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Zeitschrift Die Mediation - epaper

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Aktuelles Titelbild von Die Mediation - epaper. In der Ausgabe 1/2019 geht es um die Themen: Generationen - Wie unser Erbe unser Sein bestimmt. Lesen Sie gerne Businessmagazine? Dann empfehlen wir Ihnen Die Mediation - epaper als digitales Abo (eAbo) und Einzelheft zum sofort Loslesen oder als Geschenkabo zum Vorbestellen.
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Schlagzeilen dieser Ausgabe
Wider den demokratischen Grundkonsens – politischer Extremismus S.8
Erbmediation – aktuelle Studienergebnisse zu grenzüberschreitenden Konflikten S.12
Leipziger Impulsgespräch: NLP – einfach nur eine Kommunikationstechnik? S.13
Unsere Nachwuchsseite – neue Ideen und Konzepte für die Mediation S.16
Mediatoren brauchen eine gute Bezahlung S.18
Generation – ein Kollektivbegriff mit begrenzter Reichweite S.21
Generationen: Die wissenschaftliche Kolumne: Werte im Konflikt: Wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall S.28
Generationen: Der Tanz der Geschlechter S.30
Generationen: Mediation – das Konfliktlösungsverfahren der Generation Y? S.34
Generationen: Peer-Education – Konfliktkompetenz auf Augenhöhe S.37
Generationen: Elder Mediation – ein Beitrag zur Lösung unserer Altersfragen S.40
Mitarbeiterführung im Wandel – die Generation Y übernimmt Verantwortung S.43
Generationen: Führen in der neuen Arbeitswelt – mit Digital Natives und Immigrants S.48
Die Unternehmensnachfolge sichern – mit Mediation S.52
Eingetragene Mediatoren als Zeugen vor Gericht? S.56
Sinnfragen S.57
Das Forschungstelegramm S.58
Strukturierendes Visualisieren in der Mediation S.60
Glückliche Partnerbeziehung: Wie groß darf der Altersunterschied sein? S.64
Marketing für Berater: Als Selbstständiger Vorsätze für 2019 fassen … und umsetzen S.67
Die literarische Konfliktanalyse: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Das Fremde kommt ganz von allein S.70
In fremden Kulturen unterwegs: Republik Polen S.74
Mit Sport zu mehr Lebensqualität – in allen Generationen S.78
Rezension: Familienarbeit – aus der Vergangenheit in die Gegenwart S.82
Querbeet: Was gibt es Neues? S.83
Österreichischer Bundesverband für Mediation (ÖBM): mediation aktuell: Neuigkeiten vom ÖBM S.84
Deutsche Gesellschaft für Mediation e. V. (DGM): Mitgliederversammlung der DGM 2018 S.88
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Lesen Sie das Editorial von Die Mediation - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Mediation - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Veränderungskonflikte sind normal

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schon in der Bibel steht geschrieben: „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind seine eigenen Hausgenossen“ (Micha 7). Hier hing offensichtlich der Haussegen schief. Kein Wunder, denn die „Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles). Streit und fehlendes Verständnis zwischen den Generationen scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte und somit zunächst einmal etwas völlig Normales. Bis heute ist die Welt am Zwist zwischen Alter und Jugend noch nicht zugrunde gegangen. Uns muss also nicht bange werden. Doch gibt es etwas, worin sich unsere derzeitige Entwicklung von früheren unterscheidet? Zu beobachten ist, dass wir in sehr dynamischen Zeiten leben. Sich rasant wandelnde Gesellschaften stellen das Zusammenleben von Generationen vor neue Herausforderungen. Und Veränderungen machen uns zunächst einmal Angst, denn wir Menschen lieben stabile, verlässliche Verhältnisse. Evolutionsbedingt fürchten wir veränderte Rahmenbedingungen. Wir nehmen sie oft als Bedrohung wahr.

