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TEST Öko-Stromtarife: Grüne Inseln im grauen Stromsee


ÖKO-TEST Ratgeber Bauen und Wohnen - epaper ⋅ Ausgabe 5/2011 vom 06.05.2011

Wer Öko-Strom will, möchte nicht bei einem Unternehmen kaufen, das an anderer Stelle Strom aus Atomkraft und Kohle verhökert. Unser Test mit über 70 Tarifen zeigt, dass es nur wenige tiefgrüne Angebote gibt.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Ratgeber Bauen und Wohnen, Ausgabe 5/2011

Für Verbraucher ist es nicht gerade leicht, die wahre Quelle des angeblich grünen Stroms und die unternehmerischen Verstrickungen der Lieferanten zu erkennen. So vermarkten Energieversorger in Deutschland als Öko-Strom, was sie bei meist alten Wasserkraftwerken im Ausland einkaufen. Der ferne Stromproduzent schließt die bei ihm möglicherweise auftretende Lücke im Stromangebot durch Kohle oder ...

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Für Verbraucher ist es nicht gerade leicht, die wahre Quelle des angeblich grünen Stroms und die unternehmerischen Verstrickungen der Lieferanten zu erkennen. So vermarkten Energieversorger in Deutschland als Öko-Strom, was sie bei meist alten Wasserkraftwerken im Ausland einkaufen. Der ferne Stromproduzent schließt die bei ihm möglicherweise auftretende Lücke im Stromangebot durch Kohle oder sonstigen schwarzen Strom aus dem Ausland. Auch der Stromversorger Vattenfall verkauft zum Beispiel in Hamburg Strom aus Wasserkraftwerken seiner schwedischen Heimat als Öko-Strom, betreibt aber in Deutschland Atommeiler und baut auch neue Kohlekraftwerke.

Eine zweite gängige Praxis für die Spiegelfechterei mit Öko-Angeboten verlangt noch nicht einmal zwingend nach grenzüberschreitendem Stromverkehr. Die großen Stromkonzerne, die alle Arten von Energieerzeu gung im Programm haben, können je nach Kundenwunsch ihre Tarife maßschneidern. Öko-Strom für die grünen Verbraucher, konventionellen für den großen Rest, dem egal ist, wie der Strom erzeugt wurde. Bei diesem Rest wird der Anteil des ohnehin im Mix vorhandenen grünen Stroms ein wenig geringer. Dabei wird der Öko-Strom häufig über Tochtergesellschaften oder andere Versorger verkauft, an denen die großen Stromkonzerne Beteiligungen halten.

„Der Begriff Öko-Strom ist rechtlich nicht definiert“, warnt Peter Kafke, Energieexperte der Verbraucherzentrale. „Diese Grauzone nutzen viele Energieanbieter und schichten lediglich vorhandene Strommengen um.“ Oder sie erwerben sogenannte RECS-Zertifikate. Diese Zertifikate gelten als Herkunftsnachweis für erneuerbare Energien und stammen überwiegend von Wasserkraftwerken aus Skandinavien und den Alpenländern. Peter Kafke: „So lässt sich deutscher Kohle- oder Atomstrom ganz legal in Öko-Strom umetikettieren.“

Dem Strom aus der Steckdose sieht man leider nicht an, woraus er gewonnen wird. Physikalisch ist ohnehin nichts zu machen. Der Strom für Haus und Fabrik kommt in jedem Fall aus dem nächstgelegenen Kraftwerk.

So bestimmen es die kirchhoffschen Regeln, benannt nach dem deutschen Physiker Gustav Robert Kirchhoff. Der hat schon 1845 klar bewiesen, dass der Strom keinen Umweg fließt. „Wichtig ist nicht, woher mein Strom kommt - wichtig ist, dass mehr umweltfreundlicher Strom ins Netz kommt“, sagt daher Dominik Seebach vom Freiburger Öko-Institut. „Oder noch wichtiger“, ergänzt er, „dass weniger konventioneller Strom ins Netz kommt.“ Doch selbst diese Sicherheit ist nur schwer zu haben.

Auch die zahlreichen Gütesiegel und Zertifikate bieten keine endgültige Gewähr für sauberen Strom: „Kein Kunde kann heute sicher sein, dass er grünen Strom fördert, wenn er grünen Strom bezahlt“, sagt Uwe Leprich, Professor an der Universität für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken. Verlässlich sind vor allem die LabelGrüner Strom Gold undOk-Power.

