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TEST Lizenzartikel: Lizenz zum Spielen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2012 vom 30.11.2012

Vom Plüschtier bis zur Bettwäsche – quer durch alle Verkaufsregale pirschen sich Spider-Man, Lillifee und Co. an die jungen Konsumenten heran. Wir haben 33 Lizenzartikel für Kinder unter die Lupe genommen und sind mit dem Ergebnis – wie so häufi g bei Spielzeugtests – nicht zufrieden: Fast die Hälfte der Produkte strotzen nur so vor Schadstoffen oder sind für die Kleinen nicht sicher.


Artikelbild für den Artikel "TEST Lizenzartikel: Lizenz zum Spielen" aus der Ausgabe 12/2012 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 12/2012

Morgens um halb sieben in Deutschland: Mami steht in der Küche und befüllt die „Luke Skywalker“-Brotdose mit „Wookiee-Cookies“, während im Kinderzimmer der Sohnemann im „Darth-Vader“- Kostüm umherstolziert, im Hintergrund ...

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... prangt ein riesiges 3-D-Wandtattoo mit dem Weltraumroboter „R2D2“ – Star Wars. Die nunmehr 35 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte vom Kampf Gut gegen Böse in einer weit entfernten Galaxie, ist nicht nur der größte Erfolg in der Kinogeschichte, sondern auch in Sachen Mehrfachvermarktung wegweisend.

Mittlerweile sind Film-, Buch- und Serienhelden wie „Spider-Man“, „Lillifee“ oder „Spongebob“ in der Kinderproduktewelt allgegenwärtig und in jeder Form zu haben. Von der Werbung im Kinderfernsehen befeuert, erfolgt meist zuerst die Umsetzung als Spielzeug, dann werden die Charaktere auf Stoff gebannt.

ÖKO-TEST rät

► Wenn es nur darum geht, ein Produkt mit der Lieblingsfi gur zu besitzen, sind Bettwäsche oder Kissen oft eine sichere Wahl. Aber auch Markenspielzeug aus Hartplastik ist häufi g schadstoff frei, wie die drei „sehr guten“ Fahrzeuge in unserem Test zeigen.
► Die getesteten Plüschfi guren und Puppen stecken fast alle voller Schadstoff e. Hier lohnt es sich ganz besonders, auf billigen Merchandisingplunder zu verzichten und stattdessen hochwertige Produkte zu kaufen, am besten aus Bio-Baumwolle.

Das Geschäft mit den Lizenzen ist milliardenschwer. Im Bereich Spielzeug beispielsweise machen Lizenzartikel mehr als ein Fünftel vom gesamten Umsatz aus. In erster Linie profi tieren Medienkonzerne und Agenturen, die als Lizenzgeber fungieren und sich dies mit Garantiesummen von bis zu zehn Prozent des Handelspreises teuer bezahlen lassen. Auf der anderen Seite stehen die lizenznehmenden Anbieter, Hersteller und Händler, deren ansonsten weitgehend homogene Produkte zu echten Hinguckern werden und neue Zielgruppen erreichen.

Hauptadressaten sind Kita- und Grundschulkinder, in deren Fantasiewelten die Figuren weiterleben – und die meist bekommen, was sie sich in den Kopf gesetzt haben. Im Moment sind dies Dauerbrenner wie „Cars“, „Bob der Baumeister“ und „Hello Kitty“ oder die leicht angestaubten Kinderbuchadaptionen „Winnie Puuh“ und „Disney Prinzessinen“.

Das hat allerdings wenig mit Nostalgie zu tun, sondern vielmehr damit, dass es der Kinobranche zuletzt an zündenden Ideen fehlte und neue TV-Lizenzfi guren durch das Kinderprogramm-Überangebot (mehr als 400 Stunden pro Woche) immer schneller aus den Köpfen der Kinder verschwinden.

Kurz vor Weihnachten stehen Produkte mit den Lieblingsstars natürlich auf den Wunschzetteln der Kleinen ganz oben. Deshalb wollte ÖKO-TEST wissen, wie es um die Qualität der Lizenzartikel für Kinder bestellt ist und hat 33 Produkte – unter anderem Plüschtiere, Puppen, Bettwäsche und Taschen – unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht: Es gibt zwölf „sehr gute“ oder „gute“ Artikel, die wir empfehlen können. Doch die Freude hält sich in Grenzen: Fast die Hälfte der getesteten Spielzeuge landet im roten Bereich. Gerade große Anbieter wie Simba und Mattel machen keine gute Figur. Auffallend ist auch: Bis auf das Lego-Produkt stammen alle Spielzeuge, zu denen uns ein Herstellungsland mitgeteilt wurde, aus Fernost. Mehr zu den Arbeitsbedingungen in der chinesischen Spielzeugproduktion lesen Sie im Interview (rechts).

Mehr zum Thema

Die ausführliche Tabelle mit allen Ergebnissen und eine Fotostrecke zu unseren Laborprüfungen fi nden Abonnenten kostenlos im Internet unter http://abo.oekotest.de

Interview

Mehr als die Hälfte der Spielzeugfi rmen verantwortungslos

Uwe Kleinert ist Mitarbeiter der Werkstatt Ökonomie (WOEK) in Heidelberg und Koordinator der Aktion fair spielt, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in der Spielzeugproduktion einsetzt und unter anderem von Misereor getragen wird. Der gemeinnützige Verein WOEK hat in diesem Zusammenhang verschiedene Studien und Projekte durchgeführt.

