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Willkommen auf der Insel der Glückseligkeit!


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Reisefieber - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 14.09.2022
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Bildquelle: Reisefieber, Ausgabe 1/2023

1: Auf Soneva Jani findet jeder garantiert seinen Lieblingsplatz.

Wer sich in Sachen Reisen einmal etwas ganz Besonderes gönnen möchte, denkt mit Sicherheit auch an die Malediven. Diese weltweit einmalige Inselgruppe besteht aus etwa 1200 Inseln, die zum Teil nur wenige Zentimeter aus dem Meer ragen und auf 26 Atolle, wie Perlen im riesigen Indischen Ozean aufgereiht, verteilt sind. Nur 200 Inseln sind überhaupt bewohnt, davon werden 100 als „Hotelinseln“ genutzt. Auf diesen Inseln hat sich im Bereich der absoluten Spitzenhotellerie in den letzten Jahren Phänomenales getan, um den Gast in ein einzigartiges Paradies zu entführen und ihn immer wieder aufs Neue zum Staunen zu bringen. Das ist exakt die Spezialität der Soneva Resorts Jani und Fushi! Hat man das Glück, auf einer dieser maledivischen Inseln seinen Urlaub verbringen zu dürfen, dauert es ein wenig, ehe man realisiert, dass man tatsächlich in einer echten Traumwelt gelandet ist.

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... Hier gehen nicht nur die Uhren anders – die Inselzeit auf Soneva Jani und Fushi ist der offiziellen Mahé-Zeit immer um eine Stunde voraus, um die Sonne länger genießen zu können –, nein, da ist noch viel mehr. Und es handelt sich dabei beileibe nicht nur um Luxus. Vielmehr spürt man von Beginn an ein einzigartiges Gefühl der Glückseligkeit. Unser 22-jähriger Sohn Timo, der Sabina und mich auf dieser Reise begleitet, sagt fast beiläufig auf dem Heimflug nach Deutschland zu mir: „Ich kann dir nicht genau erklären, woran es liegt, aber nie zuvor in meinem Leben bin ich so glücklich aufgewacht und jeden Abend so zufrieden eingeschlafen wie auf den Soneva Inseln.“ Ja, das geht mir ganz genauso.

Ein Fest für alle Sinne

Ich versuche einfach, das „Soneva-Feeling“ zu beschreiben. Vielleicht gelingt es mir ja, meine reiseaffinen Leserinnen und Leser dazu zu bringen, sich auf die Malediven zu träumen – den warmen Sand unter den Füssen beim Candle-Light-Dinner am Strand zu spüren, die lauwarme Luft auf der Haut zu fühlen, das leise Geräusch der am Strand sanft auslaufenden Wellen zu genießen und das Feuerwerk zu schmecken, das durch die Speisen im Gaumen ausgelöst wird. Ein Fest für alle Sinne, das ist es wohl, was die Soneva Resorts ihren Gästen tagtäglich bieten, um dieses Glücksgefühl zu erzeugen.

Willkommen in der Soneva-Welt!

Der Begründer dieser Welt heißt Sonu. Und er ist ein Visionär. Nila, ein Mitglied des 30 Mann starken „SCIE:NCE-Teams“ auf Soneva Fushi, das sich ausschließlich um die Perfektionierung der Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit und Erhaltung der Inselökosysteme kümmert, erklärt mir bei einem Abendessen im Restaurant „Fresh in the Garden“, das sich hoch in den Wipfeln der Palmen und Bäume im Inselinneren Soneva Fushis befindet, wie es sein kann, dass die Erlebnisse und Events, die die Gäste auf Jani und Fushi erwarten, so besonders sind und sich derart von all den anderen Resorts unterscheiden: „Wenn Sonu eine neue Idee hat oder eines seiner visionären Projekte realisieren möchte, passiert es einfach. Er hat die Fähigkeit zu begeistern. Es ist wie ein Lauffeuer, das alle Teammitglieder sofort erfasst. Es gibt scheinbar keine Probleme oder Hindernisse. Innerhalb kürzester Zeit wird es einfach Realität!“ Zusammen mit seiner Frau Eva, die die letzten drei Buchstaben zum Firmenname Soneva beisteuert, prägte Sonu vor mehr als 25 Jahren den Begriff „Barfußluxus“ und der Slogan „No News, no Shoes“ ging in der Hotelbranche um die Welt und steht seitdem für ein vollkommen neues Urlaubsgefühl, das der Begriff „Barfußluxus“ beschreibt.

