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TEST Kinderjeans: Schmutzige Wäsche


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2017 vom 29.12.2016

Jeans sind zeitlos. Sie stehen aber auch für die Ausbeutung von Textilarbeitern. Viele Anbieter geben sich bedeckt, wenn es um Lieferanten und soziale Bedingungen in den Produktionsbetrieben geht. Auch in Sachen Schadstoffe liegt einiges im Argen. Knapp die Hälfte der getesteten Kinderjeans enthält Anilin.


Artikelbild für den Artikel "TEST Kinderjeans: Schmutzige Wäsche" aus der Ausgabe 1/2017 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 1/2017

Es ist ein Novum, aber vermutlich kein Wendepunkt: Überlebende der Brandkatastrophe im September 2012 in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises verklagen den Textildiscounter Kik auf Schadenersatz. Einen Antrag auf Prozesskostenhilfe hat das Dortmunder Landgericht im August 2016 gewährt. Rund ...

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... vier Jahre nachdem 260 Menschen starben und etliche schwere Verletzungen davontrugen, muss sich damit erstmals ein Textilanbieter wegen grober Sicherheitsverstöße bei einem ausländischen Zulieferer vor der deutschen Justiz verantworten. Ein Teilerfolg, der vor allem darin begründet liegt, dass Kik zum Zeitpunkt des Unglücks der einzig bekannte Kunde von Ali Enterprise war.

Solch klare Verhältnisse sind in der Textilbranche jedoch die Ausnahme. Strukturell habe sich nämlich nach Fabrikbränden wie in Pakistan und dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch, bei dem 2013 insgesamt 1.138 Textilarbeiter starben, viel zu wenig getan, sagt Berndt Hinzmann von der Nichtregierungsorganisation INKOTA-Netzwerk/ Kampagne für Saubere Kleidung. Es mangle nach wie vor an Transparenz und der strategischen Umsetzung höherer Sozialstandards, um etwa Hungerlöhnen, massiven Überstunden, Kinder- und Zwangsarbeit vorzubeugen.

In der Regel arbeiten die Produktionsbetriebe für viele verschiedene Kunden, und die Anbieter überblicken das komplexe Geflecht ihrer Zulieferer nicht. Im Falle von Jeans stehen sie oft – wenn überhaupt – mit den Nähereien und Wäschereien am Ende der Lieferkette in direktem Geschäftskontakt, nicht aber mit den Betrieben, die die Garne spinnen, die Stoffe weben, die Baumwolle herstellen und „Zutaten“ wie Knöpfe liefern. Indirekt sind große Textilunternehmen teils mit mehreren Tausend Betrieben in unterschiedlichen Ländern verknüpft – vielfach aber ohne Kenntnis über die dortigen Arbeitsbedingungen.

Verhaltenskodizes, in denen die Zulieferer Sozial- und Sicherheitsstandards gemäß den ILO-Kernarbeitsnormen zusichern (siehe Kasten, Seite 81), sind ohne Kontrollen kaum mehr als Lippenbekenntnisse. Und wenn es Betriebsprüfungen gibt, führen diese häufig nicht zu den gewünschten Änderungen, wie es die Löning-Studie 2016 zeigt. Rund die Hälfte der Befragten, darunter deutsche Textilunternehmen, bewerten die „Durchsetzung und Kontrolle von Standards bei Lieferanten als unzureichend“. Den schwarzen Peter schieben sie gerne den Produktionsbetrieben zu. In Hintergrundgesprächen beklagen Anbieter etwa die starke Verhandlungsposition der Zulieferer, die Lieferverträge eher aufkündigen als geforderte Verbesserungen umsetzen würden.


Anbieter und Kunden müssen die Kosten für bessere soziale Standards mittragen


Aus Sicht von Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen ist das aber der falsche Ansatzpunkt. Laste der Kostendruck für soziale Verbesserungen und Umweltauflagen allein auf den Zulieferern, geben sie diesen an ihre Arbeiter weiter, sagt Berndt Hinzmann. Die Unternehmen müssten mehr Kapital von oben in die Lieferkette einbringen, auch um beispielsweise Schulungen von Einkäufern vor Ort oder regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Organisationen (Audits) zu finanzieren. Die Konsequenz ist klar: Angesichts höherer Produktionskosten müssten Textilanbieter ihre Gewinnmargen reduzieren und Konsumenten dazu bereit sein, mehr für Textilien zu zahlen.

