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TEST Rechtsschutzversicherungen: Recht so!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2011 vom 28.01.2011

Guter Rechtsschutz ist nicht zwangsläufig ein teures Vergnügen. Das zeigen die Ergebnisse unseres Vergleichstests zum Familienrechtsschutz. Die Anbieter werben mit zahlreichen Spezialtarifen und Sonderpaketen um die Gunst der Kunden. Vor allem aber sollen die Policen vor existenzbedrohenden Risiken schützen.


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Der Winter 2010/11 bescherte den deutschen Karosseriebauern volle Auftragsbücher – und den Gerichten eine Flut von Klagen. Denn bei vereisten Straßen und schlechter Sicht kommt es schnell zu Unfällen. In der Folge häufen sich Streitfälle, die vor Gericht ausgefochten werden. Gut, wenn es ...

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Der Winter 2010/11 bescherte den deutschen Karosseriebauern volle Auftragsbücher – und den Gerichten eine Flut von Klagen. Denn bei vereisten Straßen und schlechter Sicht kommt es schnell zu Unfällen. In der Folge häufen sich Streitfälle, die vor Gericht ausgefochten werden. Gut, wenn es sich nur um einen Blechschaden handelt. Denn bei Personenschäden ist guter Rat teuer: ein klassischer Fall für eine private Rechtsschutzversicherung.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entfielen 30 Prozent der Schäden, die Kunden der deutschen Rechtsschutzversicherer in 2009 meldeten, auf den Bereich des Verkehrsrechts. Jörg von Fürstenwerth, Geschäftsführer des GDV, erklärt: „Dort drohen hohe Risiken, beispielsweise wenn es um eine mögliche Invalidität geht. Die Streitwerte klettern dann schnell auf mehrere 100.000 Euro, daraus ergeben sich erhebliche Prozesskosten.“ Schon in erster Instanz summieren sich demnach bei einem Streitwert von 100.000 Euro die Anwalts- und Gerichtskosten auf bis zu 11.000 Euro. Wenn eine Partei die nächsthöhere Instanz anruft, können daraus fast 22.000 Euro werden. „Dabei sind weitere Kosten, etwa für Zeugen und Sachverständige, noch nicht berücksichtigt“, so von Fürstenwerth.

Die Weltfinanzkrise rückte noch ein anderes Rechtsgebiet in den Fokus der Öffentlichkeit: das Arbeitsrecht. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage gab es viele Kündigungen. Laut dem GDV entfielen in 2009 zirka 20 Prozent der gemeldeten Schadensfälle auf diese Sparte. Für den Einzelnen geht es dabei schnell um existenzbedrohende Risiken. Wer den Schutz durch eine Versicherung hat, kann sich leichter wehren, wenn es Probleme mit dem Job gibt. Insgesamt 640.000 Verfahren hätten die Versicherer 2009 im Arbeitsrecht reguliert, sagt von Fürstenwerth, das seien dreizehn Prozent mehr gewesen als im Vorjahr. Dafür wendeten die Gesellschaften den Angaben zufolge insgesamt 530 Millionen Euro auf. Laut Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin, bei der die Aufsicht über die Assekuranzen liegt, nahmen sie in 2009 insgesamt 3,37 Milliarden Euro an Beiträgen ein. Davon wurden knapp 68 Prozent oder 2,29 Milliarden Euro für die Schadenregulierung eingesetzt. Auf die Kosten für den Versicherungsbetrieb entfielen stolze 31 Prozent (1,04 Milliarden Euro).