Was der wohlmeinende Verbraucher fördert, ist „insbesondere die separate Vermarktung der Umwelteigenschaft des Ohnehin-Grünstroms“, weiß Leprich. Vor allem Wasserkraft aus norwegischen und österreichischen Quellen dient als beliebter Lieferant des grünen Feigenblatts. „In wissenschaftlich strengem Sinne wird ökologisch korrekter Strom in Anlagen erzeugt, die wegen der ÖkoStromnachfrage zusätzlich errichtet werden“, so Leprich. Nur dadurch sei zu erreichen, dass aus der Nachfrage auch ein „ökologischer Zusatznutzen“ resultiere.

Nun steigt unzweifelhaft der Anteil des grünen Stroms aus neuen Anlagen am gesamten deutschen Stromverbrauch. Der unverkennbare Siegeszug der erneuerbaren Energien hat jedoch nur indirekt etwas mit der steigenden Vorliebe der Verbraucher zu tun. Haupttreiber ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es regelt, schlicht gesagt, die Höhe der den erneuerbaren Energien zugebilligten Subventionen. Wer immer Strom aus neuen, umweltfreundlichen Quellen ins Netz abgibt, erhält dafür mehr Geld je Kilowattstunde, als er selbst für seinen Strombedarf bezahlen muss.

Auch die Stromindustrie profitiert von den Bestimmungen des EEG. Neben dem klaren gesellschaftlichen Trend und der Förderung durch das EEG sind die erneuerbaren Energien in eine industrielle Phase eingetreten, die Investitionen im großen Stil lohnend erscheinen lassen.

Mit dem Engagement der großen Konzerne auf dem einstigen Nischenmarkt des Öko-Stroms wird das Gelände nicht übersichtlicher. Die unendlichen Verflechtungen und Beteiligungen der Stromanbieter untereinander machen es schwer, die guten von den weniger guten, die nur schlechten von den ganz bösen Stromtarifen zu trennen. Deshalb sollte man selbst bei den saubersten Anbietern abwägen, ob sie nicht doch aus einem nicht so ganz sauberen Konzernverbund stammen. Eine Erkenntnis aber hilft auf jeden Fall weiter. Der beste Öko-Strom ist der Strom, der gar nicht verbraucht wird.

Das Testergebnis

■ 15 Tarife landen auf dem 1. Rang. Es sind allesamt reine Öko-Stromanbieter, die nicht zusätzlich konventio nellen Strom im eigenen Angebot verkaufen. Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace und die Energiewerke Schönau heben sich zusätzlich ab, weil sie konzernunabhängig sind und auch kein Geld mit Öl oder Kohle verdienen.
■ Seit dem Test vor einem Jahr sind einige Anbieter komplett zu Öko-Strom umgeschwenkt, zum Beispiel die Stadtwerke Soest oder die Stadtwerke Mühldorf am Inn. Bei fast zwei Dutzend Anbietern ist der Anteil von regenerativer Ener gie am Strommix gestiegen.
■ Bester Öko-Stromverkäufer trotz konventionellen Angebots ist Entega mit dem ProduktEntega Naturpur . Der Strom enthält im Normalpaket keinen Atomstrom, aber einen hohen Anteil erneuerbarer Energie.
■ Wasser ist in der überwiegen den Zahl der Tarife die ein zige oder wichtigste Öko-Strom quelle – auch bei den reinen Öko-Stromanbietern. Mit Zu satzpunkten haben wir belohnt, wenn der Wasserstrom nach Angaben der Anbieter überwiegend aus neuen oder reaktivierten Anlagen stammt. Denn nur neu gebaute Anlagen vergrößern das Öko-Stromangebot. Allerdings ergibt sich hier ein prinzipielles Problem. Da Wasserkraftwerke eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren haben, fallen sie nach einiger Zeit aus der positiven Bewertung, auch wenn sie aufgrund der Öko-Stromnachfrage neu gebaut wurden.
■ Anbieter, die auch konventionellen Strom verkaufen, landen mit Ausnahme von Entega bestenfalls auf dem 3. Rang. Sie bekamen für ihren Atom- und fossilen Strom Minuspunkte. Denn wer Öko-Strom kauft, will nicht, dass sein Geld bei Unternehmen landet, die an Atomkraft verdienen und möglicherweise sogar neue Kohlekraftwerke bauen.
■ Erschreckend ist, dass etliche der konventionellen Angebote mehr radioaktiven Abfall produzieren als im Bundesschnitt. Bei der CO2-Emission verursachen viele Anbieter ebenfalls eine höhere Belastung als der Durchschnitt.