ÖKO-TEST: Spielzeug aus China strotzt nur so vor schädlichen Inhaltsstoff en. Was wissen Sie über die Bedingungen, unter denen die Produkte hergestellt werden?
Uwe Kleinert: In vielen asiatischen Spielzeugfabriken werden Menschenrechte und Arbeitsschutzbestimmungen grob verletzt. Arbeiter berichten über Verätzungen und Augenverletzungen. Besonders schlimm ist es in der Hauptsaison, dem Vorweihnachtsgeschäft: Die Arbeitszeiten werden noch länger – bis zu 14 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Da ist die Unfallgefahr wegen Übermüdung besonders groß.

Davor konnte auch der Weltspielwarenverband nicht die Augen verschließen und hat 2003 mit der Umsetzung eines Programms zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken begonnen. Was steckt dahinter?
Der Verhaltenskodex, auf den sich das Programm bezieht, verlangt die Einhaltung der Menschenrechte und grundlegenden Arbeitsstandards, zum Beispiel verbietet er Kinder- und Zwangsarbeit und schreibt die Zahlung von Mindestleistungen bei Krankheit und Schwangerschaft vor. Außerdem muss der Arbeits- und Gesundheitsschutz gewährleistet sein.

Hat sich dadurch die Situation der Arbeiter verbessert?
Die Rahmenbedingungen in China haben sich etwas verbessert. Arbeitnehmer haben inzwischen das Recht auf einen richtigen Arbeitsvertrag und einen besseren Zugang zu Gerichten. Auch chinesische Hersteller sind mehr und mehr bereit, ordentliche Arbeitsbedingungen zu gewährleisten – weil der Arbeitskräftemangel zunimmt, und weil die westlichen Marken es einfordern. Inzwischen beteiligt sich rund die Hälfte der Hersteller mit Exportlizenz am sogenannten ICTI-CARE-Prozess. Dabei können sich Fabriken kontrollieren lassen und erhalten dann eine Bestätigung, wenn sie den Verhaltenskodex einhalten. Allerdings sind die Kontrollen oft mangelhaft. Außerdem werden bisher nur die direkten Lieferanten berücksichtigt – bei den Vorlieferanten kann weiter unter miserablen Bedingungen gearbeitet werden.

Machen alle Spielzeuganbieter bei dem Programm mit?
Von rund 280 Spielzeugfi rmen, die wir beobachten, kaufen gerade einmal zehn Prozent nur bei zertifi zierten Herstellern. Mehr als die Hälfte bleibt völlig untätig. Gerade bei umsatzstarken Firmen, die auf ihre Lieferanten wirksam Einfl uss nehmen könnten, ist das Nichtstun verantwortungslos und grenzt an Ignoranz.

Was können Verbraucher hierzulande tun?
Sie können sich in unserer Firmenliste unter www.fair-spielt.de darüber informieren, welche Hersteller auf die Einhaltung der Menschenrechte bei ihren Lieferanten achten.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Bei unserem Einkauf haben wir uns auf Lizenzfiguren konzentriert, die bei Kindern gerade besonders „in“ sind – und uns auf sieben Produktgruppen festgelegt: Puppen, Plüschfiguren, Fahrzeuge und Kunststofffiguren sowie Bettwäsche, Taschen und Kissen.

Die Inhaltsstoffe

20 von 33 Testprodukten sind Spielzeuge. Sie wurden in vier Laboren auf mehr als 150 Substanzen untersucht. Jedes Spielzeug checkten die beauftragten Labore unter anderem auf weichmachende Phthalate, stabilisierende oder farbgebende Schwermetalle und sogenannte PAK, die inzwischen allgegenwärtig sind. Das gleiche Prüfprogramm durchliefen Taschen, die ebenfalls aus Kunststoffen beziehungsweise -fasern bestehen und PVC enthalten und/oder Plastisolaufdrucke haben. Krebserregende Farbstoffe sind in gefärbten Textilien ein Problem. In Bettwäsche ließen wir nach Formaldehyd fahnden, das beispielsweise Baumwolle pflegeleichter machen soll. Außerdem wurde in Bettwäsche wie auch in Kissen nach Rückständen von Nonylphenolethoxylaten gesucht – Chemikalien, die vor allem in der Textilveredelung eingesetzt werden und das Gewässer belasten.

Strenge Spielzeugprüfungen im Labor: Puppenhaar durfte nicht leicht in Flammen aufgehen. Figuren mussten reißfest sein, damit sich beim Spielen keine verschluckbaren Kleinteile lösen können.