In Deutschland sind 42 Prozent der Bevölkerung durch einen von 20,6 Millionen Rechtsschutzverträgen abgesichert. Das teilt das gemeinnützige Essener Soldan Institut für Anwaltsmanagement in seiner StudieRechtsschutzversicherungen und Anwaltschaft mit. Die Sparte sei im vergangenen Jahrzehnt allerdings einer der Verlierer auf dem Versicherungsmarkt gewesen, sagt Dr. Matthias Kilian, Leiter des Instituts. Seit 2002 sei die Versicherungsquote überdurchschnittlich stark zurückgegangen. „Das hat vor allem damit zu tun, dass der Bedarf für die Absicherung in anderen Bereichen wächst, weil der Staat seine Wohlfahrtsleistungen immer weiter einschränkt. Der Rechtsschutz wird vielfach nicht als erste Priorität gesehen und eingespart“, so Kilian. Im Rahmen der Studie wurden laut Kilian die Angaben von 1.400 Anwälten ausgewertet. Die Juristen bewerteten die Zusammenarbeit mit den Versicherern demnach insgesamt als zufriedenstellend. Allerdings unterschieden sie deutlich zwischen Gesellschaften, mit denen sie gute und weniger gute Erfahrungen gemacht haben. Laut der Studie ist der Anbieter Advocard demnach tatsächlich „Anwalts Liebling“. Überwiegend positiv fielen auch die Rückmeldungen der befragten Anwälte zu HUK und Auxilia aus.

Wir wollten wissen, welchen Leistungsumfang die Versicherten von einer Rechtsschutzpolice erwarten können und zu welchem Preis. Alle untersuchten Angebote mussten unsere Mindestanforderungen für einen Versicherungsschutz erfüllen, der die wesentlichen existenzbedrohenden Risiken wirksam abdeckt. Zudem sollte er alle Familienmitglieder erfassen, auch unverheiratete Partner und volljährige Kinder in Ausbildung oder Studium. Grundlage jedes Vertrags sind dieAllgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB) des jeweiligen Anbieters. Die Standards der Musterbedingungen des Versicherungsverbandes durften nicht unterschritten werden. Zudem flossen die Empfehlungen des Arbeitskreises EU-Vermittlerrichtlinie in die Festlegung des Mindestleistungsprofils ein. Laut Hans-Ludger Sandkühler, Rechtsanwalt und Sprecher des Arbeitskreises, haben Vermittler, Vertreter der Versicherungswirtschaft und Verbraucher die Empfehlungen gemeinsam erarbeitet.

Das Testergebnis
■ Die Anbieter liegen dicht zusammen. Nur drei von sechs möglichen Rängen wurden vergeben. Von den 43 Tarifen in unserem Vergleich erreichten 29 den ersten Rang (68 bis 73 Punkte). Das günstigste Angebot in der Spitzengruppe kostet weniger als 200 Euro. Weitere neun Tarife sind für 200 bis 250 Euro verfügbar. Die Höchstpunktzahl von 73 (möglich waren 84 Punkte) erreichten je zwei Angebote der Auxilia und des DMB (Deutscher Mieter Bund). Dabei liegt der TarifPrivatrechtsschutz der Auxilia mit einem Jahresbeitrag von 246,00 Euro sogar auf unterdurchschnittlichem Preisniveau. Am teuersten ist die Roland mit ihrem TarifKompaktPlus für 406,09 Euro, er liegt mit 70 Punkten auf Rang 1.
■ Die Latte der Mindestleistungen im Test war hoch angelegt, dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Anbietern: Durch eine jährliche Kostenobergrenze schränken beispielsweise einige Gesellschaften die Nutzung ihrer Rechtsberatungshotline deutlich ein. Und fast alle Versicherer schließen Klagen vor Verwaltungsgerichten um Studienplätze explizit aus. Die Auxilia übernimmt in ihren Tarifen dagegen die Kosten für bis zu drei Verfahren um Studienplätze pro Semester. Volle Punktzahl verbuchte der Anbieter zudem mit erhöhten Leistungen beim Kündigungsschutz. Erst nach drei Rechtsschutzfällen innerhalb von zwölf Monaten kann die Auxilia dem Kunden kündigen, branchenüblich sind zwei Fälle. Die Hotline des Versicherers berät auch zu nicht versicherten Rechtsbereichen. Die weltweite Deckungssumme ist unbegrenzt.