Soneva Jani, Chapter 1 – Villa Nr. 6

Gleich nach unserer Ankunft am Jetty von Soneva Jani wartet unser „Quarantänebutler“ Jason bereits auf uns und bringt uns mit einem Golfbuggy sogleich in unsere Watervilla Nr. 6. Bis zum Ergebnis des PCR-Tests müssen wir leider in unserer Villa bleiben, erklärt er uns während der Fahrt über den riesigen Holzsteg, der mitten in die Lagune hineingebaut ist und die Villen des „Chapter 1“ miteinander verbindet, die lange vor den Watervillen des „Chapter 2“ auf der anderen Seite der Insel entstanden sind. Soneva Jani ist mit 5,6 Kilometern Länge für maledivische Verhältnisse riesig. Das Eiland befindet sich ganz am Rand des Noonu-Atolls – nächste Station Sri Lanka. Endlich erreichen wir unsere Two-Bedroom-Watervilla und staunen nicht schlecht, als wir in einen auf Stelzen gebauten Palast eintreten: Die unvorstellbare Fläche von 520 Quadratmetern verteilt sich auf zwei Ebenen: Wir stehen direkt in dem riesigen Wohnbereich mit separatem Fernsehraum, anschließend der „Master-Bedroom“ – mit einem riesigen Kingsizebett, über dem sich ein Cabriodach befindet, das sich bei Regen automatisch schließt – eine Küche, ein abgetrenntes kleines Büro, ein großes Bad mit Outdoorbadewanne und Outdoordusche inklusive privatem Zugang zum Meer, ein Ankleidezimmer sowie mehrere Toiletten. Ach ja, ein kleines Appartement befindet gleich neben dem Wohnzimmer, falls überraschend einmal Gäste vorbeikommen sollten. Timo bezieht sein Luxusrefugium im ersten Stock: Schlafzimmer, Bad und eigene Terrasse mit riesiger Sitzgruppe und 360-Grad-Blick über den Indischen Ozean. Das Herzstück der Villa ist für mich aber die riesige Terrasse mit einem großen Infinitypool und einer loungeartigen Sitzgruppe. Wir genießen unsere Villa sowie eine Flasche Schampus in vollen Zügen und hoffen insgeheim, dass das Ergebnis des PCR-Tests noch Wochen auf sich warten lässt. Leider ruft uns zwei Stunden später Jason an und gibt uns „grünes Licht“. Unsere Tests sind negativ und wir dürfen unsere Villa verlassen. Ab sofort heißt unser Slogan „No News, no Shoes and no Mask“. Wir haben nach der ewig langen Anreise inklusive Coronaquarantäne einen Mordshunger und da es längst Zeit für das Abendessen ist, beschließen wir, mit dem Hauptverkehrsmittel der Soneva-Insel, dem Fahrrad, zur „Gathery“ zu fahren, in der verschiedene Restaurants, Bars, Shops, die Bibliothek und noch weitere Attraktionen wie eine 24 Stunden pro Tag geöffnete Eisdiele untergebracht sind. Nach einem Drink an der Bar entscheiden wir uns für das Restaurant „Director's Cut“ und schlemmen dort auf Japanisch, bis kein einziges Stückchen Sushi mehr in unseren Mägen Platz hat.

Ein Tag auf „Medhufaru“

Am nächsten Morgen sind wir früh wach, was sicherlich unserem Jetlag geschuldet ist, aber auch der Tatsache, dass keiner von uns auch nur eine Minute „unseres“ Tags auf „Medhufaru“, wie die Insel eigentlich heißt, verschlafen möchte. Denn schon morgen heißt es für uns Koffer packen und weiter auf die nächste Trauminsel: Soneva Fushi.