Die Praxisprüfung

Man sieht es ihnen meist nicht an, aber Spielzeuge bergen für Kinder häufig auch ein Verletzungsrisiko, zum Beispiel die hübsche Stoffpuppe mit den langen Bändchen, die coole Actionfigur mit abreißbaren Kleinteilen oder die kleine Lok mit verschluckbaren Magneten. Um solchen Spielzeugschrott auszusieben, haben wir uns beim Praxistest an der Spielzeugnorm EN 71 orientiert: Die Spielzeuge wurden zum Beispiel in eine Apparatur gespannt und lang gezogen, sie wurden aus 85 Zentimetern Höhe auf eine Stahlplatte fallen gelassen und von oben mit Gewichten malträtiert. Diese Tortur mussten sie aushalten, ohne zu zerplatzen, zu zerreißen und ohne dass sich verschluckbare Kleinteile bilden. Außerdem musste Spielzeug für Kleinkinder speichel- und schweißecht sein, Plüschiges und Langhaariges durfte sich nicht leicht entzünden lassen.

Die Bewertung

Taschen, Bettwäsche und Kissen konnten nur dann „sehr gut“ abschneiden, wenn sie frei von bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffen waren. Bei Spielzeug mussten die Inhaltsstoffe genauso unbedenklich sein wie die praktische Verwendung.

Vorbild für Obama?

Bob der Baumeister Baggi, 14 x 8 x 8 cm
Preis: 9,99 Euro
Wer glaubt, der Ausruf „Ja, wir schaffen das!“ (Yes, we can!) stamme ursprünglich von Barack Obama, liegt womöglich falsch. Bob der Baumeister hatte bereits Jahre zuvor die Frage „Können wir das schaffen?“ entsprechend beantwortet. Dank der britischen Animationsfigur ist der vorübergehend aus der Mode gekommene Bauarbeiterberuf bei Kindern wieder angesagt. Erste „Berufserfahrungen“ können die Kleinen mit dem Bob der Baumeister Baggi vom Anbieter Learning Curve/Hit Entertainment sammeln – per Knopfdruck hebt sich die Schaufel. Der knallgelbe Bagger aus Hartplastik ist frei von Schadstoffen und zeigte auch in der Sicherheitsprüfung keine Schwächen. Für Kinder ab zwei Jahren.

Gesamturteil „sehr gut“

Besser als Schäfchen zählen

Shaun das Schaf, Kissen Fotodruck Herde
Preis: 16,99 Euro
Das neugierige, verschmitzte Schaf Shaun hatte seinen ersten Auftritt in einer Folge der Knetmännchenserie „Wallace & Gromit“, in der es versehentlich kahl geschoren wurde. Dadurch kommt es in Anspielung auf das englische „shorn“ (geschoren) zu seinem Namen. Seit einigen Jahren kann man die Animationsserie „Shaun das Schaf“ im Ersten und im Kinderkanal sehen. Es geht um eine Herde Schafe, die sich wie Menschen benehmen, wenn der Farmer gerade nicht hinschaut. Auf dem Shaun das Schaf, Kissen Fotodruck Herde ist die Herde abgebildet (Shaun vorne rechts). An dem Plüschkissen von Nici haben wir rein gar nichts auszusetzen.

Gesamturteil „sehr gut“

Feine Steine

Lego Star Wars 6 – 12, AT-ST & Endor 9679, Series 2
Preis: 9,99 Euro
Im Jahr 1999 ging Lego eine Kooperation mit dem Star-Wars-Produzenten Lucasfilm ein. Inzwischen gibt es Hunderte Bausätze aus dem Star-Wars-Universum. Unser Testprodukt Lego Star Wars, AT-ST & Endor 9679 ist für ältere „Sternenkinder“ ab sechs Jahren gedacht. Das Set aus schadstofffreiem Hartkunststoff enthält den Planeten Endor und ein Minimodell des „AT-ST“ (zweibeiniger Kampfläufer) inklusive Figur fürs Cockpit.

Gesamturteil „sehr gut“

Verwandlungskünstler

Transformers Prime Bumblebee Autobot Deluxe, gelb
Preis: 19,99 Euro
Transformers – das sind intelligente Roboter vom Planeten Cybertron, die sich in Kampfmaschinen verwandeln können. Neben den Figuren von Hasbro gibt es TV-Serien, Videospiele und Kinofilme zur beliebten Roboter-Saga. Prime Bumblebee ist so etwas wie der Oberbot – und auch im Test einer der Besten. Der Umbau vom Auto zur Figur erfordert motorisches Geschick. Für Kinder ab fünf Jahren.

Gesamturteil „sehr gut“
Anmerkung 1)

Willi, fahr den Wagen vor!

Biene Maja Mini Puppenbuggy, rosa
Preis: 9,99 Euro
Der Biene Maja Mini Puppenbuggy von Hauck ist der passende Untersatz, um Puppen oder Teddys spazieren zu fahren. Aufgepeppt wird die Puppenkutsche durch das Konterfei der viel besungenen „kleinen, frechen, schlauen“ Biene und ihres phlegmatischen Freundes Willi. Bis auf optische Aufheller im Sitzbezug, mit denen vor allem der „Passagier“ Kontakt hat, gibt es nichts zu kritisieren. Der Wagen ist stabil und hat keine scharfen Kanten.

Gesamturteil „gut“
Anmerkung 3)

Bahn frei!

