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Warenkunde Holzböden: Starke Bretter


ÖKO-TEST Spezial Wohnen und Leben - epaper ⋅ Ausgabe 11/2013 vom 15.11.2013

Wer einen Holzfußboden neu legen lassen will, steht vor einem riesigen Angebot unterschiedlichster Produkte. Unsere Warenkunde hilft, das Bodenmaterial zu beurteilen und das richtige für die eigene Wohnung auszuwählen.


Artikelbild für den Artikel "Warenkunde Holzböden: Starke Bretter" aus der Ausgabe 11/2013 von ÖKO-TEST Spezial Wohnen und Leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Spezial Wohnen und Leben, Ausgabe 11/2013

Die Palette an Holzböden reicht von massiven Dielenbrettern über Parkett aus edlen Laubhölzern bis hin zu mehrschichtigen Fertigteilen. Welcher Boden letztlich infrage kommt, hängt von den Ansprüchen und Bedürfnissen des Nutzers ab. Erwartet man eine lange Lebensdauer, findet man bei mehrmals renovierbaren Massivdielen und -parketten das beste Preis-Leistungs- Verhältnis. Wer sich dagegen ...

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... nicht festlegen mag oder mit seinem Bodenbelag sogar umziehen will, wird eher bei Fertigparkett fündig. Alternativen zu Böden aus Holz finden sich in der Warenkunde Bodenbeläge ab Seite 132.

Fertigparkett

Die Oberseite muss aus einer mindestens zwei Millimeter dicken Echtholzschicht bestehen, üblich und empfehlenswert sind Dicken von 3,5 bis 4,0 Millimeter. Darunter findet man noch zwei Schichten des Trägermaterials. Das kann entweder kreuzweise verleimtes Holz sein oder billigere Span-HDF-Platten. Fertigparkett kann vollflächig verklebt oder auf ebenem Untergrund frei schwimmend verlegt werden. Standard ist mittlerweile das auch für Laien leicht verlegbare Klickparkett, das ohne Leim nur durch eingefräste Nut- und Feder- Verbindungen zusammenhält. Fertigparkett ändert bei Feuchtigkeit seine Dimensionen. Bestehen die verschiedenen Schichten aus unterschiedlichen Holzarten oder Materialien, kann der Boden eher reißen, da das Schwund- und Quellverhalten jeweils unterschiedlich ist. Strapazier- und Renovierfähigkeit sind bei geklebtem Parkett höher als bei schwimmend verlegtem. Ab einer Deckschicht von 3,5 Millimeter ist Fertigparkett ein bis zweimal abschleifbar. Im Handel sind lackierte, geölte oder gewachste Böden, seltener auch rohe zum Selbstbehandeln.

Dicke: 10 bis 22 Millimeter
Materialkosten: 20 bis 150 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter

Massivparkett

Diese Böden werden aus massiven Hartlaubholzstäben, meist Eiche, Buche, Ahorn oder Esche, gefertigt. Es gibt aber auch ungewöhnliche Holzarten wie Kirsche oder Akazie, von Tropenholz sollte man absehen. Stabparkett ist ringsum genutet und wird mit Hirnholzfedern verbunden und verleimt oder mit speziellen Metallklammern verbunden. Gebräuchliche Verlegemuster sind Schiffsboden, Fischgrät und Würfel. Mosaikparkett sind kleine, bereits zu Mustern aneinandergefügte Parkettstäbe, die auf ein Trägermaterial geklebt werden. Das relativ preiswerte Industrieparkett setzt sich aus hochkant aneinandergefügten Holzlamellen zusammen. Parkette werden in der Regel vollflächig auf den Estrich geklebt, dabei sollte man auf emissionsarme Kleber achten. Die klassische, langlebige Verlegemethode sieht das Vernageln auf einem hölzernen Blindboden oder auf einer Holzlattung vor, dazu müssen die Stäbe über Nut und Feder verfügen. Durch das Arbeiten des Holzes können sich Fugen bilden. Deshalb verwendet man am besten nur sorgfältig getrocknetes Holz. Ideal sind neun bis zwölf Prozent Feuchte. Die Strapazierfähigkeit ist abhängig von Holzart und Oberfläche. Parkette gelten als besonders haltbar. Das Holz kann man bis auf drei Millimeter über der Nut abschleifen, also je nach Dicke gut zehn Mal. Die Oberfläche wird mit Öl, Wachs oder Lacken behandelt.

