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TEST WOHLFÜHLTEES: EINE TASSE AUSZEIT


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2017 vom 23.11.2017

Draußen herrschen Minusgrade, drinnen ist es bei einer dampfenden Tasse Tee kuschelig warm. Noch besser lässt sich der Tee genießen, wenn er frei von Schadstoffen ist. Unser Test zeigt: Mit den Bio-Tees steht der kleinen Pause fast nichts im Weg.


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Foto: Tassii/getty images

Cumarin in Zimt: Eine der Hauptzutaten von Chai-Tees ist Zimt. Dieser kann lebertoxisches Cumarin enthalten. In unserem Test sind die gefundenen Cumarin-Gehalte in den Tees aber unbedenklich.


Foto: Lilechka75/getty images

ÖKO-TEST

„Teeblätter, Kräuter und getrocknete Blüten geben Tees einen so natürlichen wie intensiven Geschmack. Warum ...

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... einige Hersteller da mit künstlichen Aromen nachhelfen, ist mir ein Rätsel.“

Sarah Becker, Ernährungswissenschaftlerin und ÖKO-TEST-Redakteurin im Ressort Essen & Trinken


Foto: Anja Wägele

Zielgruppenkenntnis heißt das Zauberwort. Zumindest wenn es um den Erfolg eines Unternehmens geht. Wirft man einen Blick in die Teebranche folgt daraus: farbenfrohes Verpackungsdesign, außergewöhnliche Produktnamen und exotische Mischungen in den Supermarktregalen.


„An Tee sind spezielle Emotionen geknüpft, die bei anderen Getränken nicht existieren.“


Ja, es gibt noch diesen Kunden, der seit 30 Jahren immer die gleiche Teemarke, immer die gleiche Sorte trinkt – eben das, was er kennt. Für die großen Hersteller zahlt sich das aus. Meßmer, Teekanne und Co. sind eben deshalb so erfolgreich, weil es sie schon so lange gibt. Nun will aber eine neue Zielgruppe erobert werden: jung, umwelt- und gesundheitsbewusst. Für diese neue Teetrinkergeneration ziehen die Hersteller immer außergewöhnlichere Geschmacksrichtungen aus dem Hut. Auch ein weiterer Faktor sorgt laut Bastian Foerster vom Deutschen Institut für Marketing für eine langfristige Loyalität der Kunden gegenüber einer Teemarke. „An Tee sind spezielle Emotionen geknüpft, die bei anderen Getränken nicht existieren. Tee steht für Gemütlichkeit, Wärme, Wohlfühlen“, sagt Foerster. Die Hersteller transportieren diese Emotionen, um Kunden zu gewinnen und an die eigene Marke zu binden. Dies fängt bereits bei der Produktgestaltung an.

Eine Marke, bei der das besonders gut geklappt hat, ist Pukka. Die Produkte haben ein auffälliges Design, heißen „Frauenzauber“, „Love“ oder „Revital“ und sind natürlich zu 100 Prozent bio. Pukka verkauft Tee nicht nur als Getränk, sondern als Lifestyle-Lebensmittel. Auf der Homepage heißt es zum Beispiel: „Wir hoffen, dich dafür zu begeistern, mehr über dich selbst herauszufinden und über den schönen Planeten, auf dem wir alle leben. Genieße diese Reise!“ Und Pukka Herbs hat Erfolg. Laut Euromonitor 2016 ist das Unternehmen der am schnellsten wachsende Teehersteller der Welt.

