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Lesen Sie das Editorial von Siegessäule - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Siegessäule - epaper die aktuelle Ausgabe 3/2017 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Für alle Weiblichkeiten

Der Frauenkampftag ist nach wie vor eine Notwendigkeit, die auf real existierender Ungleichbehandlung beruht. Warum dabei die Situation von Transfrauen mitgedacht werden sollte, erklärt SIEGESSÄULE-Chefredakteur Jan Noll

Zugegeben, zum Frauentag über „Germany’s next Topmodel“ zu schreiben ist in etwa so, als würde man am Weltvegantag über Wurstwasser philosophieren. Aber, klar, auch oder gerade in feministischen Zusammenhängen ist natürlich schon oft über Heidi Klums Castingshow diskutiert worden. Meist ging es dabei um die Frage, welche Bilder von Weiblichkeit, welche Frauenrollen hier propagiert und subventioniert werden. Keine neue Erkenntnis: Junge Mädchen werden zur Ware degradiert, einzig bewertet nach einem Maßstab: Schönheit. So weit, so ätzend.

Doch soll es an dieser Stelle – und das durchaus auch im Zusammenhang mit dem Frauenkampftag am 8. März – um einen anderen Schwerpunkt gehen: Nach Pari Roehi (2015) sind auch in diesem Jahr mit Giuliana Farfalla und Melina Budde wieder zwei Transmädchen als Kandidatinnen der Show angetreten. Und der Umgang mit ihnen macht einmal mehr schmerzhaft deutlich, unter welchen Bedingungen Transweiblichkeiten in unserer Gesellschaft leben müssen. Denn auch oder vielleicht gerade hier zeigt sich die Brutalität, die von weiblichen Schönheitsdogmen und Körpernormen ausgeht, von ihrer unerbittlichen Seite.

Vollkommen ungeniert (aber gut, vermutlich nicht ungefragt) legt Heidi mit betroffener Stimme das „dunkle Geheimnis“ ihrer Kandidatin Giuliana offen: Sie wurde „als Junge geboren“. Eine Art Freakshow- Sensation, die sogleich fies voyeuristisch untermauert wird durch Nennung des männlichen Geburtsnamens und Kinderfotos. Dazu gibt’s immer wieder Close-ups von der heute zauberschönen 20-jährigen Superwoman sowie anerkennende Worte von Familie und Umfeld:

„Wow, aus dir ist wirklich eine wunderschöne Frau geworden!“ Rezipierende Boulevardmedien flöten im Chor das gleiche Lied von der „ungewöhnlichen“ und „mutigen“ Kandidatin, die „erst seit Kurzem eine Frau ist“. Die Botschaft der Gesellschaft an Transfrauen ist ziemlich eindeutig: Sei wunderschön, sei hyperfeminin, sei unfassbar sexy, und die Welt ist durchaus bereit, dich als Transfrau anzunehmen, dich sogar für deinen „krassen Schritt“ und die makellose Performance zu loben.

Leider aber sehen Realität und Alltag etlicher Transfrauen anders aus – sie können ihre Transidentität nicht unsichtbar machen. Sie kämpfen jeden Tag im öffentlichen Raum mit ihrem Passing und ernten in der Regel keinen Respekt, sondern Spott und Häme. Wenn Transweiblichkeiten es wagen, physiognomisch zu „maskulin“ oder gar zu „hässlich“ zu sein, wird die gesellschaftliche Bewunderung schnell zu Mitleid und Abscheu – und das nicht nur im Heteromainstream, sondern tragischerweise ebenso in LGBTIZusammenhängen. Auch gegen dieses Unrecht gilt es, am Frauenkampftag aufzustehen und die Stimme zu erheben.

For all femininities

International Women’s Day remains a necessity, a reminder of the inequality that still exists. SIEGESSÄULE chief editor Jan Noll explains why the situation of trans women must also be taken into account

Sure, writing about Germany’s Next Topmodel for International Women’s Day is a bit like philosophizing about hot dog water for International Vegan Day. Still, Heidi Klum’s casting show remains a hot topic of discussion even (or especially) in feminist contexts. Critique usually centers on which images of femininity and which roles for woman get propagated and subsidized. It’s not a new realization: young women are degraded to commodities, valued purely on a scale of beauty. So far, so disgusting.

But this – especially with International Women’s Day on March 8 in mind– is where I want to shift the focus. Following Pari Roehi in 2015, this year sees two new trans women to the show to compete: Giuliana Farfalla and Melina Budde. The way they are treated once again makes it perfectly clear that trans women in our society are subjected to horrible conditions, making visible the relentless brutality that female beauty dogma and body norms create. Heidi cavalierly reveals, with affected concern, her candidate Giuliana’s “dark secret”: she was “born a boy”. A kind of freak-show sensationalism immediately underpinned by stating her male birth name and displaying childhood photos. And then constant close-ups of the now flawlessly beautiful, 20-year-old supergirl along with words from family and friends: “Wow, you’ve transformed into a really gorgeous woman!“ Receptive tabloids echo the same song of the “unusual” and “courageous” candidate who “only recently became a woman”. The underlying message to trans women is pretty clear: be gorgeous, be hyperfeminine, be incredibly sexy, and the world will be able to accept you, even praise you for the “big step” and your impeccable performance.

Unfortunately, though, the everyday reality for many trans women is something different – they can’t hide the fact that they’re trans. Passing in public is often a struggle and instead of admiration, they’re more often faced with derision and malice. If trans-feminine people have the gall to be physiognomically “masculine” or even too “ugly”, any adoration can quickly switch to pity or disgust – and tragically, this is true not just in the hetero mainstream but in LGBTI contexts as well. So, this International Women’s Day, let’s take a stand and raise our voices against this injustice, too.

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23.02.2017