Dicke: 8 bis 22 Millimeter
Materialkosten: 20 bis 150 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 25 bis 150 Euro pro Quadratmeter

OSB-Boden

OSB bedeutet Oriented Strand Board: Grobe Nadelholzspäne werden in Längs- und Querrichtung mit Leim zu einer dreischichtigen Platte gepresst. Der Bodenbelag ist ringsum mit Nut und Feder versehen und wird schwimmend verlegt. Laut Herstellerangaben kann er geschliffen und neu lackiert werden. Dabei wird allerdings vor allem der Lack abgetragen. Den Boden kann man eher an- als richtig abschleifen. Auch OSB-Böden können arbeiten und benötigen Dehnungsfugen. Im Handel sind fertig lackierte Dielen, seltener gibt es rohe Böden zum Ölen. Wachs ist wegen der Unebenheiten nicht zu empfehlen.

Dicke: 10 bis 22 Millimeter
Materialkosten: 12 bis 30 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter

Hier läuft man auf den Jahresringen der Holzklötzchen. Das widerstandsfähige Pflaster kann nur auf ebenen Untergrund geklebt werden. Zwar ist es oft abschleifbar, doch der Kleber hält nur etwa 45 Jahre. Die Oberfläche kann geölt und/oder gewachst werden. Verwendet man Lack, dürfen die Kanten der Klötzchen nicht miteinander verkleben. Sonst kann das Holz beim Schwinden reißen.

Dicke: 22 bis 60 Millimeter
Materialkosten: 20 bis 100 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter

Furnierboden

Er hat auf der Oberseite ein 0,6 bis 0,8 Millimeter dünnes Echtholzfurnier. Das Trägermaterial besteht aus einer HDF-Platte und einem Gegenzug aus Papier. Diese Bodenart ist sehr dünn und daher auch auf Estrich zu verlegen. Furnierböden montiert man frei schwimmend auf einer Dämmunterlage, auch hier hat sich das Klicksystem durchgesetzt. In der Regel wird eine gewisse Haltbarkeit nur durch eine dicke, harte Kunststoff- oder Lackschicht erzielt. Dringt an den Fugen Feuchtigkeit ein, kann das Material quellen und der Lack abplatzen. Die Platten können arbeiten, deshalb lässt man eine Dehnfuge. Furnierböden sind nicht zu renovieren.

Dicke: ab 7 Millimeter
Materialkosten: 15 bis 60 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Qu

Massivholzdielen

Dielen sind massive Holzbretter, die rundum mit Nut und Feder versehen sind. Meist sind sie aus Nadelhölzern wie Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie. Sie werden auf eine Unterkonstruktion aus Lagerhölzern genagelt, auch schwimmende Verlegung ist möglich. Harte Laubhölzer halten Beanspruchungen besser stand als weiche Nadelhölzer. Durch das Arbeiten des Holzes sind Verwerfungen und Fugenbildung möglich. Grundsätzlich nur sorgfältig getrocknetes Holz verwenden. Dielenböden kann man bis auf drei Millimeter über der Nut abschleifen, also je nach Dicke zehn Mal und öfter. Sie sind dadurch über 100 Jahre haltbar. Die Oberflächenbehandlung erfolgt mit Öl, Wachs oder Lacken.

Dicke: 15 bis 40 Millimeter, ab 20 Millimeter bei Befestigung auf Unterkonstruktion
Materialkosten: 20 bis 120 Euro pro Quadratmeter
Verlegekosten: 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter


Foto: iStock/©Thinkstock

Fotos: MeisterWerke Schulte GmbH (2)

Foto: ÖKO-TEST

Grafik: ÖKO-TEST

Foto: imago/magebroker

Foto: imago/Sven Lambert

Foto und Grafik: tilo GmbH

Foto: Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG