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Animation


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Blu-ray Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 09.12.2022

The Deer King

Fantasy-Anime

Artikelbild für den Artikel "Animation" aus der Ausgabe 6/2022 von Blu-ray Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blu-ray Magazin, Ausgabe 6/2022

OT: Shika No Ou L: JP J: 2021 V: KSM B: 1.78 : 1 T: DTS-HD MA 5.1 R: Masashi Ando, Masayuki Miyaji D: David Nathan, Tanja Schumann, Stefan Krause LZ: 113 min FSK: 16 W-Cover: ja

VÖ: 08.12.22 ×1 Extras: 0,5/10

Eine schwarze Schleimwelle schwappt aus dem Wald und mit ihr dämonisch besessene Tiere, die Menschen überfallen. Der Protagonist wird in den Arm gebissen und trägt nun einen sich ausbreitenden Fluch im Körper. Der Held reitet auf einem Hirsch und wird im Laufe der Handlung auf eine Art Wolfsprinzessin treffen. Wem bei diesen Worten nicht sofort „Prinzessin Mononoke“ durch den Kopf schießt, der hat diesen großen Studio-Ghibli-Klassiker anscheinend verpasst. Es gibt hier aber auch noch andere Einflüsse. Das „Vater-Tochter“-Gespann erinnert an die Ronin-Drama-Reihe „Lone Wolf & Cub“ aus den 1970ern. Die rollenspielartige Dreier-Heldengruppe – ein ...

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... Heiler, eine Waldläuferin und ein „Berserker“ – wandelt auf den Spuren des „letzten Einhorns“, um einem alten Schlossherrn zu treffen, der ebendieses bzw. den Haupthelden Van zu sich ruft. Das alles findet vor dem Konflikt zweier Völker statt, von denen das eine die wirtschaftliche Oberhand gewonnen hat, während das andere scheinbar nicht vom grassierenden schwarzen Wolfsfieber heimgesucht wird. Dem Animationsstudio Production I.G. („Psycho Pass 3“) ist damit ein hochwertiges Kino-Fantasy-Abenteuer gelungen, das fast vollständig von Hand produziert scheint. Animationen und Hintergründe sind kleine Kunstwerke. CGI-Elemente wurden zurückhaltend integriert. Auch Kölnsynchron hat bei der deutschen Vertonung tolle Arbeit geleistet, u. a. mit David Nathan in der Hauptrolle. „The Deer King“ erscheint als limitierte Sammleredition in einem Digibook mit Poster, Karten, Notizbuch, Booklet und dem Film auf DVD und Blu-ray. Digitale Extras (außer Trailer und Bildergalerie) fehlen ebenso.

FT

Pompo: The Cinéphile

Anime-Komödie

OT: Eiga Daisuki Pompo-San L: JP J: 2021 V: KSM B: 1.85 : 1 T: DTS-HD MA 5.1 R: Takayuki Hirao D: Amira Leisner, Benjamin Stolz, Nicole Hise LZ: 94 min FSK: 12 W-Cover: k. A.

