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TEST Tampons und Menstruationstassen: Läuft bei dir!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 26.03.2020

Um sich während ihrer Tage uneingeschränkt bewegen zu können, greifen Frauen am liebsten zu Tampons, immer öfter aber auch zu Menstruationstassen. Wir haben beide Kategorien geprüft – „sehr gute“ Produkte gibt es in beiden.


Artikelbild für den Artikel "TEST Tampons und Menstruationstassen: Läuft bei dir!" aus der Ausgabe 4/2020 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Adene Sanchez/getty images

RATGEBER

1

Wenn nach vier bis acht Stunden fusselnde Stellen beim Entfernen des Tampons zu sehen sind, besser auf eine kleinere Version umsteigen.

2

Für das Auskochen können Sie die Menstruationstasse in einen Schneebesen legen. Dann hat sie keinen Kontakt zum Topfboden und kann nicht festbrennen.

3

Auch wenn der Hinweis in vielen Packungsbeilagen sehr klein ...

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... ist: Tampons gehören nach Gebrauch in den Restmüll, nicht in die Toilette.

Die Zahlen sind eindeutig: Für die Menstruationshygiene greifen 96 Prozent der Frauen in Deutschland zu Einwegprodukten. Ihr klarer Favorit: Tampons. Drei Viertel der Frauen nutzen sie während ihrer Tage. Doch die Wegwerfvarianten verursachen viel Müll und verbrauchen Ressourcen. Deshalb haben Menstruationstassen – Stichwort: Zero Waste – einen Lauf. Vor allem bei jungen Frauen punkten die flexiblen Becher, die bei guter Pflege jahrelang halten.

Ob sie nun für ihr Menstruationshygienemanagement – so der verschwurbelte Fachbegriff unter Marktforschern – eher Tampons oder Menstruationstassen verwenden, bleibt Privatsache. Getestet haben wir beide Produktkategorien.

Dafür haben wir 23 Tamponmarken, etliche davon mit Öko-Anspruch, sowie 15 Menstruationstassen eingekauft, einem umfangreichen Praxistest unterzogen und in verschiedenen Labors auf bedenkliche oder umweltbelastende Substanzen untersuchen lassen. Wir haben zudem recherchiert, ob Menstruationstassen tatsächlich so nachhaltig sind wie landläufig gedacht.

Saugstark, stabil und sicher

Die Tampons schneiden überwiegend „sehr gut“ ab, drei Marken sind „gut“. In der Praxisprüfung wiesen zwei Tamponmarken aus Bio-Baumwolle leichte Mängel auf: Eco by Naty Tampons schwächelten etwas beim Zugtest – ihr Rückholfaden war nicht ausreichend reißfest. Und die Tampons von Organyc erwiesen sich für ein müheloses Einführen als etwas zu weich. Hinsichtlich der Saugkraft gab es jedoch bei keinem Tampon etwas auszusetzen.

Bleicher Außenseiter

Einzig bei den U by Camelia Tampons wies das Labor – wie schon in unserem letzten Test – umstrittene halogenorganische Verbindungen nach. Viele Vertreter dieser Stoffgruppe gelten als allergieauslösend.

Blick ins Kleingedruckte

Packungsbeilagen von Tampons sollen gemäß den Richtlinien des Industrieverbandes EDANA bestimmte Hinweise zur Handhabung und Hygiene enthalten. Etwa wie Anwenderinnen einen Tampon richtig einführen und entfernen, wie sie ihn wechseln sollten, welche Saugstärke zur Blutung passt oder dass frau die kleinstmögliche Tampongröße verwenden sollte. Dabei fehlten aus unserer Sicht bei fünf Produkten Angaben.

Wichtige Warnung

Das toxische Schocksyndrom (TSS) ist ein sehr seltenes, aber lebensbedrohliches Organ- und Kreislaufversagen, das Mediziner mit der Verwendung von Tampons und Menstruationstassen in Zusammenhang bringen. Die Hersteller sollten in den Packungsbeilagen vor TSS warnen und darauf hinweisen, bei Verdacht einen Arzt aufzusuchen. Während alle Tamponmarken hier vorbildlich waren, fehlte dieser Warnhinweis bei einigen Tassen oder war unvollständig.

Alles im Griff?

Zwar ist der Griff der Cups vor allem dazu da, die Menstruationstasse in der Vagina zu finden und nicht, um beim Entfernen daran zu ziehen. Doch da Menstruationstassen schließlich auf jahrelangen Gebrauch ausgelegt sind, sollte das Material entsprechend stabil sein. Nur der Griff zweier Cups – der Me Luna und der t.o.c. Tage ohne Chemie – löste sich zu leicht.


