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TEST MULTISCHLEIFER : SCHICHTARBEITER


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 28.12.2017

Flächen, Winkel und Rundungen: Multischleifer gelten als die Generalisten unter den elektrischen Schleifwerkzeugen und sind deshalb vor allem für Hobbyhandwerker interessant. Zwei Geräte im Test können wir mit „gut“ empfehlen.


Artikelbild für den Artikel "TEST MULTISCHLEIFER : SCHICHTARBEITER" aus der Ausgabe 1/2018 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: gilaxia/getty images

Soll Omas alte Kommode in neuem Glanz erstrahlen oder eine Europalette frisch lackiert zum Wandregal mutieren, bedarf es eines ordentlichen Schliffs. Während Puristen zum Schleifklotz greifen, bevorzugen andere Heimwerker elektronische Unterstützung. Für gelegentliche Arbeiten hält der Handel sogenannte Multischleifer bereit, die besonders vielfältig ...

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... einsetzbar sein sollen. Diese Allrounder, in kleinerem Format auch Schleifmäuse genannt, sehen aus wie Bügeleisen. Vorne sind sie zugespitzt, um in Ecken und Winkel zu gelangen. Nach hinten hin verlaufen ihre Schleifplatten deutlich breiter und flächiger als die der handelsüblichen Deltaschleifer. So sollen die Geräte auch auf kleineren bis mittelgroßen Ebenen einen effizienten Materialabtrag erzielen und eventuell die zusätzliche Anschaffung eines Schwingschleifers mit rechteckiger Schleifplatte oder eines Exzenterschleifers mit rundem Schleifteller ersparen.

Die kleinen Multitalente sind vielseitig, kommen aber je nach Einsatzgebiet an ihre Grenzen: „Vollwertig ersetzen können Multischleifer die spezialisierteren Elektrowerkzeuge in der Regel nicht“, sagt Friedrich Janssen, Prüfingenieur im technischen Prüflabor PZT (Wilhelmshaven). Vor allem auf großen Flächen, etwa auf Türblättern, seien sie allein schon wegen ihrer vergleichsweise kleineren Grundflächen und oft niedrigeren Motorenleistungen weniger ergiebig. Auch taugen sie meist nicht zum Nassschliff. Abgesehen davon kommen die kompakten Helfer aber für allerlei Aufgaben infrage. Je nach Art und Körnung des verwendeten Schleifpapiers können sie nicht nur Gegenstände aus Holz in unterschiedlichen Abstufungen bearbeiten, sondern beispielsweise auch Metall, Kunststoffe, Fliesen und Putz.

Vielseitig: Ecken, Kanten und kleinere Flächen wie sie etwa Weinkisten haben (hier im Bild), sollten für Multischleifer kein Problem sein.


Foto: Christian Ippach/ÖKO-TEST

Die Schleifpapiere haften meist mittels eines Klettsystems an der Schleifplatte und sind so schnell austauschbar. Teilweise sind im Lieferumfang bereits zusätzliche „Fingeraufsätze“ enthalten, mit denen sich die Dreiecksspitze verlängern und verjüngen lässt. Das hilft dabei, besonders schmale Kanten und Zwischenräume zu erreichen, wie sie etwa an verzierten Stuhllehnen oder an Fensterrahmen zu finden sind. Außerdem verfügen die meisten Multischleifer über eine Staubabsaugung. Die Partikel gelangen durch Löcher in der Schleifplatte in einen angeschlossenen Schmutzauffangbehälter.


Schleifpapiere sollten so gelocht sein, dass sie die Staubeingangsöffnungen in der Schleifplatte freilassen.


Was die Multischleifer tatsächlich leisten, lässt sich aufgrund der Herstellerangaben indes kaum beurteilen. Eine höhere Aufnahmeleistung (Watt-Angabe), eine höhere Schwingzahl pro Minute und ein größerer Schwingkreis wirken sich zwar tendenziell eher positiv auf die Effizienz aus. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die technische Übersetzung stimmt und die entsprechenden Komponenten gut zusammenarbeiten.