Thomas & Friends Take-n-Play Thomas Lok klein
Preis: 7,99 Euro
Im Test ließ sich die Take-n-Play Thomas Lok von Fisher Price nicht aus der Bahn werfen. Die Kupplungsmagnete sind gut befestigt. Und es lösten sich daraus nur Spuren von Nickel. Für Kleinkinder ist die Lok zwar ungeeignet, da der Schornstein abbrechen und verschluckt werden kann. Allerdings richtet sich das kleinteilige Spielzeug an größere Kids ab drei Jahren, daher gibt es keine Abwertung.

Gesamturteil „sehr gut“
Anmerkung 1)

Bettwäsche mit Spezialeffekt

Cars Disney Pixar Bettwäsche-Garnitur mit 3-D-Effekt
Preis: 39,95 Euro
Eine Bettwäsche mit 3-D-Effekt – so was hatten wir noch nicht. Daher kamen im Vorfeld Fragen auf: Sind problematische Farbstoffe im Spiel? Stecken Weichmacher im 3-DDruck? Aber keine Sorge, wir können Entwarnung geben: Enthalten sind lediglich Spuren von Formaldehyd. Zur Baumwollbettwäsche vom Hersteller Van Dillen Asiatex (Größe 135 mal 200 Zentimeter) gibt es zwei 3-D-Brillen.

Gesamturteil „gut“
Anmerkungen 1) 2)

Für kleine Piraten

Captn Sharky Renforcé Wende-Bettwäsche
Preis: 39,95 Euro
Mit der Capt’n Sharky Renforcé Wende-Bettwäsche von Bierbaum (135 mal 200 Zentimeter) verwandelt sich jede Schlafkoje in eine aufregende Piratenkajüte. Auch was die Inhaltsstoffe betrifft, gibt es keinen Grund, mit den Säbeln zu rasseln. Uns stören lediglich die optischen Aufheller im Baumwollstoff. Aber deshalb muss man ja nicht gleich von Bord gehen.

Gesamturteil „gut“
Anmerkung 3)

Im Überblick

Wo lauern die Probleme?

Kunststofffiguren

Im Plastikmaterial sorgen zahlreiche chemische Helfer für Elastizität und Flammschutz. Von diesen Schadstoffen wird kein Kind sofort krank, aber sie können zu einer langfristigen Belastung beitragen. Nur das Lego-Produkt kommt ganz ohne problematische Stoffe aus. Die Wabbelfigur Spongebob Stretch Me! von Simba Toys ist für Kleinkinder ein Sicherheitsrisiko – Weichspielzeug, das mit Süßigkeiten verwechselt werden kann, gehört nicht in Kinderhände.

Puppen und -zubehör

Der Puppenbuggy ist „gut“, die Puppen nicht. Bis zu sieben Schadstoffe in einem Spielzeug sind auf Dauer zu viel. Stoffpuppen (beide „ausreichend“) schneiden aber immer noch besser ab als Modelle aus Weichkunststoff („ungenügend“). Die Sandmännchen Weichkörper-Puppe enthält verschluckbare Kleinteile – eine Gefahr für Kleinkinder, die Spielzeug auch in den Mund nehmen.

Fahrzeuge

Drei Fahrzeuge, dreimal die Bestnote „sehr gut“. Das liegt auch am Material: schadstofffreies Hartplastik. Das sind Kunststoffe, in die man seinen Fingernagel überhaupt nicht eindrücken kann.

Plüschfiguren

Die Plüschfiguren Kikaninchen, Caillou und Die Sendung mit dem Elefanten enthalten Chemikalien, die unter Krebsverdacht stehen. Hier ist ganz offensichtlich in der Produktion einiges schiefgelaufen. Bei solchen Plüschfiguren, die nur sieben oder zehn Euro kosten, wird häufig an der Qualität gespart. Nur der Winnie the Pooh Tigger von Joy Toy bereitet uns Freude.

Bettwäsche/Kissen

Sechs von acht Produkten sind eine akzeptable Alternative zu schadstoffverseuchten Merchandisingprodukten. Bis zu 50 Euro für eine einfache, bedruckte Kinderbettwäsche finden wir allerdings ziemlich happig. Aus dem Polyester des Disney Princess Cindarella-Kissen löst sich giftiges Antimon, in der Hello Kitty Wende-Bettwäsche aus Baumwolle steckt hautreizendes Formaldehyd.

Taschen

Die Testbeste ist gerade mal „ausreichend“, der Rest fällt glatt durch. Hauptproblem sind die Aufdrucke, die zum Teil hochgradig mit Schadstoffen belastet sind. Also besser eine Tasche ohne Aufdrucke kaufen. Vorsicht auch bei Plüschrucksäcken – kleinere Kinder spielen gerne damit und können sich mit den Gurtbändern strangulieren.

Von wegen Mausetot

Die Maus Bettwäsche
Preis: 49,95 Euro
Warum ist der Himmel blau? Wer malt die Streifen in die Zahnpasta? Auf solche Fragen, die Eltern oft nicht kindgerecht erklären können, findet „Die Sendung mit der Maus“ seit über 40 Jahren die passenden Antworten. Wir empfehlen für kleine und große Mausfans: Die Maus Bettwäsche vom französischen Hersteller Chaulnes Textiles Industries. Enthalten sind optische Aufheller sowie Spuren von Formaldehyd, die wir aber noch nicht abwerten.

