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TEST Multivitaminpräparate: Gesundes Miss trauen angebracht


ÖKO-TEST Spezial Kosmetik und Wellness - epaper ⋅ Ausgabe 5/2014 vom 02.05.2014

Dank jahrzehntelanger Werbekampagnen glauben viele Menschen, es sei wichtig, Vitamin- und Mineralstofftabletten einzunehmen. Doch immer mehr Studien zeigen: Mit dem Nutzen solcher Produkte ist es nicht weit her, und es gibt Risiken. Die Multivitaminpräparate in unserem Test schnitten fast alle miserabel ab.


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Ohne Vitamine läuft gar nichts. Unser Stoffwechsel käme zum Erliegen, schon weil wir ohne sie Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate gar nicht verwerten könnten. Vitamine sind an unzähligen Vorgängen im Körper beteiligt. Das Dumme ist nur, dass der Mensch im Laufe der Evolution ...

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... die Fähigkeit verloren hat, sie selbst herzustellen. Er ist auf eine ausreichende Vitaminzufuhr über die Nahrung angewiesen.

Obwohl uns hier und heute Lebensmittel in einer Hülle und Fülle zur Verfügung stehen wie nie zuvor, lässt die Versorgung mit Vitaminen in einigen Fällen zu wünschen übrig. Laut der großen Nationalen Verzehrsstudie II, einer vom Max-Rubner-Institut in den Jahren 2005 und 2006 durchgeführten Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen, erreichen 80 bis 90 Prozent der Männer und Frauen nicht die empfohlenen Mengen an Vitamin D und Folsäure. Wird kein jodiertes Speisesalz verwendet, nehmen 96 bis 97 Prozent der Befragten zu wenig Jod auf. Außerdem gilt Calcium als kritischer Nährstoff, vor allem bei 14bis 18jährigen Mädchen sowie bei älteren Männern und Frauen über 65 Jahre. Kein Wunder also, dass uns findige Hersteller allerorten Vitaminpillen anbieten.

Wer rundum sorglos sein will, soll – so die Hersteller – gleich zum A-bis-Z-Prä-parat greifen, das nicht nur alle 13 Vitamine enthält, sondern gegebenenfalls auch noch Provitamin A (Betacarotin) und obendrein mehr als zehn Mineralstoffe, angefangen von Calcium und Magnesium bis hin zu den Spurenelementen Chrom, Kupfer und Selen.

Doch in jüngster Zeit mehren sich die Hinweise, dass die Vitaminpillen anscheinend sogar schaden können. Unter dem Titel Weniger ist mehr – Nahrungsergänzungsmittel und die Sterblichkeitsrate bei älteren Frauen hatten Wissenschaftler im Fachmagazin Archives of Internal Medi cine die Daten von 38.772 Frauen ausgewertet. Diese waren zu Studienbeginn im Jahr 1986 durchschnittlich knapp 62 Jahre alt. Bis Ende 2008 waren 40 Prozent von ihnen gestorben. Dazwischen wurden sie dreimal zur Einnahme von Nahrungsergänzungen befragt. Das Ergebnis erschreckt zunächst; viele Supplemente erhöhten die Sterblichkeitsrate: Multivita mine um 2,4 Prozent, Zink um 3 Prozent, Eisen um 3,9 Prozent, Vita min B6 um 4,1 Prozent, Folsäure um 5,9 und Kupfer gar um 18 Prozent.

Die Vitaminbefürworter entrüsteten sich. Die Aussagen seien „unseriös und wissenschaftlich so nicht haltbar“, stellte prompt die Gesellschaft zur Informa tion über Vitalstoffe und Ernährung (Give) fest. Entscheidende Standards seien nicht eingehalten, auf eine umfassende und exakte Erfassung des Ernährungsstatus verzichtet sowie die Dosis und Formulierung der Wirkstoffe nicht angegeben worden. In der Tat lassen sich mit derartigen Studien keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen. Schwächen ihrer Studie nennen die Autoren selbst beim Namen. Sie räumen etwa ein, dass sie Vorteile wie eine verbesserte Lebensqualität durch die Supplemente nicht ausschließen können. Dennoch sorgen sich die Wissenschaftler um die langfristige Sicherheit und sehen nur wenig Rechtfertigung für den weitverbreiteten Gebrauch der Produkte.