Und somit auch interessant für die ganz großen Konzerne. Und das ist dann auch schon das Ende eines kleinen, feinen, aufstrebenden Bio-Unternehmens: Seit Kurzem verkauft Pukka Herbs seine Produkte unter dem Dach von Unilever. Mit der Marke Lipton ist der Lebensmittelgigant bereits Weltmarktführer für Tee. Ein Unternehmen wie Pukka Herbs mit seiner jungen und umweltbewussten Zielgruppe hat Unilever nach eigenen Angaben aber noch gefehlt. „Pukka ist ein Premiumanbieter im Bio-, Health- und Wellness-Segment, der schnell wächst, attraktiv und skalierbar ist“, heißt es von Unternehmensseite. „Skalierbar“ ist eine Firma dann, wenn sie ihren Umsatz steigern kann, ohne kontinuierlich in Produktion und Infrastruktur investieren und Fixkosten erhöhen zu müssen. An dem Konzept des Pukka-Tees soll diese Übernahme nichts ändern. Das Marketing, das genau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist, funktioniert ja auch.

Um zu überprüfen, ob hinter den blumigen Namen und schönen Verpackungen auch wirkliche Qualität steckt, haben wir 20 Wohlfühltees, darunter fünf Chai-Tees, ins Labor geschickt.

DAS TESTERGEBNIS

Bio vor, noch ein …Tee. Von neun Bio-Produkten sind sieben „sehr gut“, eines ist „gut“. Nur eine Teemarke fällt mit „ungenügend“ durch. Für mehr als die Hälfte der konventionellen Marken konnten wir nur ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“ vergeben.
Zu viele schädliche Beikräuter
stecken in drei Tees. Die Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) überschreiten den Richtwert des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Wir sind für die Berechnung von drei Tassen Tee täglich und einem 60 Kilogramm schweren Erwachsenen ausgegangen. PA sind eine Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, die viele Pflanzen zum Schutz vor Fressfeinden bilden. Diese Pflanzen können bei der Ernte unbeabsichtigt in die Teemischungen gelangen. PA gelten als leberschädigend und möglicherweise krebserregend.
Über Höchstwert:
Der Oasis Bio-Rooibos Komposition Warm um’s Herz, lose, überschreitet den Grenz wert für das darin analysierte Pestizid Malathion. Die Höchstmengenüberschreitung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Produzenten das im Bio-Anbau nicht zugelassene Pestizid aktiv eingesetzt haben. Auch unbeabsichtigte Verunreinigungen sind möglich. Für unsere Bewertung ist aber entscheidend, dass zu viel Malathion im Tee ist, egal auf welchen Wegen es ins Produkt gelangte. Glücklicherweise ist dieser Tee unter den Bio-Produkten ein Ausreißer: Alle anderen sind unauffällig.
Bis zu neun Pestizide
hat das Labor in den konventionellen Tees analysiert. Dabei unterscheiden wir, ob diese nur in Spuren vorkommen oder ob sie bereits zehn Prozent oder mehr der gesetzlichen Höchstmenge ausschöpfen. Werden bis zu 50 Prozent der Rückstandshöchstmenge erreicht, bewerten wir den Pestizidgehalt als „erhöht“. Im Lipton Time to Relax, Beutel betrifft dies gleich zwei Spritzmittel. In vier Tees hat das Labor Piperonylbutoxid nachgewiesen. Dieser Stoff ist ein Verstärker, der die Wirkung von Insektiziden intensiviert. In unserer Bewertung von Mehrfachrückständen addieren wir ihn daher zu den analysierten Pestizidspuren.

15 Mal Glyphosat: In drei Vierteln der Tees hat das von uns beauftragte Labor Glyphosat nachgewiesen. Glücklicherweise nur im Spurenbereich. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hält Glyphosat für „wahrscheinlich krebserregend“. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) stufen das Pestizid als „nicht krebserregend“ ein. Wir sehen Glyphosat als ein besonders bedenkliches Pestizid an und werten Rückstände von mehr als 0,04 Milligramm pro Kilogramm Tee ab.


Glyphosat zählt zu den besonders bedenklichen Pestiziden.