Streit am Bau – wer einmal Bauherr war, kennt das. Was viele nicht wissen: Dafür gibt es keinen Rechtsschutz.


Foto: Westend 61

■ Auch beim scheinbaren Verlierer WGV – der Tarif erzielte 56 Punkte – erhalten Kunden ein umfangreiches Rechtsschutzpaket. Enthalten sind sogar Zusatzleistungen; im Sozial-Rechtsschutz vertritt die WGV den Kunden beispielsweise bereits im Widerspruchsverfahren. Und auch für Verfahren vor Verwaltungsgerichten übernimmt das Unternehmen die Kosten. Ursache der geringeren Punktzahl sind aber auch handfeste Schwächen: Volljährige Kinder sind nur mitversichert, wenn sie nicht in einer eingetragenen oder sonstigen Lebenspartnerschaft leben. Es gibt keine Rechtsberatungshotline. Die Kosten für Mediation werden nicht übernommen.
■ Wie zufrieden sind die Verbraucher mit ihrer Rechtsschutzversicherung? Laut dem Bericht 2009 des Ombudsmann für die Versicherungswirtschaft entfielen knapp vierzehn Prozent der Beschwerden, die dort eingingen, auf den Bereich Rechtsschutz. Im Vergleich zu ihrer Bedeutung im Versicherungsmarkt ist die Sparte damit deutlich überrepräsentiert. ÖKO-TEST hat die Beschwerdestatistik der Bafin für den Zeitraum 2005 bis 2009 ausgewertet. Besonders wenig Beanstandungen gingen demnach zu DMB und zu Auxilia ein. Nach Information der Behörde betreffen die meisten Eingaben zwei Kritikpunkte: keine Deckungszusage unter Verweis auf Ausschlusskriterien und die verzögerte Bearbeitung des Rechtsschutzfalles.

■ Weil sie in wichtigen Teilbereichen die gestellten Mindestanforderungen nicht erfüllten, wurden 24 Tarife aussortiert. Besonders häufig verfehlten die Anbieter dabei die Untergrenzen für den Versicherungsschutz in Europa und weltweit. Angesichts der Mobilität der modernen Gesellschaft und dem wachsenden privaten Warenverkehr über das Internet hielten wir eine Deckungssumme in Höhe von mindestens 300.000 Euro für Europa und die außereuropäischen Anliegerstaaten des Mittelmeers für sinnvoll. Weltweit sollte der Schutz nicht weniger als 50.000 Euro betragen. Den gesetzten Mindeststandards fielen unter anderem die Angebote der Mecklenburgischen zum Opfer, der DEVK, der Concordia, der LVM, der DFV, der Itzehoer, der BBV, der Gegenseitigkeit und der Direct Line.