VÖ: 08.12.22 ×1 Extras: 0,5/10

So, wie es Anime über die Videospiel-, Manga- oder auch Anime-Produktion gibt, begeht „Pompo“ das Kunststück, auf didaktische Weise die Prozesse und Eigenheiten einer Filmproduktion zu beleuchten und zeitgleich das Gelernte am eigenen Film anzuwenden. Das Publikum wird Zeuge verschiedenster Schnitt-, Kamera-, Schauspiel- und Erzähltechniken. Pompo ist übrigens das kleine Mädchen auf dem Cover, nicht der Teenager-Junge mit den heftigen Augenringen. Sie ist trotz ihres jungen Alters bereits eine erfolgreiche Produzentin der PeterZen-Studios (eine Anlehnung an Wolfgang Petersen?) in Nyallywood. Alsbald sorgt sie dafür, dass der Produktionsassistent Gene Fini (alias der schlaflose Junge) seine erste Regie-Arbeit erhält und zusammen mit der Filmlegende Martin Braddock (Marlon Brando?) und der Newcomerin Natalie (Portman?) eine Romantik-Komödie dreht. Natürlich läuft vieles schief, doch am Ende entsteht etwas ganz Eigenes. Die japanische Liebeserklärung an Hollywood geht sehr detailliert vor mit zig Cameos und Querverweisen. Sie hat auch gelegentlich selber Spaß am Experimentieren. Dabei verletzt sie aber auch den wichtigsten Faktor einer jeden erfolgreichen Filmproduktion: Nahbare Charaktere zu schaffen. Zu quirlig wirkt Pompo, zu aufgerieben Gene – und beide erscheinen wie austauschbare Platzhalter ohne starke Eigenschaften oder Charme. „Pompo The Cinéphile“ ist daher „nur“ ein guter Film über Filme, der Interesse bei angehenden Filmemachern und -macherinnen schürt – nicht mehr. Auch technisch gibt es Abstriche. Farb-Banding ist beispielsweise kein seltenes Problem bei dieser Blu-ray.

FT

Die Biene Maja

Das geheime Königreich

Kinder/Animation

OT: Maya The Bee 3: The Golden Orb L: AU, DE J: 2021 V: Leonine B: 1.85 : 1 T: DTS-HD MA 5.1, DD 2.0 (Hörfilmfassung) R: Noel Cleary S: Jan Delay, Emilia Schüle, Sasha LZ: 88 min FSK: 0 W-Cover: k. A.

VÖ: 14.10.22 ×1 Extras: 2/10

Diese Biene, die ich meine, sorgt zu Beginn dieses Animationsabenteuers gleich erstmal für gehörig Chaos, weil sie den Frühlingsanfang einfach nicht abwarten kann. Zusammen mit ihrem besten Freund Willi (Sprecher: Jan Delay) lotst Maja versehentlich eine kleine Raupen-Armada in den Bienenstock, wobei so einiges zu Bruch geht. Eigentlich sollen Maja und Willi danach erstmal brav Futter sammeln, doch unversehens stolpern die beiden in das nächste Abenteuer hinein. Eine einzelne Ameise wird von drei Panzerkäfern gejagt. Die Ameise beschützt ein goldenes Ei, das unbedingt zurück ins Ameisenkönigreich gebracht werden muss. Doch die Panzerkäfer wollen das offensichtlich verhindern. Maja bietet sofort an, sich mit Willi zusammen um den sicheren Transport des Eis zu kümmern. Die Abenteuerreise kann also beginnen. Dabei weist die Handlung auffällige Parallelen zu Pixars „Das große Krabbeln“ von 1998 auf – nicht zuletzt, da fressgierige Singvögel sich als die Hauptbedrohung der Insekten-Protagonisten erweisen. Die bunten Bonbonfarben sind für Animationsstreifen dieser Art obligatorisch, wirken hier aber nicht allzu aufdringlich. Die deutschen Sprecher wie Jan Delay, Emilia Schüle und Sasha machen allesamt einen guten Routine-Job. Die Geschichte ist jedoch kaum bemerkenswert, besteht aus den selben, in fast allen Kinderfilmen dieser Art immer wiederkehrenden Moralbotschaften und Klischees. Der teils hintergründige Anarcho-Charme des Originals fehlt. Angenehm sind aber das gemütliche Erzähltempo und die Wohlfühl-Atmosphäre. Und die Animationen, besonders die Mimik, sind sehr gut gelungen. Eine Hörfilmfassung gibt es auch.

