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TEST Light- und Diäthundefutter: Ein dicker Hund!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2011 vom 25.03.2011

Das Gesellschaftsproblem Übergewicht ist längst auch bei unseren vierbeinigen Freunden angelangt. Wir haben zwölf Light- und Diätfutter für Hunde mit Gewichtsproblemen untersuchen lassen. Nur sechs Produkte halten, was sie versprechen. In fast allen Marken steckt Gen-Technik.


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Peach hat Übergewicht. Der Golden Retriever bekommt deshalb weniger Futter, statt drei Mal 75 Gramm täglich sind es nur noch 50-Gramm-Portionen. Nach vier Wochen zeichnete sich bereits wieder eine Taille ab und der Bauch sah auch schon schlanker aus. Die Rippen unter dem Fell waren aber immer noch schwer ...

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Peach hat Übergewicht. Der Golden Retriever bekommt deshalb weniger Futter, statt drei Mal 75 Gramm täglich sind es nur noch 50-Gramm-Portionen. Nach vier Wochen zeichnete sich bereits wieder eine Taille ab und der Bauch sah auch schon schlanker aus. Die Rippen unter dem Fell waren aber immer noch schwer tastbar. Der Tierarzt sagte, vier Kilo müssen noch runter, weil das Idealgewicht der eher kleinen Retrieverhündin bei 24 Kilogramm liegt. Peach hat immer noch rund 15 Prozent zu viel auf den Rippen – und damit steht sie nicht allein. „Fast jeder zweite Hund ist übergewichtig“, sagt Astrid Behr vom Bund praktizierender Tierärzte. „Ein Teil der Tiere ist fettleibig, diese Tendenz beobachten wir quer durch alle Rassen.“
Mit acht Wochen kam Peach zur Familie Klingel im hessischen Friedrichsdorf. Im Wurf gab es sechs Welpen, vier männliche und zwei weibliche. Der Züchter zeigte auf das kleine Fellknäuel im Futternapf und sagte, dieser Welpe sei immer auf der Suche nach Futter und deshalb sehr gelehrig. Und da die Klingels eine Hündin wollten und keinen draufgängerischen Rüden, nahmen sie das kleine goldgelockte Welpenmädchen mit.
Im Verlauf ihres achtjährigen Hundelebens erwies sich Peach tatsächlich als gelehrig und besonders lernbereit im Aufspüren von fetter Beute. Sie beherrschte rasch normale Hundebefehle wie Sitz, Platz und das Warten am Straßenrand. Und erlernte jede Menge Fertigkeiten im Alleingang. Sie kann mit ihren Pfoten die Klinke jeder Tür, die nicht verschlossen ist, öffnen. Weihnachten ist eine besonders schwierige Zeit. Die Hündin fand eingepackte Adventskalender und fraß das hinter Türchen verborgene Süße raus. Unter den vielen Geschenken, die unterm Weihnachtsbaum lagen, hat sie zielsicher die, in Geschenkpapier eingeschlagenen und zusätzlich in Folie eingeschweißten, Weinbrandbohnen aufgespürt, sie vorsichtig vom Stanniolpapier befreit und verspeist. Dann ist der Tretmülleimer drangewesen. Er wurde komplett ausgeräumt, sein Innenleben in der Küche verteilt. Nun ist er mit einem zusätzlichen Verschluss nachgerüstet. Den hat Peach noch nicht geknackt. Doch Dosen mit Schraubdeckel schon. Das war der Tag als sich Peach erfolgreich über das Fischfutter in der Dose neben dem Aquarium hermachte. Peachs Fressleidenschaft kostet mitunter schon Nerven. Wenn die Klingels nach Hause kommen und Peach eine besondere Haltung – die mit hängenden Schultern und demütigem Blick – annimmt, weiß die Familie schon, dass sie Mal wieder etwas aufgefressen hat.

Unsere Empfehlungen

Droht Übergewicht, weil der Hund kastriert ist oder älter wird, kann man erst einmal Snacks und Tischabfälle vom Speiseplan streichen, „unvermeidbare Leckerlis“ von der täglichen Futterration abziehen und ein Lighthundefutter ausprobieren.
Nimmt der Hund weiter zu oder zeigt weitere Symptome wie Lethargie, durch den Tierarzt abklären lassen, ob eine Erkrankung für die Gewichtszunahme verantwortlich ist. Für fettleibige Hunde bekommt man vom Tierarzt auch ein Diätfutter, das die Energiezufuhr tendenziell stärker reduziert, und eine individuelle Beratung. Diese sollte eine regelmäßige Gewichtskontrolle sowie ein Bewegungsprogramm umfassen.