Anmerkungen: 1) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Rechtsberatungshotline nur im versicherten Bereich. Ein Jahr Wartezeit bei Verfahren vor Verwaltungsgerichten über die Vergabe von Studienplätzen. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. 2) Übernahme von bis zu 1.500 Euro Kosten für Mediation. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für die Rechtsberatungshotline werden nur bis 250 Euro je Erstberatung und jährlich maximal bis 500 Euro übernommen. Ausschluss von mehr als einem Verfahren pro Jahr über die Vergabe von Studienplätzen. Steuer- und Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 3) Der Lebenspartner ist nur dann mitversichert, wenn er bei dem Versicherungsnehmer gemeldet ist. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für Mediation sowie das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für die Rechtsberatungshotline werden nur bis 250 Euro je Erstberatung und jährlich maximal bis 500 Euro übernommen. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. Außerordentliche Kündigung durch den Versicherer nach zwei Rechtsschutzfällen innerhalb von 24 Monaten möglich. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. Steuer- und Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 4) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Im Tarif ist die obligatorische Clubmitgliedschaft im Kraftfahrer-Schutz e. V. enthalten. Außerordentliche Kündigung durch den Versicherer nach drei Rechtsschutzfällen innerhalb von zwölf Monaten möglich. 5) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Außerordentliche Kündigung durch den Versicherer nach drei Rechtsschutzfällen innerhalb von zwölf Monaten möglich. 6) Die Kosten für Mediation werden nur für bis zu sechs Sitzungsstunden á 180 Euro und nur in familien-, lebenspartnerschafts- und erbrechtlichen Angelegenheiten übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. 7) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für Mediation werden nur bis zu 1.500 Euro je Fall und jährlich maximal 3.000 Euro übernommen. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren über die Vergabe von Studienplätzen, in Zusammenhang mit Ausbildungsförderung oder Prüfungsrecht. 8) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für die Rechtsberatungshotline werden nur für telefonische Erstberatungen bis höchstens 190 Euro je Beratung übernommen. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. 9) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. 10) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schiedsund Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. 11) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. 12) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren über die Vergabe von Studienplätzen, in Zusammenhang mit Ausbildungsförderung oder Prüfungsrecht. Kosten für Mediation werden nur bis zu 1.500 Euro je Fall und jährlich maximal 3.000 Euro übernommen. 13) Für Mediation werden nur bis zu 2.000 Euro je Fall und jährlich maximal 4.000 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. 14) Für Mediation werden nur bis zu 2.000 Euro je Fall und jährlich maximal 4.000 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. Versichert sind auch volljährige Kinder, die bereits verheiratet und/oder berufstätig sind. Ebenso weitere Familienangehörige, die im Haushalt des Versicherungsnehmers wohnen. Steuer- und Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 15) Übernahme von Kosten in zweifacher Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für Mediation sowie das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Ausschluss von mehr als zwei Verfahren über die Vergabe von Studienplätzen je versichertem Kind. Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 16) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schiedsund Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. Versichert sind die Kosten eines außergerichtlichen Mediationsverfahrens durch einen von der Deurag vermittelten Mediator. Anspruch auf Rechtsschutz für die gerichtliche Interessenwahrnehmung im Arbeits-Rechtsschutz, Vertrags- und Sachenrecht, Schadenersatz-Rechtsschutz sowie Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz besteht erst dann, wenn sich der Versicherungsnehmer vergeblich um eine Konfliktlösung durch Mediation bemüht hat. Dies gilt dann nicht, wenn mit der Durchführung der Mediation für den Versicherungsnehmer unmittelbare Rechtsnachteile verbunden sind oder unmittelbare Rechtsverluste drohen. 17) Kosten für Mediation werden nur für bis zu acht Sitzungsstunden á 180 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der 1,5-fachen Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. 150 Euro Selbstbeteiligung nur, wenn ein von der Gesellschaft empfohlener Rechtsanwalt beauftragt wird. Ansonsten beträgt die Selbstbeteiligung 300 Euro. 18) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Verwaltungs-Rechtsschutz bereits im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren über die Vergabe von Studienplätzen, in Zusammenhang mit Ausbildungsförderung oder Prüfungsrecht. Kosten für Mediation werden nur bis zu 1.500 Euro je Fall und jährlich maximal 3.000 Euro übernommen. 19) Übernahme von Kosten in zweifacher Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für Mediation sowie das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. 20) Übernahme von bis zu 1.500 Euro Kosten für Mediation. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich versichert. 21) Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich versichert. 22) Nur für Kunden unter 30 Jahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für die Vergabe von Studienplätzen sowie bei Asylrechts- und Ausländerrechtsverfahren. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich versichert. 23) Für Mediation werden nur bis zu 2.000 Euro je Fall und jährlich maximal 4.000 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. Opferrechtsschutz nur im privaten und im verkehrsrechtlichen Bereich. Steuer- und Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 24) Für Mediation werden nur bis zu 2.000 Euro je Fall und jährlich maximal 4.000 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. Opferrechtsschutz nur im privaten und im verkehrsrechtlichen Bereich. 25) Volljährige Kinder sind mitversichert, wenn sie nicht in einer eingetragenen oder sonstigen Lebenspartnerschaft leben. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. 26) Der Lebenspartner ist nur dann mitversichert, wenn er bei dem Versicherungsnehmer gemeldet ist. Kosten für Mediation werden nur bis zu 1.500 Euro je Fall und jährlich maximal 3.000 Euro übernommen. Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für die Rechtsberatungshotline werden nur bis 250 Euro je Erstberatung und jährlich maximal bis 500 Euro übernommen. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen. Außerordentliche Kündigung durch den Versicherer nach zwei Rechtsschutzfällen innerhalb von 24 Monaten möglich. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. Steuer- und Sozialgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. 27) Übernahme von Kosten in Höhe der Gerichtsgebühren der ersten Instanz für das Schieds- und Schlichtungsverfahren. Kosten für die Rechtsberatungshotline werden nur für telefonische Erstberatungen bis höchstens 190 Euro je Beratung übernommen. Opferrechtsschutz nur im privaten Bereich. Steuer-Sozialund Verwaltungsgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren. Kein Rechtsschutz vor Verwaltungsgerichten in Verfahren für Vergabe von Studienplätzen.

