Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

TEST Öko-Stromtarife: Öko-Stromtarife Nur mit Brief und Siegel


ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie - epaper ⋅ Ausgabe 8/2014 vom 24.10.2014

Mit Öko-Stromtarifen wirbt heute fast jedes Stadtwerk. Doch wie grün der Strom wirklich ist, kann der Kunde kaum erkennen. Stecken etwa Atomunternehmen als Eigner dahinter, oder verkauft der Anbieter auch Normalstrom? Wir haben nachgehakt.


Artikelbild für den Artikel "TEST Öko-Stromtarife: Öko-Stromtarife Nur mit Brief und Siegel" aus der Ausgabe 8/2014 von ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie, Ausgabe 8/2014

Der Blick auf die Internetportale der Stromanbieter bleibt oft mehr im Nebel stecken, als er aufklärt. Da wird mit blumigen Öko-Siegeln geworben, oder rauschende Wasserfälle suggerieren einen unendlichen Fluss ökologischen Stroms. 1.089 Stromanbieter werben um die Gunst der Kunden, hat das Verbraucherportal Verivox nachgezählt, 37 mehr als vor einem Jahr. Selbst wenn ...

Weiterlesen
Artikel 1,00€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Spezial Umwelt & Energie. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Altbausanierung: Ganz normal geht auch. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Altbausanierung: Ganz normal geht auch
Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Volle Dämmung!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Volle Dämmung!
Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Gebäudestandards: Durchblick im Wortgeklingel. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gebäudestandards: Durchblick im Wortgeklingel
Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Energieautarkie: Der Traum vom Aussteigen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Energieautarkie: Der Traum vom Aussteigen
Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Klimaschutzsiedlung: Keine Frage des Geldes. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Klimaschutzsiedlung: Keine Frage des Geldes
Titelbild der Ausgabe 8/2014 von Photovoltaikindustrie: Comeback für den Sonnenstrom. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Photovoltaikindustrie: Comeback für den Sonnenstrom
Vorheriger Artikel
Photovoltaikanlage planen: Sorgfalt geht vor Niedrigpreis
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Sanieren? Geht doch!
aus dieser Ausgabe

... man sich auf die bundesweit anbietenden Versorger beschränkt, waren es im Januar 2014 noch 93, das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Und mehr oder weniger alle bieten Öko-Stromtarife an. Gut, dass Forschungseinrichtungen wie das Öko-Institut die Spreu vom Weizen trennen. Die Freiburger untersuchen kontinuierlich, welche Öko-Stromangebote wirklich einen Fortschritt für die Verbraucher und die Umwelt bieten (siehe „So haben wir getestet“). Stromtarife, die dort die Prüfung überstanden haben und in die EcoTopTen aufgenommen sind, können alle als „sehr gut“ eingestuft werden. Aber stecken hinter den Anbietern nicht doch Unternehmen, die auch konventionellen Strom aus Quellen wie Atomenergie oder Kohle verkaufen? Eine Grundsatzfrage für die meisten Kunden, die zu Öko- Stromanbietern wechseln wollen.

Das zu überprüfen, ist eine Sisyphusarbeit. Denn die Vielfalt von Tarifen erschwert dem Interessenten die Suche nach dem passenden, ökologisch hochwertigen Produkt. Und die Auszeichnungen dafür tragen manche gelegentlich zu Unrecht. So wirbt die Firma Wemag, die Wemio-Ökostrom bundesweit vertreibt, auf ihrer Website mit dem ÖKOTEST- Siegel von Heft Mai 2011 und der Note „sehr gut“. Die Nordlichter verschweigen, dass es im September 2013 einen neueren Test gab. Warum? Vergessen zu aktualisieren? Oder vielleicht, weil die Note zwei Jahre später unter verschärften Bedingungen nur noch „befriedigend“ war? Auch die zweite Hürde für den Kunden, den richtigen Tarif zu finden, lässt sich am Beispiel Wemag dokumentieren. So hat der einfache Wemio-Ökostrom nur ein wenig strenges TÜV-Nord-Zertifikat und könnte in unserer Tabelle gar nicht aufgenommen werden. Erst durch das Anklicken der Zusatzoption „Ökoaktiv“ mit einem Aufschlag von 2,38 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und 1,78 Euro beim monatlichen Grundpreis für den Bau neuer Öko-Kraftwerke liefert Wemag den in den EcoTopTen aufgeführten Ökoaktivstrom. Immerhin ist das Angebot auf der Internetseite klar gegliedert. Bei anderen Anbietern muss man oft erst mühsam nach dem ausgezeichneten Tarif suchen, weil er in einer Vielzahl von anderen Angeboten versteckt ist.