Gesamturteil „gut“
Anmerkung 3)

Beruhigungsmittel bei Bieber-Fieber

Justin Bieber Dekokissen 40 x 40 cm
Preis: 8,95 Euro
Wo Teenie-Idol Justin Bieber auftritt, kreischen die Fans, was das Zeug hält. Zum Glück gibt es Ohrstöpsel. Und als Beruhigungsmittel für Kids im Bieber-Fieber: das Justin Bieber Dekokissen von Herding. Es lässt sich nach Belieben knuddeln und knutschen. Einziger Wermutstropfen: optische Aufheller. Sie können mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und dort allergische Reaktionen hervorrufen.

Gesamturteil „gut“
Anmerkungen 2) 3)

„Bartmania“ reloaded

The Simpsons Bettwäsche Bart
Preis: 31,98 Euro
Zu Zeiten der „Bartmania“ in den frühen 1990ern wurden bis zu eine Million Bart-Simpson-T-Shirts pro Tag verkauft. Auch heute noch ziert der anarchische Balg aus der amerikanischen Fernsehserie „Die Simpsons“ unzählige Merchandisingprodukte. Unser Testprodukt, The Simpsons Bettwäsche Bart (135 x 200 Zentimeter), kommt von der belgischen Firma Belltex. Enthalten sind optische Aufheller. Sonst gibt’s daran nix zu meckern.

Gesamturteil „gut“
Anmerkung 3)

Harmloser Tiger

Winnie the Pooh Tigger, Plüschfigur 20 cm
Preis: 7,99 Euro
„Pu der Bär“ (englisch: Winnie the Pooh) ist ein Klassiker der Kinderliteratur aus dem Jahr 1926. Im Vordergrund steht ein honigsüchtiger Bär, der mit einer Hand voll Tierkumpels im „Hundertmorgenwald“ umhertapst. Heute ist Pu fester Bestandteil der Walt-Disney-Merchandisingmaschine mit ihren Stofftieren und sonstigem Tralala. Am Winnie the Pooh Tigger von Joy Toy stören uns nur optische Aufheller im Pflegeetikett. Tipp: Etikett abschneiden.

Gesamturteil „gut“
Anmerkung 3)

Schräger Vogel

Janosch Tigerente 27 cm
Preis: 11,99 Euro
„Ich kann die Tigerente nicht ausstehen“, sagt der 81-jährige Kinderbuchautor Janosch in einem Zeitungsinterview, er habe sie nicht einmal ernst gemeint. Kinder dagegen lieben die gestreifte Ente. Auch wir hatten uns fast schon angefreundet mit der Janosch Tiger ente, denn das Plüschtier von Heunec bestand im Praxistest jede Zerreißprobe. In der Schadstoffanalyse wurde dann aber das Halbmetall Antimon nachgewiesen. Antimonverbindungen können Haut und Schleimhäute reizen und belasten außerdem das Abwasser. Hinzu kommen optische Aufheller in der Füllwatte sowie im Etikett, mit dem ein Kind beim Spielen auch Hautkontakt hat.

Gesamturteil „befriedigend“
Anmerkungen 2) 3) 4)

Im Zweifel für den Spinnenmann

Spider-Man Web Battlers
Preis: 15,99 Euro
Der Spider-Man Web Battlers von Hasbro lässt seine Klinge rotieren, wenn man die Beine zusammendrückt. Ansonsten ist „Die Spinne“ eher harmlos. Enthalten sind chlorierte Kunststoffe und Ersatzweichmacher, die viele Hersteller als Alternative zu den bedenklichen Phthalaten verwenden. Über diese umstrittenen Stoffe, die sich ebenfalls aus dem Kunststoff lösen können, ist noch wenig bekannt. Damit schneidet das Produkt zwar nicht mehr „gut“ ab, ist aber im Zweifel immer noch besser, als irgendeine ungetestete Plastikfigur zu kaufen. Auch wenn der kleinere Bruder die Figur mal in die Hände kriegt, ist das kein Drama – im Sicherheitscheck lösten sich keine Kleinteile.

Gesamturteil „befriedigend“
Anmerkung 1)

Ampel auf Dunkelgelb

Cars Lightning McQueen Kleinkinder-Rucksack
Preis: 9,00 Euro
Die bunten Rennautos aus der Disney- und Pixar-Animationskomödie „Cars“ stehen seit Jahren besonders bei Jungs hoch im Kurs. Deshalb sind die Flitzer gleich zweimal im Test vertreten. Im Cars Lightning McQueen Kleinkinder-Rucksack wurden erhöhte PAK-Gehalte und umstrittene halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Damit können wir den C-&-A-Artikel nur mit „ausreichend“ bewerten.

Gesamturteil „ausreichend“
Anmerkung 2)

Formaldehyd im Kinderbettchen

Hello Kitty Wende-Bettwäsche, rosa
Preis: 39,95 Euro
In der Hello Kitty Wende-Bettwäsche von Almedahls steckt Formaldehyd – ein krebsverdächtiger Stoff, der auch Allergien auslösen kann. Der Gehalt liegt über dem Grenzwert, den das Prüfzeichen Toxproof für Babykleidung setzt. ÖKO-TEST geht noch weiter und setzt diese Grenze bei allen Kinderprodukten. Für „Hello Kitty“ heißt dies: zwei Punkte Abzug – und einen weiteren für optische Aufheller.

