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TEST Elektrische Zahnbürsten: Putz munter


ÖKO-TEST Jahrbuch Gesundheit & Medikamente - epaper ⋅ Ausgabe 11/2009 vom 09.11.2009

Immer wieder heißt es, mit elektrischen Zahnbürsten wird gründlicher geputzt als mit der Hand. Wir haben uns die Qualität der Elektrobürsten angeschaut und sind von den vermeintlichen Allroundtalenten nicht gerade begeistert.


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Foto: digital vision

Wir haben 13 elektrische Zahnbürsten ins Labor geschickt und sie gründlich überprüfen lassen. Sind die Borstenenden gut abgerundet? Und was ist mit der Schadstoffbelastung?

Das Testergebnis

■ Vier Produkte schaffen nur ein „ausreichend“, darunter zweiOral-B-Produkte von Braun.
■ Das Wichtigste an einer Zahnbürste sind die Borsten. Sie müssen gut abgerundet ...

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■ Vier Produkte schaffen nur ein „ausreichend“, darunter zweiOral-B-Produkte von Braun.
■ Das Wichtigste an einer Zahnbürste sind die Borsten. Sie müssen gut abgerundet sein, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird. Erschreckend, dass vier Modelle im Test nicht einmal auf 50 Prozent akzeptable Borstenenden kommen. Das trifft auch für den BürstenaufsatzOral-B Precision Clean zu, die Standardbürste für rotierend-oszillierende Systeme vonOral-B. Bei derOral-B Professional Care 8500 werden neben dem StandardbürstenkopfPrecision Clean noch die KöpfeOral-B Sensitive undOral-B Pro Bright mitgeliefert. Diese beiden Köpfe schneiden zwar etwas besser ab, kommen aber auch nicht über 75 Prozent akzeptable Borsten.
■ Zumindest bei den schallaktiven Bürsten kannOral-B punkten. An den Borstenenden derOral-B Sonic Complete Schall-Zahnbürste haben wir nichts auszusetzen.
■ Positiv aufgefallen sind die Borstenenden der günstigen Drogerieprodukte von Schlecker, Dm, Rossmann und Müller. Allesamt weisen sie einen hohen Anteil an akzeptablen Borstenenden auf. Diese Drogerieeigenmarken werden alle vom gleichen Hersteller in der Schweiz gefertigt.

■ Alle Modelle haben fürs Putzen geeignete kleine Bürstenköpfe mit abgerundeten Kanten. Auch die Schnitthöhe der Borsten und die Größe der Bürstenfelder sind in Ordnung. Die Profile der Bürstenfelder sind unterschiedlich, viele haben ein Bi-Level, das heißt die äußeren und inneren Borstenreihen sind unterschiedlich hoch. DieOral-B Sonic Complete Schall-Zahnbürste weist sogar gekreuzte Büschel auf, ihnen wird eine besonders gute Reinigungswirkung zugeschrieben. Aber auch andere Profile sind gut geeignet.
■ Bei drei Produkten hat das beauftragte Labor in einer Mischprobe aus Griff und Bürstenkopf mehr als Spuren von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) nachgewiesen. Etliche dieser Stoffe sind krebserregend. Einen gesetzlichen Grenzwert für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Bedarfsgegenständen gibt es nicht.
■ Besonders ärgerlich: DieSeverin Denti-Care HG 7700 ist noch mit einem giftigen Nickel-Cadmium-Akku ausgestattet.

Anmerkungen: 1) Laut Anbieter wird das Gerät seit 2009 nicht mehr vermarktet. 2) Mehr als 100 μg/kg polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). 3) Bromierte Flammschutzmittel auf der Platine. 4) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe im Kabel oder Zubehör. 5) Nickel-Cadmium-Akku. 6) Nur 50 bis 75 Prozent akzeptable Borsten. 7) Weniger als 50 Prozent akzeptable Borsten.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter Gebrauchseignung führen zur Abwertung um drei Noten: weniger als 50 Prozent akzeptable Borsten. Zur Abwertung um eine Note führen: 50 bis 75 Prozent akzeptable Borsten. Bei derOral-B Professional Care 8500 werden drei Bürstenköpfe mitgeliefert. Für die Abwertung maßgeblich ist der schlechteste Bürstenkopftyp. Unter Material führen zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 100 μg/kg polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Unter Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: ein Nickel-Cadmium-Akku. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe im Kabel oder Zubehör; b) bromierte Flammschutzmittel auf der Platine. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Gebrauchseignung zu 50 Prozent und das Testergebnis Material zu 50 Prozent ein. Es kann nicht besser sein als das Testergebnis Gebrauchseignung. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Material um eine Note. Ein Produkt mit dem Testergebnis Weitere Mängel „mangelhaft“ kann beim Testergebnis Material nicht besser sein als „ausreichend“.
Testmethoden: Gebrauchseignung: Borstenendabrundung: Bürstenkopf wird vom Rest der Aufsteckbürste abgetrennt. Reinigung im Ultraschallbad, Trocknung. Der Bürstenkopf wird auf speziellen Probetellern für die Rasterelektronenmikroskopie befestigt und mit einer leitfähigen Schicht aus Gold bedampft. Untersuchung im Rasterelektronenmikroskop, Betriebsspannung 5 kV, Blickwinkel von 30° seitlich von oben. Beurteilung der Borstenenden aus fünf Regionen (sowohl Randbereich als auch zentraler Bereich). Digitale Aufnahme von zwei Borstenbüscheln pro Region. Beurteilung der Abrundungsqualität anhand der zehn rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen. Modifizierte Klassifikation nach Silverstone & Featherstone. Inhaltsstoffe: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): Fest-Flüssigkeit-Extraktion; GC-MSD; getestet wurde auf 24 PAK nach EPA/EU (untersucht wurde jeweils eine Mischprobe aus ca. 50 % Bürstenkopf und 50 % Bürstengriff). PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe/bromierte Flammschutzmittel: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Erstveröffentlichung: ÖKO-TEST Ratgeber Gesundheit 9:2009. Aktualisierung der Angaben/Testergebnisse, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.

Unsere Empfehlungen

■ Die „guten“ Modelle mit mehr als 75 Prozent akzeptablen Borsten können wir empfehlen. Elektrische Zahnbürsten sind aber kein Muss. Mit der richtigen Technik lassen sich die Zähne auch manuell sehr gut reinigen. Kindern macht das Putzen mit der Elektrischen oft mehr Spaß. Sie sollten es aber auf jeden Fall mit einer Handzahnbürste lernen, das ist auch wichtig für die Entwicklung motorischer Fähigkeiten.
■ Lieber gründlich und sanft putzen, statt heftig, kurz und häufig. Zweimal am Tag ist in Ordnung. Bürste nicht aufdrücken, sondern sanft führen – auch zu den hinteren Zähnen. Zahnzwischenräume mit Zahnseide, Zahnhölzchen oder Interdentalbürstchen pflegen.