Wie wichtig aktuelle Recherchen auf dem sich ständig wandelnden Markt sind, belegen drei Beispiele: Wer sich noch im Juli – aufgrund unseres letztjährigen Tests – für den hervorragenden Tarif Ökostrom für Alle! Premium entscheiden wollte, gab bald frustriert die Anmeldung auf. Die Berechnung des Angebots auf der Website verweigert sich;


Der beste Strom ist der, der erst gar nicht verbraucht wird


ÖKO-TEST rät

■.Auch wenn alle untersuchten Öko-Stromprodukte im Testergebnis Tarif „sehr gut“ sind – wer bei einem Anbieter abschließen will, der ausschließlich hochwertigen Öko-Strom auf den Markt bringt, sollte sich nach dem Gesamturteil richten.
■.Genau aufpassen beim Vertragsabschluss: Einige Unternehmen offerieren gleichzeitig auch Öko-Tarife, die den EcoTopTen-Ansprüchen nicht gerecht werden. Vorsicht: Manchmal sind die Namen der Tarife zum Verwechseln ähnlich.
■.Es gibt auch sehr gute Tarife, die nur regional angeboten werden und hier nicht getestet werden konnten. Wer sie unterstützen will, sollte sich deren Qualität zum Beispiel anhand der Labels ok-power oder Grüner Strom Label Gold nachweisen lassen. Und der Anbieter sollte dem neuen Kunden seine Verflechtungen in der Branche offenlegen.

Strom aus Wasserkraft sollte primär aus reaktivierten oder sanierten Anlagen stammen. Dadurch bleiben Eingriffe in die Natur geringer, als beim Bau neuer Wasserkraftwerke.


Wer will schon Öko-Strom von einem Atomanieter beziehen


Die Expertin

Kriterien sollten überarbeitet werden

Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut Freiburg leitet dort das Projekt EcoTopTen. Sie forscht mit dem Schwerpunkt nachhaltiger Konsum und Produkte.


„Die Herausforderungen sind vielschichtiger geworden als bisher. Öko-Stromkriterien müssen daher über den Ausbau der erneuerbaren Energien hinausgehen und beispielsweise auch die Integration der Erneuerbaren in unser Stromsystem betrachten. Da ist es sinnvoll, dass das Gesamtunternehmen in die Bewertung einbezogen und nicht nur das Produkt isoliert betrachtet wird.“

Wechselwillig? So klappt es!

Ummeldung. Welche Kündigungsfrist einzuhalten ist, steht im alten Vertrag; bei Preisänderungen besteht sogar ein Sonderkündigungsrecht. Anbieter findet man in Vergleichsportalen wie www.verivox.de und www.toptarif.de. Dort sind auch regionale Anbieter gelistet. Es reicht, per Brief, telefonisch oder E-Mail zu kündigen unter Angabe von Anschrift, Zählerund Kundennummer des bisherigen Stromversorgers und des gewünschten Wechseltermins. Den Rest samt Kündigung des bestehenden Vertrags übernimmt der neue Anbieter. Versorgungssicherheit. Keine Angst, während der Übergangszeit keinen Strom mehr zu bekommen – da ist das Gesetz vor. Im schlimmsten Fall, zum Beispiel wenn der neue Anbieter nicht liefern könnte, springt immer der örtliche Grundversorger ein. Dazu ist er verpflichtet.
Vorkasse. Solche Angebote sollte man besser meiden, auch wenn der Anbieter einen Preisvorteil verspricht. Da gab es zu viele Pleiten, bei denen das Geld anschließend weg war. Außerdem ist zusätzlich benötigter Strom deutlich teurer als im vereinbarten Vorkassepaket, und zu viel bezahlter Strom verfällt.
Bonuszahlungen. Solche Prämien sollen zum Wechsel verlocken und verschleiern den wirklichen Preis. Das Angebot erscheint im ersten Jahr dann vergleichsweise preiswert. Oft verpflichtet man sich damit aber, auch das zweite Jahr zu bleiben, um den Vorteil nicht zu verlieren. Am besten, man klickt bei Vergleichsportalen die Option Bonus gleich weg. Das lässt die Preise realistischer betrachten. Wir haben Bonusangebote in der Testtabelle deshalb herausgerechnet.
Vertragslaufzeit. Sich länger zu binden als ein Jahr sollte man nur mitmachen, wenn man dafür eine Preisgarantie erhält. Viele Versorger in unserer Liste bieten das an.

