Euro für 30 Milliliter

Nichts, was Babys Haut reizen könnte: Das Calendula Massage Oil von Martina Gebhardt ist genauso rein wie es sein soll. Kein Parfüm, keine allergenen Duftstoff e – mit einer Massage nach einem Bad am Abend machen Sie mit diesem Öl nichts falsch. Zwar sind 8,50 Euro für das kleine Fläschchen ein stolzer Preis, dafür ist das Produkt aber auch Demeter-zertifiziert.

Gesamturteil „sehr gut“

TEST: Fashy Kirschkernkissen Babyelch, braun

Preis: 6,95 Euro

Kernige Sache: Das Fashy Kirschkernkissen Babyelch hat unsere strengen Tests bestanden. Es riecht zwar so, wie Kirschkernkissen eben riechen, aber es ist niedlich, weich und die von uns beauftragten Labore haben keine Schadstoff e gefunden. Bis auf: natürlich, optische Aufheller. Hier im Etikett – unnötiger geht es kaum. Deswegen gibt es eine Note Abzug.

Gesamturteil „gut“

Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 124.

Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: optische Aufheller ohne Hautkontakt. 2) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 3) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen im Kabel. 4) Weiterer Mangel: mehr als 50 mg/kg Nonylphenolethoxylate. 5) Weiterer Mangel: bromierte Flammschutzmittel auf der Platine. 6) Enthält Parfüm. 7) Enthält Citronellol. 8) Laut Anbietergutachten enthielten zwei chargengleiche Produkte kein oder weniger als 16 mg/kg Formaldehyd. Der Anbieter führt die erhöhte Konzentration auf eine Kontamination bei der Lagerung, etwa durch Zigarettenrauch, zurück. 9) Laut Anbieter soll ab sofort bei der Produktion auf optische Aufheller in Etiketten verzichtet werden. 10) Laut Anbieter ist der Artikel „bis auf Weiteres“ aus dem Verkauf genommen. 11) Laut

TEST: Penaten Gute-Nacht Öl

Preis: 2,49 Euro für 200 Milliliter

Na denn, gute Nacht: Auch das Gute-Nacht Öl von Penaten können wir für eine Massage des Babys nach dem Bad am Abend empfehlen. Einziger Kritikpunkt: Paraffi- ne, noch dazu als Hauptbestandteil. Dabei handelt es sich um künstliche Stoff e, die sich nicht so mühelos ins Gleichgewicht der Haut integrieren wie natürliche Öle, die beispielsweise in Naturkosmetika stecken. Ob das von dem Hersteller ausgewiesene „NaturalCalm-Aroma“ Ihr Kind wirklich beruhigt, müssen Sie selbst ausprobieren – bedenklich sind die enthaltenen Aromastoff e auf jeden Fall aus unserer Sicht nicht.

Gesamturteil „gut“

Anmerkung 6)

TEST: Sovdags Babybett-Set dreiteilig, blau

Preis: 17,99 Euro

Blau-weiße Nacht: In dem Sovdags Babybett-Set von Ikea hat das Labor halogenorganische Verbindungen – eine umstrittene Gruppe von Stoff en, von denen einige Allergien, andere Krebs auslösen können – in geringer Konzentration nachgewiesen. Ein weiterer Kritikpunkt: optische Aufheller im Etikett auf der Innenseite. Abgesehen davon ist das Set schadstoff frei – dafür gibt´s ein

Gesamturteil „gut“

Anmerkung 1)

TEST

Fussenegger Einschlagdecke mit Kapuze Sterne, hellblau

Preis: 17,95 Euro

Sternchen für Fussenegger: Die weiche Einschlagdecke mit Kapuze Sterne können wir nach unseren umfangreichen Labortests empfehlen. Einzig Rückstände von Nonylphenolethoxylaten haben wir in dem hellblau-weißen Stoff gefunden. Das ist nach bisherigen Erkenntnissen zwar unschädlich für die Haut und kann Ihrem Baby so nicht schaden. Allerdings handelt es sich dabei um ein starkes Umweltgift, das das Abwasser belastet und kaum abgebaut wird. Deswegen werten wir unter „Weitere Mängel“ ab.