Anmerkungen: 1) Gehort zum Heizolanbieter Mobene, ein Zusammenschluss von Oktan-Mineralol-Vertrieb und BP Europa. 2) Beteiligung von Evo Oberhausen, das wiederum zu den Stadtwerken Oberhausen und zur RWE gehort; dadurch auch konventionelles Angebot im Geflecht. 3) Unabhangig, EWS gehort Genossenschaftsmitgliedern. 4) Unabhangig, Tochter der Turina-Holding, die zu 75 Prozent Lichtblick-Grunder Michael Saalfeld gehort. 5) Gehort verschiedenen privaten Gesellschaftern. 6) Gehort zu Naturenergie, die wiederum zur Energiedienst-Gruppe im Besitz des Stromkonzerns EnBW; dadurch auch konventionelles Angebot im Geflecht. 7) Unabhangig, gegrundet von Umweltverbanden, groster Aktionar ist die Dusseldorfer Eco-Eco. 8) Gehort zum Energieversorger EWE, aber ohne Gewinnabfuhrung; dadurch auch konventionelles Angebot im Geflecht. Weitere Eigner Stadtwerke Emden, Wirtschaftsbetrieb Norden. 9) Unabhangig, gehort einer Verbrauchergenossenschaft. 10) Gehort zur MVV Energie-Gruppe, einem Stadtwerke-Netzwerk. MVV ist auch mit konventionellem Angebot am Markt. 11) Gehort zu Maxingvesting, das Tchibo und Beiersdorf halt. 12) Kommunales Unternehmen. 13) Gehort diversen norddeutschen Stadtwerken wie Kiel, Lubeck, Eckernforde, die auch konventionelle Angebote haben. 14) Kommunales Unternehmen. 15) Im Besitz des Handelskonzerns Tengelmann und des Energiedienstleisters Badenova, der regenerative und KWK-Angebote hat und zu Thuga gehort, daher auch konventionelles Angebot im Geflecht. 16) Gesellschafter sind die Stadt Soltau und die Swb in Bremen, daruber auch konventionelles Angebot im Geflecht. 17) Die Wemag-Gruppe gehort kommunalen Energieversorgern und Thuga; dadurch auch konventionelles Angebot im Geflecht. 18) Gehort zur Enervie-Gruppe, die zum Beispiel uber Mark E auch konventionelle Angebote hat. 19) Gehort zur Energiedienst-Holding und ist damit Teil des EnBW-Konzerns; dadurch auch konventionelles Angebot im Geflecht. 20) Kommunales Unternehmen, bei dem alle Haushalte und Gewerbekunden ausschlieslich Wasserkraft beziehen; industrielle Kunden konnen auch konventionelles Angebot erhalten. 21) Fuhrt im Energiemix keine Atomkraft, besitzt aber 25 Prozent des AKW Isar II. 22) Ist ein stadtisches Unternehmen und bietet seit 1.1.2011. kein konventionelles Angebot mehr, kein deutsches Zertifikat, dafur osterreichisches Siegel E-Control. 23) Fossiler Anteil besteht immerhin zu 100 Prozent aus Kraft-Warme-Kopplung. 24) Anteilseigner Markus Mann und Vis Nova; auch Vertrieb von Holzpellets; starke Investitionen in Wind, Bio-Masse und Photovoltaik. 25) Fuhrt keinen Atomstrom im Mix und gehort als Vertrieb zur HEAG Sudhessische Energie (HSE).
Legende: Tarife mit dem gleichen Rang sind in alphabetischer Reihenfolge der Anbieter aufgeführt. Zur Ermittlung des Ranges erhalt jeder der Tarife 100 Basispunkte. Fur die Zertifizierung der Tarife mit dem LabelGrüner Strom Gold gibt es zehn Pluspunkte, fur die Zertifizierung mitOk-Power funf Pluspunkte. Stammt die Wasserkraft mehrheitlich aus neuen, nach dem Jahr 2000 gebauten oder reaktivierten Kraftwerken, gibt es dafur zehn Pluspunkte. Verkauft ein Unternehmen auch selbst produzierten Oko-Strom, wenn auch nur in geringen Anteilen, ergibt das weitere zehn Punkte zusatzlich. Im besten Fall sind so insgesamt 130 Punkte erreichbar. Offeriert ein Anbieter auch einen konventionellen Energiemix, werden dessen Anteile als Punkte abgezogen. Daruber hinaus sind die Emissionen aufgefuhrt fur CO2 und radioaktiven Abfall. Zum Vergleich: Die deutschen Durchschnittswerte liegen fur das Basisjahr 2009 fur CO2 bei 508 Gramm pro kWh (g/kWh), bei radioaktiven Abfallen bei 0,0007 g/kWh. Die Preise gelten fur Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh. Alle Preisangaben in Euro – brutto und gerundet. Die Preise enthalten zum Teil fur Neukunden relevante Wechselboni und konnen regional divergieren.
Testmethoden: Quellen: Basiserhebung bei www.verivox.de, Kontrolle uber Internetseiten der Anbieter, Gegenkontrolle des Erhebungsbogens durch den Anbieter. Zusatzlich in Einzelfallen Plausibilitatskontrolle mit telefonischer Ruckfrage beim Anbieter.
Bereits veröffentlicht: OKO-TEST-Magazin 5/2011.