Legende: Tarife mit gleichem Rang sind nach Gesamtpunktzahl aufgeführt. Im Rahmen des Tests wurden für insgesamt 24 Kriterien Punkte vergeben. Die mögliche Höchstpunktzahl beträgt 84. Sechs Punkte gab es für Leistungen im Arbeitsrechtsschutz und Beratungsrechtsschutz im Familien- und Erbrecht; je vier Punkte für den weltweiten Internetrechtsschutz, den Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht, den Schadenersatzrechtsschutz und den Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz für eine selbst genutzte Wohneinheit. Auch Anbieter, die den gesamten versicherten Personenkreis in den Fahrerrechtsschutz einschließen, erhielten vier Punkte. Je zwei Punkte verbuchten Tarife für Rechtsschutz bei Straf- und Ordnungswidrigkeiten, Verwaltungsrechtsschutz in Verkehrssachen, die Selbstbehaltsklausel, die Anwendung der Folgeereignistheorie und die Innovationsklausel. Auch wenn alle selbst bewohnten Wohneinheiten im Inland durch den Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz abgedeckt sind, gab es zwei Punkte. Wichtig für Familien mit erwachsenen Kindern in Ausbildung. Tarife, die die Nutzung der Rechtsberatungshotline weder monetär noch thematisch einschränken, verbuchten sechs Punkte. Die gab es auch für den uneingeschränkten Schutz volljähriger, unverheirateter Kinder in Ausbildung. Entsprechend weniger Punkte erhielten Anbieter, die die beiden Leistungen beschränken. (Rechtsberatung thematisch ein-geschränkt vier Punkte; monetär eingeschränkt zwei Punkte; volljährige Kinder mit Einschränkung vier Punkte.) Uneingeschränkter Opferrechtsschutz brachte ebenfalls sechs Punkte. Eingeschränkt auf den privaten Bereich zwei Punkte, auf Privates und Verkehr vier Punkte. Der Opferrechtsschutz betrifft Opfer von Gewaltstraftaten, die beispielsweise als Nebenkläger auftreten. Tarife, bei denen die Kündigung durch den Versicherer erst nach zwei Rechtsschutzfällen innerhalb von zwölf Monaten möglich ist, erhielten vier Punkte. Für ungünstigere Bedingungen (eingeschränkt) gab es nur zwei, für vorteilhaftere (erhöht) sechs Punkte. Einen Punkt gab es für den Rechtsschutz vor dem Sozialgericht; wird der Versicherungsnehmer schon vorgerichtlich unterstützt (erhöht), zwei Punkte. Gleiches gilt für das Steuerrecht: ein Punkt für die Vertretung vor Gericht; zwei, wenn schon im Widerspruchsverfahren Schutz gewährt wird (erhöht). Eingeschränkter Schutz vor Verwaltungsgerichten brachte einen Punkt; uneingeschränkte Unterstützung zwei Punkte. Wird der Verwaltungsgerichts-Rechtsschutz schon im außergerichtlichen Widerspruchsverfahren gewährt, kam ein Punkt hinzu. Für den Stichentscheid und das Schiedsgutachterverfahren vergaben wir je einen Punkt. Das Zwei-Stufen-Verfahren bewerteten wir mit vier Punkten. Statt vor Gericht lassen sich viele Streitigkeiten auch im Rahmen eines Schieds- und Schlichtungsverfahrens klären. Dies ist besonders zu begrüßen, wenn die Option ohne Einschränkungen geboten wird – dafür gab es zwei Punkte. Einen Punkt erhielten Tarife, die das Angebot in verschiedenen Varianten beschränken. Wird Mediation ohne Einschränkung angeboten, vergaben wir zwei Punkte, bei eingeschränkter Deckung nur einen Punkt. In allen Tarifen sind die Ehe- oder Lebenspartner sowie die minderjährigen Kinder mitversichert. Dafür wurden keine Punkte vergeben. Zur Ermittlung des Preisniveaus wurde die Differenz zwsichen höchstem und niedrigsten Preis in drei gleich große Klassen geteilt. Nicht in die Tabelle aufgenommen, aber bewertet wurden Bereiche, in denen sich kaum Unterschiede zwischen den Anbietern ergaben. In der Tabelle fehlen deshalb die Angaben zum Stichentscheid, zum Zwei-Stufen-Verfahren, zum Selbstbehalt (zwei Punkte), zu den Anspruchsberechtigten sowie zur Folgeereignistheorie (zwei Punkte). Abweichungen sind in den Anmerkungen zu den jeweiligen Tarifen deutlich gemacht.

