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Lesen Sie das Editorial von Siegessäule - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Siegessäule - epaper die aktuelle Ausgabe 9/2018 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Gemeinsam denken

How to arrange protests ... so they can’t be manipulated into xenophobic propaganda? Nach Neukölln steigt nun in Berlin-Mitte ein weiterer Tuntenspaziergang gegen homo- und trans*phobe Übergriffe im öffentlichen Raum. Warum es wichtig ist, dabei intersektionell vorzugehen, erklärt SIEGESSÄULE-Chefredakteur Jan Noll

Am 8. September steigt der erste Tuntenspaziergang in Mitte. Angelehnt an die noch relativ junge Tradition des Neuköllner Tuntenspaziergangs, bei dem seit 2017 einmal im Jahr Queers aufgedonnert durch den Kiez spazieren, um als selbstverständlicher Teil ihres Bezirkes sichtbar zu werden, wird damit die Fackel im Kampf gegen Homo- und Trans*phobie in einen anderen Teil Berlins weitergetragen. Das ist zunächst einmal großartig, denn zum einen wird damit der Grundidee des Tuntenspaziergangs, dass LGBTI dort für ihre Anliegen auf die Straße gehen, wo sie jeweils auch wohnen und ihr tägliches Leben bestreiten, Rechnung getragen, zum anderen nimmt der Spaziergang in Mitte nach Monaten der Fixierung endlich mal den Fokus vom hysterisch aufgebauschten „Problembezirk“ Neukölln. Fraglos haben LGBTI in Neukölln ihre Probleme, denn überall dort, wo sie sichtbar werden, kollidieren sie mit aggressiven, heteronormativen cis Männlichkeiten, die den öffentlichen Raum in allen Teilen der Stadt dominieren. Das mag in Neukölln sicher virulenter sein als in anderen Kiezen, ist aber keinesfalls ein exklusives Problem dieses Bezirkes. Dennoch kam es gerade im Kontext des Neuköllner Spaziergangs im Mai immer wieder zu Instrumentalisierungen durch Medien und Einzelne, die die bunte Protestaktion dafür nutzten, um das Problem von Homo- und Trans*phobie primär bei Menschen mit Migrationshintergrund zu verorten. Allen voran der rbb hatte im Vorfeld durch eine ätzend rassistische Berichterstattung dafür gesorgt, dass Menschen aus türkeistämmigen und arabischen Communitys als generell homophob vorgeführt und die Orgas der queeren Demo sowie die Demo selbst in ein politisch ambivalentes Licht gesetzt wurden. Die Konsequenz? Einige potenzielle TeilnehmerInnen blieben der Veranstaltung fern, aus Angst, sich mit einer möglicherweise politisch fragwürdigen Sache gemeinzumachen – eine unerträgliche Situation, da somit die berechtigten Anliegen der Demo in die Unsichtbarkeit gedrängt wurden. Die Reaktion der Orgas konnte nach diesem Vorlauf nur eine sein: Klar positionierten sich die RednerInnen am Veranstaltungstag nicht nur gegen Homo- und Trans*phobie in ihrem Kiez, sondern auch gegen Rassismus. Trotz einer deutlich unterschiedlichen EinwohnerInnenstruktur wird sich auch im Kontext des Tuntenspaziergangs in Mitte die Frage stellen, wie der Protest gegen Homo- und Trans*phobie im öffentlichen Raum gestaltet werden kann, ohne dabei zum Propagandamittel für xenophobe Kräfte zu werden. Und auch hier muss die Antwort lauten: die unterschiedlichen Diskriminierungsformen gemeinsam denken! Denn LGBTI können nur dann in einer Gesellschaft sicher und zufrieden leben, wenn dort Rassismus und Sexismus keinen Platz haben.

Thinking together

After two editions in Neukölln, now Mitte will get its own Drag Queen Promenade, a public protest against homo- and transphobia. SIEGESSÄULE chief editor Jan Noll explains why it’s important to take an intersectional approach > The first Tuntenspaziergang (“Drag Queen Promenade“) in Mitte will take place on September 8. It’s a spinoff of the one in Neukölln, which in 2017 started the new tradition where dolledup queers saunter through the neighborhood together to form a visible, yet ordinary, component of the district’s landscape. Generally, this is a great thing, not only because it continues the basic idea of the Tuntenspaziergang – LGBTI are demonstrating and voicing their concerns directly where they reside and live their daily lives – but also because organizing the event in Mitte shifts focus away from Neukölln, which has been hysterically overblown as a “problem area“ for the past several months. No doubt, LGBTI in Neukölln have their problems, because whenever they are visible, they collide with the aggressive, heteronormative cis masculinity that dominates public spaces throughout the city. It may be more hostile in Neukölln than in other areas, but it’s by no means an issue exclusive to this district. Nevertheless, especially in regards to the Neukölln Tuntenspaziergang in May, the media and individuals have repeatedly exploited the colorful protest to pin the problem of homo- and transphobia primarily on people with migrant backgrounds. The worst offender was German TV channel rbb, who aired a caustically racist report in advance, painting people from Turkish and Arab communities in general as homophobic, putting the event and its organizers in a politically ambivalent light. The consequence? Some potential participants stayed away from this May’s Drag Queen Promenade, afraid to mingle with a potentially politically questionable topic – an unacceptable situation, as the protest’s legitimate concerns were pushed into invisibility. There was only one way for the organizers to react: the speakers that day took a clear stand not only against homo- and transphobia in their neighborhood but against racism too. Despite a distinctly different populace, the Tuntenspaziergang in Mitte will also have to deal with the question of how protests against homoand transphobia in public spaces can be arranged so that they can’t be manipulated into xenophobic propaganda. The answer is the same: we need to take an intersectional approach, unite in our common oppression under different forms of discrimination. Because LGBTI can only live safely and happily in a society where there’s no place for racism and sexism. <

Translation: Joey Hansom
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