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TEST Kaffeemaschinen mit Mahlwerk: Volle Dröhnung


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2014 vom 28.11.2014

Für Liebhaber eines Kaffees, aufgebrüht aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen, sind Maschinen mit integriertem Mahlwerk eine interessante Option. Zwei getestete Geräte können wir empfehlen.


Artikelbild für den Artikel "TEST Kaffeemaschinen mit Mahlwerk: Volle Dröhnung" aus der Ausgabe 12/2014 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 12/2014

Deutschland ist ein Land der Kaffeetrinker. 165 Liter Kaffee pro Jahr hat sich jeder Bundesbürger zuletzt genehmigt – und damit mehr als Mineralwasser (140 Liter) und Bier (107 Liter). Dabei setzen die Konsumenten seit Jahren verstärkt auf eine einfache und portionsgerechte Zubereitung, vor allem auf Einzelportionen. So hat allein der Markt für Kapselsysteme von 2012 auf 2013 um 27 Prozent zugelegt.

Doch gerade ...

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... Kapselmaschinen produzieren Unmengen an Müll. Allein in diesem Jahr sollen rund zwei Milliarden Kaffeekapseln verbraucht werden, womit rund vier Tausend Tonnen Aluminium- und Plastikmüll anfallen.

Bereits im vergangenen Jahr zeigte ein ÖKO-TEST Kaffeekapseln (ÖKO-TEST-Magazin 10/2013): Die Einwegkapseln bestehen meist aus mehreren Komponenten, die niemand voneinander trennen wird.

Und wie viele der prinzipiell gut recycelbaren Alukapseln wie die Nespresso von Nestlé tatsächlich wiederverwertet werden, ist nicht bekannt.

Sucht man nach Trends, fallen zwei neuartige Varianten der Kaffeezubereitung auf.

Da ist zum einen der Butterkaffee, auch als „kugelsicherer Kaffee“ oder „bulletproof coffee“ bekannt: ein Stück Butter in die Tasse geben und den frisch aufgebrühten Kaffee darüber gießen. Gegebenenfalls darf auch noch ein Löffel Kokosöl für weitere Kalorien sorgen, dürfen Vanille oder Zimt den Geschmack verfeinern. Zum anderen ist kalt aufgebrühter Kaffee im Kommen. Die frisch gemahlenen Kaffeebohnen werden mit kaltem Wasser übergossen und nach dem Umrühren bis zu zwölf Stunden abgedeckt stehen gelassen.

Das nach dem Filtrieren erhaltene Konzentrat soll gut zwei Wochen im Kühlschrank haltbar sein. Getrunken wird ein „cold brew coffee“ letztlich dann doch warm, indem ein Teil Konzentrat mit zwei bis drei Teilen heißem Wasser aufgegossen wird. Die vermeintlichen Vorteile: Bei dieser kalten Extraktion sollen weniger Säuren und Bitterstoffe in den Kaffee gehen, gleichwohl aber reichlich Koffein und bis zu 90 Prozent der aromagebenden Stoffe.

Tatsächlich verliert gemahlener Kaffee schnell sein Aroma.

Heute sind über 800 Substanzen im flüchtigen Anteil von Röstkaffee bekannt, die alle in unterschiedlichem Maße zum Kaffeearoma beitragen – und sich unterschiedlich schnell verflüchtigen. Die leichtflüchtigen Aromen werden beim Mahlen sofort freigesetzt und sorgen für den intensiven Kaffeeduft. Die frische Note geht allerdings schnell verloren: Bereits nach 15 Minuten sind rund 60 Prozent des Aromas gemahlenen Kaffees verflogen.


Auch mit kaltem Wasser lässt sich ein aromareicher Kaffee zubereiten


Kaffee sollte daher immer frisch gemahlen werden.