Ohne die entsprechenden gesellschaftlichen und politischen Anstöße verläuft dieser Prozess aber mehr als schleppend. Immer noch gibt es keine einheitliche Definition für existenzsichernde Löhne – obwohl schon lange bekannt ist, dass die gesetzlichen Mindestsätze in Produktionslän dern wie China und Bangladesch kaum zum Überleben reichen. Immer noch sind Textilprodukte, deren faire Herstellung zertifiziert ist, fast nur im Internethandel erhältlich, selten aber in großen Modehäusern. Und immer noch fehlt ein Gesetz, das Textilanbieter zu mehr sozialer Verantwortung in den Zulieferbetrieben verpflichtet.

Einen solchen gesetzlichen Rahmen hat auch das Bündnis für nachhaltige Textilien bislang nicht geschaffen. Obgleich die Hoffnungen groß waren, als sich 2014 Vertreter aus Politik, Industrie und Nichtregierungsorganisationen an einen Tisch setzten. Nach wie vor ist daher öffentlicher Druck das Mittel der Wahl – so wie im Falle von Kik, das den Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in Pakistan nach der zugelassenen Schadensersatzklage nun doch rund fünf Millionen Dollar zusätzlich zahlen will. Freiwillig, versteht sich!

ÖKO-TEST hat sich gefragt, wie gut die Anbieter von Kinderjeans über ihre Lieferketten Bescheid wissen und welche Bemühungen es gibt, um ein Mindestmaß an Sozialund Sicherheitsstandards in den Zulieferbetrieben zu gewährleisten. Außerdem wollten wir wissen, ob die Kinderhaut Schadstoffen ausgesetzt ist, wenn sie mit dem Stoff eines der 21 gekauften Modelle in Kontakt kommt.

Das Testergebnis Inhaltsstoffe
Blue Bluejeans: „Blue“ zu sein, also betrübt – dafür gibt in puncto Inhaltsstoffen vor allem ein vermutlich krebserregender Stoff Anlass, der in zehn der Bluejeans steckt. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Zehn andere Kinderjeans können wir, zumindest was die Inhaltsstoffe betrifft, empfehlen. Sie schneiden hier mit „gut“ ab.
Kein Grenzwert in Sicht: In zehn Kinderjeans steckt Anilin – das ist knapp die Hälfte aller untersuchten Produkte. Anilin ist ein aromatisches Amin, das als Farbbaustein verwendet wird. Obwohl es unter Krebsverdacht steht, gibt es derzeit weder einen deutschen noch einen europäischen Grenzwert für Anilin in Bedarfsgegenständen oder Kinderprodukten. ÖKOTEST fordert seit Jahren einen strengen Grenzwert für das vermutlich krebserregende Anilin und wertet den Nachweis der Substanz streng ab. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Kommission (EC) sind zumindest an dem Thema dran. Letztere zieht für ihre derzeitigen Beratungen über einen möglichen Grenzwert (zumindest in Spielzeug) auch die umfangreichen Untersuchungsergebnisse von ÖKO-TEST zu Anilin heran. Zuletzt tagte im November ein Beratergremium, über das Ergebnis des Treffens hüllt sich die EC auf unsere Nachfrage hin in Schweigen.
Frei von Formaldehyd: Geht doch! Formaldehyd wird in der Textilbranche zur „Veredelung“ eingesetzt. Es reizt allerdings schon in geringen Mengen die Schleimhäute, kann Allergien auslösen und gilt als krebserregend. Wir haben alle 21 Hosen auf Formaldehyd untersuchen lassen – und das Labor wurde in keiner einzigen fündig.
Strahlendes Weiß: Bis auf Hess Natur verwenden alle Hersteller optische Aufheller, die die Umwelt belasten, weil sie kaum abgebaut werden. Bei Hautkontakt können sie mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und allergische Reaktionen auslösen. Die Substanzen stecken in allen Fällen nicht im Textil selbst, sondern innen, versteckt im Taschenfutter, im Garn oder in den Etiketten. Der tiefere Sinn einer strahlend weißen Innentasche erschließt sich uns nicht.
Auch umstritten: Außerdem wies das Labor in acht Kinderjeans halogenorganische Verbindungen nach. Auch dafür gibt’s Punktabzug, weil es sich dabei um eine umstrittene Gruppe von Stoffen handelt, von denen einige Allergien auslösen, andere Krebs erregen können.
Starkes Umweltgift: Nonylphenolethoxylate (NPE) stecken in der Jeans von Benetton. In der Textilindustrie werden NPE als Tenside eingesetzt, gelangen ins Abwasser und schädigen Wasserorganismen. Ab 2021 dürfen NPE in Textilien nur noch in Kon zentrationen bis zu 100 mg/ kg enthalten sein. Für die Umweltbelastung gibt’s Abzüge bei den Weiteren Mängeln.
Abgefärbt: Blue Jeans, besonders die dunklen, verlieren mit der Zeit an Farbe. Das liegt an dem Farbstoff Indigo, der sich nur außen um das Garn legt. Allerdings schnitten in diesem Test alle Jeans in puncto Reibechtheit im nassen Zustand sehr schlecht ab. Das war im ÖKO-TEST Kinderjeans im Jahr 2013 deutlich besser: Da fielen nur drei Jeans diesbezüglich durch. Alle anderen getesteten Materialeigenschaften bestanden die Jeans problemlos. Deswegen schneiden sie hier durchweg mit „gut“ ab.

Kinderarbeit, Hungerlöhne, fehlende Sicherheit: In Billiglohnländern wie China entstehen Jeans nach wie vor unter katastrophalen Bedingungen.


Foto: © Lu Guang/Greenpeace

Das Testergebnis Transparenz
Kaum Besserung: Einige können nicht, andere wollen nicht. Ähnlich wie im vergangenen Test Kinderjeans antworteten nur wenige Jeansanbieter zufriedenstellend auf unseren umfangreichen Fragebogen zur Lieferkette, sozialen Verantwortung und Arbeitssicherheit. Vielfach bekamen wir Statements, Verhaltenskodizes und Richtlinien zugeschickt, aber keine stichhaltigen Belege, dass die aufgestellten Leitsätze auch tatsächlich kontrolliert werden. Mexx, Next Retail, Takko, Levi’s und Benetton antworteten gar nicht. Transparenz sieht anders aus, weshalb die Note in diesem Testergebnis in allen Fällen „ungenügend“ heißt.
Baumwollherkunft unbekannt: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Leider kennen viele Anbieter vor allem die ersten Stufen ihrer Lieferketten nicht. So schrieb uns H&M: „Rohmaterialien wie Baumwolle sind heute noch nicht vollständig nachvollziehbar.“ Ein grundsätzliches Problem. Nur wenige Anbieter schickten Erklärungen oder Transaktionsprotokolle mit Angaben zur Baumwollherkunft, einzig C&A nannte uns aber den Baumwollproduzenten.
Falsche Verschwiegenheit. Mehr Kenntnis herrscht in Bezug auf die Produktionskette. Rund die Hälfte der Anbieter legte uns Geschäftsbeziehungen zu mindestens einem Betrieb glaubhaft dar. Andere Unternehmen wie Primark oder Bestseller nannten uns zwar Produktionsbetriebe oder Produktionsländer, wollten aber aufgrund interner Vorgaben keine Dokumente wie Rechnungen oder Wareneingangsprotokolle zur Verfügung stellen. Dabei hatten wir vorher zugesichert, dass wir geschäftsinterne Unterlagen streng vertraulich behandeln.
Banal sozial. So gut wie alle Anbieter beziehen sich in ihren Regelwerken auf die ILOKernarbeitsnormen und gesetzliche Mindestlöhne. Auch verweisen die meisten auf Betriebskontrollen, Initiativund Bündnismitgliedschaften. Ohne Prüfnachweise belegen die Aussagen aber nicht viel mehr als eine funktionierende Pressearbeit. Zehn Unternehmen schickten uns Dokumente, die ihre sozialen Bemühungen zumindest ansatzweise untermauern: etwa Prüfprotokolle oder Zertifikate, denen Betriebskontrollen zugrunde liegen.
Wenig Sicheres. Wir wollten von den Anbietern ebenso wissen, wie sie die Arbeitssicherheit und den Brandschutz in den Zulieferbetrieben kontrollieren. Auch diesbezüglich speisten uns viele mit Verhaltenskodizes oder Stellungnahmen ab. Ging aus zugeschickten Prüfberichten und Zertifikaten hervor, dass Arbeits- und Sicherheitsbedingungen in einigen Betrieben der Lieferkette kontrolliert und bewertet worden waren, sprachen wir den Anbietern wie in neun Fällen mindestens geringe Sicherheitsbemühungen zu.
Bio beispielhaft. Wie im vorangegangenen Test zeigen die Anbieter von Jeans aus Bio-Baumwolle, dass es besser geht. Die Produkte von Band of Rascals und Living Crafts tragen das Siegel des „Global Organic Textile Standard“ (GOTS). Das heißt: Alle an der Herstellung beteiligten Betriebe und Fabriken werden regelmäßig auf soziale und sicherheitstechnische Mindeststandards kontrolliert. Mit teils kleinen Abstrichen in Bezug auf die Baumwollherkunft lieferten alle Hersteller von Bio-Jeans, auch Hess Natur und C&A, glaubhafte Belege für den Warenverkehr innerhalb der Lieferkette.

Verbesserungen nötig. Gewaltig Luft nach oben gibt es aber auch für die Anbieter der Bio-Jeans. Die GOTS-Richtlinien fordern zwar existenzsichernde Löhne, eine genaue Berechnungsgrundlage fehlt aber. Die Entscheidung, ob die Löhne dem Standard entsprechen, obliegt den Zertifizierern vor Ort.

So reagierten die Hersteller
Band of Rascals ärgert sich, „wahrscheinlich über uns selbst am meisten“. Denn: „Müssen optische Aufheller in Etiketten sein? Nein!“, schreibt der Hersteller. Künftig wolle Band of Rascals auf die Weißmacher in Etiketten verzichten. Geht doch! Das Gleiche kündigt auchSanetta an, zumindest für das Nähgarn.
Zara nimmt zwar zur Kenntnis, dass Rückstände des vermutlich krebserregenden Anilins in der Jeans für Kinder gefunden wurden, betont aber lediglich mehrfach, alle gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Das ist korrekt. Verantwortung dem Verbraucher gegenüber, insbesondere wenn es sich um Kinder handelt, geht aber über das Minimum, sich im legalen Rahmen zu bewegen, hinaus.

Was bedeutet eigentlich …

ILO-Kernarbeitsnormen?
Die Abkürzung steht für International Labour Organization, also Internationale Arbeitsorganisation. ILO ist eine Organisation unter dem Dach der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in der ganzen Welt zu verbessern. Die ILO-Kernarbeitsnormen, die die Organisation entwickelt hat, fordern für alle Arbeiter Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit sowie ein Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. Das Naturtextillabel GOTS etwa nimmt direkt Bezug auf diese Normen.

GOTS-zertifiziert?
Diese Abkürzung steht für Global Organic Textile Standard. Die Vorgaben, um GOTS-zertifiziert zu werden, sind umfangreich und befassen sich von der Erzeugung der Rohstoffe (Baumwolle etwa) bis hin zu ihrer Verarbeitung mit der gesamten Produktionskette. Das Label existiert in zwei Abstufungen: Für das strengere Zertifikat müssen 95 Prozent der Fasern aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft (oder aus einer Umstellungsphase auf eben jene) stammen. Die laschere Version fordert mindestens 70 Prozent.

BSCI?
BSCI steht für Business Social Compliance Initiative. Dabei handelt es sich um eine Industrieinitiative, die sich für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzt. Die Initiative hat einen Verhaltenskodex entwickelt, den die Unternehmen bei mindestens zwei Dritteln ihrer Lieferanten einführen und kontrollieren sollen. Allerdings übernehmen diese Kontrollen keine unabhängigen Instanzen, was Kritiker bemängeln.

Fairtrade?
Seit diesem Jahr vergibt auch Fairtrade ein Textilsiegel. Allerdings erfüllt bislang noch kein Unternehmen die hohen Vergabekriterien des Standards. Dieser umfasst etwa Mindestpreise für die Baumwollproduzenten sowie einen Aufschlag für den Umstieg auf Bio-Anbau. Auch gibt es einen festen Zeitrahmen, innerhalb dessen existenzsichernde Löhne in der kompletten Lieferkette umgesetzt sein müssen. Laut Transfair ist derzeit aber noch nicht abzusehen, wann erste Produkte das Siegel tragen werden.

Existenzsichernde Löhne?
Das Hauptproblem: National festgelegte Mindestlöhne sind oft nicht existenzsichernd. Dass ein Hersteller sich also etwa damit brüstet, nationale Gesetze zu achten, heißt noch lange nicht, dass die Arbeiter auch von diesen Mindestlöhnen leben können. Denn: Es gibt gute Gründe dafür, dass Regierungen diese Mindestlöhne oft sehr niedrig ansetzen. Billige Löhne sind ein klarer Standortvorteil – forderten sie mehr, entschiede sich der eine oder andere Produzent wohl schnell für ein anderes Billiglohnland, so die Befürchtungen. Die Asia Floor Wage Allianz (AFW), ein Zusammenschluss von etwa 80 asiatischen Gewerkschaften und NGOs, hat ein Berechnungsmodell und eine klare Lohnforderung für einen Existenzlohn aufgestellt. Nur: Freiwillig zahlen wollen die Unternehmen diese höheren Löhne natürlich nicht.

So haben wir getestet

Der Einkauf
21 blaue Jeans für Kinder in den Größen 116 bis 122 sind in unserem Einkaufskorb gelandet. Darunter: bekannte Marken sowie günstige Hosen von Textildiscountern. Auch Jeans von Versandhändlern und zertifizierte Naturtextilien sind dabei. Preislich liegen die Hosen zwischen 5,99 und 69,95 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Weil Jeans in der Regel mit dem unproblematischen Farbstoff Indigo gefärbt werden, dürften gefährliche Farbstoffbestandteile eigentlich keine große Rolle spielen. Dennoch hat das von uns beauftragte Labor etwa auf problematische aromatische Amine untersucht – einige von ihnen sind krebserregend, andere zumindest krebsverdächtig. Auch auf allergieauslösende Dispersionsfarbstoffe hat das Labor getestet. Formaldehyd ist krebserregend und in der Textilindustrie immer noch weit verbreitet. Außerdem auf der Prüfliste: halogenorganische Verbindungen, die etwa aus der Bleiche mit Chlor stammen können, überflüssige optische Aufheller und Nonylphenolethoxylate, die zum Beispiel als Tensid eingesetzt werden.

Die Materialeigenschaften
Wie stark geben die Jeans Farbe ab? Weil Bluejeans leicht Spuren auf hellen Sofas hinterlassen können, hat ein Labor die Hosen auf ihre Reibechtheit getestet. Auch haben wir die Waschechtheit der Jeans überprüfen lassen.

Transparenz
Viele Textilien entstehen nach wie vor unter katastrophalen Arbeitsbedingungen. Transparenz und soziale Verantwortung sind unerlässlich, um daran langfristig etwas zu ändern. Deswegen sollten uns die Jeansanbieter glaubhaft darlegen, wo sie die von uns getesteten Artikel produzieren und wie sie die Sozial- und Sicherheitsstandards in den jeweiligen Betrieben überprüfen. Mit einem umfangreichen Fragebogen haben wir stichhaltige Nachweise zur Lieferkette und ihren Bemühungen um gute Arbeitsbedingungen angefordert. Den Unternehmen sicherten wir eine streng vertrauliche Behandlung geschäftsinterner Unterlagen zu.

Die Bewertung
Farbstoffbestandteile, die unter Krebsverdacht stehen, haben nichts in Kinderkleidung verloren. Deswegen werten wir Anilin rigoros ab. Zu weniger strengen Abzügen führen Stoffe, die etwa Allergien auslösen oder die Haut reizen können wie halogenorganische Verbindungen oder optische Aufheller. Auch unzureichende Antworten auf unsere Fragen zur Transparenz wirken negativ auf das Gesamtergebnis. Am deutlichsten dann, wenn Unternehmen nicht geantwortet oder uns keine Belege für ihre Angaben geschickt haben.