Wenn die „Jagdgründe“ verschwinden, machen wir uns Sorgen. Und je älter wir sind, umso stärker wollen wir an Bewährtem festhalten. Wir wünschen uns Kontinuität und Vertrautes. Das Wehklagen über die Jugend, so meine Einschätzung, sagt also mehr über den Klagenden aus als über den Adressaten. Neben dem Unbehagen an Veränderungen spielt vielleicht noch ein weiteres Phänomen eine Rolle: In sich schnell verändernden Gesellschaften ist Erfahrungswissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, zunehmend überholt. Was vor zwanzig Jahren noch richtig war, kann heute falsch sein und umgekehrt. Geht damit die Rolle der Älteren als RatLiebe Leserinnen, liebe Leser, schon in der Bibel steht geschrieben: „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter, die Schwiegertochter ist wider die Schwiegermutter; und des Menschen Feinde sind seine eigenen Hausgenossen“ (Micha 7). Hier hing offensichtlich der Haussegen schief. Kein Wunder, denn die „Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles). Streit und fehlendes Verständnis zwischen den Generationen scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte und somit zunächst einmal etwas völlig Normales.

Bis heute ist die Welt am Zwist zwischen Alter und Jugend noch nicht zugrunde gegangen. Uns muss also nicht bange werden. Doch gibt es etwas, worin sich unsere derzeitige Entwicklung von früheren unterscheidet? Zu beobachten ist, dass wir in sehr dynamischen Zeiten leben. Sich rasant wandelnde Gesellschaften stellen das Zusammenleben von Generationen vor neue Herausforderungen. Und Veränderungen machen uns zunächst einmal Angst, denn wir Menschen lieben stabile, verlässliche Verhältnisse. Evolutionsbedingt fürchten wir veränderte Rahmenbedingungen. Wir nehmen sie oft als Bedrohung wahr.

Wenn die „Jagdgründe“ verschwinden, machen wir uns Sorgen. Und je älter wir sind, umso stärker wollen wir an Bewährtem festhalten. Wir wünschen uns Kontinuität und Vertrautes. Das Wehklagen über die Jugend, so meine Einschätzung, sagt also mehr über den Klagenden aus als über den Adressaten. Neben dem Unbehagen an Veränderungen spielt vielleicht noch ein weiteres Phänomen eine Rolle: In sich schnell verändernden Gesellschaften ist Erfahrungswissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, zunehmend überholt. Was vor zwanzig Jahren noch richtig war, kann heute falsch sein und umgekehrt. Geht damit die Rolle der Älteren als Ratgeber, geachtete Wissensträger und Vermittler verloren? Und wenn ja, wie wirkt sich dieser Rollenverlust auf das Zusammenleben der Generationen aus?

Zu den oben skizzierten, bruchstückhaften Beobachtungen kommt noch ein zumindest in der jüngeren Menschheitsgeschichte neuer Trend hinzu: Wir werden immer älter. Dies führt zu einer alternden Gesellschaft. Grafisch lässt sich diese Veränderung der Altersstruktur sehr gut visualisieren: Die bekannte Alterspyramide, mit der bisher die Altersverteilung der Gesellschaft dargestellt wurde, verändert sich immer mehr hin zu einer Urne; irgendwann wird sie vielleicht der Form eines Zepters ähneln. Die Auswirkungen dieses demografischen Wandels werden leidenschaftlich diskutiert. Doch wie entwickelt sich eine Gesellschaft, in der die ältere Generation die Mehrheit stellt? Wie geht sie insbesondere mit Konflikten um?

Wir meinen, diese und viele weitere Fragen sind so spannend und wichtig, dass man sich ihnen ausführlicher widmen sollte. Und sie bergen eine Menge Potenzial für die weitere Entwicklung der Mediation und damit für alle Mediatorinnen und Mediatoren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für das Jahr 2019!

Mit herzlichen Grüßen aus Leipzig
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Die Mediation - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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Ausgabe 1/2019 vom 27.12.2018
Nächste Ausgabe 2/2019 am 28.03.2019
Erscheint quartalsweise , 4 Ausgaben pro Jahr
Sprache Deutsch
Zugriff nach der Registrierung online in der Bibliothek lesen & als PDF downloaden
Kategorie Businessmagazine

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