„Egal ob Tampons oder Menstruationstasse – super dass Frauen unter so vielen sehr guten Produkten wählen können.“


Annette Dohrmann Redakteurin Öko-Test


Flüchtige Verbindungen

Die meisten Menstruationstassen bestehen aus Silikon. Produkte aus Silikon galten lange als gut verträglich und lebensmittelecht. Doch aus Silikon können sich flüchtige Anteile lösen. Wir kritisieren das in vier Produkten. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Menstruationscups nach der Produktion nicht ausreichend wärmebehandelt wurden, um flüchtige Bestandteile sicher zu entfernen.

Belastende Bausteine

Auch konkrete Silikonverbindungen stehen mittlerweile in der Kritik, etwa D4, das als verdächtig, die Fortpflanzung zu gefährden, und als umweltgefährdend eingestuft ist. Diesen Stoff hat ein Labor in einem Produkt nachgewiesen.

In insgesamt vier Tassen stecken die Silikonverbindungen D5 und D6, die „nur“ als umweltgefährdend gelten.

Was ist nachhaltiger...

...Tasse oder Tampon? Wirklich eindeutig können wir diese Frage auch nach intensiver Recherche nicht beantworten. Denn es gibt bemerkenswert wenige Studien zur Öko-Bilanz. Eine davon stammt von o.b.

Tampon-Hersteller Johnson & Johnson, der das IFU Hamburg damit beauftragt hat. Die Studie ist nicht veröffentlicht, das Institut geht aber in seinem Blog darauf ein – und fragt suggestiv: Sind Menstruationstassen eine „grüne Lüge“? Und kommt – wenig überraschend – zum Fazit: Ja. Denn, so erläutern die Wissenschaftler wortreich, die weit verbreitete Annahme, Menstruationstassen seien nachhaltiger als Tampons, berücksichtige weder den Wasser- noch den Energieeinsatz für die Reinigung und das Auskochen der Tassen. Um dann in einem dürren Satz zu erwähnen, dass man genauso wenig behaupten könne, dass Tampons das nachhaltigere Produkt seien. Ulrich Gromke, Öko-Bilanz-Experte vom Umweltbundesamt, kommentiert das lapidar: „Das ist das klassische Öko-Bilanz-Fazit: ,Es kommt darauf an.‘“ Eine andere Öko-Bilanz stammt von den amerikanischen Wissenschaftlerinnen Hait und Powers, die das Fachmagazin Resources, Conservation and Recycling im Jahr 2019 veröffentlicht hat. Bei ihnen schneidet die Menstruationstasse um Längen besser ab als Tampons und erst recht als Binden – auch wenn die Autorinnen lediglich das Auswaschen, nicht aber das Auskochen der Cups einberechnet haben.

WISSEN: SO FUNKTIONIEREN MENSTRUATIONSTASSEN

Vor der ersten Benutzung und nach jeder Periode die Menstruationstasse für einige Minuten auskochen. Vor und nach dem Einsetzen des Cups die Hände waschen.

Gefaltet lässt sich die Menstruationstasse leichter einsetzen. Die Packungsbeilagen zeigen verschiedene Falttechniken. Testen, welche am besten funktioniert.

Um die Menstruationstasse zu entfernen, den Unterdruck lösen. Dafür den Boden der Menstruationstasse leicht zusammendrücken und die Tasse langsam herausziehen. Achtung: nicht einfach am Stiel bzw. Griff ziehen.

Der Umgang mit Menstruationscups erfordert etwas Übung. Nicht verzweifeln, wenn es nicht auf Anhieb klappt.


Das Blut in die Toilette leeren und die Tasse gründlich ausspülen. Bei gesunder Scheidenflora genügt dafür warmes Wasser.

Bei guter Pflege hält eine Menstruationstasse einige Jahre. Die Cups dennoch regelmäßig auf Verschleiß und eventuelle Schäden kontrollieren.

Kurz nach einer Geburt oder vaginalen Operation lieber erst einmal Binden verwenden. Auch bei einer Infektion besser warten, bis man wieder gesund ist.

Bei starker Blutung eher einen größeren Cup mit höherem Fassungsvermögen wählen.

INTERVIEW: Hygiene ist das A und O

Für wen sind Menstruationstassen geeignet und was müssen Frauen dabei beachten?
Prinzipiell sind Menstruationstassen für alle Frauen geeignet, die mit ihrem Körper vertraut sind. Das A und O im Umgang mit den Tassen ist Hygiene.