Übergewicht behandeln ist aktiver Tierschutz

„Nicht selten nimmt der Tierhalter nicht wahr, dass sein Hund übergewichtig ist. Ich rechne damit, dass etwa jeder Dritte ältere Hund mehr oder weniger zu dick ist. Eine Behandlung der Gewichtsprobleme beim Vierbeiner, besonders der fettleibigen Hunde, ist für mich aktiver Tierschutz.“

Professor Jürgen Zentek, Tierernährungsexperte am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin.

Was füttert der Hundehalter, wenn das Haustier zu pummelig ist? Soll man einfach das normale Futter reduzieren – nach dem Motto „FDH – friss die Hälfte“? Oder hilft ein Spezialfutter, die Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen? Wir haben sieben Lighthundefutter aus dem Tierfachmarkt und fünf Diäthundefutter, die beim Tierarzt erhältlich sind, unter die Lupe genommen.

Das Testergebnis

■ Nur ein Diäthundefutter schneidet in unserem Test mit der Note „sehr gut“ ab – hier sind sowohl alle Nährstoffe ausgewogen enthalten sowie die Energiezufuhr ausreichend reduziert. Das Gros der Produkte ist „befriedigend“ – überwiegend weil Spuren von Gen-Soja nachweisbar waren – und dasPurina Beneful Wohlfühlgewicht nur „mangelhaft“.

Der Gehalt an Nährstoffen ist in allen Produkten insgesamt ausgewogen und bedarfsdeckend

■ Insgesamt stecken in allen Light- und Diätprodukten ausgewogene Gehalte an wichtigen Nährstoffen wie Proteine, Calcium, Phosphor, Vitamin A und Vitamin E, um Vierbeiner auch bei verminderter Energiezufuhr ausreichend zu versorgen. Auch lebenswichtige Fettsäuren wie Linolsäure und Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Cystin sind jeweils bedarfsdeckend vorhanden. Im Teilergebnis Nährstoffe sind deshalb alle Produkte „sehr gut“ und „gut“. In drei Produkten monieren wir zu viel Fett. Sein Gehalt sollte in einem Light- und Diätprodukt weniger als zehn Prozent betragen, um Kalorien zu sparen. Der Gehalt der anderen Nährstoffe liegt höher als im herkömmlichen Hundefutter, damit der Bedarf auch bei niedriger Kalorienzufuhr gedeckt ist.

Sechs Light- und Diätfutter erfüllen die ausgelobten Ziele Gewichtskontrolle und -abnahme

■ Die Energiezufuhr, ein Zusammenspiel aus dem Energiegehalt und der Fütterungsempfehlung, sollte bei Alleinfutter zur Gewichtskontrolle und -abnahme gegenüber einem herkömmlichen Futter deutlich reduziert sein. „Sehr gut“ schaffen das lediglich sechs Produkte, jeweils drei Light- und Diätfutter. Mit dem Animonda-Futter und den beiden Néstle-Produkten erhält der Hund zu viel Kalorien, sodass diese beim Teilergebnis Fütterungsempfehlung nur auf ein „befriedigend“ und „ausreichend“ kommen.
Ein fauler oder kastrierter Hund, der zu Übergewicht neigt, verbraucht rund 15 Prozent weniger Energie als ein aktiver Hund. Bei den Lightprodukten leistet nur dasPurina Pro Plan Light Original und dasPurina Beneful Wohfühlgewicht keine ausreichend reduzierte Kalorienzufuhr, wenn man die Fütterungsempfehlung für Hunde mit Neigung zu Übergewicht befolgt. Der Energiegehalt der täglichen Ration desPurina Pro Plan Light Original entspricht sogar dem Energiebedarf eines normalaktiven Hundes. Damit kann das Produkt das „Lightversprechen“ im Namen gar nicht erfüllen. Unter den Diätprodukten reduziert nur dasRoyal Canin Weight Control DS 30 die Kalorienzufuhr zu wenig.
Soll ein dicker oder sogar fettleibiger Hund abnehmen, und zwar langsam, dann reduziert man die Energiezufuhr um mindestens 40 Prozent des Normalbedarfs. Bei den Lightprodukten führt nur bei einem die Fütterungsempfehlung mit Ziel Gewichtsabnahme zu der empfohlenen Reduktion der Energiezufuhr. Mit vier Lightprodukten erhält der Hund zu viel Kalorien, um effektiv an Gewicht zu verlieren. Besonders schlecht steht hier dasPurina Beneful Wohlfühlgewicht da. Bei den Diätprodukten leisten die Produkte der Anbieter Animonda und Royal Canin die empfohlene Energiereduktion nicht.
Leider versäumen die meisten Anbieter der Produkte im Test darauf hinzuweisen, dass nicht nur eine Ernährungsumstellung, sondern ebenso mehr Bewegung bei Gewichtproblemen hilft. Das Unternehmen In terquell macht es richtig, denn hier kann man auf der Verpackung desHappy Dog Supreme Fit & Well Adult Light lesen: „Bei zusätzlicher Gabe von Snacks oder anderen Zusatzprodukten ist die Futtermenge zu reduzieren“ und weiter „an die körperlichen Möglichkeiten angepasste tägliche Bewegung von ein bis drei Stunden … verhindert Überernährung“. Das Unternehmen Mars Petcare stellt Tierärzten – und zukünftig auch Tierhaltern – einen Kalorienbedarfsrechner im Internet bereit. Dieser macht deutlich, dass Kalorien aus Snacks, Kauprodukten wie Schweineohren oder Ochsenziemer sowie Essensreste, einen beträchtlichen Anteil an der täglichen Energieaufnahme haben können.