Blaues Wasserbad: Beim Färben können problematische aromatische Amine wie Anilin in die Jeans gelangen.


Foto: picture alliance/dpa/Abedin Taherkenareh

Fett gedruckt sind Mangel.
Glossar: Erlauterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 124.
Anmerkungen :1) Weiterer Mangel: Das Produkt enthalt Nonylphenolethoxylate.2) Der Anbieter kundigt an, kunftig auf optische Aufheller in Etiketten zu verzichten.3) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Band of Rascals belegte Geschaftsbeziehungen zu den genannten Produktionsbetrieben mit Rechnungskopien, einem GOTS-Transaktionszertifikat und einem Wareneingangsprotokoll. Die Rechnung der Spinnerei enthalt eine Erklarung zur Herkunft der Baumwolle, detaillierte Angaben fehlen. Das Produkt tragt das GOTS-Siegel, grundlegende Prufungen von Sozial- und Sicherheitsstandards entlang der Lieferkette sind dadurch belegt.4) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Sanetta belegte seine Geschaftsbeziehungen zu den genannten Produktionsbetrieben mit einem Textilzertifikat und einem BSCI-Auditreport. Zudem erhielten wir ein Zertifikat, das die Spinnerei als Baumwollimporteur aus dem genannten Herkunftsland kennzeichnet, detaillierte Angaben fehlen. Der Auditreport lasst Kontrollen von Sozial- und Sicherheitsstandards auf Basis der ILO-Kernarbeitsnormen in einem Produktionsbetrieb erkennen.5) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Tom Tailor belegt Geschaftsbeziehungen zu den genannten Produktionsbetrieben mit einem BSCI-Auditreport und einem internen Transaktionsprotokoll. Aus Letzterem geht hervor, dass die Baumwolle aus dem angegebenen Herstellungsland stammt, detaillierte Angaben fehlen. Der Auditreport lasst Kontrollen von Sozial- und Sicherheitsstandards auf Basis der ILO-Kernarbeitsnormen in einem Produktionsbetrieb erkennen.6) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Ernsting’s Family belegt Geschaftsbeziehungen zu einem Produktionsbetrieb mit einem BSCI-Auditreport. Dieser lasst Kontrollen von Sozial- und Sicherheitsstandards auf Basis der ILO-Kernarbeitsnormen erkennen.7) Lieferkette Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Kik belegt die Geschaftsbeziehungen zu einem Produktionsbetrieb mit einem BSCI-Auditreport. Dieser lasst Kontrollen von Sozial- und Sicherheitsstandards auf Basis der ILOKernarbeitsnormen erkennen.8) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Hess Natur, belegte den Warenverkehr zwischen den Produktionsbetrieben mit einem GOTS-Transaktionszertifikat und einer Rechnungskopie. In einem unterzeichneten Artikelpass bestatigt die Spinnerei die Herkunft der Baumwolle, detaillierte Angaben fehlen. Fur alle Produktionsbetriebe liegen gultige GOTSBetriebszertifikate vor, der Anbieter ist Mitglied der Fair Wear Foundation. Grundlegende und regelma.ige Prufungen von Sozial- und Sicherheitsstandards sind dadurch belegt.9) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Jako-O belegte den Warenverkehr zwischen den abgefragten Produktionsbetrieben mit einer Auftragskopie.10) Lieferkette, Bemuhungen um Sozialund Sicherheitsstandards: Kabooki belegt die Geschaftsbeziehungen zu einem Produktionsbetrieb mit einem BSCIAudit und einem Kaufvertrag. Der Auditreport lasst Kontrollen von Sozial- und Sicherheitsstandards auf Basis der ILO-Kernarbeitsnormen erkennen.11) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Living Crafts belegte den Warenverkehr zwischen den Produktionsbetrieben mit einem GOTS-Transaktionszertifikat. Das Produkt tragt das GOTS-Siegel, der Anbieter ist Mitglied der Fair Wear Foundation. Grundlegende und regelma.ige Prufungen von Sozial- und Sicherheitsstandards sind dadurch belegt.12) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Verhaltenskodizes, Richtlinien und/ oder andere Regelwerke vorgelegt, aber keine glaubhaften Nachweise.13) Hersteller hat gar nicht auf unsere Anfrage geantwortet.14) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: C&A belegte den Warenverkehr zwischen den Produktionsbetrieben mit Transaktionszertifikaten nach dem Organic Content Standard (OCS). Kenntnis uber Baumwolllieferanten wurde mit Betriebszertifikaten nach GOTS und India’s National Programme for Organic Production Standards nachgewiesen. Belege fur Prufungen von Sozial- und Sicherheitsstandards liegen fur den uberwiegenden Teil der Produktionsbetriebe und einen Baumwolllieferanten vor.15) Lieferkette, Bemuhungen um Sozial- und Sicherheitsstandards: Zara belegt Geschaftskontakte zu den Betrieben der hinteren Produktionsstufen (waschen, weben, nahen) mit internen Auditprotokollen. Diese lassen Kontrollen von Sozialstandards, aber nicht von Sicherheitsstandards erkennen.