Lage anders aus. Eon hat sich zurückgezogen. Katja Steger, Bereichsleitung Marketing von E wie Einfach, begründet das so: „Bei der Analyse der Abschlussentscheidungen unserer Zielgruppe haben wir festgestellt, dass die Zahl der eingesetzten Qualitäts- und Öko-Siegel für die Konsumenten weniger Relevanz zu haben scheint.“ Hä? War das vielleicht nicht einfach ein klares Votum der Kunden gegen Öko-Strom von einem Atomproduzenten? Wie soll da der Normalokunde durchsteigen? Für Dr. Dietlinde Quack, die beim Öko-Institut in Freiburg das vom Bundesumweltministerium geförderte Portal EcoTopTen betreut, sind diese ständigen Marktveränderungen Grund genug, die Hitliste zeitnah zu pflegen: „Weil sich die Gegebenheiten auf dem Markt ständig ändern, aktualisieren wir unsere EcoTopTen-Öko-Stromangebote in unserem Portal fortlaufend.“ In die Hitliste schaffen es nach dem Kriterienkatalog nur Stromanbieter, die hohe Qualität, angemessenen und bezahlbaren Preis sowie die Unterstützung eines umweltfreundlichen und kostensparenden Gebrauchs garantieren. Das gewährleisten das ok-power- Label und das Grüner Strom Label Gold mit ihren jeweiligen Kriterienkatalogen und den dazugehörenden Kontrollen. Über die Labels wird sichergestellt, dass die jeweils zertifizierten Stromprodukte die ökologischen Mindestkriterien für EcoTopTen-Stromprodukte einhalten und damit einen ökologischen Zusatznutzen über das Wirken der geltenden staatlichen Förderregelungen hinaus bieten. Deshalb sind fast alle Stromprodukte auf EcoTopTen mit den beiden Öko-Siegeln ausgezeichnet. Quack: „Auf unserer Liste finden Verbraucherinnen und Verbraucher darüber hinaus auch solche Angebote, die zwar mit keinem dieser Labels zertifiziert sind, deren ökologischen Mindestkriterien aber entsprechen.“

So haben wir getestet

So haben wir getestet

Grundlage für den Test waren alle bundesweit verfügbaren Öko-Stromangebote, die EcoTop- Ten empfiehlt. Sie erfüllen folgende Kriterien: Ökologie: Das Stromprodukt weist einen ökologischen Zusatznutzen auf, der über die staatliche Förderung durch das EEG hinausgeht. Das bedeutet beispielsweise, dass die Anbieter rund ein Drittel des verkauften Öko-Stroms aus Erneuerbare- Energien-Anlagen beziehen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ können sie auch einen bestimmten Teil des Strompreises in den Ausbau von regenerativer Stromerzeugung investieren. Der Nachweis zur Einhaltung der ökologischen Mindestkriterien kann durch eine gültige Zertifizierung mit dem ok-Label oder dem Grüner Strom-Label in Gold erfolgen. Alternativ kann die Einhaltung der ökologischen Kriterien durch einen unabhängigen und fachkundigen Gutachter zertifiziert werden. Ökonomie: Die jährlichen Gesamtkosten der Öko-Stromangebote dürfen maximal 20 Prozent teurer als der Durchschnittspreis für konventionellen Strom sein.

Die Preisangaben basieren auf Herstellerangaben. Die Preise können teilweise, je nach Verbrauchsmenge und Postleitzahlengebiet, variieren. Bei den Preisangaben (brutto) handelt es sich um ein typisches Beispiel, hier 50667 Köln- Altstadt. Die Tarife gelten nur für den angeführten Öko-Tarif. Weiterhin bieten mittlerweile fast alle Anbieter Boni bei Vertragsabschluss an, die hier nicht mit eingerechnet wurden. Die jährlichen Gesamtkosten wurden mit den je nach Verbrauchsmenge variierenden Tarifen der Anbieter berechnet. Zugrunde gelegt wurde ein Jahresverbrauch von 4.940 kWh/Jahr. Konventionelles Stromangebot: Hier wurde erfasst, ob der Anbieter selbst neben zertifiziertem Strom noch mit konventionellen Produkten am Markt ist und/oder das bei einem Unternehmen im Firmenverbund der Fall ist. Zudem interessierte uns der Strommix dieser Angebote. Unternehmensstruktur: Hier wurde untersucht, ob die Anbieter unabhängig sind oder im Eigentum anderer Unternehmen. Ebenso, ob Produzenten von Atomstrom zu den Unternehmen im Firmenverbund gehören.

