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User Frühlingsfest


LandIdee Sonderheft - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 05.02.2020

Wie herrlich, der Frühling ist da. Die Vögel zwitschern, die Sonne wärmt uns und wir bereiten uns für das Osterfest vor. Im ganzen Land haben wir nach Osterbräuchen aus uralten Zeiten gesucht und dabei wunderschönes Brauchtum für Sie entdeckt.


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Bildquelle: LandIdee Sonderheft, Ausgabe 1/2020

AUFERSTEHUNG
Ein Osterstrauß in sonnigen Frühlingsfarben: Früher holte man am Gründonnerstag Zweige ins Haus, die bis zum Ostersonntag kleine Blätter austrieben und damit die Auferstehung Christi symbolisierten. Am Karsamstag oder Ostersonntag wurden die Zweige mit bunten Eiern und Figuren geschmückt

PALMBUSCHEN
Palmsonntag, der Sonntag vor Ostern, erinnert an ...

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... Jesus’ festlichen Einzug in Jerusalem. Das Volk jubelte und streute Palmzweige aus. Hierzulande binden Kinder sogenannte Palmbuschen an Stäbe, die am Palmsonntag geweiht werden. Die Sträuße sollen vor Unwetter schützen und bestehen aus Weidenkätzchen, aber auch Buchs, Efeu und anderen Zweigen

JUDASBAUM
Diese schöne, purpurfarbene Blütenwolke gehört zum Gewöhnlichen Judasbaum (Cercis siliquastrum). Der Legende nach hat sich Judas Ischariot an einem solchen Baum erhängt. Daraufhin sei der Baum vor Scham rot angelaufen (oder auch rosa). Die runden Blätter symbolisieren die an Judas für seinen Verrat bezahlten Silberstücke

OSTERWASSER
Der Brauch aus heidnischer Zeit wurde zum Osterwasserschöpfen umgedeutet. Am frühen Ostermorgen vor Sonnenaufgang schöpfen vorwiegend unverheiratete Frauen schweigend Wasser aus Quellen oder Flüssen. Angeblich bleibt es lange frisch und macht schöne, feine Haut, wenn man sich regelmäßig damit wäscht

DER OSTERBRUNNEN
Vor Ostern wird der Dorfbrunnen mit bunt bemalten Ostereiern und Grün geschmückt. Die Anordnung erinnert oft an eine Krone, daher auch die Bezeichnung Osterkrone. Der Brauch entstand erst um 1900 in Franken

Alle Vögel sind schon da (Hoffmann von Fallersleben)

Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle. Welch ein Singen, Musiziern, Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern! Frühling will nun einmarschiern, kommt mit Sang und Schalle.

Ostereier, Osterhase, Osterfeuer oder Osterbrunnen: Woher kommen eigentlich all die pittoresken Rituale und Bräuche? Eier bemalen und österliche Spaziergänge, Nestchen verstecken und Biskuit-Osterlämmer werden von allen Familien geliebt – auch wenn sie sich eher als kirchenfern bezeichnen.
Ostern ist das Fest der Familie, des Neubeginns, der Freude über den Frühling und das Entstehen, Wachsen und Leben. Für katholische, evangelische und orthodoxe Christen ist das Osterfest der Höhepunkt des christlichen Kirchenjahrs und steht in der Bedeutung noch vor Weihnachten. In dieser Zeit gehen Christen, um den vollen Sinn des ganzen Festes mitzuerleben, dreimal in die Kirche: am Gründonnerstag, am Karfreitag und in der Nacht zum Ostersonntag. Diese drei Kirchenbesuche gehören zusammen und bilden einen einzigen Gottesdienst, da das Leiden, der Tod und die Auferstehung Christi in ihrer Bedeutung nicht voneinander zu trennen sind.

Drei Tage werden zu einem

Als Fest der Wiederauferstehung, der Erneuerung, des Frühlings und des Wachstums aber ist das Osterfest deutlich älter. Gebräuche und Symbole, die heute mit der Feier von Ostern verbunden werden, können direkt auf vorchristliche Ursprünge zurückgeführt werden. Aus heidnischen europäischen und vorderasiatischen Frühjahrsfesten wurden viele Bräuche und Sinnbilder ins Christentum übernommen. So ist das Ei ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol – und das bereits seit den alten Ägyptern. Auch in Persien tauschten Freunde bunt bemalte Eier als Zeichen der Fruchtbarkeit zur Tagundnachtgleiche im Frühling.

OSTERNEST
Hierzulande legt der Osterhase die Eier ins Nest, das die Kinder am Ostersonntag dann suchen müssen. In der Schweiz aber ist es ein Kuckuck, in Teilen Westfalens der Osterfuchs, in Thüringen der Storch und in Böhmen ein Hahn. Bei der Gestaltung des Osternests, wie hier mit Moos und Rosmarin, ist alles erlaubt

OSTERRITT
Das Osterreiten oder der Osterritt findet jährlich durch die Lausitzer Dörfer statt. Bei diesem traditionsreichen altsorbischen Ritual, einer Prozession auf Pferden, wird die Auferstehung Jesu Christi verkündigt. Auch in Altbayern und in Franken, Oberschlesien, Mähren und Nordböhmen reiten die Gläubigen zu Ostern

Briefe an den Osterhasen

Der Hase diente ebenfalls in vielen vorund frühchristlichen Zeugnissen als Sinnbild für Vermehrung und Erneuerung. Seit Bischof Ambrosius von Mailand, geboren 339, nutzte man den Hasen auch als Auferstehungssymbol. In seiner heutigen Funktion als Eierverstecker haben den Osterhasen die Deutschen „erfunden“: Erstmals erwähnt ihn Professor Georg Franck von Franckenau 1682. Von da aus begann der freundliche Hase seinen Siegeszug um die ganze Welt. In Deutschland gibt es übrigens drei Osterpostämter: im niedersächsischen Ostereistedt, in Eibau in der Oberlausitz und in Osterhausen. Wer seinen Brief an den Osterhasen rechtzeitig schickt (etwa an diese Adresse: Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Obereistedt), bekommt sogar eine Antwort.

OSTERFEUER
Auch der Brauch des Osterfeuers ist germanisch-heidnischen Ursprungs. Aus einem Schriftstück von 751 geht hervor, dass die römische Kirche damals das Osterfeuer und die Feuerweihe noch nicht kannte. Am Samstag oder Sonntag vor Ostern wird es entzündet und brennt nicht selten bis zum Ostermontag

OSTERRAD
Ein Brauch aus Norddeutschland, dem Harz und Österreich: Ein schweres Eichenrad wird brennend den Abhang hinuntergerollt

Faust (Johann Wolfgang von Goethe)

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück.

DAS 1. KIRCHENKONZIL IM JAHR 325 LEGTE FEST:

Ostern ist stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings. Stichtag ist der 21. März, die Frühlings-Tagundnachtgleiche. Am 24. Februar 1582 wurde von Papst Gregor XIII. der bis dahin gültige julianische Kalender reformiert.


FOTOS: DPA/PICTURE - ALLIANCE (5), F1ONLINE (1), FRIEDRICH STRAUSS (1), IMAGO (1), MAURITIUS IMAGES (1), SHUTTERSTOCK (3), STOCKFOOD (1); TEXT: KATI HOFACKER