Gesamturteil „gut“

Anmerkung 4)

TEST: Smila Stjärna Wandleuchte, blau

Preis: 6,99 Euro

Ein Stern aus Plastik: Das Design der blauen Smila Stjärna Wandleuchte von Ikea ist überschaubar – bedenkliche Inhaltsstoff e haben wir aber kaum gefunden. Allerdings hat das beauftragte Labor im näheren Umfeld der Wandleuchte (bis zu zwei Meter) erhöhte elektrische Wechselfelder gemessen. PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen im Kabel und bromierte Flammschutzmittel auf der Platine werten wir unter „Weitere Mängel“ ab.

Gesamturteil „gut“

Anmerkungen 3) 5)

Anbietergutachten hält das Produkt den mechanischen und physikalischen Tests entsprechend der Spielzeugrichtlinie EN 71-1 stand und enthält keine Pestizide.

Legende: Unter dem Testergebnis Praxisprüfung führen zur Abwertung um jeweils fünf Noten: a) nach Zugprüfung entsteht Nahtöff nung, Füllung zugänglich; b) Schnur ist im mittleren Querschnittsmaß dünner als 1,5 Millimeter und/oder länger als 220 Millimeter. Zur Abwertung um zwei Noten führt: Naht reißt, Füllung wird aber nicht zugänglich und das abgerissene Kleinteil passt nicht in den Zylinder für verschluckbare Kleinteile. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine geringe Klemmgefahr durch Reißverschluss (Reißverschluss seitlich, nicht abgedeckt und nach unten zu öff nen); b) eine erhöhte Belastung mit elektrischen Wechselfeldern von mehr als 10 V/m in einem Meter Entfernung; c) eine erhöhte Be- lastung mit magnetischen Wechselfeldern von 25 nT oder mehr in einem Meter Entfernung; d) CE-Zeichen und Herstellerdaten fehlen.

TEST: Sterntaler Musik-Mobile Schaf, Stanley 66235

Preis: 37,99 Euro

Mozart, Brahms oder La-Le-Lu: Das TÜV-zertifizierte Musik-Mobile Schaf bietet Sterntaler mit verschiedenen Einschlafmelodien an. Wenn die Musik beginnt, drehen sich das Schaf und der Sternenhimmel langsam über dem Babybett. Schadstoff e hat das von uns beauftragte Labor keine in bedenklicher Konzentration gefunden – einzig die optischen Aufheller im Etikett. Ebenso unnötig: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Für beides gibt es Punktabzug unter „Weitere Mängel“.

Gesamturteil „gut“

Anmerkungen 1) 2)

TEST: Jako-O Schutzengeline, weiß

Preis: 14,95 Euro

Strahlend weißer Engel: Die Jako-O Schutzengeline steckt voller wenig engelsgleicher optischer Aufheller. Im Hauptmaterial, im Futter, in der Einlage, im Etikett und im Stickgarn der Haare hat das Labor die Weißmacher, die allergische Reaktionen auslösen können und die Umwelt belasten, gefunden. Außerdem bemängeln wir in dem Produkt, von dem es auch eine männliche Version in Blau gibt, halogenorganische Verbindungen – noch dazu in recht hoher Konzentration.

Gesamturteil „befriedigend“

Anmerkung 1)

TEST: Haba Schlummerlicht Waldeule

Preis: 44,99 Euro

Elektrische Eule: Ganz uneingeschränkt können wir das Schlummerlicht Waldeule von Haba leider nicht empfehlen. Wie bei allen drei getesteten Nachtlichtern sind auch hier die elektrischen Wechselfelder im Nahbereich (bis zu zwei Metern) erhöht. Bei einem größeren Abstand wurden die Messwerte des von uns beauftragten Labors unbedenklich. Abgesehen davon wurden allerdings auch halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen im Kabel und bromierte Flammschutzmittel auf der Platine sind weitere Mängel der eigentlich hübschen Lampe aus Holz.

Gesamturteil „befriedigend“

Anmerkungen 3) 5)

TEST: Herding Renforcé Bettwäsche Unser Sandmännchen

Preis: 29,95 Euro für das Bettwäsche-Set mit Laken

Sandmann, lieber Sandmann, das geht uns zu weit: In der Renforcé-Bettwäsche Unser Sandmännchen von Herding haben die Labore das über die Atemwege wahrscheinlich krebserregende Formaldehyd gefunden. Bei Hautkontakt ist die Chemikalie ein starkes Kontaktallergen. Außerdem: halogenorganische Verbindungen im Stoff und optische Aufheller im Etikett. Da will auch der Sandmann nicht ins Bett.