Nach einem herrlichen Frühstück, das uns in unsere Watervilla gebracht wird, klingelt es und unsere Butlerin Aischa holt uns wie versprochen mit dem Buggy zu einer Spritztour über die Insel ab, um uns die Attraktionen Medhufarus zu zeigen. „Oh, Andreas, du hast gestern Abend das Fahrrad unseres General Managers Frederik geklaut“, sagt sie zu mir, als ich vor die Tür trete, und deutet auf ein Holzschild auf dem vor der Tür stehenden Fahrrad, auf dem sein Name steht. „Aber kein Problem, wir tauschen die Räder wieder um.“ Sabina und Timo nehmen im Buggy Platz und schon geht’s los. Nach einer Weile fragt Timo, warum die Holzstege so viele Kurven haben. „Es gibt weder auf Soneva Fushi noch auf Jani eine einzige gerade Straße und auch keinen geraden Weg. Wie du siehst, sind sogar die in die Lagunen gebauten Stege zu den Watervillen schlangenförmig. Der Grund hierfür ist Teil der Soneva-Philosophie: Sonu will damit zum Ausdruck bringen, dass das Leben auch keinen geraden Weg geht. Durch kleine oder größere Umwege gelangt man aber – starken Willen vorausgesetzt – trotzdem zum Ziel.“ Wohhhh! So eine Philosophie muss man sich erst mal leisten können, denke ich mir.

Easy-going in der „Gathering“-Bar

Wir passieren die „Gathery“ und halten für einen kalten Maracujamocktail an der herrlichen „Gathering“-Bar, an der wir am liebsten gleich den ganzen Tag verbringen möchten: Man legt sich in eines der bequemen Netze, die direkt über dem Meer gespannt sind und lässt sich mit leckeren Tapas und exotischen Cocktails in legerem Ambiente einfach verwöhnen. Es gibt hier auch eine Sitzlounge mit Glasboden – so kann man die zahlreichen bunten Rifffische beobachten. Unser Ober Omar erklärt uns, dass wir gerne bis zum morgigen Sonnenaufgang in der stylischen Over-Water-Bar bleiben können, wenn wir wollen. Er würde mit uns die ganze Nacht aufbleiben und uns mit Drinks versorgen. Eine echt coole Idee für unsere letzte Nacht auf Soneva Jani…

Weiter geht’s mit unserer Chauffeurin Aischa von Chapter 1 in Richtung Chapter 2. „Die perfekte Integration der Resorts in die Natur steht in der Soneva-Philosophie ebenso wie das stetige Streben nach Klimaneutralität und Nachhaltigkeit ganz oben auf unserer To-do-Liste“, erklärt uns Aischa weiter. „So soll nach Möglichkeit kein Tier durch die Existenz der Resorts gestört oder gar verletzt oder getötet werden. Vor allem Eva ist diesbezüglich Vorreiterin und als das ‚gute Gewissen der Resorts‘ in ihrem Handeln vorbildlich. Kurz nach der Eröffnung Soneva Fushis fand man am Morgen immer wieder einige Seenadeln verendet auf den Stegen. Sie wurden in der Nacht durch das weiße Licht der Stegbeleuchtung angezogen. Als Eva das erfuhr, sorgte sie sofort dafür, dass das weiße Licht gegen orangefarbenes ausgetauscht wurde.“ Plötzlich bleibt Aischa stehen und fragt uns, ob wir schon einmal etwas von „laufenden Palmen“ gehört haben? „Die Socratea Exorrhiza steht auf bis zu zwei Meter hohen Stelzwurzeln und kann eine Größe von bis zu 20 Metern erreichen. Diese Palmenart besitzt die außergewöhnliche Eigenschaft, ihren Standort durch das Bilden von neuen Stelzwurzeln und das Abfaulen anderer zu wechseln, um beispielsweise aus dem Schatten größerer Pflanzen zu treten. Soneva Jani ist eine der wenigen Inseln auf den Malediven, auf der sie zu finden sind.“ Und tatsächlich sehen wir hinter einem großen Strauch ein herrliches Exemplar. Unglaublich! Und dann verrät uns Aischa den Grund für die außergewöhnliche Anzahl dieser Palmen auf Soneva Jani: „Auf der Insel gibt es sehr viele der seltenen Sandkrabben, deren Höhlen dafür sorgen, dass Luft an die Wurzeln der Palmen kommt.“ Wir fahren noch ein Stück weiter und bleiben am Outdoorfitnessparcours der Insel stehen: Zahlreiche Stationen aus ökologischem Material wie eine Langhantel aus Kokosholz sind direkt am Strand und versteckt im schattigen Wald aufgebaut, um in dem herrlichen Ambiente dieser Natur etwas für die Fitness zu tun. Natürlich vereinbare ich mit Timo, gleich am nächsten Morgen vor unserer Abreise eine Runde zu absolvieren. „Habt ihr Hunger?“, will Aischa wissen. Wir nicken und wir fahren zum Lunch ins Strandrestaurant „Crab Shack.“