ÖKO-TEST wollte wissen, was handelsübliche Multischleifer wirklich können. Im Praxistest haben wir acht Modelle an die Werkbank geschickt und sie außerdem auf schädliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

DAS TESTERGEBNIS

Klassenunterschiede. In der Schleifleistung unterscheiden sich die acht getesteten Geräte teils deutlich voneinander. Zwei Produkte sind effizient und weisen gleichzeitig kaum Mängel bezüglich Handhabung und Technik auf. An sie können wir die Note „gut“ vergeben.
Wer schneller schleift, ist eher fertig. Der Einhell Expert Multischleifer TE-OS 1320 zeigt der Konkurrenz, wo der Hammer hängt. Im Schleiftest trägt er in derselben Zeit mehr als dreimal so viel von der Holzfaserplatte ab wie die Geräte von Techtronic, Obi und Positec. Leider verschlechtert sich der leistungsstärkste Multischleifer durch Mängel in der Technik und Handhabung sowie schädliche Inhaltsstoffe auf das Gesamturteil „befriedigend“.
Tatsächlich Multitalente. Unter fachgerechter Anwendung erzielen alle Testprodukte ein gleichmäßiges Schleifbild ohne Riefen (feine Rillen). Auch an der Geräteführung gibt es nichts auszusetzen: waagerechte Holz- und Metallflächen, rechtwinkelige Ecken sowie schmale Gegenstände und Abrundungen sind kein Problem. In senkrechter Arbeitsposition ist das Schleifen vor allem mit den schwereren Geräten etwas kraftaufwendiger, weil diese durch ihr Eigengewicht nach unten ziehen. Der Black + Decker Mouse 120W KA2000 kommt hierbei ihr Griff zugute, der optional Platz für eine zweite Hand lässt, was das Arbeiten in der Senkrechten erleichtert.
Nicht einatmen. In Sachen Staubabsaugung gibt es für das gesamte Testfeld gewaltig Luft nach oben, obwohl alle einen Schmutzauffangbehälter haben. Selbst bei den besten Geräten landet aber noch mehr als ein Drittel des Abschliffs in der Arbeitsumgebung. Zu viel des Staubs ist es, wenn mehr als die Hälfte oder wie im Fall des Worx D-Tail WX648 Handschleifer sogar mehr als drei Viertel der Schleifpartikel nicht aufgenommen werden. In drei Fällen werten wir zudem ab, weil sich die Staubbox nur schwer oder sehr schwer abziehen lässt beziehungsweise der Staubboxdeckel kaum zu öffnen ist.
Bad Vibrations. Der Beschleunigungswert in Metern pro Quadratsekunde [m/s2] gibt die Beschleunigung in verschiedene Richtungen an (hoch, quer, längs). Je höher der Wert, desto stärker die Vibration. Laut Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung dürfen Maschinenarbeiter nicht dauerhaft einer Hand-Arm-Vibrationsbelastung von mehr als 5 m/s2 ausgesetzt sein. Im Test bringen es drei Geräte auf mehr als das Doppelte. Auch wenn die Multischleifer eher gelegentlich zum Einsatz kommen, gibt es dafür Notenabzug.
Keiner kreischt. Geräusche von mehr als 80 Dezibel empfinden viele Menschen als sehr laut. Alle Testgeräte bleiben unter diesem Wert. Am leisesten ist der Worx D-Tail WX648 Handschleifer, gefolgt von den Produkten von Black + Decker und Techtronic.
Schlechte Griffe. Gummierungen sollen dafür sorgen, dass die Multischleifer rutschfest in der Hand liegen. Teilweise verdanken sie ihre Geschmeidigkeit aber umstrittenen oder bedenklichen Substanzen wie Ersatzweichmachern oder phosphororganischen Verbindungen, die auch als Weichmacher zum Einsatz kommen können.
Zu viel PAK. In den Gummi-Weichteilen von drei Schleifgeräten hat das von uns beauftrage Labor jeweils erhöhte Gehalte an Naphthalin festgestellt. Dieser polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff (PAK) hat sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen und steht im Verdacht, erbgutschädigend zu sein.

