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TEST Tiefkühlerbsen: Alles grün


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 27.12.2021

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TIEFKÜHLERBSEN

RATGEBER

1 Alle Bio-Erbsen im Test sind komplett frei von Pestiziden.

2 Praktisch: TK-Erbsen kommen zum Garen einfach gefroren in kochendes Wasser.

3 Für lange köchelnde Gerichte wie Eintopf und sämige Suppen kann man auch gut getrocknete Erbsen einweichen.

Tiefkühlerbsen sind knackig, schmecken fast wie frisch und passen zu zahlreichen Gerichten. Auch was die Belastung mit Pestiziden, Cadmium oder Nitrat angeht, machen Sie damit nichts falsch, wie unsere Laborergebnisse bestätigen. Die Ergebnistabelle präsentiert sich im schönsten Erbsengrün: Alle 21 Produkte sind „sehr gut“.

Kaum Pestizide In keinem der acht Bio-Produkte im Test hat das von uns beauftragte Labor synthetische Pestizide gefunden – und erfreulicherweise auch in der Mehrheit der Erbsen aus konventionellem Anbau nicht. Nur in sechs Produkten fanden sich Rückstände an einzelnen Spritzmitteln in sehr ...

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... geringen Mengen. Substanzen, die nach unserem Kenntnisstand zu den besonders bedenklichen Pestiziden zählen, waren nicht dabei.

Zum Vergleich: In unserem Test Rote Linsen (oekotest.de/11727) war in allen konventionellen Produkten mindestens ein Pestizidrückstand „erhöht“, und viele enthielten die bedenklichen Spritzgifte Glyphosat und Glufosinat. Ein Grund, weshalb es bei den TK-Erbsen im Test besser aussieht, könnte ihre Herkunft sein. In der

„Anders als Linsen stammen Erbsen oft aus deutschem Anbau.“

Meike Rix ÖKO-TEST-Redakteurin

Europäischen Union und erst recht in Deutschland angebaute konventionelle Erntefrüchte enthalten in der Regel weniger Pestizidrückstände als solche von außerhalb. Das geht aus den Jahresberichten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor. Zum Teil könnte das an klimatischen Bedingungen liegen. Die gesetzlichen Vorgaben der EU und Deutschlands spielen ganz sicher eine Rolle.

So dürfen Landwirte etwa Glyphosat in Deutschland schon seit Jahren zum Abtöten von Pflanzen direkt vor der Ernte (Sikkation) nur noch in Ausnahmefällen einsetzen. Und die Anwendung von Glufosinat ist in der EU seit 2019 komplett verboten.

Die Roten Linsen, die wir geprüft hatten, stammten überwiegend aus der Türkei.

Herkunft: Europäisch Die grünen Erbsen in diesem Test kommen aus der EU. Anders als bei frischem Obst und Gemüse müssen Anbieter von Tiefkühlware nicht transparent machen, wo genau der Inhalt herkommt. Nur auf drei Bio-Produkten und auf den Frosta-Erbsen war auf der Verpackung Deutschland als Ernteland angegeben, auf einem weiteren Produkt Frankreich. Auf fünf stand nur: „EU“. Wir wollten es genau wissen und haben nachgefragt. Am häufigsten nannten die Anbieter Deutschland als Anbauland, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden.

Spuren von Chlorat Chlorat kann als Rückstand von Desinfektionsmitteln und vor allem über chloriertes Leitungs-und Brauchwasser in Lebensmittel gelangen. Weil es die Aufnahme von Jod aus der Nahrung hemmt, können zu hohe Gehalte langfristig die Schilddrüse schädigen. In den Erbsen war fünf Mal Chlorat nachweisbar. Aber: Die Gehalte lagen weit unter dem gesetzlichen Grenzwert. Auch gemessen an der Bewertung von Chlorat durch die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind die Gehalte unproblematisch.

Blei aus der Umwelt In den Erbsen hat das beauftragte Labor kein Cadmium und lediglich sehr geringe Spuren von Blei nachgewiesen. Sie liegen weit unter den jüngst verschärften gesetzlichen Grenzwerten. Die Funde in mehr als der Hälfte der Produkte weisen aber darauf hin, dass eine Grundbelastung der Umwelt mit Blei vorhanden ist.

TEST

Wir haben getestet Ò

ZAHLEN

Grünes Wunder

1 Kilogramm

Erbsen isst jeder und jede Deutsche im Jahr im Durchschnitt.

7 Gramm

Eiweiß stecken in 100 Gramm Erbsen. Zum Vergleich: 100 Gramm Kuhmilch enthalten 3 Gramm, 100 Gramm Magerquark 13 Gramm Protein.

65 Prozent

– so hoch liegt der Selbstversorgungsgrad mit Hülsenfrüchten in Deutschland einschließlich von Futterpflanzen wie Ackerbohnen. Der Rest wird importiert. Die Pflanzen nehmen Stickstoff aus der Luft auf und helfen, in der Fruchtfolge eingesetzt, erhebliche Mengen an Stickstoffdünger einzusparen.

Quellen: BMEL, DGE

Wir haben 21 Packungen Tiefkühlerbsen in Supermärkten, Discountern und von den Direktvertreibern Bofrost und Eismann eingekauft. Für 450 Gramm zahlten wir 72 Cent bis 2,99 Euro. Von den 21 Produkten stammen acht aus biologischer Landwirtschaft. Die von uns beauftragten Labore untersuchten die Erbsen auf Pestizide, Nitrat, die Desinfektionsmittelrückstände Perchlorat und Chlorat sowie auf giftige Schwermetalle wie Cadmium und Blei.

Tiefkühlerbsen schmecken fast wie frische Erbsen und sehen auch so aus.

Fett gedruckt sind Mängel. Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 126. Anmerkungen: 1) Laut Anbieter wird das Produkt zukünftig in verändertem Verpackungsdesign inklusive Nutri-Score und unter der neuen EAN 4337256182331 im Markt sein.

Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe.

Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Bestimmungsgrenze“ der jeweiligen Testmethode.

Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de/M2201

Einkauf der Testprodukte: September 2021.

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