Dazu bedarf es einer Kaffeemühle. Wer die nicht hat und seinen Kaffee nicht von Hand aufbrüht, kann zu einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk greifen. Die Vorteile dieser Geräte liegen klar auf der Hand: Die Bohnen werden unmittelbar vor dem Brühen gemahlen.

So verfliegt nur wenig Aroma, stattdessen landet möglichst viel in der Kanne.

Und: kein Plastik- und Alumüll in Form von Kapseln. Außerdem sind die Maschinen in der Regel deutlich günstiger als Vollautomaten.

Der Markt für herkömmliche Kaffeemaschinen mit und ohne Mahlwerk nimmt sich gegenüber den modernen Maschinen zwar bescheiden aus: knapp 70.000 gegenüber fast 2,5 Millionen Portionskaffeemaschinen wurden laut Gesellschaft für Konsumforschung 2013 verkauft. Er war jedoch keinenfalls auf dem absteigenden Ast, sondern legte verglichen mit 2012 um immerhin gut sechs Prozent zu. Der Deutsche Kaffeeverband beobachtet einen Trend zum Zweit- oder gar Drittgerät für die Kaffeezubereitung.

So habe im vergangenen Jahr bereits jeder dritte deutscher Haushalt über zwei Kaffeemaschinensysteme verfügt.

ÖKO-TEST hat sechs Kaffeemaschinen mit Mahlwerk im Hinblick auf Technik, Sicherheit und Handhabung unter die Lupe nehmen lassen.

Erfahrene Kaffeetrinker haben verglichen, wie die aufgebrühten Kaffees schmecken.

ÖKO-TEST rät

Das „sehr gute“ Gerät gibt es nicht. Die beiden „guten“ Kaffeemaschinen mit Mahlwerk im Test bieten passable Technik und Handhabung bei mittleren Preisen.
Verschiedene Einstellungen für Mahlgrad und Kaffeestärke kommen individuellen Vorlieben entgegen. Lediglich die Cuisinart Grind & Brew Plus bietet nur einen Mahlgrad an.
Thermoskannen halten nicht nur den Kaffee warm, sondern schonen auch das Aroma. In Glaskannen auf Warmhalteplatten wird der Kaffee schnell bitter.

Das Testergebnis

• Nur zwei sind gut: Zwei der sechs getesteten Maschinen schneiden unter dem Strich mit „gut“ ab, drei mit „befriedigend“. Für eine Maschine reicht es nur zu einem „ausreichend“, unter anderem aufgrund der unangenehm riechenden Kanne.
Ordentliche, aber nicht vollends überzeugende Technik: In puncto elektrischer Sicherheit war an den getesteten Maschinen nichts auszusetzen. Die Cuisinart-Maschine fällt insofern etwas ab, als sie nur einen Mahlgrad bietet. Bei anderen technischen Merkmalen gab es hier und da Ausrutscher: Auf vier Tassen Kaffee muss man mit der Petra- und der Russel-Hobbs-Maschine in etwa doppelt so lange warten wie bei der AEG- und der Beem-Maschine. Während des Mahlens ist es besser, kurz die Küche zu verlassen: Jede der sechs Maschinen macht so viel Krach wie ein vorbeifahrender Lkw. Beim Brühen sind sie dann deutlich leiser, insbesondere die AEG- und die Cuisinart-Maschine.

Für eine Tasse Kaffee nimmt der Deutsche Kaffeeverband sechs bis acht Gramm Kaffee an, das sind 24 bis 32 Gramm Kaffee für vier Tassen. Die Geräte von Beem und Cuisinart dosierten den Kaffee allerdings sehr spärlich: nicht einmal 22 Gramm bei der Einstellung Mahlgrad fein und Kaffeestärke mild, weniger als 30 Gramm bei gleichem Mahlgrad und Kaffeestärke stark. Ob fein oder grob gemahlen: Bei drei Geräten sind die Unterschiede im Mahlgut unabhängig von der gewählten Einstellung nur gering. Mithin lässt sich bei diesen Maschinen das Aroma des Kaffees über die Einstellung des Mahlgrads kaum beeinflussen. Ergiebigkeit und Filtrierzeit nehmen mit feinerem Mahlgrad zu.