ÖKO TEST

„Trotz Absaugung ist die Arbeit mit den Multischleifern sehr staubig. Hier besteht deutlich Nachbesserungsbedarf.“

Christian Ippach, ÖKO-TEST-Redakteur, der gerne frei atmet.


Foto: Anja Wägele

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: PAK = Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 124.Anmerkungen: 1) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.2) Brom auf der Platine.3) Das Gesamturteil ist 3,48 und deshalb „ausreichend“.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 100 bis 1.000 g/kg eines krebserregenden oder krebsverdächtigen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffs (PAK), (hier: Naphthalin). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) mehr als 10 bis 1.000 mg/kg einer phosphororganischen Verbindung (hier: Triphenylphosphat oder 2-Ethylhexyldiphenylphosphat); b) mehr als 1.000 mg/kg Ersatzweichmacher (hier: Acetyltributylcitrat oder Diethylhexylterephthalat); c) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt (hier: im Netzkabel). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Brom auf der Platine; b) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung (hier: im Kabelbinder).
Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zusammen aus den Teilergebnissen Schleifen (70 %) und Handhabung und Technik (30 %).
Schleifen: Die Schleifleistung beruht auf dem erzielten Materialabtrag. Unter dem Teilergebnis Schleifen führt zur Abwertung um drei Noten: ein geringer Materialabtrag von 5 bis 10 Gramm. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein mäßiger Materialabtrag von mehr als 10 bis 15 Gramm. Zur Abwertung um eine Note führt: ein hoher Materialabtrag von mehr als 15 bis 20 Gramm. Nicht zur Abwertung führt: ein sehr hoher Materialabtrag von mehr als 20 Gramm. Schleifbild: homogen = Oberfläche gleichmäßig (ohne Riefen) = keine Abwertung. Geräteführung: in Ordnung = Führen des Schleifers über ebene, waagerechte Holzflächen ohne Mangel; Führen des Schleifers über ebene, senkrechte Holzflächen wenig oder etwas kraftauftwendig; waagerechte, rechtwinkelige Ecken gut zugänglich; Bearbeiten schmaler Gegenstände oder Abrundungen gut oder etwas anspruchsvoller; lackierte Metallflächen mit Schleifpapier in Körnung 120 gut zu bearbeiten = keine Abwertung.
Handhabung und Technik: Das Teilergebnis Handhabung und Technik beruht auf technischen Messungen zur Staubaufnahme und Vibration und auf der Beurteilung zweier Prüfer zur praktischen Verwendung von Gerätekomponenten und Zubehörteilen. Unter dem Teilergebnis Handhabung und Technik führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) eine sehr geringe Staubaufnahme von weniger als 25 Prozent; b) ein sehr schwer zu öffnender Staubboxdeckel und/oder ein sehr schwergängiges Abziehen der Staubbox. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine geringe Staubaufnahme von mehr als 25 bis 50 Prozent; b) ein schwergängiges Abziehen der Staubbox; c) Staub entweicht relativ leicht aus dem Staubbeutel. d) Vibrationsmessung: ein Beschleunigungswert von mehr als 10 m/s, gemessen an der Hand des Bedieners unter Last (in der Tabelle: „vibriert stark“).
Es wurde mit den in Klammern angegebenen Ergebnissen weitergerechnet und kaufmännisch gerundet In das Gesamturteilfließen zu 80 Prozent das Testergebnis Praxisprüfung und zu 20 Prozent das Testergebnis Inhaltsstoffe ein. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note.Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de Suchen „M1801“ eingeben.Einkauf: September und Oktober 2017.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich ge schützt. Ohne schrift liche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST RÄT

► Vergleichsweise günstige und schadstoffarme Multischleifer, die im Test einen hohen Materialabtrag erzielen und nur wenige Handhabungs- und Technikmängel aufweisen, können sich lohnen.
► Unbedingt einen Mundschutz mit Filter tragen. Schleifpartikel können eingeatmet werden und Schadstoffe aus Anstrichen und Holzschutzmitteln transportieren. Auch Schutzbrille und Gehörschutz aufsetzen.
► Informationen zu geeigneten Schleifpapieren finden sich häufig in Bedienungsanleitungen oder Produktdatenblättern.