In zehn Produkten steckt Gen-Technik, im Purina Beneful hätte Gen-Soja deklariert werden müssen

■ Trockenfutter gänzlich ohne Gen-Technik war in diesem Test eine Ausnahme. Immerhin zehn Produkte enthielten die genetisch veränderte Soja-Sorte Roundup Ready. In neun Fällen wurden lediglich Spuren analysiert.

Ideal- oder Übergewicht?

Damit man das Gewicht des Hundes nicht aus den Augen verliert, hilft eine Waage, ein Blick auf die Figur sowie das Abtasten mit den Händen:
Normalgewicht: Rippen und Wirbel der Rückenlinie tastbar, Taille von oben sichtbar. Kurz- und Langhaardackel sollten in der Regel nicht mehr als 6,5 Kilogramm (kg) wiegen, Beagle und Cocker Spaniel im Durchschnitt 14 kg, Setter 28 bis 30 kg und deutsche Schäferhunde 34 kg.
Übergewicht: Rippen kaum tastbar, geringe Taille von oben sichtbar. Bis 15 Prozent schwerer als typisches Durchschnittsgewicht für die Rasse.
Fettleibigkeit: Rippen nicht tastbar, mit dicker Fettdecke, keine Taille von oben sichtbar. Hängender Bauch. Mehr als 15 Prozent schwerer als rassetypisches Gewicht.

Risikofaktoren

■ falsche Ernährung, zu viel Futter und Snacks.
■ Zu wenig Bewegung. Hat der Hund erst einmal ein paar Pfunde zugelegt, kann zudem die Freude an Bewegung nachlassen, er wird schlapp, hechelt schnell und ist kurzatmig, wird inaktiv und verbrennt noch weniger Kalorien.
■ Kastrierte Hunde und sterilisierte Hündinnen verbrauchen rund 15 bis 20 Prozent weniger Energie.
■ Gefährdete Rassen, die zu Übergewicht neigen, sind etwa Beagle, Golden Retriever, Labrador Retriever und Cockerspaniel.
■ Erkrankungen wie eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Folgen von Übergewicht

■ Weniger Lebensqualität fürs Tier, bei starken Übergewicht oder Fettleibigkeit verkürzte Lebensdauer.
■ Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Fettansatz, besonders das Herz wird beeinträchtigt.
■ Gelenkentzündungen und chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose.
■ Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Zurück zum Normalgewicht

Nicht jeder Hund muss eine Topfigur haben. Ein Windhund ist von Natur aus grazil, ein Labrador kräftig gebaut. Solange der Tierarzt kein übermäßiges Gewicht diagnostiziert und dem Hund eine gute Kondition bescheinigt, ist alles gut. Wenn der Hund abnehmen soll:
■ Die Energiezufuhr reduzieren. Zur Sättigung geraspelte Möhren, Äpfel, Sauerkraut oder Weizenkleie unter das Futter mischen.
■ Mehr Bewegung. Den Hund öfter Gassi führen und durch Spielen beschäftigen. Radfahren dort wo der Hund ohne Leine laufen kann oder Hundesport wie Agility-Training ausprobieren, aber nicht von null auf hundert, sondern langsam beginnen und dann steigern.
■ Der Gewichtsverlust darf nicht mehr als ein bis zwei Prozent pro Woche betragen. Wenn ein übergewichtiger Beagle, der 16 Kilo wiegt, zwei Kilo verlieren soll, darf er anfangs nicht mehr als 160 bis 320 Gramm in der Woche oder rund 640 bis 1.280 Gramm monatlich abnehmen. Der Weg zum angepeilten Gewicht dauert also mehrere Monate.