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe fuhrt zu einer Abwertung um vier Noten: Anilin. Zur Abwertung um jeweils eine Note fuhren: a) halogenorganische Verbindungen; b) optische Aufheller mit Hautkontakt. Unter dem Testergebnis Materialeigenschaften fuhrt zur Abwertung um eine Note: eine sehr niedrige Reibechtheit nass. Unter dem Testergebnis Weitere Mangel fuhrt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 50 mg/kg Nonylphenolethoxylate. Unter dem Testergebnis Transparenz fuhren zum Abzug von jeweils vier Punkten: a) Lieferkette: keine Angabe; b) soziale Bemuhungen: keine Angabe; c) Sicherheitsbemuhungen: keine Angabe. Zum Abzug von jeweils drei Punkten fuhren: a) Lieferkette nicht belegt: Betriebe und/ oder Lander nur genannt; b) Soziale Bemuhungen nicht belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserung der sozialen Lage in den Zulieferbetrieben nur genannt; c) Sicherheitsbemuhungen nicht belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserung von Arbeits- und Gebaudesicherheit sowie Brandschutz in den Zulieferbetrieben nur genannt. Zum Abzug um jeweils zwei Punkte fuhren: a) Lieferkette wenig belegt: Betriebe und/oder Lander genannt, aber nur in Einzelfallen Geschaftsbeziehungen nachgewiesen; b) Soziale Bemuhungen wenig belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserungen der sozialen Lage in den Zulieferbetrieben genannt, aber nur vereinzelt und/oder fur die hinteren Produktionsstufen (weben, waschen, nahen) durch glaubhafte Dokumente nachgewiesen; c) Sicherheitsbemuhungen wenig belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserung von Arbeitsund Gebaudesicherheit sowie Brandschutz in den Zulieferbetrieben genannt, aber nur vereinzelt und/oder fur die hinteren Produktionsstufen (weben, waschen, nahen) durch glaubhafte Dokumente nachgewiesen. Zum Abzug um jeweils einen Punkt fuhren: a) Lieferkette uberwiegend belegt: Geschaftsbeziehungen zu allen Betrieben in der Produktionskette glaubhaft nachgewiesen. Angaben zur Baumwollherkunft beruhen auf Erklarungen von Produktionsbetrieben, Nachweise uber Baumwollproduzenten fehlen; b) Soziale Bemuhungen uberwiegend belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserungen der sozialen Lage fur den uberwiegenden Teil der Produktionsbetriebe und fur mindestens einen Baumwollproduzenten nachgewiesen; c) Sicherheitsbemuhungen uberwiegend belegt: Ma.nahmen zur Kontrolle und Verbesserung von Arbeitsund Gebaudesicherheit sowie Brandschutz fur den uberwiegenden Teil der Produktionsbetriebe und fur mindestens einen Baumwollproduzenten nachgewiesen. Als glaubhafte Dokumente werden angesehen: 1) Kopien von offiziellen Protokollen und Unterlagen, die Geschaftsbeziehungen innerhalb der Lieferkette nachweisen; 2) Kopien von gultigen Zertifikaten, denen Auditprufungen zugrundeliegen, die mindestens auf den ILO-Kernarbeitsnormen beruhen; 3) Kopien von Auditreporten, die erkennen lassen, dass Betriebskontrollen durchgefuhrt und dabei Sozial- und Sicherheitsstandards bewertet wurden. Produktionskette: Die abgefragten Arbeitsschritte umfassen das Spinnen, Farben, Weben, Nahen/Konfektionieren und Waschen der Jeans. Bei 0 und 1 Minuspunkt lautet das Testergebnis Transparenz „sehr gut“, bei –2 und –3 Punkten „gut“, bei –4 und –5 Punkten „befriedigend“, bei –6 und –7 Punkten „ausreichend“, bei –8 und –9 Punkten „mangelhaft“ und bei –10 bis –12 Punkten „ungenugend“. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Materialeigenschaften, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Transparenz, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Transparenz, das „mangelhaft“ oder „ungenugend“ ist, verschlechtert das Gesamtergebnis um zwei Noten. Ein Testergebnis „Weitere Mangel“, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note.
Einkauf der Produkte: September 2016
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unterwww.oekotest.de → Suchen → „M1701“ eingeben.Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST rät