Dass die Glaskannen heiß werden, wenn der frisch aufgebrühte Kaffee hineinläuft, war zu erwarten. Dass aber auch im Griffbereich 60 Grad Celsius an berührbaren Stellen gemessen wurden, war uns dann doch zu viel. Die Temperatur des Kaffees unmittelbar nach dem Brühen liegt bei allen Maschinen im Idealbereich zwischen 86 und 89 Grad Celsius.
• Eine Kanne stinkt. Von wegen „Fresh-Aroma-Perfect Deluxe“: Die Kanne der Beem-Maschine stank unseren Testern auch nach dem Ausspülen noch nach Kunststoff und Metall. Dieser unangenehme Geruch schlug sogar bis in den Kaffee durch. Zu allem Überfluss spritzte und plätscherte die Kanne auch noch beim Ausgießen des Kaffees. Als ähnlich spritzige Angelegenheit entpuppte sich das Eingießen eines Kaffees aus der Cuisinart-Kanne. Die in der Cuisinart- und der Beem-Maschine eingesetzten Dauerfilter haben den Nachteil der vergleichsweise aufwendigeren Reinigung.

Eine Bedienungsanleitung sollte übersichtlich, verständlich und ausführlich sein. Die Anleitung der Cuisinart Grind & Brew Plus erfüllt diese Vorgaben, jedoch gibt es sie leider nur auf Englisch. In anderen Fällen ist die Schrift häufig etwas klein, was die Lesbarkeit erschwert, und die Inhaltsverzeichnisse fehlen.

Der Deckelrand der Bohnenbehälter war auffällig häufig gratig oder sogar leicht scharfkantig, was wir in der Ergonomie mit Notenabzug quittiert haben. Kein Kannengriff verfügte über Fingermulden. Die Ränder der Griffe an der Beem- und der Cuisinart-Kanne wiesen teilweise scharfe Kanten auf.

Auch in der Bedienung der Maschinen fielen unseren Testern ein paar Mankos auf. So gestaltete sich das Einfüllen der passenden Wassermenge manchmal etwas schwieriger, da der Wasserstand nur eher schlecht zu sehen oder zu erkennen war. Nach einer Stromunterbrechung hat allein die Cuisinart-Maschine die eingegebene Tassenzahl noch parat, bei den anderen fünf Maschinen muss die neu gewählt werden.
• Unnötiger Stromverbrauch: Die EU-Ökodesign-Verordnung sieht vor, dass sich Filter-Haushaltskaffeemaschinen ohne Isolierkanne ab dem 1. Januar 2015 spätestens 40 Minuten nach dem Brühen abschalten müssen. Während die getestete AEG-Maschine diese Anforderung bereits erfüllt, hinken die Geräte von Russel Hobbs und Petra hinterher. Wir werten hier um eine Note ab, zumal auch der Kaffee nicht besser wird, wenn er bis zu zwei Stunden warm gehalten wird. Einen echten Netzschalter besitzt keine Maschine, alle bleiben im Stand-by. Dabei zieht der Kaffeeautomat von Petra mehr Strom als die anderen Geräte.

Nach dem Mahlen verliert der Kaffee innerhalb von 15 Minuten rund 60 Prozent seines Aromas.


So reagierten die Hersteller

• Die FirmaBeem teilte mit, bei ihr „hört Qualität nicht mit der Massenproduktion auf, wir führen ständig Überwachung der Produktion durch und verbessern ständig unsere Produkte“. Im Hinblick auf den Geruch der Kanne, der sich bei unseren Kaffeetrinkern auch auf den Kaffee durchschlug, geht man davon aus, „dass es sich bei dem auffälligen Gerät um einen Einzelfall handelt“. Gleiches gelte für die von uns angemerkten gratigen Kanten. ÖKO-TEST hat drei Maschinen einer Charge eingekauft. Alle drei zeigten die monierten Auffälligkeiten. Beem merkte weiterhin an, man habe die treppenförmige Wasserstandsanzeige im Wassertank gewählt, da es bei Sichtfenstern sehr oft zu Undichtigkeiten komme.