Anforderungen an den Tarif: Der Tarif soll existenzielle Risiken möglichst umfassend absichern. Als Kunden haben wir eine Familie mit umfassendem Privatrechtsschutz zugrunde gelegt (inkl. Verkehr, Arbeit, Wohnung). Selbstbeteiligung 150 Euro; Versicherungsbeginn 1. März 2011; Prämien werden jährlich bezahlt; Deckungssumme Europa mindestens 300.000 Euro, Deckungssumme weltweit und Internet mindestens 50.000 Euro; zinsloses Darlehen zur Stellung einer Strafkaution mindestens 100.000 Euro.
Testmethode: Die Jahresbeiträge wurden vom Analysehaus INNOSYSTEMS aus Wörthsee erhoben. Die Leistungsdaten von den Anbietern abgefragt und mit den INNOSYSTEMS-Daten abgeglichen. Alle Daten wurden den Unternehmen zur Verifizierung zurückgespielt und ggfs. einer Plausibilitätsprüfung unterzogen.
Quelle: INNOSYSTEMS, www.innosystems.de
Stand: Datenerhebung Dezember 2010
Anbieterverzeichnis: siehe www.oekotest.de

Unsere Empfehlungen

■ Alle Tarife, die es bis in die letzte Runde unseres Vergleichs geschafft haben, bieten umfassende Leistungen und eine gute Absicherung existenzieller Risiken.
■ Dennoch gibt es Unterschiede, die man bei der Wahl des Angebots berücksichtigen sollte. Wer nur eine Wohnung im Inland nutzt, braucht den Schutz für weitere Wohnungen nicht. Im „Ernstfall“ kann erhöhter Kündigungsschutz von entscheidender Bedeutung sein. Und eine gute Beratungshotline löst manche alltägliche Rechtsfrage ad hoc.