Gesamturteil „ausreichend“
Anmerkungen 2) 3)

Blei im Drachenschwanz

Prinzessin Lillifee Drache Mira
Preis: 22,95 Euro
Am Prinzessin Lillifee Drache Mira stören uns optische Aufheller und die rosa Schleife, deren Farbe nicht speichel- und schweißecht ist. Für zusätzlichen Ärger sorgt das Dracheninnere: Die Hülle des Drahts, der den Schwanz stabilisiert, enthält neben chlorierten Kunststoffen auch giftiges Blei. Immerhin sind die Nähte stabil verarbeitet. Hautkontakt hat ein Kind damit also nicht. Punktabzug gibt’s trotzdem. Ein giftiger Stoff gehört da nicht rein.

Gesamturteil „ausreichend“
Anmerkungen 3) 5)

Rosarote Mädchenträume

Disney Princess Cindarella-Kissen
Preis: 14,99 Euro
Die Disney Prinzessinnen sind so etwas wie die Ureinwohner unzähliger Mädchentraumwelten. Das flauschige Disney Princess Cindarella-Kissen von der Firma Ilanit Toys ist allerdings nur bedingt kuscheleckentauglich. Die Labore fanden Antimon sowie optische Aufheller in Oberstoff, Füllung und außen liegendem Etikett. Hinzu kommen halogenorganische Verbindungen – viele Stoffe dieser Gruppe können Allergien auslösen.

Gesamturteil „ausreichend“
Anmerkungen 2) 3)

Ganz schön frech

Pippi Langstrumpf Puppe, 39 cm
Preis: 24,99 Euro
Pippi Langstrumpf begeistert seit Generationen die Kinder. Doch in der kunterbunten Pippi Langstrumpf Puppe vom schwedischen Spielzeughersteller Micki Leksaker trüben Antimon, umstrittene halogenorganische Verbindungen und optische Aufheller die Vorfreude aufs Spielen. Darüber hinaus sind sowohl der rote Teil des Kleides als auch die grüne Hose (unter den Stulpen) nicht speichel- und schweißecht.

Gesamturteil „ausreichend“
Anmerkungen 2) 3)

Zum Kichern

Sesamstrasse Playskool Ernie, 24 cm
Preis: 9,99 Euro
Bei Ernie und Bert ist es wie in echten Beziehungen – einer ist immer der Vernünftige und einer der Chaot. Deshalb müssen auch Erwachsene schmunzeln, wenn Ernie seinem Freund das Leben schwer macht und dabei kehlig kichert. Im Test war der Playskool Ernie von Hasbro eher eine Spaßbremse. Aus der Stoffpuppe lösten sich erhöhte Mengen giftigen Antimons. Außerdem in der Kritik: chlorierte Kunststoffe, optische Aufheller.

Gesamtnote „ausreichend“
Anmerkungen 2) 3)

Dunkler Ritter auf Plateauschuhen

Batman Power Attack Doppelschwerter
Preis: 12,99 Euro
Seit 1939 geht der Milliardärswaise Bruce Wayne nächtens als Fledermaus verkleidet auf Verbrecherjagd. Inzwischen gibt es mehr als 30 Kinofilme oder Fernsehserien über Batman. Als Kunststofffigur Batman Power Attack von Mattel kommt der Comicheld mit wallendem Cape und überdimensionierten Gliedmaßen daher. In puncto „innere Werte“ gibt es gleich mehrere Baustellen: PAK erhöht, Ersatzweichmacher, chlorierte Kunststoffe.

Gesamturteil „mangelhaft“
Anmerkung 1)

Adiós Muchacho!

Caillou Plüschpuppe 17 cm
Preis: 6,99 Euro
„Caillou“ kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Kieselstein, kann aber auch Glatzkopf heißen, was nahe liegt, denn die Kinderbuchfigur hat keine Haare unter der Mütze. Die Caillou Plüschpuppe vom spanischen Hersteller Quiron Famosa enthält Antimon, optische Aufheller und eine stark erhöhte Dosis polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) – etliche Vertreter der PAK sind krebserzeugend. In einer Plüschpuppe hat so was nichts zu suchen.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 2) 3)

Ein Katzenjammer

Hello Kitty Umhängetasche, rosa
Preis: 13,95 Euro
In der Hello Kitty Umhängetasche von Sanrio stecken mehr schädliche Phthalat-Weichmacher, als in Spielzeug erlaubt sind. Der Gesetzgeber lässt die verseuchte Tasche trotzdem aus dem Sack, weil er Kinderprodukte, die weder Spielzeug noch Babyartikel sind, vom Phthalateverbot ausnimmt. Außerdem: PAK und phosphororganische Verbindungen erhöht, chlorierte Kunststoffe, Ersatzweichmacher, halogenorganische Verbindungen.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkung 2)

Weltraumungetüm weich gemacht

Ben 10 Ultimate Aggregor Hyper Alien
Preis: 19,99 Euro
Die Story der US-Zeichentrickserie „Ben 10“ ist bizarr: Ein Zehnjähriger findet ein Gerät, das ihm die Fähigkeit verleiht, sich in zehn verschiedene Aliens zu verwandeln. Mit geballter „Alien-Power“ bewahrt er die Erde vor Bösewichten aus dem All. Einer davon heißt Ultimate Aggregor Hyper Alien. Die Figur von Bandai enthält allerlei Chemikalien (PAK erhöht, Ersatzweichmacher) und chlorierte Kunststoffe.

Gesamturteil „mangelhaft“
Anmerkung 1)

Elefant unter Krebsverdacht

Die Sendung mit dem Elefanten, Plüschfigur 12 cm
Preis: 6,99 Euro
Hätten Sie’s gewusst? Der blaue Elefant, bester Freund der Maus, hat eine eigene Show – speziell für kleinere Kinder. Umso mehr haben wir uns über die schlechte Qualität des getesteten Fanartikels geärgert. Im Schwanz der Plüschfigur von Schmidt steckt der krebsverdächtige Farbstoffbaustein Anilin. Zudem ist die Farbe nicht speichel- und schweißecht. Außerdem: Antimon, optische Aufheller.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkung 3)

Hopp hopp – Flop!

Kikaninchen Plüschfigur 30 cm, hellblau
Preis: 9,99 Euro
Die Kikaninchen Plüschfigur von Simba ist mit PAK belastet. Der nachgewiesene stark erhöhte Gehalt liegt ein Vielfaches über dem, was ÖKO-TEST toleriert und auch noch klar über der Höchstgrenze des freiwilligen GSZeichens für „geprüfte Sicherheit“. Einen verbindlichen gesetzlichen Grenzwert gibt es für die PAK leider nicht. Außerdem kritisieren wir Antimon und optische Aufheller.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 2) 3)

Prinzessin – da pfeif ich drauf!

Merida Ankleidepuppe
Preis: 22,99 Euro
Optisch entspricht die Merida Ankleidepuppe von Mattel so gar nicht dem Barbieklischee. Viele Schadstoffe verhageln aber den guten ersten Eindruck: PAK und phosphororganische Verbindungen erhöht, Ersatzweichmacher, halogenorganische Verbindungen, optische Aufheller, chlorierte Kunststoffe. Für die enthaltenen Kleinteile gibt’s dagegen keinen Abzug – die Puppe spricht ältere Kids an, für die verschluckbare Teile kein Risiko mehr sind.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 1) 3)

Netz ohne doppelten Boden

Spider-Man Sporttasche, schwarz
Preis: 17,99 Euro
„Spider-Man“ ist das heißeste Eisen aus der Marvel Comicschmiede. Mit einer Spider-Man Sporttasche kann man deshalb – gerade bei Jungs – eigentlich nicht viel falsch machen. Bei der Herstellung offenbar schon. In dem Produkt der Firma Sieber summieren sich erhöhte Gehalte polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK), chlorierte Kunststoffe, umstrittene halogenorganische Verbindungen und optische Aufheller zum:

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 2) 3)

Traurige Figur

Star Wars The Rise Of Darth Vader
Preis: 17,99 Euro
Im schwarzen Darth Vader aus dem Star Wars The Rise Of Darth Vader Figurenset von Hasbro wurden die Labore schnell fündig: PAK stark erhöht, Ersatzweichmacher, chlorierte Kunststoffe und Nonylphenol – eine Substanz, die das Hormonsystem schädigt. Auf eine Prüfung der zweiten, im Set enthaltenen Figur (Anakin Skywalker) haben wir verzichtet, da wir das Produkt ohnehin nicht empfehlen können.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkung 1)

Zum Gruseln

Monster High Shopping Bag, schwarz
Preis: 12,99 Euro
Auf der „Monster High“ erleben die Kids der berühmtesten Monster den Horror ihrer Schulzeit – ziemlich schräge Jugendbuchreihe. Im Monster High Shopping Bag von Undercover stecken PAK (stark erhöht), Ersatzweichmacher, chlorierte Kunststoffe und phosphororganische Verbindungen (stark erhöht), die auch als Flammschutzmittel eingesetzt werden. Diese üble Tasche würden wir nicht einmal Frankensteins Erben zumuten wollen.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkung 2)

Das schmeckt uns nicht

Spongebob Stretch Me!
Preis: 4,99 Euro
„Nicht für Kinder unter drei Jahren“ schreibt Anbieter Simba auf seine Wabbelfigur Spongebob Stretch Me! Unserer Meinung nach spricht das Produkt aber gerade Kinder dieses Alters an. Daher prüften wir es nach den strengeren Anforderungen für Kleinkinder. Resultat: Arme und Beine lassen sich leicht abreißen. Das Material kann mit Süßigkeiten verwechselt und verschluckt werden. Umso ärgerlicher, dass es auch noch mit krebsverdächtigen PAK (stark erhöht) belastet ist.

Gesamturteil „ungenügend“

Wolf im Schafspelz

Timmy das Schäfchen Rucksack
Preis: 22,99 Euro
Anbieter Vivid lobt seinen Timmy das Schäfchen Rucksack für Kinder ab zwei Jahre aus. Das Problem: Timmy hat Kopf, Arme und Beine – wie ein Kuscheltier. Deshalb wollen ihn die Kleinen nicht nur mit sich herumtragen, sondern auch damit kuscheln. Leider eignen sich die Gurtbänder nicht zum Spielen, sie sind so lang, dass sich ein Kleinkind erdrosseln kann. Außerdem: Blei, Antimon, halogenorganische Verbindungen, optische Aufheller.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 2) 3)

Der Bart ist ab!

Unser Sandmännchen Weichkörper-Puppe, 39 cm
Preis: 18,99 Euro
In Ost- und Westdeutschland war das Sandmännchen ein fester Kindheitsbegleiter. Mit der Wende ging das West-Männchen in Rente. Seitdem streut nur noch der spitzbärtige Mann mit Zipfelmütze Sand in die Augen. Die Unser Sandmännchen Weichkörper-Puppe aus der Götz Puppenmanufaktur ist wegen „Erstickungsgefahr durch Kleinteile“ erst ab drei Jahren ausgelobt. Wir meinen aber, dass gerade kleine Kinder gerne mit der Puppe spielen wollen. Deshalb akzeptieren wir keine verschluckbaren Kleinteile wie etwa den leicht abreißbaren Jackenknopf. Weitere Kritikpunkte: chlorierte Kunststoffe, Ersatzweichmacher, halogenorganische Verbindungen, optische Aufheller.

Gesamturteil „ungenügend“
Anmerkungen 1) 3)

Abkürzungen: PAK = polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern auf Seite 154.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: optische Aufheller in Füllung und/oder Etikett ohne Hautkontakt. 3) Optische Aufheller in Haupt- und/oder Reißverschlussgewebe und/oder Etikett mit Hautkontakt. 4) Laut Anbietergutachten wurde mit einer anderen Methode und höherer Bestimmungsgrenze kein Antimon nachgewiesen. Mangels Chargenangabe auf dem Prüfbericht ist unklar, ob es sich um die Charge handelt, die ÖKO-TEST untersucht hat. 5) Laut Anbieter ist das Produkt kein Lizenzartikel, sondern eine Eigenentwicklung.
Legende: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: mehr als 1.000 mg/kg der in Babyartikeln und Kinderspielzeug verbotenen Phthalate Diethylhexylphthalat (DEHP), Diisononylphthalat (DINP) und Diisodecylphthalat (DIDP) in einer Kindertasche; b) mehr als 1.000 μg/kg PAK in der Summe (PAK stark erhöht) bei einem Produkt für Kinder > 3 Jahre; c) mehr als 200 μg/kg einer oder mehrerer PAK-Einzelverbindungen (PAK stark erhöht) bei einem Produkt für Kinder < 3 Jahre; d) Anilin. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) mehr als 100 μg/kg einer oder mehrerer PAK-Einzelverbindungen (PAK erhöht), soweit sie sich in der Summe nicht auf mehr als 1.000 μg/kg addieren (bei einem Produkt für Kinder > 3 Jahre) oder sofern nicht mehr als 200 μg/kg einer oder mehrerer PAK-Einzelverbindungen enthalten sind (bei einem Produkt für Kinder < 3 Jahre); b) mehr als 20 mg/kg Formaldehyd; c) mehr als 1.000 mg/ kg phosphororganische Verbindungen (stark erhöht). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) halogenorganische Verbindungen; b) optische Aufheller in Hauptmaterial und/ oder Reißverschlussgewebe und/oder Etiketten mit Hautkontakt; c) chlorierte Kunststoffe/ Verbindungen; d) mehr als 1.000 mg/kg der Ersatzweichmacher Diethylhexylterephthalat (DEHT) und/oder Diisononylcyclohexan-1,2-dicarboxylat (DINCH) und/oder Diethylhexyladipat (DEHA) und/oder Acetyltributylcitrat (ATBC), falls nicht schon wegen Phthalaten abgewertet wurde; e) mehr als 10 bis 1.000 mg/kg phosphororganische Verbindungen (erhöht); f) mehr als 100 mg/kg Nonylphenol; g) mehr als 90 mg/kg Blei; h) mehr als 1 mg/ kg Antimon. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) chlorierte Kunststoffe/Verbindungen in der Verpackung; b) optische Aufheller ohne Hautkontakt (Füllungen von Kissen, Puppen oder Plüschtieren und/oder innen liegende Etiketten bei Rucksäcken oder Bettbezügen), falls nicht schon optische Aufheller mit Hautkontakt abgewertet wurden. Unter dem Testergebnis Praxisprüfung führen zur Abwertung um fünf Noten: verschluckbare Kleinteile und/oder Strangulierungsgefahr bei Spielzeug, das für Kinder unter drei Jahren geeignet ist. Zur Abwertung um eine Note führt: eine oder mehrere Farben, die nicht speichel- und schweißecht sind (schlechter als Stufe 4 – 5 der Grauskala). Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und, falls vorhanden, auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.Einkauf der Testprodukte: Juli – August 2012.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1212“ eingeben.


Fotos: Martin Brockhoff (2)