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Übersicht Energiesparende Haushaltsgeräte: Weiße Technik ganz grün


ÖKO-TEST Ratgeber Bauen und Wohnen - epaper ⋅ Ausgabe 4/2017 vom 06.04.2017

Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrockner bringen den Stromzähler gewaltig zum Laufen. Doch wie schnell der Gebührenzähler tickt, entscheidet das Alter der Geräte. Denn neue, besonders energiesparende Technik finanziert sich durch die geringeren Strom- und Wasserkosten praktisch selbst.


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... Tageszeitungen. Bei so viel Glamour gehen die wirklich entscheidenden Kaufkriterien leicht unter: der Verbrauch von Strom, Gas und Wasser. Erst der Blick auf das von der Europäischen Kommission am Gerät vorgeschriebene Energielabel für die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten macht den Unterschied auf einen Blick deutlich. Neben den Buchstaben von G bis A (von hohem zu niedrigem Stromverbrauch) ist bis Ende 2019 noch eine Differenzierung über Zusatzzeichen möglich: Mit Kennzeichnungen A+ oder A++ wird der geringere Stromverbrauch versprochen. Aber erst die Effizienzklasse A+++ hebt besonders sparsame Produkte deutlich heraus.

Weil aber durch den technischen Fortschritt immer mehr Geräte diese Spitzenklasse erreichen, wünscht sich Experte Klaus Michael vom Niedrig-Energie-Institut in Detmold schon lange eine aussagekräftigere Kennzeichnung: „Die Hersteller sollten verpflichtet werden, etwa bei Waschmaschinen und Wäschetrocknern, die Daten für die verschiedenen Befüllungen anzugeben – zum Beispiel Verbrauchsangaben für die Wäsche aus Baumwolle oder für eine halbvoll genutzte Maschine mit synthetischer Wäsche.“ Denn anders als bei der noch gültigen EG-Deklaration Programmmix inklusive Stand-by könnte der Verbraucher dann nach seinen eigenen (Wäsche-)Anforderungen die für ihn günstigste Maschine anschaffen. Die Ende März von der EU beschlossene Rückkehr zur alten Skala von A bis G ist da wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung: In die künftige Bestklasse A fallen dann etwa maximal 20 Prozent der Geräte, das wird die Wertigkeit der Klasse A unterstreichen.


Die Rückkehr zur alten EU-Skala weist in die richtige Richtung


Unabhängig davon ermöglicht das heutige EU-Energielabel immerhin jedem Konsumenten, aufgrund des konkret angegebenen Stromverbrauchs ein sparsames Gerät zu finden. Das Etikett zeigt außerdem, welche Klassen es für den Gerätetyp gibt und in welcher sich das Gerät konkret einordnet. Die besten Geräte für seine persönlichen Ansprüche zu finden macht bei eigener Recherche im Internet allerdings Mühe: Die Listen der EcoTopTen des Öko-Instituts Freiburg oder die Datenbank des Niedrig-Energie-Instituts Detmold liefern zwar Fakten, aber es geht noch einfacher: Die ÖKO-TEST-Hitlisten für Hausgeräte, die auf Basis dieser Internettabellen und eigener Erhebungen berechnet wurden, zeigen das jeweils beste Gerät der wichtigsten Hersteller. Die Tabellen machen auch weitere entscheidungsrelevante Angaben, wie das Trockenvolumen bei Wäschetrocknern und die Anzahl der Maßgedecke bei Geschirrspülern.

Das ausschlaggebende Kriterium für das Ranking ist aber das Gesamtergebnis der Betriebskosten über eine Lebenslaufzeit von 15 Jahren. Denn dieser Betrag zeigt, ob sich die Investition in neue Technik durch die Einsparung bei Energiequellen und Wasser bezahlt macht. Beispiel Kühlschrank: Ein altes Exemplar werkelt seit zwölf Jahren mit einem Jahresverbrauch von 246 Kilowattstunden. Das sind bei einem Kilowattstundenpreis von 28,7 Cent, den wir für unsere Berechnungen zugrunde legen, gut 70 Euro Stromkosten pro Jahr. Ein neues Gerät benötigt dagegen nur 62 Kilowattstunden oder rund 17,80 Euro. Mit einer jährlichen Ersparnis von mehr als 52 Euro finanziert sich der neue Standkühlschrank praktisch von selbst. Bei den heutigen Kühl-Gefrier-Kombinationen in der Übersichtstabelle mit zum Beispiel rund 130 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr gegenüber den alten Schätzchen mit Verbräuchen um die 300 Kilowattstunden und mehr sieht die Rechnung ähnlich aus. Tools fürs Nachrechnen bietet das Internet. So hilft das Portal www.co2online.de unter „EnergiesparChecks“ und dem Menüpunkt „KühlCheck“ bei der Wahl eines sparsameren Kühlschranks. Oder der Stromcheck der Initiative Energieeffizienz ermöglicht eine komplette private Energiebilanz: Auf www.stromeffizienz.de klickt man unter „Strom sparen“ auf „Haushaltsgeräte“ oder „Stromkosten-Check“. Die Angaben zeigen den persönlichen Verbrauch, aber auch die Abweichung zum Durchschnittshaushalt und das Einsparpotenzial beim Strom.


Die geringen Stromund Wasserkosten finanzieren die Neuanschaffung


Neben den laufenden Kosten ist der Kaufpreis der neuen Sparbüchsen ein weiteres Entscheidungskriterium. Als Orientierung zum Gerätekauf hilft in den Tabellen der Übersichten die Preisangabe der günstigsten Offerte im Internet; mit ihr lässt sich überprüfen, ob das „topaktuelle Schnäppchen“ aus dem Verkaufsprospekt auch wirklich ein Deal ist. So lässt sich schon beim Kauf viel Geld sparen. Die Neuerwerbungen entlasten nicht nur das Haushaltsbudget; sie helfen, sinnvoll mit der kostbaren Energie umzugehen, denn jede eingesparte Kilowattstunde entlastet die Haushaltskasse nicht nur um knapp 29 Cent, sie bewahrt ganz nebenbei die Umwelt vor rund 650 Gramm CO2 .