Langlebige Rückstände. Der Sidroga Wellness Grüntee mit Nana-Minze, Beutel fällt mit einem „stark erhöhten“ Anthrachinon-Gehalt auf, der mehr als 50 Prozent der Höchstmenge ausschöpft. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft die Substanz als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein. Als Pflanzenschutzmittel ist Anthrachinon nicht mehr zugelassen, es finden sich aber immer noch Rückstände in der Umwelt.
Mit Aromen nachgeholfen.
Die Vielzahl an Kräutern, Blüten oder auch Gewürzen sollte ausreichen, um ein rundes Geschmacksprofil zu erlangen. Könnte man meinen. Fünf Herstellern ist das offenbar nicht genug. Sie setzen ihrem Tee Aromen zu. Ob nun Himbeeraroma im Lidl-Produkt, natürliches Aroma im Lipton Time to Relax, Beutel oder schlicht „Aroma“ in drei weiteren: Wir werten die Zutat als unnötigen Zusatz ab.

SO REAGIERTEN DIE HERSTELLER

Goldmännchen schreibt uns, es handle sich bei dem Tee um eine Kamillen-Kräutertee-Mischung mit Hauptbestandteil Kamille. Der Eingriffswert der Lebensmittelüberwachung für PA in Kamille werde eingehalten. Wie viel Kamille der Tee enthält, können wir nicht nachvollziehen. Den Eingriffswert für Kräutertee überschreitet Goldmännchen in jedem Falle. Und noch viel entscheidender ist: Der Richtwert des BfR, der eine gesundheitliche Einschätzung liefert, wird mit drei Tassen Tee am Tag eindeutig überschritten.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar:
Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1)
Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.2) Weiterer Mangel: Die Angabe der prozentualen anteiligen Menge der besonders hervorgehobenen Zutat(en) fehlt.3) Weiterer Mangel: Pestizid in Bio-Ware über dem Orientierungswert des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN).4) Laut Anbietergutachten wurden in einer chargengleichen Probe weniger Pyrro- lizidinalkaloide gefunden. Dieser Wert würde zu einer Abwertung um zwei Noten führen. Das von uns beauftragte Labor bestätigte unser Ergebnis.5) Laut Anbietergutachten wurden in der Rohwarencharge, aus der die von uns getestete Charge hervorging, eine geringere Pyrrolizidinalkaloide-Menge gefunden. Dieser Wert würde aber ebenfalls zu einer Abwertung um vier Noten führen.6) Laut Anbieter wurde zum 1. September 2017 das Teesortiment mit einem Umbeutel komplett erneuert. Dabei sei auch das von uns getestete Produkt aus dem Sortiment genommen worden.7) Laut Anbietergutachten wurden in der Rohwarencharge, aus der die von uns getestete Charge hervorging, weniger Pestizidspuren nachgewiesen. Das von uns beauftragte Labor bestätigte unser Ergebnis.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um fünf Noten: ein Pestizidgehalt, der die gesetzliche Rückstandshöchstmenge überschreitet. Zur Abwertung um vier Noten führt: ein Gehalt an Pyrrolizidin- alkaloiden (in der Tabelle „stark erhöht“), der den vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlenen Tagestoleranzwert von 0,42 pg für eine 60 kg schwere Person (0,007 pg/kg Körpergewicht) überschreitet. Zugrunde gelegt wurde eine Tagestrinkmenge von drei Tassen (ä 200 ml) und eine Dosierung wie vom Hersteller empfohlen sowie die Annahme, dass die gesamte Menge an Pyrrolizidinalkaloiden in den Tee übergeht. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein Gehalt an Anthrachinon, der mehr als 50 Prozent der gesetzlichen Rückstandshöchstmenge von 0,02 mg erreicht (in der Tabelle „stark erhöht“). Zu einer Abwertung um jeweils eine Note führen: a) zugesetzte (natürliche) Aromen; b) ein Gehalt eines Pestizids, der mehr als 10 bzw. mehr als 20 Prozent der gesetzlichen Rückstandhöchstmenge erreicht, wenn diese bei 0,1 mg/kg oder höher bzw. bei 0,05 bis 0,1 mg/kg liegt (in der Tabelle: „erhöht“); c) fünf bis neun in Spuren nachgewiesene Pestizide u./o. Wirkverstärker (hier: Piperonylbutoxid); d) Glyphosat als besonders bedenklich eingestuftes Pestizid in Gehalten von mehr als 0,01 mg/kg (unter Berücksichtigung eines Trocknungsfaktors von 4). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: eine Überschreitung des BNN-Orientierungs- werts für chemisch-synthetische Pflanzenschutz-, Schädlings- bekämpfungs- und Vorratsschutzmittel von 0,01 mg/kg (unter Berücksichtigung eines Trocknungsfaktors von 4), wenn das Produkt als Bio-Ware deklariert ist. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) die fehlende Angabe der prozentualen Menge der besonders hervorgehobenen Zutaten. Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Bestimmungsgrenze” der jeweiligen Testmethode. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden
undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de → Suchen → „M1712“ eingeben.
Einkauf der Testprodukte:
August 2017.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronischen Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST RÄT