Hat es im Zusammenhang mit Menstruationstassen tatsächlich noch keine Fälle von TSS gegeben?
Doch. Aber es kommt seltener dazu als bei Tampons.

Können die Cups Regelschmerzen verringern?
Dafür gibt es keine Hinweise.

Wie lassen sich Verhütungsmittel mit Menstruationstassen kombinieren?
Bei Kupferkette oder Spirale geht das problemlos. Auch bei einem hormonellen Vaginalring, der ja vor der Regelblutung herausgenommen wird.

Dr. Doris Scharell Zweite Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.


BUCHTIPP: Zum Weiterlesen

Die Gynäkologin und New-York-Times-Kolumnistin spricht hier wirklich alles an, was es über das weibliche Geschlechtsorgan zu wissen gibt. Dr. Jen Gunter: Die Vagina-Bibel. Vulva und Vagina – Mythos und Wirklichkeit. Südwest, 2020, 478 Seiten, 20 Euro (e-Book: 15,99 Euro)

So haben wir getestet

Wir haben 23 Tampons, darunter etliche aus Bio-Baumwolle, sowie 15 Menstruationstassen – die meisten aus medizinischem Silikon sowie zwei Cups aus thermoplastischem Elastomer (TPE) – getestet.
Die Tampons ließen wir auf überflüssige optische Aufheller, hautreizendes Formaldehyd sowie umstrittene halogenorganische Verbindungen analysieren.
In der Praxisprüfung untersuchte das Labor, ob der Rückholfaden hält, der Tampon ausreichend Blut aufsaugt und ob er stabil genug ist, um sich mühelos und bequem einführen zu lassen.
Die Menstruationstassen analysierten Labore auf zahlreiche Substanzen: Weichmacher, Lösemittel, antimikrobiell wirkende Substanzen und Silikonbausteine (Siloxane). Weil bei der Auswahl einer Menstruationstasse kaum zu simulierende individuelle Faktoren eine große Rolle spielen, beschränkte sich der Belastungstest darauf, ob der Griff der Tassen hält.
Darüber hinaus nahmen wir die Packungsbeilagen der Tampons und Menstruationskappen unter die Lupe und schauten, ob sie alle wichtigen Hinweise zum seltenen, aber gefährlichen toxischen Schocksyndrom (TSS) sowie zur sicheren Anwendung und Hygiene enthalten.
Bei den Menstruationstassen war uns die Schadstofffreiheit am wichtigsten. Umweltproblematische Siloxane und Mängel in der Packungsbeilage konnten das Gesamturteil verschlechtern. Bei den Tampons fanden wir kaum Problemstoffe. Hier war die Leistung im Praxistest entscheidend für das Gesamturteil.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: enthält mehr als 100 mg/kg der Siloxane D5 und/oder D6. 3) Weiterer Mangel: keine oder unzureichende Warnhinweise zum toxischen Schocksyndrom und/oder der Hinweis, dass es keine bekannten Fälle von TSS in Zusammenhang mit Menstruationstassen gibt. 4) Weiterer Mangel: Hinweise zu Handhabung und Hygiene in der Packungsbeilage wenig ausführlich und kein Hinweis zum Auskochen vor dem ersten Gebrauch. 5) Weiterer Mangel: fehlende Angaben „geringstmögliche Saugstärke verwenden“ und „Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke“. 6) Weiterer Mangel: fehlende Angabe „Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke“. 7) Weiterer Mangel: fehlende Angabe „immer jeweils nur einen Tampon benutzen“. 8) Weiterer Mangel: fehlende Angaben „den letzten Tampon nach Ende der Menstruation entfernen“ und „Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke“. 9) Weiterer Mangel: fehlende Angabe „den letzten Tampons nach Ende der Menstruation entfernen“. 10) Laut Anbieter wurden Qualität und Verpackung des Produkts überarbeitet und sind in der getesteten Form nicht mehr erhältlich. 11) Laut Anbieter wurde die Packungsbeilage überarbeitet und der Hinweis „Bis heute wurde die Verwendung der Menstruationstasse nie mit TSS in Verbindung gebracht“entfernt. Zudem sei das Produkt im 3. Quartal 2018 produziert worden und repräsentiere nicht die aktuell angebotene Menstruationstasse. 12) Laut Anbieter wird beim nächsten Druck der Packungsbeilage der Hinweis „immer jeweils nur einen Tampon benutzen“ergänzt. Auf Englisch ist dieser Hinweis „use only one tampon at a time“ bereitsvorhanden. 13) Laut Anbieter enthält die Packungsbeilage künftig eine „Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke“. 14) Laut Anbieter wird künftig ein anderer Aufkleber für die Verpackung verwendet, da das von uns beauftragte Labor im aktuellen Aufkleber PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen nachgewiesen hatte. 