Kompakt

Diese Leistungen garantieren die untersuchten Policen

Die Leistung einer Rechtsschutzversicherung setzt sich aus verschiedenen „Leistungsbausteinen“ zusammen.
Verkehrs-Rechtsschutz: Der Versicherungsschutz umfasst alle Situationen, die mit der Ortsveränderung von Personen und Gütern in Verbindung stehen. Das heißt: Auch Radfahrer und Fußgänger können ihre Rechte mit Unterstützung der Rechtsschutzversicherung geltend machen.
Arbeits-Rechtsschutz: Hiermit sind Auseinandersetzungen rund um ein Arbeitsverhältnis abgedeckt, zum Beispiel Kündigungen oder Abmahnungen.
Beratungs-Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht: Versicherte können sich im Familien- und Erbrecht beraten lassen. Typische Themen dafür sind Scheidungen oder Erbschaften.
Schadenersatz-Rechtsschutz: Ansprüche auf Schadenersatz können aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen entstehen. Häufig sind Streitigkeiten als Folge von Verkehrsunfällen. Dabei geht es beispielsweise um Mietwagenkosten oder Schmerzensgeld.
Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz: Damit sind unter anderem Mieterhöhungen und Kündigungen abgedeckt, aber auch Belästigungen, die von einem Nachbargrundstück ausgehen.
Rechtsschutz im Vertragsund Sachenrecht: Dieser Leistungsbaustein beinhaltet den Schutz von Ansprüchen aus Verträgen. Dies können Kaufoder Versicherungsverträge sein, aber auch Reparaturaufträge.
Straf-sowie Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz: Bußgeldverfahren oder Strafverfahren wegen fahrlässiger Verletzung von Strafvorschriften werden hiervon erfasst.
Weitere Bausteine: Steuergerichts-Rechtsschutz, Sozialgerichts-Rechtsschutz und der Verwaltungsgerichts-Rechtsschutz.

Kompakt

Ausschlüsse
Viele Beschwerden von Versicherungsnehmern über die Anbieter betreffen den Ausschluss bestimmter Risiken. Da die Abgrenzung oft schwierig ist – manchmal sind auch nur Einzelfallentscheidungen möglich – lohnt es, die Versicherungsbedingungen des Anbieters hierzu genau zu prüfen. Gemäß den Muster-ARB des GDV sind zum Beispiel Verfahren wegen vorsätzlicher Straftaten, etwa Beleidigung, Diebstahl oder Betrug nicht versichert. Ausgeschlossen sind außerdem alle Streitigkeiten vor internationalen Gerichtshöfen, Insolvenzverfahren und Baurechtskonflikte.

Prüfung der Erfolgsaussichten
Der Versicherer prüft im Schadensfall, ob ein möglicher Rechtsstreit Chancen auf Erfolg hat. Lehnt er die Kostenübernahme ab, steht dem Kunden bei allen Anbietern in unserem Vergleich der sogenannte Stichentscheid offen. Auf Kosten des Versicherers kann er einen Anwalt seiner Wahl mit einer Stellungnahme beauftragen. Dieser Stellungnahme sollte der Versicherer folgen, unter bestimmten Umständen ist sie allerdings nicht bindend. Einige Gesellschaften sehen alternativ das Schiedsgutachterverfahren vor. Schiedsgutachter ist ein von der Rechtsanwaltskammer beauftragter Anwalt. Seiner Einschätzung muss der Versicherer folgen. Besonders kundenfreundlich ist das Zwei-Stufen-Verfahren: Wenn der Stichentscheid kein Ergebnis in seinem Sinne bringt, kann der Kunde das Schiedsgutachterverfahren dann zusätzlich wählen.

Die Verweigerer
Einige Anbieter von Rechtsschutzversicherungen haben sich wie bei jedem Vergleichstest unserer Anfrage verweigert oder nicht auf sie reagiert. Neben dem Marktschwergewicht Allianz sind dies die Ideal und die Zurich. Die Medien-Versicherung sagte ab, weil man die Sparte Rechtsschutz derzeit überarbeite.