Lunch im „Crab Shack“

Bald erreichen wir das südwestliche Ende der Insel, in dessen Lagune die Watervillen von Chapter 2 stehen. Der Buggy stoppt direkt am Strand neben einer Strandhütte, die Robinson Crusoe mit seinem Diener Freitag gebaut haben könnte. Das „Crab Shack“ samt Bar ist ausschließlich aus Alt- und Treibholz gebaut. Wir suchen uns einen Platz im Schatten und blicken auf das fast schon unwirkliche Bild eines regelrechten Paradieses: das tiefblaue Wasser der Lagune, der gleißend-weiße Sandstrand, dazu die luxuriösen Watervillen im Hintergrund. Plötzlich landet direkt vor uns in der Lagune ein Wasserflugzeug, das neue Gäste aus Mahé bringt. Wie ich schon sagte: Hier lebt man in einer anderen Welt.

Von CNN.com wurde das „Crab Shack“ übrigens kürzlich zum „Romantischsten Restaurant der Welt“ gewählt. Der Name ist hier Programm und so sind Krabben die Spezialität des Hauses – nein, nicht die von der Insel, das wäre auch nicht im Sinn der Wanderpalmen. Die Krabben kommen aus Sri Lanka. Chefkoch Priyantha Ranathhunga wuchs in Sri Lanka mit diesen Lagunenkrabben auf und serviert im „Crab Shack“ ein Signature-Menü, das seine Familie seit Generationen nach einem geheimen Rezept zubereitet. Timo und ich entscheiden uns aber für Ceviche vom Rifffisch als Vorspeise und eine Fischplatte als Hauptgang. Sabina bekommt „Gigant Prawns“, die fast so groß sind wie ein kleiner Lobster. Nach dem Essen treffen wir Yoshi Kondo an der Bar. Die Japanerin ist Verkaufsleiterin in der Sales-Unit. Ich will von ihr wissen, ob eine Immobilie auf Soneva Jani in meine Investmentplanung passen würde. „Ja, man kann sich hier entweder eine bereits gebaute One-Bedroom-Watervilla für circa 4,5 Millionen US-Dollar kaufen oder sich eine Beachvilla nach eigenem Geschmack designen lassen. Das kostet dann aber ab sieben Millionen.“ „Okay, ich überlege es mir“, gebe ich mit einem Lächeln zurück.

Villen der Superlative

Nach dem Lunch geht’s mit Aischa nun endlich zu den Watervillen von Chapter 2. Wir stellen den Buggy vor einer Two-Bedroom-Watervilla ab. Die größten Villen der Malediven befinden sich hier auf Soneva Jani: Insgesamt stehen derzeit 54 Villen auf der Insel, davon 50 Watervillen mit hauptsächlich einem oder zwei Schlafzimmern. Man könnte aber auch die mit 985 Quadratmetern größte Watervilla der Malediven mit vier Schlafzimmern buchen. Oder vielleicht möchte man doch lieber festen Boden unter den Füßen haben und eine der vier Villen am Beach mieten? Mit unglaublichen 1788 Quadratmetern steht hier die größte Beachvilla des Inselstaats. Und mittlerweile kann man sich schon denken, dass die „Gathery“, in der wir heute Morgen unseren Mocktail getrunken haben, das größte auf Stelzen gebaute Gebäude auf den gesamten Malediven ist. Timo fragt mich, wie lange denn unsere Tour noch dauert, denn er will dringend ins Gym, um seine tägliche Trainingseinheit zu absolvieren. Aischa kriegt das mit und bestellt sofort ein Speedboot, das Timo keine fünf Minuten später am Jetty abholt. Mit Topspeed düst unser Sohn quer über die Lagune zum Fitnesstraining. Das ist typisch für Soneva: Für jeden Wunsch der Gäste – und sei er auch noch so ausgefallen – wird sofort eine Lösung gesucht und gefunden.

Ein neues Zuhause für Soneva Soul

Nach der Besichtigung einiger Watervillen von Chapter 2 erreichen wir die nächste Station auf unserer Besichtigungstour, die wahrlich atemberaubend ist: Schon von weitem ist der gigantische Neubau des Soneva-Soul-Island-Spas, das weit über die Palmenkronen hinausragt, sichtbar. Der dreistöckige Komplex, dessen verschiedenen Gebäude – Sparezeption, Behandlungs- und Beratungsräume, Yogaturm mit Meditationsplattform sowie therapeutische Biomodulationsräume, das hochmoderne Fitnessstudio und die Saftbar – durch ein Netz von auf Stelzen gebauten, hölzernen Wegen miteinander verbunden sind, ist in perfekter Harmonie mit der atemberaubenden Location auf der Ostseite der Insel errichtet worden. Das ist genau der richtige Ort für ein ebenso außergewöhnliches Wellnesskonzept, das Sonu wie folgt beschreibt: „Soneva Soul ist der Höhepunkt von allem, was wir gelernt haben, seit im Jahr 1995 unser Spa auf Soneva Fushi eröffnet wurde. Wir sind bei Soneva Soul Vorreiter eines Ansatzes, der scheinbare Gegensätze miteinander kombiniert und in Harmonie bringt, um unseren Gästen ein transformatives und personalisiertes Wohlfühlerlebnis zu bieten.“ Soneva Soul soll jedem Gast einen speziell für ihn personalisierten Weg zu Gesundheit, Glück und Erfüllung aufzeigen. Wahrlich ein ehrgeiziger Ansatz! Bewegungs-, Schlaf-, Yoga- und Meditationsprogramme sowie verschiedene Wellness- und Lifestyleprodukte kommen dabei unter der Aufsicht des professionellen Wellnessteams zur Anwendung. Beeindruckt verabschieden wir uns von Erik, der uns mit allen wichtigen Infos zu Soneva Soul während unseres Rundgangs versorgt hat. Erik kommt aus Schweden und hat als Fitnesstrainer und „Mädchen für alles“ für ein Jahr im Soneva Soul angeheuert.

„Heute Abend findet am Strand vor Chapter 1 unsere wöchentliche Beachparty statt, zu der ihr natürlich herzlich eingeladen seid. Es gibt Drinks am Strand während des Sonnenuntergangs und dann schlemmen wir uns durch die verschiedenen Foodstationen mit Sushi, Barbecue und Speisen aus 1001 Nacht sowie aus ganz Asien.“ Na dann ist der Abend ja geritzt! Aischa setzt uns vor unserer Watervilla ab und wir verbringen ein paar herrliche Stunden in unserem Maledivenparadies mit Schnorcheln am Hausriff, Baden im Infinitypool und Entspannen in der warmen Sonne auf unserer Terrasse.