Achten Sie beim Kauf von Jeans auf das GOTS-Zertifikat. Zertifizierte Naturtextilien unterliegen deutlich strengeren Standards, was die Schadstoffbelastung betrifft. Außerdem bestehen sie aus Bio-Baumwolle und das Label schließt einige soziale Standards für die Arbeiterinnen und Arbeiter mit ein.

Bluejeans sollten, zumindest während der ersten Wäschen, getrennt von anderer Kleidung gewaschen werden. Unser Test hat gezeigt, dass sie besonders im nassen Zustand viel Farbe verlieren.

Kommentar

Christian Ippach
ÖKO-TEST Redakteur


Jahr der Wahrheit
Nach viel Kritik steht das 2014 gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien endgültig am Scheideweg. Ein erhoffter gesetzlicher Rahmen, der die beigetretenen Textilunternehmen zu mehr sozialer Verantwortung in den Lieferbetrieben verpflichtet, ist vorerst vom Tisch. Stattdessen formulieren die Anbieter in den kommenden Monaten individuelle Ziele, die unter anderem verbesserte Sozialstandards beinhalten. Damit dieser Ansatz der freiwilligen Selbstverpflichtung Früchte tragen kann, müssen alle Beteiligten aber endlich Taten sprechen lassen. Erstens ist es zwingend erforderlich, dass die Unternehmen ihre Messlatten hoch genug legen. Bestenfalls von sich aus, spätestens aber auf Forderung anderer Bündnispartner wie Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und politischer Akteure. Lässt das Bündnis hier falsche Milde walten, reiht es sich nahtlos in eine Vielzahl an Initiativen ein, die mehr dem Markenprofil ihrer Mitglieder dienen, als dass sie die Lage der Fabrikarbeiter verbessern.
Zweitens bedarf es glaubwürdiger Kontrollen, um zu erfassen, inwieweit die Unternehmen ihren Zielsetzungen nachkommen. Dafür braucht es sacherprobte und unabhängige Prüfer. Je früher solche benannt werden, desto eher können sie in das geplante Evaluierungsverfahrung eingebunden werden, das für 2018 vorgesehen ist. Drittens ist all das aber nur etwas wert, wenn am Ende ein transparentes Bewertungssystem steht. Eines, das Unkenntnis über Lieferketten, schlechte Arbeitsbedingungen in Produktionsbetrieben und verfehlte Zielsetzungen offenlegt. Und eines, das Konsumenten ermöglicht, eben diese Informationen einzusehen.
Viel Klärungsbedarf also, angesichts dessen die Einschätzung von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU) eine glatte Übertreibung ist: Man habe viel erreicht, sei aber noch nicht ganz am Ziel, sagte er kürzlich. Tatsächlich steht das Bündnis am Anfang.


Foto: froodmat/photocase