Ein Sonderfall ist wie im vergangenen Jahr das Stromprodukt von Greenpeace Energy. Der Öko-Strom für Privatkunden, der zu 91,5 Prozent aus Wasser und 8,5 Prozent aus Wind gewonnen wird, kostet in unserem Beispielfall für einen Vierpersonenhaushalt mit einem Verbrauch von 4.940 Kilowattstunden 1.473 Euro. Dabei verlangen die Greenpeace-Kriterien beispielsweise regelmäßige Investitionen in neue Öko-Stromanlagen oder die zeitgleiche, also genau an den Bedarf angepasste Vollversorgung mit sauberem Strom und den Verzicht auf handelbare Zertifikate. So findet kein Greenwashing von Kohle und Atomstrom statt. Greenpeace-Vorstand Sönke Tangermann: „Wir lassen unser Angebot vom TÜV Nord und der Gutachtergesellschaft Omnicert überprüfen. Der aktuelle Qualitätsbericht bestätigt uns, dass wir die geforderten Vorgaben für den Strommix und die CO2-Emissionen vollständig einhalten.“ Super! Doch warum erscheint Greenpeace auch dieses Jahr nicht in der EcoTopTen-Liste? Vorstand Tangermann: „Im Rahmen der sich wandelnden Energielandschaft gibt es eine Debatte, was guten Öko-Strom künftig ausmacht. Daran beteiligen wir uns intensiv. Wenn es gelingt, die EcoTopTen-Kriterien neu zusammenzustellen, können wir uns vorstellen, dort wieder gelistet zu werden.“ Das ist im Endergebnis für den unbeleckten Verbraucher ein Scharmützel, das er kaum nachvollziehen kann.

Erste Verständigungssignale gibt Öko- Institut-Expertin Quack, siehe ihr Statement im Kasten „Die Expertin“ auf Seite 66. Auch für die weitere Entwicklung des Marktes ist sie optimistisch: „Der freiwillige Öko-Strommarkt hat viele neue Akteure hervorgebracht, die sich um die Energiewende bemühen und sie voranbringen.“ Na bitte, alles wird gut. Aber jetzt sollten sich auch endlich die Institute und.

Leitwölfe wie Greenpeace einigen, im Sinne des Öko-Stromkunden! Bis dahin versucht ÖKO-TEST, die Anforderungen an einen Öko-Stromtarif etwas anzuziehen. Denn nicht nur das ökologisch korrekte Produkt ist entscheidend, sondern auch das Unternehmen, das dahintersteht.

Das Testergebnis

■ Nur 12 der 28 untersuchten Öko-Stromangebote schaffen das Gesamtergebnis „sehr gut“, obwohl alle 28 beim Teilergebnis Tarif mit einem Topprodukt angetreten waren. Der Grund: Die zwölf Testsieger verkaufen ausschließlich Öko-Strom auf EcoTopTen-Niveau und sind auch nicht mit einem Anbieter von konventionellem Strom verbandelt.

■ Immerhin 16 der Anbieter, die auf den ersten Blick sauber erschienen, sind auch mit grauem Strom am Markt. Neun von ihnen führen sogar selbst parallel zum Öko- Tarif ein konventionelles Angebot, zum Beispiel Geno. Hier machen die Anteile von Atom und Kohle zusammen mehr als 50 Prozent aus. Bei sieben Anbietern ist es einer der Eigentümer oder ein Unternehmen im Firmenverbund, der mindestens einen konventionellen Tarif unter die Kunden bringt. So gibt es bei Grünhausenergie ausschließlich den TengelmannÖkostrom 12. Beim Miteigentümer Badenova existieren aber auch konventionelle Produkte – wenn auch mit recht geringen Anteilen an Atom und Kohle. Das bringt im Gesamtergebnis wenigstens ein „befriedigend“…
■.Bei den Unternehmen, die auch konventionellen Strom anbieten, hebt sich Entega deutlich ab und erzielt als einziges die Gesamtnote „gut“. Entega hat keinen Atomstrom im Paket und mit 15,4 Prozent Kohle im Energiemix auch da einen relativ niedrigen Anteil. Die Richtung stimmt.
■.Fünf Anbieter erhalten im Gesamturteil nur ein „ausreichend“, die schlechteste Gesamtnote im Test. Alle sind mit Produzenten von Atomstrom verbandelt. Wegen ihrer immerhin sehr guten Öko-Tarife wurden sie aber nicht komplett abgewertet. Sechsmal lautet das Teilergebnis bei den Konventionellen Angeboten „mangelhaft“, denn sie enthalten jeweils mehr als 50 Prozent Atom- und Kohlestrom.
■.Die beiden Newcomer im Test schneiden sehr unterschiedlich ab. Savero ist mit dem sehr guten Tarif Chancen geben erst seit August am Markt. Die Eigentümer haben sich entschieden, ausschließlich Öko- Strom anzubieten. Der Vorstand verspricht das auf Nachfrage. Der andere Neue, Susi- Energie, führt mit Susi Ökostrom fix 12 ebenfalls selbst einen ausgezeichneten Tarif; die konventionellen Angebote lauern hier aber bei einem Unternehmen im Firmenverbund, unter anderem gehören dazu verschiedene Stadtwerke und EnBW Kommunale Beteiligungen. Dadurch wird das Gesamturteil nur „ausreichend“.