15) Laut einem Anbietergutachten von 2018 wurden in dem Produkt weniger als 0,5 % flüchtige Bestandteile analysiert. Da das Produkt keine Charge aufweist, ist nicht nachvollziehbar, ob für das Anbietergutachten ein chargengleiches Produkt zu dem von uns getesteten Produkt analysiert worden ist. 16) Laut Hersteller wird das Produkt seit der Charge 19394321 mit Soft-Silk-Innovation angeboten. Dabei sei die Verpackung angepasst und der neue EAN-Code 2200248224802 vergeben worden. 17) Laut Anbieter werden der Hinweis „den letzten Tampon nach Ende der Menstruation entfernen“ und die „Tabelle mit Zuordnung der zur Saug- bzw. Blutungsstärke“ beider nächsten Produktion in der Packungsbeilage ergänzt. 18) Laut Anbieter wurde der Hinweis die „geringstmögliche Saugstärke verwenden“ und die „Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke“ in der Packungsbeilage ergänzt; das geänderte Produkt werde im ersten Halbjahr 2020 in den Handel kommen. 19) Laut Anbieter wurde die Packungsbeilage mittlerweile um die Angabe „den letzten Tampons nach Ende der Menstruation entfernen“ ergänzt. 20) Laut Anbieter sind die verwendeten Materialien zu 100 % elementar chlorfrei gebleichte Viskose, eine Polyethylen-/Polyester-Hülle und ein Polyester-Rückholfaden.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Menstruationstassen: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 100 mg/kg des Siloxans D4. Zur Abwertung um eine Note führt: mehr als 0,5 % flüchtige Bestandteile. DasTestergebnis Praxisprüfung beruht auf der Reißfestigkeit des Griffs (in Deka-Newton = daN): 17,0 daN („sehr hoch“) und 8,0 bis 17,0 daN („hoch“) = sehr gut; 8,0 daN („mittelmäßig“) = gut. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 100 mg/kg der Siloxane D5 und/oder D6, falls nicht schon wegen des Siloxans D4 unter den Inhaltsstoffen um zwei Noten abgewertet wurde. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) keine oder unzureichende Warnhinweise zum toxischen Schocksyndrom (TSS) wie gesundheitsbezogene Informationen zu TSS entsprechend des EDANA Codes of Practice für Tampons oder der Hinweis, dass es keine bekannten Fälle von TSS in Zusammenhang mit Menstruationstassen gibt; c) Hinweise zu Handhabung und Hygiene in der Packungsbeilage wenig ausführlich und kein Hinweis zum Auskochen vor dem ersten Gebrauch. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Praxisprüfung, das „gut“ ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ und „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Tampons: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: halogenorganische Verbindungen. Das Testergebnis Praxisprüfung beruht auf den Teilergebnissen 1. Saugstärke laut Tröpfchenzahl (in g = Gramm), 2. Reißfestigkeit des Rückholfadens (in N = Newton), 3. Stabilität des Tampons beim Einführen (in N = Newton). Es kann nicht besser sein als das schlechteste Teilergebnis. 1. Saugstärke laut Tröpfchenzahl: 3Tröpfchen (normal): 9 bis 12 g („in Ordnung“) bzw. 2 Tröpfchen (regular): 6 bis 9 g („in Ordnung“) = sehr gut. 2. Reißfestigkeit des Rückholfadens: > 80 N („in Ordnung“) = sehr gut; 50 bis 80 N („mittelmäßig“) = gut. 3. Stabilität des Tampons beim Einführen: 20 bis 80 N („in Ordnung“) = sehr gut; bei 5 von 10 geprüften Exemplaren des Tampons liegt die Stabilität bei weniger als 20 N („mittelmäßig“) = gut. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: eine oder mehrere Mindestinformationen nach dem EDANA Code of Practice für Tampons fehlen auf der Verpackung bzw. in der Packungsbeilage: a) Tabelle mit Zuordnung der Tröpfchen zur Saug- bzw. Blutungsstärke, b) geringstmögliche Saugstärke bzw. Tampongröße zur Blutungsstärke verwenden, c) immer jeweils nur einen Tampon benutzen, d) den letzten Tampons nach Ende der Menstruation entfernen. Das Gesamturteil Tampons beruht auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Ein Testergebnis Inhaltsstoffe, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de/M2004.
Einkauf der Testprodukte: November – Dezember 2019.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/ oder verbreitet werden.


Fotos: Nina Rocco/ ÖKO-TEST, doble-d/getty images, privat