Unsere Empfehlungen

• Wer reinen Öko-Strom will, sollte fragen, ob der Anbieter auch konventionelle Produkte vermarktet. Sonst fördert man unter Umständen Konzerne, die auch Atomoder Fossilstrom unters Volk bringen und damit Geld verdienen.
• Bei Wasserstrom immer nach der Herkunft fragen. Empfehlenswert sind Produkte aus neueren, höchstens zehn bis zwölf Jahre alten Kraftwerken oder von zumindest runderneuerten. Strom aus alten Wasserkraftwerken, zum Beispiel in Österreich oder Norwegen, wird ohnehin erzeugt und dann unter Umständen sogar mit Aufpreis verkauft.
• Hat der lokale Grundversorger kein Öko-Angebot, oder ist es nur ein Feigenblatt, können Sie einen überregionalen reinen Öko-Stromanbieter wählen. Der Wechsel ist problemlos möglich.

Kompakt

So haben wir getestet

Die Auswahl der Tarife
Wir haben zum einen Unternehmen unter die Lupe genommen, die bundesweit ausschließlich Öko-Strom anbieten. Zweitens suchte Verivox schon für den vorherigen Test im ÖKO-TEST-Magazin 4/2010 besonders billige Öko-Stromtarife aus der Liste aller Versorger in Deutschland heraus. Wir wollten herausfinden, ob bei einem günstigen Preis noch ein sauberes Qualitätsprodukt geboten werden kann. In dieser Gruppe waren mehrheitlich Produkte, die auch konventionelle Produkte mit Atomstrom oder aus fossiler Energie anbieten. Für die Aktualisierung haben wir uns jetzt auch angeschaut, inwieweit die Unternehmen die Qualität ihrer Produkte inzwischen verbessert haben. Zur Ergänzung haben wir einige Angebote zusätzlich von Unternehmen wie Tchibo überprüft, die besonders mit Öko-Werbung hervorgetreten sind.

Die Datenerhebung
Bei allen Anbietern wurde ausgewertet, aus welchen Stromquellen sich das Öko-Angebot zusammensetzt, welches Zertifikat dessen Güte bestätigt, ob Wasserkraft mehrheitlich aus neuen oder reaktivierten Kraftwerken bezogen wird und ob das Unternehmen auch selbst Öko-Strom produziert. Bei den Anbietern mit konventionellen Produkten im eigenen Unternehmensangebot haben wir auch deren Herkunft berücksichtigt, zudem die dadurch verursachten Emissionen an radio aktivem Abfall und CO2. Bei den Unternehmen ohne eigenes konventionelles Angebot haben wir zudem die Gesellschafter ermittelt, um Abhängigkeiten zu konventionellen Anbietern darzustellen. Zur Kontrolle haben wir allen Unternehmen einen Erhebungsbogen zur Kommentierung und Verifizierung geschickt.

Die Bewertung
Die Gesamtpunktzahl setzt sich aus einer Bewertung der einzelnen untersuchten Kriterien zusammen. Für jedes Öko-Angebot gab es 100 Basispunkte. Zusatzpunkte gab es für das ZertifikatGrüner Strom Gold , für das ZertifikatOk-Power , für Wasserkraft mehrheitlich aus neuen oder reaktivierten Kraftwerken und für eigene Öko-Stromanlagen. Abgezogen wurden die Anteile an Atom- und fossilem Strom in konventionellen Produkten des jeweiligen Anbieters.


Foto: alphaspirit/fotolia.com