Liegen die gentechnisch veränderten Anteile für eine Zutat oberhalb eines Schwellenwerts von 0,9 Prozent, ist dies auf der Verpackung kenntlich zu machen. ImPurina Beneful Wohlfühlgewicht liegt der Anteil von Roundup Ready-Soja bei rund zwölf Prozent. Vermutlich stammt die Gen-Technik aus der Futterzutat „pflanzliche Eiweißextrakte (mind. 2 % Soja)“ und hätte beispielsweise als „… Soja aus gentechnisch veränderten Sojabohnen“ deklariert werden müssen.
■ Schimmelpilzgifte wurde nur in Spuren nachgewiesen. Für Futtermittel gibt es bislang lediglich Richtwerte für Schimmelpilzgifte wie Ochratoxin A, Deoxynivalenol und Zearalenon. Wir haben uns daher an den Richtwerten für Schweine orientiert, die unter den Nutztieren als besonders sensibel gelten.
■ Sieben Produkte enthielten Dioxine und dioxinähnliche PCB in Spurengehalten. Diese können mit Fischzutaten wie Fischöl ins Futter gelangen.

So reagierten die Hersteller

■ Mehrere Gutachten über die mikroskopische Analyse auf Soja, eine recht grobe Methode, um in einem Mix aus vielen Futterzutaten Sojabestandteile zu erkennen, sendete uns der Anbieter Interquell. Hier lag der Sojaanteil bei weniger als ein Prozent, was nach Ansicht des Anbieters rechtlich als botanische Verunreinigung einzustufen sei. Gutachten zur Analyse auf gentechnisch veränderten Soja erhielten wir von Interquell nicht.
■ Die Gutachten von Mera Tiernahrung zeigen, dass gentechnisch veränderte Anteile im Produkt nachweisbar sind. Diesem positiven Befund gegenüber stehen weitere Anbietergutachten mit negativ getesteten Zutaten wie Mais, Geflügelmehl, Gerste, Reis, Zuckerrübentrockenschnitzel, Leinsaat, Bierhefe und eine Vitaminvormischung. Die Zutaten sollen in der von uns untersuchten Charge verarbeitet worden sein, was wir jedoch nicht verifizieren können. Doch damit nicht genug. Dr. Stefan Mandel von Mera Tiernahrung, die im Kevelaer (Nordrhein-Westfalen) ihren Firmensitz hat, gelang es zudem, eine Behörde in eigener Sache einzuspannen. Eine Futtermittel-Dezernentin des für die amtliche Überwachung zuständiges Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) rief uns an, weil die Firma bei ÖKOTEST „auf Granit beiße“, so Dr. Karin Bosshammer von der LANUV. Nun wolle sie in einem Gespräch sicherstellen, dass wir über den Gen-Technik-Fund imMera Dog Light nicht falsch oder verzerrt berichten.
■ Die Firma Nestlé war über unser Ergebnis zu genveränderten Organismen (GVO) imPurina Beneful Wohlfühlgewicht überrascht. Man verwende ausschließlich GVO-freies Soja aus Brasilien. Sowohl die Ernte, der Transport im Ursprungsland und die Entladung in Europa werden von Zertifizierungsinstituten überwacht. Man vermute daher, dass die GVO-Bestandteile von einer unbeabsichtigten Kreuzkontamination einer weiteren Futterzutat stammen. Von etlichen Anbietergutachten für Zutaten wie Geflügelmehl, Sojamehl, Fleischmehl, Maisgluten und Weizen, waren drei Gutachten für Sojamehl in Sachen Gen-Technik positiv. Die enthaltenen Anteile konnten in zwei Proben nicht quantifiziert werden und in einer Probe lag der GVO-Anteil unter dem Schwellenwert von 0,9 Prozent. Die Zutaten sollen in der von uns untersuchten Charge verarbeitet worden sein, was wir jedoch nicht überprüfen können. Ein Gutachten für das Produkt legte uns Nestlé nicht vor. Die Begründung: Man setzte auf eine präventive Kontrolle der Futterzutaten.
Christine Throl