Die Vorreiterin: AEG Fresh Aroma KAM 300/1000W

Preis: 119,00 Euro

Sie erfüllt schon jetzt die Vorgaben der EU-Ökodesign-Verordnung und schaltet sich automatisch 40 Minuten nach dem Brühen ab. Kann bis zu zehn Tassen Kaff ee zubereiten, benötigt Filtertüten. Bei zügiger Zubereitung geht das Brühen vergleichsweise leise vonstatten.

Das sagten die Kaffeetrinker: dunkler bis schön dunkler Kaff ee, der etwas stärker riechen könnte; vom Geschmack her mild bis neutral, eher angenehmes Mundgefühl, etwas bitterer Nachgeschmack.

Gesamturteil „gut“

Die Grobe: Philips Kaff eemaschine Grind & Brew System HD7753

Preis: 166,89 Euro
Von allen getesteten Maschinen mahlt sie den Kaff ee am gröbsten. Wie bei den meisten anderen Maschinen auch, muss die Tassenanzahl nach einer Stromunterbrechung immer neu gewählt werden. Die Maschine zeigt auf dem Display an, wann sie entkalkt werden möchte/sollte.

Das sagten die Kaff eetrinker: dunkler bis schön dunkler Kaff ee mit relativ intensivem Geruch; vergleichsweise kräftiger Geschmack; neutrales bis angenehmes Mundgefühl, angenehmer Nachgeschmack.
Gesamturteil „gut“

Die Teure: Cuisinart Grind & Brew Plus

Preis: 205,98 Euro
Mit rund 206 Euro die teuerste Maschine im Test. Mit ihr lassen sich bis zu zwölf Tassen Kaffee zubereiten. Sie ist mit einem Dauerfi lter ausgestattet. Verschiedene Mahlgrade lassen sich nicht einstellen. Wegen des dicken Rands der Thermoskanne bleibt immer etwas Kaff ee in der Kanne, der Strahl beim Ausgießen ist plätschrig. Sparsame Kaff eedosierung. Das sagten die Kaff eetrinker: dunkler bis schön dunkler Kaff ee, der nicht so intensiv riecht; kein großer Kaff eegeschmack, neutrales Mundgefühl, kein Nachgeschmack.
Gesamturteil „befriedigend“

Die Knackende: Petra Kaff eeautomat Mahlen & Aufbrühen KM 90.07

Preis: 89,99 Euro Ähnlich langsam wie die Russel-Hobbs-Maschine. Schaltet sich erst zwei Stunden nach dem Brühen ab, zieht im Stand-by-Betrieb etwas mehr Strom als die anderen Maschinen. Machte laute Knackgeräusche während der Zubereitung.

Das sagten die Kaff eetrinker: dunkler bis schön dunkler Kaff ee mit leichtem, nicht so intensivem Geruch; tendenziell nicht zu starker Geschmack, im Nachgeschmack mal als angenehm, mal als eher bitter eingestuft.
Gesamturteil „befriedigend“

Die Langsame: Russel Hobbs Buckingham Grind & Brew

Preis: 149,99 Euro
Brauchte für die Zubereitung von vier Tassen Kaff ee gut neuneinhalb Minuten. Trotz neun verschiedener Mahlgrade unterscheidet sich das Mahlgut bei feiner und grober Mahlgradeinstellung nur geringfügig. Schaltet sich erst zwei Stunden nach dem Brühen ab.