► Die Bio-Tees haben klar die Nase vorn. Das zeigt sich vor allem an den erwartungsgemäß niedrigen Pestizidgehalten und dem Verzicht auf Aromazusätze.
► Die Belastung mit Pyrrolizidinalkaloiden ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Trotzdem empfiehlt es sich, den Durst nicht ausschließlich mit Tee zu stillen. Früchtetees sind im Vergleich zu anderen Sorten nur sehr selten mit diesen schädlichen Pflanzenstoffen belastet.
► Achten Sie insbesondere bei Schwarz-, Grün- und Gewürztees auf die Zubereitungshinweise. Der Tee kann bei zu langer Ziehzeit bitter werden.

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Die kalte Jahreszeit ist Teezeit. Wir haben deshalb 20 Tees eingekauft und ins Labor geschickt. Dabei haben wir uns auf die Produkte konzentriert, die durch ihre Aufmachung den besonderen Wohlfühlmoment versprechen. Darunter sind fünf Chai-Tees. Deren Hauptzutaten Zimt, Ingwer und Kardamom passen ganz besonders gut in die Winterzeit.

Die Inhaltsstoffe
Die Tees sind Mischungen aus vielen verschiedenen Kräutern, Blüten und Gewürzen. Jede Zutat kann Schadstoffe in den Tee einbringen. Zum Beispiel Pestizide oder das vermutlich krebserregende Anthrachinon. Bei der Ernte können außerdem Beikräuter in den Tee gelangen, die potenziell krebserregende Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA, enthalten. Cassia-Zimt weist mitunter relativ hohe Mengen an Cumarin auf, das in Tierversuchen die Leber schädigte. Wir haben deshalb den Cumaringehalt im Teeaufguss untersuchen lassen. Des Weiteren prüften wir die Zutatenliste, ob die Hersteller Aromen zur Geschmacksgebung einsetzen.

Die Weiteren Mängel
Wer auf der Verpackungsvorderseite mit einer Zutat wie zum Beispiel Schokolade wirbt, sollte auch angeben, wie viel Schokolade enthalten ist. Wir überprüften außerdem, ob die Hersteller die Orientierungswerte des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) für Bio-Produkte einhalten.

Die Bewertung
Für verschiedene Zutaten in den Teemischungen gelten unterschiedliche gesetzliche Pestizidhöchstwerte. Da wir nicht mehr nachvollziehen können, welche Zutat welches Pestizid in die Teemischung eingetragen hat, legen wir für unsere Bewertung den höchsten infrage kommenden Grenzwert zugrunde. Bezüglich der PA orientieren wir uns an dem vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlenen Tagestoleranzwert.

Nicht ausreichend deklariert. Kakaobohnen stehen an vierter Stelle, Orangenschalen an fünfter: Über die genaue Menge der Zutaten lässt uns der Anbieter aber im Dunkeln.


Foto: ÖKO-TEST