Hinweise auf möglichen Schaden durch Vitaminpillen mehren sich


Einen „weiteren Sargnagel für die Vitamin-E-Supplementation“ machte das Ärzteblatt MMW – Fortschritte der Medizin aus. In einer Studie hatte das fettlösliche Vitamin E das Risiko für Prostatakrebs bei gesunden Männern erhöht. Die Einnahme einer Kombination von Vitamin E plus Selen oder von Selen allein erhöhte das Risiko zwar nicht, verringerte es aber auch nicht. Allerdings wurden in der Studie sehr hohe Dosierungen gewählt: 400 Internationale Einheiten Vitamin E, das entspricht knapp 270 Milligramm (mg) sowie 200 Mikrogramm (μg) Selen. Hierzulande erhältliche Nahrungsergänzungsmittel enthalten meist um die 12 mg Vitamin E und um die 25 μg Selen.

Ende 2011 verkündete die Ärzte-Zeitung dann noch: „Vitaminpillen fördern Schlaganfall.“ Sie bezog sich auf australische Forscher, die unter anderem der Frage nachgegangen waren, ob sich mit den Vitaminen A, C und E Schlaganfällen vorbeugen lässt. Als Antioxidantien sollen sie schließlich freie Radikale und reaktive Sauerstoffverbindungen in den Gefäßen abfangen und so die Arterienverkalkung bremsen. Doch Pustekuchen: Bestenfalls wirkte sich die Einnahme überhaupt nicht auf die Schlaganfallrate aus, während in einigen kontrollierten Studien Vitamin A sogar die Sterberate erhöhte.

All diese Studien bestätigen, wovor ÖKOTEST seit Jahren warnt. Betacarotin erhöhte bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko, auch die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Krankheiten stieg. Folsäure verringert nicht das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken – ganz im Gegenteil, bei Männern erhöht die Einnahme von Folsäure das Prostatakrebsrisiko. Und hoch dosiertes Selen scheint Diabetes zu begünstigen.

Da die Einnahme von Vitaminpräparaten nicht immer ohne Risiko ist, überprüft ÖKOTEST grundsätzlich, ob ein Nutzen für die Anwender wissenschaftlich belegt ist. Für den aktuellen Test haben wir 42 Multivitaminpräparate mit und ohne Mineralstoffe eingekauft, von denen zehn speziell für Menschen über 50 Jahren („50+“) angeboten werden. Alle sind als Nahrungsergänzungsmittel im Verkehr.

Das Testergebnis

■ Kein Produkt ist eine Empfehlung wert. Die wenigsten erreichen mit Ach und Krach ein „befriedigend“. Zu hohe Dosierungen, fragwürdige Auslobungen und mangelnder Nutzen sorgen für die vielen „mangelhaften“ und „ungenügenden“ Gesamturteile.
■ Egal ob für die Generation 50+ oder die Allgemeinheit: Ein Nutzen von Multivitaminpräparaten für den gesunden Anwender ist nicht ersichtlich. Ihre volle Wirkung entwickeln Vitamine anscheinend nur im natürlichen Verbund eines Lebensmittels. Die in den Pillen enthaltenen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen lassen sich leicht auch mit einer abwechslungsreichen Ernährung zuführen. Die Präparate können auch kein falsches Ernährungsverhalten ausgleichen.
■ Bis heute sind Höchstund Mindestmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungen gesetzlich nicht geregelt. Nur wenige getestete Produkte halten die Höchstmengenempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für Nahrungsergänzungsmittel ein. Den Vogel schießen die Supradyn Energy, Brausetabletten mit Orangengeschmack mit zwölf Überschreitungen ab. Besonders häufig überdosiert werden Betacarotin, Vitamin A, Niacin, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Dabei sollten die Spurenelemente Eisen, Kupfer und Mangan laut BfR-Empfehlung in Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt nicht enthalten sein.

■ Die Naturafit ab 50, Kapseln enthalten mehr Selen als die vom BfR pro Tagesdosis vorgeschlagenen 30 Mikrogramm. Es stammt zudem aus Selenhefe, von deren Einsatz das BfR abrät.
■ Fragwürdige Auslobungen und Deklarationsmängel tragen ihr Übriges zum schlechten Abschneiden der getesteten Produkte bei. Als fragwürdig beurteilen wir Formulierungen, die für das Produkt als solches oder im Zusammenhang mit einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen auf die Gesundheit oder Gesunderhaltung von bestimmten Körperteilen oder funktionen zielen. Derartige gesundheitsbezogene Angaben sind vielfach nicht durch wissenschaftliche Stellungnahmen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gedeckt. Nicht belegt ist auch, dass die Einnahme von Vitamin C und/oder Zink vor Infekten schützt.
■ Geradezu unverantwortlich ist es, wenn die Firma Medicon in ihrer Gebrauchsinformation die Nobilin Multivital, Tabletten offenbar besonders Rauchern schmackhaft machen will. Dabei enthält das Nahrungsergänzungs mittel isoliertes Betacarotin, von dem man schon seit Mitte der 90er-Jahre weiß, dass es das Lungen krebsrisiko bei Rauchern erhöht. Die Wirkung von isoliertem Betacarotin bei Nichtrauchern ist ungeklärt. Fünf weitere Produkte im Test werden von uns wegen Betacarotin abgewertet. Sie sprechen aber wenigstens nicht gezielt Raucher an.

