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Weniger ist mehr


ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern - epaper ⋅ Ausgabe 4/2011 vom 08.04.2011

Glaubt man der Werbung, dann brauchen Eltern ein ganzes Arsenal an Babypflegeartikeln. Doch das meiste ist überflüssig. Wenige hochwertige Produkte sind besser – und billiger.


Artikelbild für den Artikel "Weniger ist mehr" aus der Ausgabe 4/2011 von ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern, Ausgabe 4/2011

Wenn frischgebackene Eltern die Entbindungsklinik verlassen, haben sie meist ein Werbegeschenk dabei: eine Tüte voll gepackt mit Babyöl, Creme, Wundschutz, Badezusatz und vielem mehr. „Mit dem Inhalt einer dieser Tüten könnte man mehrere Kinder ein Jahr lang pflegen“, sagt Ines Junge, die als ...

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Wenn frischgebackene Eltern die Entbindungsklinik verlassen, haben sie meist ein Werbegeschenk dabei: eine Tüte voll gepackt mit Babyöl, Creme, Wundschutz, Badezusatz und vielem mehr. „Mit dem Inhalt einer dieser Tüten könnte man mehrere Kinder ein Jahr lang pflegen“, sagt Ines Junge, die als Hebamme seit mehr als 20 Jahren Kindern auf die Welt hilft und die Mütter in der Säuglingspflege anleitet. Ines Junge meint das nicht positiv: „Diese Werbegaben enthalten fast ausschließlich Produkte, die nicht unbedingt zu empfehlen sind, weil sie minderwertige oder bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten.“ Zudem ist das meiste schlicht überflüssig.

Puder und Wattestäbchen sind für die Babypflege nicht nur überflüssig, sondern sogar gefährlich.


Foto: brand X

Immerhin sind Generationen von Kindern ohne Babyshampoo und Feuchttücher groß geworden, und dennoch hat es ihnen an nichts gefehlt. Im Gegenteil: Zu viele Pflegeprodukte sind eher schädlich als hilfreich. Bedenkliche Inhaltsstoffe können die empfindliche Babyhaut schädigen, denn sie ist drei- bis fünfmal dünner als Erwachsenenhaut und ihre Talg- und Schweißdrüsen sind noch nicht ausgereift. Damit ist ihre natürliche Barriere gegen Einflüsse von außen noch nicht stabil.

Qualität statt Masse

„Bei der Babypflege kann man viel Geld sparen, indem man sich auf wenige gute Produkte zum Beispiel aus dem Naturwarenladen beschränkt. Für die kann man dann auch ruhig ein wenig mehr ausgeben, denn sie sind sehr ergiebig“, erklärt Ines Junge. Besonders problematisch findet die Hebamme Parfümzusätze in Babyprodukten, weil die Duftstoffe Hautunverträglichkeiten und Allergien auslösen können: „Die Eltern eines Neugeborenen wissen nicht, ob ihr Kind der robuste Typ ist, der alles verkraftet, oder aber auf solche Zusätze sensibel reagiert. Allein deshalb würde ich diese kritischen Stoffe weglassen.“

Wegen des Allergierisikos sind Babypflegeprodukte zwar in der Regel nicht so stark parfümiert wie Kosmetika für Erwachsene. Doch parfümfreie Erzeugnisse würden von der Mehrheit der Verbraucher nicht angenommen, erklärt der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt: „Nicht zuletzt deshalb, weil der charakteristische Eigengeruch der Inhaltsstoffe nicht ihrem persönlichen Empfinden entspricht.“

Babys duften ohne Parfüm

Ganz falsch liegt der Industrieverband mit dieser Einschätzung nicht. „Der Duft von Babyöl ist für viele Mütter gleichbedeutend mit ‚Baby‘“, weiß Hebamme Junge. „Dabei haben Babys an sich einen ganz spezifischen Duft, den man nicht mit irgendwas übertünchen sollte.“

Vielleicht haben die Hersteller von Babykosmetik aber auch nicht die Säuglinge im Sinn, wenn sie duftende Cremes und Schaumbäder kreieren. Denn Kinderpflege wird besonders gern von Erwachsenen gekauft – für den eigenen Gebrauch, versteht sich. Eine Nielsen-Verbraucheranalyse ergab: Fast 60 Prozent der Verwender von Babypflegeprodukten sind älter als 15 Jahre.