So haben wir getestet Der Einkauf

Dicke Hunde auf Diät setzen – ist das nicht ein klassisches Thema unserer Überflussgesellschaft? Wir haben uns für diesen Test entschieden, weil es Fakt ist, dass in Deutschland der Hund als Haustier eine soziale Rolle einnimmt – in Familien mit Kindern, aber auch für Alleinstehende und Senioren. Mangelndes Problembewußtsein oder falsche Tierliebe führen dann oft zur Überfütterung und zum Übergewicht, was für die Tiere zur Qual werden kann. Wir haben uns daher nach speziellem Hundefutter für Vierbeiner mit Gewichtsproblemen im Tierfachhandel umgeschaut und sieben Lightprodukte ausgewählt. Über den Tierarzt und Onlineapotheken waren zudem sogenannte Diät-Alleinfuttermittel für Hunde erhältlich. Diese Diätprodukte sind für den besonderen Ernährungszweck Gewichtsabnahme konzipiert. Zwei Produkte zielen aber nicht allein auf eine Gewichtsverlust ab, sondern auch auf krankhafte Nebenwirkungen von Übergewicht wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und/oder Herzinsuffizienz. BeimRoyal Canin Weight Control DS 30 steht die „Regulierung der Glukoseversorgung“ im Vordergrund. Auf der Verpackung und im Internet wird das Produkt jedoch auch als geeignet für eine Senkung von Übergewicht sowie dem Gewichtserhalt nach einer Reduktionsdiät angepriesen.

Nährstoffanalyse

Die richtige Mischung an Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen und Co. muss auch in einem Light- und Diätfutter enthalten sein, um den Nährstoffbedarf des Hundes zu decken. Wir ließen die Zusammensetzung aller Produkte auf rund 100 Nährstoffparameter untersuchen. Die Ergebnisse haben wir mit den jeweils wissenschaftlich basierten Ansprüchen von Hunden vergleichen und bewerten lassen.

Fütterungsempfehlung und Energiezufuhr

Der Energiegehalt und die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung entscheiden darüber, was der Hund an Energie aufnimmt. Ein Hund, der nicht so viel bewegt wird, braucht im Durchschnitt 15 Prozent weniger Energie als ein normalaktives Tier. Bringt der Hund zu viel auf die Waage, so wird für eine langsame Gewichtsabnahme empfohlen, die Energiezufuhr mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Wir haben begutachten lassen, wie gut die Light- und Diäthundefutter die Anforderungen an die jeweils versprochenen Ernährungsziele Gewichtskontrolle und/oder -abnahme erfüllen.

Problematische Inhaltsstoffe

Das Trockenfutter besteht zu einem großen Anteil aus Mais, Gerste oder Soja. Wenn Getreide falsch gelagert wird, können Schimmelpilzegifte gedeihen. Aufgrund des aktuellen Dioxinskandals im Tierfutter wollten wir wissen, ob auch ins Hundefutter verseuchte Fette geraten sind und haben alle Produkte auf Dioxine und dioxinähnliche Stoffe analysieren lassen. Auf keinem Produkt sind Zutaten aus gentechnisch veränderten Bestandteilen (GVO) deklariert. Doch sind wirklich keine GVO-Zutaten verarbeitet oder etwa bei der Verarbeitung, dem Transport und der Lagerung hineingeraten?

Die Bewertung

Ein sehr gutes Light- und Diätprodukt darf nur so viel Energie liefern, dass der Hund nicht dick wird beziehungsweise ordentlich abnimmt. Außerdem soll es den Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, damit er gesund bleibt. Auch muss ein sehr gutes Produkt frei sein von gentechnisch veränderten Bestandteilen oder gesundheitsgefährdenden Dioxinen und Schimmelpilzgiften. Deshalb kann das Gesamturteil nicht besser sein das Testergebnis Ernährungsphysiologie und das Testergebnis Inhaltsstoffe.

Fett gedruckt sind Mängel.

Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 140.

Anmerkungen: 1) Laut Anbieter Animonda wird das Produkt seit 2010 mit einer veränderten Rezeptur produziert. 2) Laut Anbietergutachten weist eine chargengleiche Probe des Produkts keine gentechnisch veränderten Bestandteile auf. 3) Energiezufuhr für Gewichtsabnahme aufgrund Fütterungsempfehlung „Übergewicht 15 – 30 %“. 4) Angabe des Energiewerts entfällt, da besonderer Ernährungszweck gemäß Verzeichnis von Futtermitteln für besondere Ernährungszwecke „Regulierung der Glukoseversorgung (Diabetes mellitus)“ ist. 5) Deklarierter Gehalt an Rohfaser unterschreitet den analysierten Rohfasergehalt um mehr als 1,7 Prozent. 6) Laut Anbietergutachten lag der Rohfasergehalt in einer chargengleichen Probe im Bereich der zulässigen Toleranz. 7) Deklarierter Gehalt an Kupfer unterschreitet den analysierten Kupfergehalt um mehr als 20 Prozent. 8) Deklarierter Gehalt an Vitamin A unterschreitet den analysierten Vitamin A-Gehalt um mehr als 10 Prozent. 9) Deklarierter Gehalt an Phosphor unterschreitet den analysierten Phosphorgehalt um mehr als 0,2 Prozent. 10) Deklarierter Gehalt an Fett unterschreitet den analysierten Fettgehalt um mehr als 1,25 Prozent. 11) Laut Anbietergutachten waren in einer chargengleichen Probe gentechnisch veränderte Bestandteile nachweisbar, jedoch nicht quantifizierbar. 12) Laut Anbietergutachten lag der Phosphorgehalt in einer chargengleichen Probe im Bereich der zulässigen Toleranz. 13) Laut Anbieter wurde mittlerweile die Rezeptur des Produktes geändert. Der Zinkgehalt wurde reduziert und der Kaliumgehalt leicht erhöht.14) Laut Anbietergutachten waren in verschiedenen Rohstoffen keine gentechnisch veränderten Bestandteile über Schwellenwert nachweisbar.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Das Testergebnis Ernährungsphysiologie beruht zu 50 Prozent auf dem Teilergebnis Nährstoffe und zu 50 Prozent auf dem Teilergebnis Fütterungsempfehlung. Die Ergebnisse sind kaufmännisch gerundet.
Das Teilergebnis Nährstoffe setzt sich zu gleichen Teilen aus den folgenden Einzelbewertungen zusammen: 1. Fettgehalt in Prozent (empfohlen = weniger als 10 % bezogen auf die Trockensubstanz; < 10 % = „sehr gut“; 10 % bis 11 % = „gut“.) 2. Eiweiß/Energie-Verhältnis = Verhältnis verdauliches Eiweiß zu umsetzbarer Energie (empfohlen = 10 Gramm [g] verdauliches Rohprotein pro Megajoule umsetzbare Energie [MJ ME]; bis zu 0,5-fachen Unterschreitung und einer 2-fachen Überschreitung = „sehr gut“.) 3. Die Calcium/Phosphor-Gesamtnote gibt den Durchschnitt der Einzelergebnisse Calcium, Phosphor und Calcium/ Phosphor-Verhältnis wieder. (empfohlener Calciumgehalt: 0,400 g/MJ ME; empfohlener Phosphorgehalt: 0,300 g/MJ ME; jeweils bis zu einer 2,5-fachen Überschreitung = „sehr gut“; 2,6- bis 3-fache Überschreitung/0,7 bis 0,8-fache Unterschreitung = „gut“; 3,1- bis 3,6-fache Überschreitung = „befriedigend“; 3,7- bis 4,3-fache Überschreitung = „ausreichend“; empfohlenes Calcium/Phosphor-Verhältnis: 1,3- (= Quotient Calcium durch Phosphor); 0,9-fache Unterschreitung bis 1,5-fache Überschreitung = „sehr gut“; 0,8- bis 0,7- fache Unterschreitung = „gut“.) 4. Der Gehalt weitere Mineralstoffe gibt den Durchschnitt der Einzelergebnisse Natrium, Kalium, Magnesium, Kupfer, Zink und Selen wieder. (Natrium empfohlen 0,25 g/MJ ME; 0,9-fache Unterschreitung bis 2-fache Überschreitung = „sehr gut“; 0,8- bis 0,7-fache Unterschreitung und 2,1- bis 2,4-fache Überschreitung = „gut“; 0,6-fache Unterschreitung = „befriedigend“. Kalium empfohlen 0,275 g/MJ ME; 0,9-fache Unterschreitung bis 2-fache Überschreitung = „sehr gut“; 2,1- bis 2,4-fache Überschreitung = „gut“; 2,5- bis 2,9-fache Überschreitung = „befriedigend“. Magnesium empfohlen 0,06 g/MJ ME; 0,9-fache Unterschreitung bis 2-fache Überschreitung = „sehr gut“; 0,8- bis 0,7-fache Unterschreitung = „gut“; 2,5- bis 2,9-fache Überschreitung = „befriedigend“; 3,6- bis 4,1-fache Überschreitung = „mangelhaft“. Kupfer empfohlen 0,5 mg/MJ ME; 0,9- fache Unterschreitung bis 2,5-fache Überschreitung = „sehr gut“; 2,6- bis 3-fache Überschreitung = „gut“; 3,1- bis 3,6-fache Überschreitung = „befriedigend“. Zink empfohlen 5,0 mg/MJ ME; 0,9-fache Unterschreitung bis 2-fache Überschreitung = „sehr gut“; 2,6- bis 3-fache Überschreitung = „gut“; 3,1- bis 3,6-fache Überschreitung = „befriedigend“; 3,7- bis 4,3-fache Überschreitung = „ausreichend“; 4,4- bis 5,2-fache Überschreitung = „mangelhaft“. Selen empfohlen 0,025 mg/MJ ME; 0,9-fache Unterschreitung bis 1,5-fache Überschreitung = „sehr gut“; 2,6-fache bis 3,3-fache Überschreitung = „ausreichend“.) 5. Das Ergebnis Gehalt Vitamin A und E gibt den Durchschnitt der Einzelergebnisse Vitamin A und Vitamin E wieder. (Vitamin A: empfohlen 500 Internationale Einheiten [IE]/MJ ME; 0,9- fache Unterschreitung bis 7,5-fache Überschreitung = „sehr gut“; 0,6-fache Unterschreitung = „befriedigend“. Vitamin E: empfohlen 5 mg/MJ ME; mehr als 5 mg/MJ ME = „sehr gut“.) Unter dem Teilergebnis Fütterungsempfehlung wurden bei einer Fütterungsempfehlung für Hunde mit Neigung zu Übergewicht folgende Noten für die Reduktion der Energiezufuhr vergeben: über 15 % im Vergleich zum Energiebedarf eines normalaktiven Hundes (10 kg) = sehr gut; lediglich zwischen 10 % und 15 % = gut; lediglich zwischen 5 % und 10 % = befriedigend; lediglich zwischen 2 % und 5 % = ausreichend; keine reduzierte Energiezufuhr = mangelhaft. Bei einer Fütterungsempfehlung Gewichtsabnahme wurden folgende Noten für die Reduktion der Energiezufuhr vergeben: über 40 % im Vergleich zum Energiebedarf eines normalaktiven Hundes = sehr gut; lediglich zwischen 30 % und 40 % = gut; lediglich zwischen 20 % und 30 % = befriedigend; lediglich zwischen 10 % und 20 % = ausreichend. Das Teilergebnis Fütterungsempfehlung setzt sich zu gleichen Teilen aus der Bewertung der Reduktion der Energiezufuhr für die jeweiligen Fütterungsempfehlungen zusammen.

Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um vier Noten: gentechnisch veränderte Bestandteile über Schwellenwert von 0,9 Prozent. Zur Abwertung um zwei Noten führen: Nachweis von gentechnisch veränderten Bestandteilen.

Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein deklarierter Gehalt an Rohfaser unterschreitet den Rohfaseranteil um mehr als 1,7 Prozent; b) ein deklarierter Gehalt an Kupfer unterschreitet den Kupfergehalt um mehr als 20 Prozent; c) ein deklarierter Gehalt an Vitamin A unterschreitet den Vitamin-A-Gehalt um mehr als 10 Prozent; d) ein deklarierter Gehalt an Phosphor unterschreitet den Phosphorgehalt um mehr als 0,2 Prozent; e) ein deklarierter Gehalt an Fett unterschreitet den Fettgehalt um mehr als 1,25 Prozent; f) fehlende Angabe zum Energiewert bei Diät-Alleinfuttermittel. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Ernährungsphysyiologie und dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Ernährungsphysiologie um eine Note.

Testmethoden: Rohprotein: VDLUFA Bd. III, 4.1.1. mod., Kjeldahl. Rohfett B: VDLUFA Bd. III, 5.1.1, Weibull-Stoldt. Feuchtigkeit: VDLUFA Bd. III, 3.1, Sandbad, Trocknung. Rohasche: VDLUFA Bd. III, 8.1, 550 °C. Zucker (nach Inversion): VDLUFA Bd. III, 7.1.1, Luff-Schoorl. Rohfaser: VDLUFA Bd. III, 6.1.1 mod. Stärke: VDLUFA Bd. III, 7.2.1, polarimetrisch. Brennwert: DIN 51900. Aminosäuren: Ionenchromatografie, AS-Analysator. Fettsäurespektrum: DGF C-VI 10a, 11a mod., GC/FID. Vitamin A/Vitamin E: HPLC/UV. Natrium, Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink: DIN EN 15510 mod. ICP/OES. Selen: DIN EN 15762 mod. ICP/MS. Schimmelpilzgifte (Ochratoxin A, Deoxynivalenol, Zearalenon, T2 Toxin, HT-2 Toxin): LC/MS/MS. Dioxine und dioxinähnliche PCB: Extraktion mit Toluol im Soxhlet. Vor der Extraktion wurde das Probenmaterial mit 13C12-markierten PCDD/F-Standards versetzt (interne Standards). Mehrstufiges Extract clean-up, Zugabe von 13C12-markierten PCDD/ F- und PCB-Wiederfindungsstandards, HRGC/HRMS-Analyse, Quantifizierung über interne Standards (Isotoptenverdünnungsmethode). Gentechnisch veränderte Bestandteile: DNAExtraktionen in Anlehnung an § 35 LMBG. PCR – Analyse mit 45 Zyklen. Kontrollreaktionen: Positivkontrollen mit 20 DNA-Kopien der genetisch modifizierten Pflanzen-DNA oder interner Positivkontrolle (IPC) zur Überprüfung der PCR-Parameter auf inhibitorische Substanzen, die die PCR beeinflussen könnten. Negativkontrollen in Form von Extraktionskontrollen, die die reale Probe in Aufarbeitung und Analyse begleiten. Spezifischer Test auf Roundup Ready™ Soja. Bei positivem Befund Quantifizierung. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Röntgenfluoreszenzanalyse. Steht bei den Analysenergebnissen „nein“, bedeutet das unterhalb der Nachweisgrenze der jeweiligen Testmethode.
Einkauf der Testprodukte: Oktober – November 2010.
Futterkosten pro Tag: Lighthundefutter: basiert auf der Fütterungsempfehlung Gewichtserhalt für einen 10-kg-Hund. Diäthundefutter: basiert auf der Fütterungsempfehlung Gewichtsabnahme für einen 10-kg-Hund.
Anbieterverzeichnis: Siehewww.oekotest.de
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Häufige Zusatzstoffe im Trockenfutter

In herkömmlichen und auch Light- oder Diättrockenfutter für den Hund sind lebenswichtige Vitamine wie Vitamin A und E für eine bedarfsdeckende Versorgung zugesetzt. Auch Aminosäure wie Taurin oder Spurenelemente wie Zink, Eisen, Kupfer und Selen sind häufig als Zusatzstoffe unter das Futter gemischt. Damit die Fette im Trockenfutter nicht ranzig werden, greifen die Anbieter zu Antioxidanzien wie stark tocopherolhaltige Extrakte (E 306), Propylgallat (E 310), BHA (E 320) oder Ethoxyquin (E 324). Während E 306 ein natürlicher Vitamin-EExtrakt aus Pflanzenölen ist und sogar nach der EU-Öko-Verordnung erlaubt ist, sind E 310 und E 320 für konventionelle Lebensmittel zugelassen. Manchmal steckt zur Konservierung zudem Sorbinsäure im Futter wie Kaliumsorbat (E 202), das auch Lebensmittel haltbar macht. Einige Produkte werben mit einem Zusatz von L-Carnitin oder Omega-3-Fettsäuren. Die Substanz L-Carnitin soll die Fettverbrennung ankurbeln. Es gibt aber keine Studien, die wissenschaftlich belegen, dass Hunde mit L-Carnitin-haltigem Futter wirklich effektiver und gesünder abnehmen. Ebenso liegt der Fall bei den Omega-3-Fettsäuren, die normalerweise in jedem Hundefutter mit dem Fett hineinkommen. Sie hemmen Entzündungsprozesse und werden daher in Futter bei Hautproblemen eingesetzt. In welcher Dosierung ein Zusatz von Omega-3-Fett-säuren tatsächlich die versprochenen Effekte bewirkt,ist umstritten.

Foto: Monika Wisniewska/Fotolia.com