Das sagten die Kaff eetrinker: dunkler bis schön dunkler Kaff ee mit eher mildem Geruch; geschmacklich zwischen „stark“ und „schmeckt nicht wirklich nach Kaff ee“, im Nachgeschmack zwischen nicht unangenehm und leicht bitter angesiedelt.
Gesamturteil „befriedigend“

Die Stinkerin: Beem Fresh-Aroma-Perfect Deluxe V2, vollautomatisch

Preis: 119,00 Euro
Kanne dünstet Kunststoff -/Metallgestank aus, recht laut beim Brühen. Dosiert den Kaff ee sehr sparsam, unterschiedliche Mahlgradeinstellungen machen sich im Ergebnis kaum bemerkbar. Das Gerät ist mit einem Dauerfi lter ausgestattet.

Das sagten die Kaff eetrinker: sieht farblich eher etwas dünner aus, Geruch nach Plastik, eher nicht nach Kaff ee; schmeckt komisch, leicht nach Plastik oder Maschinenöl; neu trales Mundgefühl, mal kein, mal eher unangenehmer Nachgeschmack.
Gesamturteil „ausreichend“

So haben wir getestet

Wie heiß wird die Kanne? Im Labor wurde die Temperatur auch im Bereich des Griff es gemessen.


Der Einkauf
Aus dem überschaubaren Markt von Kaff eemaschinen mit Mahlwerk haben wir sechs Modelle namhafter Hersteller im Versandhandel bestellt, davon drei mit Thermoskanne und drei mit Glaskanne. Die Maschinen kosteten zwischen 90 und 206 Euro.

Der Praxistest
Im Labor mussten die Geräte zeigen, was in ihnen steckt: Stimmt die angegebene Leistungsangabe? Wie viel Wasser passt in den Wassertank, wie viel Kaff ee in den Bohnenbehälter? Schalten sich die Maschinen nach einer gewissen Zeit automatisch ab? Wie lange dauert ein Mahlvorgang und wie viel Krach entsteht dabei? Besteht ausreichend Schutz vor spannungsführenden Teilen? Sind die Maschinen kippstabil und rutschfest konstruiert? Wie lassen sie sich bedienen? Gibt es scharfe Stellen an Griff oder Deckel? Lässt sich das Display gut ablesen? Ist die Reinigung einfach oder umständlich? Zwei Experten notierten alle Auff älligkeiten.

Die Verkostung
Fünf passionierte Kaff eetrinker haben den Kaff ee aus den verschiedenen Maschinen blind verkostet und Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl sowie Nachgeschmack beschrieben. Jeder trank den Kaff ee nach seinem Geschmack: zwei Probanden schwarz, einer mit Zucker, einer mit Milch und einer mit Zucker und Milch.

Die ökologischen Aspekte
Filter-Haushaltskaff eemaschinen ohne Isolierkanne dürfen ab Januar 2015 nur noch verkauft werden, wenn sie sich nach spätestens 40 Minuten selbst ausschalten – dies soll Energie sparen. Wir haben prüfen lassen, welche Maschinen schon jetzt mit einer solchen ökologischen Funktion ausgestattet sind. Außerdem wollten wir wissen, ob die Maschinen mit einem echten Netzstecker ausgestattet sind und wie viel Strom sie im Stand-by-Betrieb ziehen.

Die Bewertung
Die Teilergebnisse Technik und Sicherheit sowie Handhabung haben wir zu gleichen Teilen in das Testergebnis Praxisprüfung einfl ießen lassen. Unberücksichtigt blieb die Verkostung, da unabhängige professionelle Kaff eesensoriker schwer zu fi nden sind. Die Beschreibung hilft aber bei der Entscheidungsfi ndung, welches Modell das richtige für Ihren Geschmack sein könnte. Zu viele Mängel unter den ökologischen Aspekten verschlechtern das Teilergebnis Technik und Sicherheit.


Foto: George Dolgikh/Shutterstock

Foto: Repina Valeriya/Shutterstock

Foto: Labor