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TEST Vitaminpräparate für Schwangere: Bloß nicht übertreiben


ÖKO-TEST Spezial Essen und Trinken - epaper ⋅ Ausgabe 2/2015 vom 13.02.2015

Klar möchten werdende Mütter, dass es ihrem Nachwuchs an nichts mangelt. Doch nach dem Motto „viel hilft viel“ schießen viele Anbieter deutlich übers Ziel hinaus: Nur zwei Vitaminpräparate für Schwangere erreichen gerade mal ein „ausreichend“, der Rest ist noch schlechter.


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Foto: pojoslaw/iStock/Thinkstock

Endlich schwanger! Spätestens jetzt denken viele Frauen über eine gesunde Lebensweise nach. Zwar kann man durch eine bewusste Ernährung den Anteil der Vitamine deutlich erhöhen. Bei Folsäure ist der Spagat aber kaum zu schaffen. Frauen nehmen nur etwa zwei Drittel der von der Deutschen Gesellschaft für ...

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... Ernährung (DGE) empfohlenen Menge von 400 Mikrogramm (μg) Nahrungsfolat auf. Der Bedarf daran steigt mit der Schwangerschaft auf 600 μg. Zusätzlich empfiehlt die DGE: Frauen, die schwanger werden wollen, sollten 400 μg Folsäure pro Tag zusätzlich aufnehmen. Das Netzwerk Junge Familie befürwortet zudem eine ergänzende Jodzufuhr (100 bis 150 μg täglich).

Das Testergebnis

■ Kein Präparat schneidet mit „sehr gut“ ab. Alles, was über Folsäure und Jod hinausgeht, ist mit einer angemessenen Ernährung zu decken. Außerdem sind Vitamine und Mineralstoffe in vielen getesteten Produkten überdosiert.
■ Sinnvoll ist die zusätzliche Einnahme von Folsäure vier Wochen vor und während des ersten Schwangerschaftsdrittels. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schlägt eine Höchstmenge von 400 μg Folsäure in Nahrungsergänzungsmitteln vor.
■ Jodmangel in der Schwangerschaft kann zu körperlicher und geistiger Behinderung des Kindes führen. Nach Rücksprache mit dem Arzt wird daher die zusätzliche Einnahme von 100 bis 150 μg Jodid empfohlen.
■ Eisen sollte in Nahrungsergänzungsmitteln nicht enthalten sein. Schwangere haben zwar einen erhöhten Eisenbedarf, der aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt mit speziellen Präparaten gedeckt werden sollte.
■ Schwangere sollen zweimal pro Woche fetten Meeresfisch essen. Fischölkapseln sind dazu keine ökologische Alternative.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: siehe Seite 144.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Deklarationsmangel: Produkt ist als „Diätetisches Lebensmittel zur Nahrungsergänzung“ gekennzeichnet. 3) Diätetisches Lebensmittel. 4) Deklarationsmangel: auffällig niedriger Zusatz von Magnesium. 5) Weiterer Mangel: Auslobung „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen (lt. Gesetz)“. 6) Das Produkt ist auch in einer Variante ohne Jod erhältlich (Folio 400 jodfrei). 7) Enthält Fischöl.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) fehlender Nutzen von enthaltenen Vitaminen und/oder Mineralstoffen außer Folsäure und Jod für gesunde Schwangere; b) Zusatz von Eisen; c) Zusatz von Kupfer; d) Zusatz von Mangan; e) bis zu 2 mg isoliertes Betacarotin in einer Tagesdosis; f) mehr als 0,4 mg Vitamin A in einer Tagesdosis. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) mehr als 2,25 mg Zink in einer Tagesdosis; b) mehr als 150 μg Jod in einer Tagesdosis; c) mehr als 15 mg Vitamin E in einer Tagesdosis; d) mehr als 17 mg Niacin in einer Tagesdosis; e) mehr als 9 μg Vitamin B12 in einer Tagesdosis; f) mehr als 400 μg Folsäure in einer Tagesdosis; g) in der Nährwerttabelle des Produkts ausgewiesener geringer Gehalt von Magnesium, der weniger als 15 Prozent der in der Nährwertkennzeichnungsverordnung genannten empfohlenen Tagesdosis beträgt, ohne gleichzeitigen Hinweis, dass eine zusätzliche Zufuhr empfohlen wird; h) uneindeutige Kennzeichnung sowohl als diätetisches Lebensmittel als auch als Nahrungsergänzung; i) Fischöl im Produkt; j) mehr als 10 μg Vitamin D in einer Tagesdosis. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) Auslobung „ohne Zusatz von Konservierungsstoffen“, wenn diese laut Gesetz ohnehin nicht für das betreffende Lebensmittel eingesetzt werden dürfen. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Weitere Inhaltsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Preisberechnung: basiert auf dem kleinsten Produktangebot und der höchsten Einzeldosis.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de Suchen „T1502“ eingeben.
Bereits veröffentlicht: ÖKO-TEST Kompakt Vitamine 3/2012. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.

ÖKO-TEST rät

■ Bei abwechslungsreicher und vollwertiger Ernährung ist kein Vitaminmangel zu befürchten. Ausnahme: Folsäure, sie sollte zugeführt werden. „Sehr gute“ Arzneimittel finden Sie im ÖKO-TEST Folsäurepräparate, den Sie unter www.oekotest.de kaufen können.
■ Wer sich nicht so optimal ernährt, erreicht häufig nicht die empfohlenen Mengen an Jod. Präparate mit Folsäure und Jod sind also sinnvoll, bei veganer Ernährung auch B12. Falls in Absprache mit dem Arzt ein Mangel festgestellt wird, sind Arzneimittel in entsprechenden Dosierungen die richtige Wahl.
■ Der Vitamin-D-Bedarf kann durch Aufenthalte im Freien gedeckt werden.