Beachparty im Sonnenuntergang

Eigentlich wollte Aischa uns mit dem Buggy abholen, aber wir fahren lieber mit unseren Rädern den sich dahinschlängelnden Holzsteg entlang bis zum Strand vor Chapter 1. Gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang stellen wir unsere Räder ab und werden von Frederik, dem Manger des Sechssterneresorts, herzlich begrüßt. Er scheint mir wegen des Radklaus nicht böse zu sein und wir plaudern über Gott und die Welt bei einem kühlen Glas Champagner. Leider hat er eine schlechte Nachricht für uns: Eine Unwetterfront hat sich für morgen Früh angekündigt und so wird leider nichts aus dem geplanten Speedboottransfer nach Soneva Fushi. Wir müssen schon ganz früh auschecken und fliegen mit dem Wasserflugzeug um 6 Uhr nach Soneva Fushi, bevor das schlechte Wetter anrückt. So fällt die Trainingseinheit im Outdoorfitnessparcours mit Timo leider auch ins Wasser. Wir beschließen, den lauen Sommerabend in vollen Zügen zu genießen und stellen uns auf eine kurze Nacht ein. Von weitem winkt uns Yoshie und kommt auf uns zu. Sie fragt mich, ob sie mir nun eine der Villen, die zum Verkauf stehen, reservieren soll. „Ich glaube, da muss erst noch ein bisschen sparen”, erwidere ich. Sie erzählt, dass sie ein großer Fan der bayerischen Küche ist. „In München auf dem Oktoberfest habe ich vor ein paar Jahren meine erste Weißwurst mit süßem Senf und einer frischen Brezen gegessen und dazu eine Maß Bier getrunken“, berichtet sie mir stolz. „Vor allem die Breze hat mir so gut geschmeckt, dass ich seitdem selber Brezen backe. Egal, wo ich auf der Welt gerade bin.“ „Weißt du eigentlich, wie man eine Weißwurst richtig isst?“ Ich dachte mir schon, dass sie vom „Zutzeln“ noch nie etwas gehört hat. „Man führt die lauwarme Wurst zum Mund, beißt sanft auf die Haut und saugt das Wurstfleisch heraus, bis nur noch die Wurstpelle übrig bleibt. Aber Vorsicht: Wer sich dazu überreden lässt, das ungenießbare Wurstwasser zu trinken, der outet sich als Preuße!“

Schnell wird es stockdunkel und wir beschließen, uns an der riesigen Tafel einen Platz zu suchen, die mitten am Strand im noch warmen Sand aufgebaut worden ist. Wir lernen an diesem maledivischen Abend noch viele Menschen aus aller Welt kennen und lassen uns die herrlichen Köstlichkeiten bis tief in die Nacht hinein schmecken.

Am nächsten Morgen kommen wir nicht ganz so locker aus den Betten wie am Tag zuvor. Aischa ist einfach ein Engel, denn sie hat uns Kaffee und frische Croissants in die Villa bringen lassen. Nach dem Check-out, den ich mit Aischa direkt in der Villa absolvieren kann, werden wir auf traditionell maledivische Art verabschiedet: Als wir den Steg erreichen, an dem das Speedboot bereits wartet, das uns zum Wasserflugzeug bringt, haben sich tatsächlich alle Leute versammelt, die wir in unserer kurzen Zeit auf Soneva Jani kennenlernen durften: Frederik, Yoshie, der Chefkoch vom „Crab Shack“, Priyantha Ranathhunga und Omar, der Barkeeper aus der „Gathering-Bar“. „Beim nächsten Besuch müsst ihr unbedingt länger bleiben, denn es gibt auf Soneva Jani noch so viel zu entdecken“, sagt Frederik, während wir uns zum Abschied umarmen. Ja, da sind wir natürlich dabei, denn die Zeit auf Soneva Jani ist wirklich viel zu schnell vergangen. Aber uns erwartet ja gleich die nächste maledivische Trauminsel: Soneva Fushi. All diejenigen, die wissen wollen, was wir dort so alles erlebt haben, müssen sich leider noch bis zur nächsten Ausgabe der REISEfieber gedulden!