MULTISCHLEIFER IM EINSATZ

Foto: Christian Ippach/ÖKO-TEST

LAUFEN LASSEN

Wie Schwingschleifer haben auch einfache Multischleifer exzentrisch gelagerte Schleifplatten, die sich innerhalb eines Radius von zumeist ein bis zwei Millimeter hin und her bewegen. Teils erreichen sie bis zu 28.000 Schwingungen pro Minute. Unter ihrem Eigengewicht arbeiten die Geräte praktisch von selbst. Der Anwender sollte sie plan aufliegend mit leicht kreisenden Bewegungen der Maserung entlang über die Materialoberfläche führen. Zu viel zusätzlicher Druck von oben oder eine schräge Haltung können bewirken, dass der Schleifer verkantet und sich Unebenheiten oder Riefen bilden. Aus gleichem Grund sollte der Schleifer auch dauerhaft in Bewegung bleiben.

DIE KÖRNUNG MACHT’S

Ein Anschliff ist nötig, um etwa Möbel, Fensterrahmen und Europaletten für einen Anstrich vorzubereiten. Oftmals reicht ein Schleifpapier in 80er-Körnung aus, um auch robustere Oberflächen (z.B. Buche, Eiche) so aufzurauen, dass Grundierungen, Lackierungen und Farben anhaften. Bei empfindlicheren Materialien wie weicheren Hölzern (z. B. Kiefer, Fichte) empfiehlt sich weniger grobes Schleifpapier in 120er-Körnung. Für weitere Zwischen- und Feinschliffe sind meist auch Schleifpapiere in höheren Körnungen erhältlich oder bereits im Lieferumfang enthalten. Sehr grobe 40er-Körnungen eignen sich, um eiserne Gegenstände zu entrosten.

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
In Baumärkten und online haben wir acht Multischleifer eingekauft. Die meisten Geräte in diesem Marktsegment sind netzbetrieben, weshalb sich unsere Auswahl auf solche Geräte beschränkt.

Die Praxisprüfung
Schleifen: Multischleifer, die in der selben Zeit einen höheren Materialabtrag erzielen als ihre Konkurrenten, haben die Nase vorn. Ein von uns beauftragtes Prüflabor hat getestet, wie viel Schleifgut die Geräte in zwei Durchgängen über je fünf Minuten von einer handelsüblichen Holzfaserplatte abtragen. Zudem beurteilten die Experten das Schleifergebnis und die Geräteführung.

Handhabung und Technik: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wir wollten wissen, wie viel Prozent der Schleifpartikel die Staubbox der Geräte aufnimmt. Ärgerlich ist es zudem, wenn sich die Box kaum vom Gerät abziehen lässt oder sich ihr Deckel nur schwergängig öffnet. Lösen sich derartige Komponenten ruckartig, besteht die Gefahr, dass ein Teil des aufgesaugten Schleifguts neben dem Mülleimer landet. Auch sollten die Multischleifer nicht zu stark vibrieren, da Hand und Arm sonst schnell ermüden.

Weg mit dem Dreck: Wie viel Schleifstaub nehmen die Geräte auf und lassen sich die Staubboxdeckel leicht öffnen?


Foto: Christian Ippach/ÖKO-TEST

Die Inhaltsstoffe
Kunststoffteile, etwa gummierte Handgriffe, können bedenkliche Weichmacher und phosphororganische Verbindungen oder auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Einige PAK sind krebsverdächtig oder krebserregend.

Die Weiteren Mängel
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackungen belasten die Umwelt. Gleiches gilt für bromierte Flammschutzmittel. Brom auf der Platine im Inneren der Multischleifer legt deren Einsatz nahe.

Die Bewertung
Schleifer sollen schleifen. Deshalb gewichten wir das entsprechende Teilergebnis innerhalb der Praxisprüfung deutlich stärker als das Teilergebnis Handhabung und Technik. Das Testergebnis Praxisprüfung hat einen deutlich größeren Anteil am Gesamturteil als das Testergebnis Inhaltsstoffe.