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TEST Naturkosmetik: Frisches Grün


ÖKO-TEST Spezial Kosmetik und Wellness - epaper ⋅ Ausgabe 5/2014 vom 02.05.2014

Öfter mal was Neues – dieses Motto scheint sowohl für Hersteller als auch für Kundinnen von Naturkosmetika zu gelten. Das Angebot lässt kaum Wünsche offen. Das Beste daran: Bei unserem Test schneiden alle Produkte glänzend ab.


Artikelbild für den Artikel "TEST Naturkosmetik: Frisches Grün" aus der Ausgabe 5/2014 von ÖKO-TEST Spezial Kosmetik und Wellness. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: George Doyle/Stockbyte/Thinkstock

Naturkosmetik ist erfolgreich. Der Markt wächst zwar nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Jahren, doch der Umsatz mit echter Naturkosmetik steigt noch immer. Um beim Geschäft mit dabei zu sein, bieten die Hersteller immer neue Produkte an. So haben in jüngster Zeit etliche Hersteller Kosmetiklinien für sensible Haut auf den Markt ...

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... gebracht. Außerdem sind inzwischen auch viele Artikel, die bislang ohne Naturkosmetiklabel im Bio-Ladenregal standen, in einer zertifizierten Version aufgelegt worden. Die Firma Laverana etwa hat erstmals zertifizierte Shampoos und Spülungen herausgebracht, und auch Speick hat sein gelabeltes Sortiment erweitert.

Aus dem großen Angebot haben wir 25 Produkte ausgewählt und im Labor prüfen lassen.

Das Testergebnis

■ Alles im grünen Bereich! Wie schön, alle von uns getesteten Produkte erhalten die Note „sehr gut“.
■ Zwar sind bestimmte bedenkliche Konservierungsstoffe oder Vergällungsmittel per se in zertifizierter Naturkosmetik verboten, doch können sich solche Substanzen auch durch Rohstoffverunreinigungen einschleppen. Wir schickten daher auch die Naturkosmetik zu umfangreichen Analysen ins Labor – genauso, wie wir es mit der konventionellen Kosmetik machen. Das Ergebnis: Überall wurde sorgsam gearbeitet, es waren keine Reste von Formaldehydabspaltern oder halogenorganischen Verbindungen nachweisbar. Diethylphthalat, ein Stoff, mit dem Alkohol ungenießbar gemacht wird oder der als Parfümstabilisator eingesetzt werden kann, war ebenfalls in keinem Naturkosmetikprodukt nachweisbar.
■ Auch natürliche Düfte können empfindlicher Haut zusetzen. Daher werten wir auch in Naturkosmetik Duftstoffe ab, die Allergien auslösen können. In unserem Test enthielt aber kein Produkt einen solchen problematischen Duftstoff.

Fett gedruckt sind Mängel.
Anbieterverzeichnis: siehe Seite 142.
Glossar: siehe Seite 144.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Umkarton, der kein Glas schützt oder mehrere Einzelteile enthält. Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: Umkarton, der kein Glas schützt oder mehrere Einzelteile enthält.
Das Gesamturteil basiert auf dem Test der Inhaltsstoff e. Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass wir die (vom Hersteller versprochenen) Wirkungen der Produkte nicht überprüft haben.
Testmethoden: siehe www.oekotest.de → Suchen → „T1405“ eingeben.
Bereits veröffentlicht: ÖKO-TEST Spezial Naturkosmetik 2013. Aktualisierung der Testergebnisse/ Angaben, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.

ÖKO-TEST rät

■ Wenn Naturkosmetik, dann mit Brief und Siegel: Auf die Labels BDIH, Demeter, Ecocert und Natrue können Sie sich verlassen.
■ Naturkosmetik ist nicht automatisch Bio-Kosmetik mit biologisch erzeugten Zutaten. BDIH und Natrue erlauben auch Produkte ganz ohne Bio-Anteil. Wer wissen will, ob Bio-Rohstoffe im Produkt stecken, muss sich leider umständlich im Kleingedruckten auf der Verpackung oder gar im Internet über das Produkt informieren.
■ Auch parfümierte Naturkosmetik kann der Haut Probleme machen und zum Beispiel Allergien auslösen. Wer empfindliche Haut hat, greift besser zu parfümfreien Produkten.

Der kleine Unterschied

Naturkosmetik muss sich, auch was ihre Anwendung betriff t, längst nicht mehr hinter konventioneller Kosmetik verstecken. Cremes und Lotionen fühlen sich angenehm auf der Haut an, und Duschgele und Co. säubern sanft. Dennoch gibt es kleine Unterschiede. Sie sind oft dem Verzicht auf umstrittene chemische Inhaltsstoffe geschuldet. Dass Naturkosmetik in der Anwendung ein wenig anders sein kann, ist aus ÖKO-TEST-Sicht daher kein Nachteil und kein Qualitätsmangel.
So dauert es vielleicht einen Moment länger, bis die Lotion eingezogen ist – möglicherweise weil in Naturkosmetik auf künstliche flüchtige Silikone verzichtet wird, die das Verteilen erleichtern, aber nichts zur Hautpflege beitragen. Das Waschgel schäumt wahrscheinlich auch nicht ganz so stark. Schließlich fehlen in zertifizierter Naturkosmetik stark schaumbildende PEG/PEG-Derivate, die als Tenside in normaler Kosmetik stecken, aber in einem umstrittenen chemischen Prozess hergestellt werden und die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können.
Auch wer von konventionellen Haarpflegeprodukten auf Naturpflege umstellt, muss sich umgewöhnen. Das Spektrum an erlaubten Tensiden ist bei Naturkosmetik viel kleiner; etliche dieser waschaktiven Substanzen, die das Haar weich und geschmeidig machen, sind in Naturkosmetik nicht erlaubt. Konventionelle Haarpflege enthält zudem meist Silikonverbindungen, die sich ans Haar anlagern, dieses gut kämmbar machen und dem Verbraucher so etwas wie einen Reparatureff ekt vorgaukeln sollen. Selbstverständlich können auch konventionelle Shampoos und Spülungen kaputte Haarstrukturen nicht wiederherstellen. Haarpflege mit Naturkosmetiklabel muss ohne diese Helferlein auskommen und bringt mit natürlichen Ölen Glanz und Geschmeidigkeit ins Haar. Das funktioniert, je nach Haarlänge und Haarstruktur, zwar manchmal nicht ganz so reibungslos und prompt wie mit den künstlichen Stoff en, dafür aber sanft und natürlich.