Gesamturteil „ausreichend“

Anmerkungen 1) 8) 9)

Unter dem Testergebnis Inhaltsstoff e führt zur Abwertung um fünf Noten: 1.900 mg/kg Cadmium. Zur Abwertung um vier Noten führt: mehr als 5 mg/kg Anilin. Zur Abwertung um zwei Noten führt: 16 mg/kg oder mehr Formaldehyd. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PEG/PEG-Derivate; b) mehr als 1 Prozent Paraffine/Erdölprodukte/Silikone; c) halogenorganische Verbindungen; d) optische Aufheller mit Hautkontakt; e) ein leicht erhöhter Gehalt an Permethrin (zwischen 0,5 mg/kg und 1 mg/kg). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 50 mg/kg Nonylphenolethoxylate. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) optische Aufheller ohne Hautkontakt, wenn nicht schon unter Inhaltsstoff e abgewertet; b) PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen in der Verpackung; c) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Kabel; d) bromierte Flammschutzmittel auf der Platine.

TEST: Tinéba Kuschel-Schnecke, blau

Preis: 49,95 Euro

Die Naht hält nicht: „Zum Kuscheln, Fühlen und Nuckeln“ seien die Fühler eine „tolle Einschlafhilfe“, heißt es in der Produktinformation der Tinéba Kuschel-Schnecke. Im Labortest riss einer der Fühler allerdings ab. Da dadurch zumindest die Füllung nicht zugänglich wurde und der Fühler auch zu groß ist, um verschluckt zu werden, gibt es dafür nur zwei Noten Abzug. Auch bei der Kennzeichnungspflicht hapert es: Das für Spielzeug in Europa verpflichtende CEZeichen sowie ebenso verpflichtende Herstellerdaten fehlen auf der Kuschel-Schnecke. Für Spielzeug erwarten wir eine bessere Verarbeitung – noch dazu für den Preis.

Gesamturteil „ausreichend“

Anmerkung 1)

TEST: Nanchen Kükenspieluhr im Schlafsack

Preis: 39,95 Euro

Nicht verkehrsfähig: Mit der Kükenspieluhr im Schlafsack verstößt Nanchen gegen die europäische Spielzeugrichtlinie. Verstoß Nummer 1: Im Labor riss eine Naht und die Füllung wurde zugänglich, was gefährlich ist, weil das Kind Teile davon verschlucken und daran ersticken könnte. Verstoß Nummer 2: Die Schnur der Spieluhr ist etwas zu dünn und zu lang – sie darf so in Spielzeugen wegen der Strangulierungsgefahr nicht auf den Markt gebracht werden. Beide Verstöße sind leider nichts Neues bei Nanchen 2013 fiel der Natur Ringbär in einem ÖKO-TEST durch, weil die Naht aufriss und die Füllung heraustrat. Der Hersteller behob den Fehler mit einem Sicherheitsband – off enbar aber nur bei diesem Produkt. Auch das Problem mit den Schnüren kennt Nanchen aus einem ÖKO-TEST 2007. Im aktuellen Test gab es noch einen dritten Kritikpunkt: In der Füllung, Schafschurwolle aus „kontrolliert biologischer Tierhaltung“, steckten Rückstände des Pestizids Permethrin.

Gesamturteil „ungenügend“

Anmerkung 11)

TEST: Hans Natur Feentanz Mobile

Preis: 9,98 Euro

Giftiger Farbentanz: Im Feentanz Mobile hat das Labor in einer Mischprobe ganze 160 mg/kg Anilin gefunden. Das ist ein Farbstoff baustein aus der Gruppe der aromatischen Amine, der sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen hat. Auch halogenorganische Verbindungen und Rückstände des Umweltgifts Nonylphenolethoxylate schweben in dem Mobile über Babys Bett. Mit dem eigenen Anspruch „Natürliches von Anfang an“ legt Hans Natur die Latte hoch – in diesem Fall deutlich zu hoch.

Gesamturteil „ungenügend“

Anmerkung 4) 10)

TEST: Trousselier Magische Laterne, Meer

Preis: 39,98 Euro

Magisch? Magnetisch! Im Umfeld der Magischen Laterne, Meer hat das Labor erhöhte elektrische und sogar magnetische Wechselfelder gemessen. Unabhängig davon, ob der Schalter ein- oder ausgeschaltet ist, verbraucht die Lampe Strom und besonders das alte Netzteil verbreitet Elektrosmog. „Erstaunlich, dass solche Geräte noch zugelassen sind“, heißt es dazu im Laborbericht. Außerdem schlummert in diesem Schlummerlicht ein giftiges Schwermetall in extrem hoher Konzentration: Cadmium. In einem Kunststoff teil in der Laterne hat das Labor das krebserregende Schwermetall in einer Höhe gefunden, die selbst uns überrascht hat: 1.900 mg/kg.