■ Ohne Zutatenverzeichnis bringt Anbieter Dr. Hittich seine Dr. Hittich Lebenskraft Multivitamine, Tabletten in den Verkehr. Dabei hätten wir schon gern gewusst, aus welchen „echten und unverfälschten Naturstoffen“ die Tabletten bestehen. Sie sind damit nach unserer Auffassung nicht verkehrsfähig – auch wenn sich von ÖKOTEST dazu befragte Landesuntersuchungsämter nicht festlegen wollten, da sie das Produkt nicht vorliegen hatten. Dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) war auf unsere Anfrage im Jahr 2012 „keine Regelung ersichtlich, die hier eine Ausnahme von den Kennzeichnungsanforderungen der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) und der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) bestimmen könnte“. Und weiter hieß es: „Der Herstellername dieses Produktes ‚Dr. Hittich‘ ist im BVL jedoch hinlänglich bekannt. Die hier angebotenen Produkte erfüllen immer wieder nicht die rechtlichen Anforderungen, sind größtenteils auch nicht im BVL als Nahrungsergänzungsmittel angezeigt. Da die Firma in den Niederlanden ihren Sitz hat, entzieht sich die Überwachung dieser Produkte jedoch der vorrangigen Zuständigkeit der Bundesländer. Anfragen an die zuständige niederländische Behörde blieben bislang ohne Erfolg.“
■ Produkte mit einem vermeintlichen Depot effekt oder einer Langzeitwirkung bringen dem Anwender keinerlei Vorteile. Derartige Auslobungen haben, selbst wenn es funktionieren sollte, vor allem marketingtechnische Gründe. Als Deklarationsmängel bewerten wir auch fehlende Altersbeschränkungen: Nach den BfR-Empfehlungen sollten zinkhaltige Produkte Erwachsenen vorbehalten bleiben und solche mit Magnesium nicht von Kindern unter vier Jahren eingenommen werden.

Fett gedruckt sind Mängel.
Anbieterverzeichnis: siehe Seite 142.
Glossar: siehe Seite 144.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Auf der Verpackung wird darauf hingewiesen, dass vor dem Verzehr durch Kinder und Jugendliche Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden sollte, da es Zink enthält. Vorn sind jedoch neben zwei Erwachsenen auch zwei Kinder abgebildet. 3) Weiterer Mangel: Umkarton, der kein Glas schützt, keine Blister oder keine weiteren Informationen beinhaltet. 4) Abwertungen Vitamine erhöht und Mineralstoffe erhöht sowie der Preis beziehen sich auf eine Tagesdosis von zwei Dragees, die laut Verpackungsinformation bei„erhöhtem Bedarf“ eingenommen werden kann. Der Preis bezieht sich auf die Packungsgröße 90 Dragees. Laut Produktinformation ist auch eine kleinere Packungsgröße mit 30 Dragees erhältlich. 5) Laut Anbieter soll der Umkarton künftig wegfallen. 6) Abwertungen Vitamine erhöht und Mineralstoffe erhöht sowie der Preis beziehen sich auf eine Tages dosis von zwei Tabletten täglich, die auf der Verpackung hervorgehoben empfohlen wird. Bei „erhöhtem Bedarf“ werden bis zu sechs Tabletten pro Tag empfohlen. 7) Der Preis bezieht sich auf die Tagesdosis von zehn Millilitern für Kinder ab zwölf Jahren und Erwachsene. 8) Laut Anbieter ist der Hinweis „Zigarettenkonsum und Alkoholgenuss können sich zusätzlich negativ auf den Vitalstoffbedarf auswirken“ auf aktuellen Packmitteln nicht mehr vorhanden. 9) Laut Anbieter werden die Rezeptur angepasst sowie Layout und-Auslobungen aktualisiert. 10) Laut Anbieter ist inzwischen der Zusatzstoff Kaliumaluminiumsilikat aus der Rezeptur entfernt worden.

Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um fünf Noten: ein fehlendes Zutatenverzeichnis. Zur Abwertung um jeweils vier Noten führen: a) mehr als 2 mg isoliertes Betacarotin pro höchste empfohlene Tagesdosis (in der Tabelle „stark erhöht“); b) Hinweise auf die besondere Bedeutung für Raucher, wenn das Produkt Betacarotin enthält. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) fehlender Nutzen des Produkts für den gesunden Verbraucher; b) bis zu 2 mg isoliertes Betacarotin pro höchste empfohlene Tagesdosis; c) Mangan; d) Fluorid; e) Eisen; f) Kupfer; g) mehr als 30 μg Selen pro höchste empfohlene Tagesdosis; h) mehr als 0,4 mg Vitamin A pro höchste empfohlene Tagesdosis; i) ein fehlender Hinweis zur Nichtanwendung bei Kindern und Jugendlichen bei Zusatz von Zink; j) Aussagen, die sich auf eine erhöhte Infektionsgefahr und/oder Stärkung und/oder Unter stützung der Abwehrkräfte und/oder ein gesundes Immunsystem und/oder Hinweise auf die Gesundheit oder die Gesunderhaltung von Körperteilen oder -funktionen beziehen. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) mehr als 17 mg Niacin pro höchste empfohlene Tagesdosis; b) mehr als 4 mg Vitamin B1 pro höchste empfohlene Tagesdosis; c) mehr als 4,5 mg Vitamin B2 pro höchste empfohlene Tagesdosis; d) mehr als 5,4 mg Vitamin B6 pro höchste empfohlene Tagesdosis; e) mehr als 15 mg Vitamin E pro höchste empfohlene Tagesdosis; f) mehr als180 μg Biotin pro höchste empfohlene Tagesdosis; g) mehr als 400 μg Folsäure pro höchste empfohlene Tagesdosis; h) mehr als 100 μg Jod pro höchste empfohlene Tagesdosis; i) mehr als 2,25 mg Zink pro höchste empfohlene Tagesdosis, wenn nicht bereits der Zusatz von Zink bei fehlendem Hinweis zur Nichtanwendung bei Kindern und Jugendlichen abgewertet wurde; j) in der Nährwerttabelle der Produkte ausgewiesene geringe Gehalte von Calcium, Magnesium, Kalium und/oder Chlorid, die weniger als 15 Prozent der in der Nährwert-Kennzeichnungsverordnung genannten empfohlenen Tagesdosis betragen; k) ein fehlender Warnhinweis bei magnesiumhaltigen Produkten, dass diese nicht für Kinder unter vier Jahren geeignet sind (alternativ eine Verzehrsempfehlung für Kinder ab vier Jahren), falls nicht bereits der fehlende Hinweis zur Nichtanwendung bei Kindern und Jugendlichen beim Zusatz von Zink abgewertet wurde; l) weitere überflüssige Auslobungen: Beschreibung von nützlichen Eigenschaften der eingesetzten Vitamine und Mineralstoffe und/oder der Darreichungsform (z. B. Depoteffekt, Langzeitversorgung), die den Kauf des Produkts rechtfertigen sollen, ohne dass ein Nutzen für den gesunden Anwender belegt ist; m) Selen aus Selenhefe.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) Umkarton, der kein Glas schützt oder keine Blister oder keine weiteren Informationen beinhaltet. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) Umkarton, der kein Glas schützt oder keine Blister oder keine weiteren Informationen beinhaltet.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Weitere Inhaltsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden: siehe www.oekotest.de → Suchen → „T1405“ eingeben.
Bereits veröffentlicht: ÖKO-TEST Kompakt Vitamine 3/2012. Aktualisierung der Testergebnisse/ Angaben, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.
Preisberechnung: basiert auf dem kleinsten Produktangebot und der höchsten Einzeldosis.

ÖKO-TEST rät

■ Eine abwechslungsreiche Ernährung liefert ausreichend Nährstoffe und bietet Genuss. Selbst wenn Sie sich nicht optimal ernähren, leiden Sie nicht automatisch an einem Vitamin- und Mineralstoffmangel.
■ Ist der Bedarf an einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen tatsächlich erhöht, beispielsweise aufgrund bestimmter Erkrankungen (Morbus Crohn, Sprue), stehen nach ärztlicher Abklärung entsprechend dosierte Arzneimittel zur Verfügung.