Gesamturteil „ungenügend“

Anmerkung 3)

Das Gesamturteil beruht auf den Testergebnissen Inhaltsstoff e und, wenn durchgeführt, Praxisprüfung. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis „Weitere Mängel“, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoff e um eine Note.

Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1501“ eingeben.

Einkauf der Produkte: September 2014

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und /oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST rät

• Befestigen Sie Schlummerlichter so weit weg vom Kinderbett, wie es baulich in dem Zimmer möglich ist – mindestens jedoch in mehr als zwei Metern Entfernung. Unser Test zeigt: Alle drei Leuchten weisen bis zu dieser Entfernung erhöhte elektrische Wechselfelder auf. In größerem Abstand werden sie unauff ällig. Wenn Sie die Lampe ausschalten, ziehen Sie auch den Stecker.

• Bei Babyschlafsäcken darauf achten, dass der Reißverschluss von oben nach unten schließt oder oben abgedeckt ist, damit das Baby sich daran nicht verletzen kann. Außerdem sollte in etwa ein Finger eines Erwachsenen zwischen den Halsausschnitt und den Hals des Babys passen – so besteht keine Durchrutschgefahr und das Kleine hat dennoch bequem Platz.

Mehr zum Thema

Weitere Tests und Informationen zum Thema Ein- und Durchschlafen von Babys und Kleinkindern finden Sie in den ÖKO-TEST Spezial-Heften Mein Baby (April 2014) und Schlafen (Oktober 2013). Die Hefte können Sie im Internet auf shop.oekotest.de bestellen.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Alles, was das liebe Kind doch bitte endlich, endlich zum Einschlafen bringen könnte, ist in unserem Einkaufskorb gelandet: Mobiles, Badesalz, Massageöle, Kuscheltiere, eine Spieluhr, Bettwäsche und vieles mehr – Babyschlafsäcke dürfen natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt haben wir 20 Produkte ins Labor geschickt.

Die Inhaltsstoffe

Die Laborprüfungen auf Schadstoffe waren so umfangreich wie die Produktpalette. So ließen wir beispielsweise Textilien wie Bettwäsche oder Schlafsäcke unter anderem auf gefährliche Farbstoffbestandteile, Ausrüstungschemikalien oder umweltbelastende optische Aufheller untersuchen. Stecken Kunststoffe im Produkt, beauftragten wir Labore mit der Analyse von Weichmachern oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die auch als Verunreinigung im Plastik landen können. Bei Massageölen oder beim Badesalz interessierten uns die üblichen Kosmetikparameter, etwa ob in den Produkten allergieauslösende Duftstoffe stecken.

Die Naht hält nicht: Die Kükenspieluhr im Schlafsack von Nanchen fiel im Labortest durch.


Foto: Labor

Die Praxisprüfung

Halten die Kuscheltiere im Test die Vorgaben der Spielzeugnorm ein? Dabei interessierte uns, ob Nähte halten, wenn das Spielzeug gedrückt, geschlagen, gedreht und gezogen wird. Lösen sich dabei Kleinteile, die die Kinder verschlucken könnten? Gibt es Fäden oder Schnüre, die so lang sind, dass eine Strangulierungsgefahr besteht? Auch die Schlafsäcke mussten zusätzliche Prüfungen absolvieren: Sind der Kopf- und der Halsausschnitt so dimensioniert, dass das Baby nicht durchrutschen kann? Besteht durch den Reißverschluss ein Verletzungsrisiko? Bei den Nachtlichtern stand ein ganz anderes Kriterium auf dem Prüfzettel: Elektrosmog. Das von uns beauftragte umweltanalytische Labor hat die drei Schlummerleuchten auf niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder untersucht.

Die Bewertung

Ausschlaggebend für die Bewertung der Produkte sind die Inhaltsstoffe, sowie – falls relevant – die Praxisprüfung. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis: Eine Schadstoffschleuder, die zwar die europäische Spielzeugrichtlinie erfüllt, können wir genauso wenig empfehlen, wie ein sauberes Produkt, das bei einer Sicherheitsprüfung mit Pauken und Trompeten durchrasselt.