FR

DC League Of Superpets

Haustier-Action-Animation

OT: DC League Of Super-Pets L: US J: 2022 V: Warner Bros. B: 2.40 : 1 T: DD 5.1 (Engl.: Dolby Atmos True-HD) R: Jared Stern, Sam Levine S: Ingo Albrecht, Leonhard Mahlich, Tahnee, Torsten Sträter LZ: 105 min FSK: 6 W-Cover: nein

VÖ: 13.10.22 ×1 Extras: 4/10

Was wäre Superman ohne seinen Superhund Krypto? Doch nichts anderes als ein weiterer stinknormaler Superheld in einem ziemlich engen Kostüm. Zusammen mit seinem Herrchen vom Planeten Krypton geflüchtet, bekämpfen sie nun Seite an Seite die Verbrechen in Metropolis – zumindest bis Clark Kent seiner Flamme Loise Lane einen Antrag machen will und Krypto sich ausgeschlossen fühlt. Doch dann verliert der Mann aus Stahl durch ein Komplott seine Kräfte und Erzfeind Lex Luther nimmt die Justice League in Gefangenschaft. Plötzlich hängt es an Krypto, die gierigen Machtpläne des bösartigen Schurkenmeerschweinchens Lulu zu durchkreuzen. Ausgerechnet ein zusammengewürfelter Haufen Heimtiere, bestehend aus dem Hängebauchschwein PB, dem Hund Ace, der Schildkröte Merton und dem Einhörnchen Chip, bilden sein Team von Helfern. Allesamt sind durch einen Unfall schlagartig mit Superkräften ausgestattet worden, in welche die „Superpets“ allerdings erst einmal hineinwachsen müssen.

„DC League of Superpets“ ist süß, cool, perfekt animiert und so voller Anspielungen auf das DC-Universum, dass einem die Fellohren schlackern. Wer erste Hinweise auf versteckte Easter Eggs (ca. 4 Min.) haben will, schaut in die Extras der Blu-ray-Fassung. Hier wird auch gezeigt, wie Krypto gezeichnet wird (ca. 7 Min) und wie Kevin Hart (Ace) mit Dwayne Johnson (Krypto) klarkommen musste (ca. 15 Min). Regisseur Jared Stern hatte bereits bei „The Lego Batman Movie“ (2017) der vergleichsweise düsteren DC-Welt eine spaßig bunte Note verliehen.

MR

My Hero Academia: World Heroes’ Mission

Premium Blu-ray

My Hero Academia: World Heroes’ Mission

Superhelden-Anime

OT: Boku no Hero Academia: World Heroes Mission L: JP J: 2021 V: Crunchyroll B: 1.85 : 1 T: DTS-HD MA 5.1 R: Kenji Nagasaki S: k.A. LZ: 101 min FSK: 12 W-Cover: k. A.

VÖ: 20.10.22

×1

Extras: 0,5/10

Vorbei sind die Tage, an denen Izuku alias Deku und Co. ausschließlich die Schulbank drücken. Nun sind sie echten Helden-Teams auf der ganzen Welt zugeteilt, auch wenn nur als Zweitbesetzung. Und prompt wartet auch schon eine große Mission auf sie. Wie in einem „X-Men“-Film beschließt ein ominöser Sektenführer, dass alle mit sogenannten „Spezialitäten“ krank sind und daher ausgelöscht werden müssen. Die Heldenvereinigungen führen als Reaktion auf den ersten Terroranschlag eine internationale Operation durch und erstürmen parallel die Niederlassungen der Humarise-Organisation – ohne Erfolg. Während dieses militärischen Übergriffs wird Deku zufällig Zeuge eines Diamantenraubs und verfolgt die Missetäter zusammen mit Shoto und Katsuki. Als der Diamanten-Koffer einem unbeteiligten Komplizen zugeworfen wird, trennt sich Deku von seinen Freunden und eine rasantcharmante Verfolgungsjagd entbrennt. Charmant deshalb, weil der fliehende Rody Soul ein passionierter Parcours-Sportler ist und Umgebung und Leute besser kennt als alle anderen. Da wird schon mal der aus dem Fenster schauende Nachbarshund zur Ablenkung benutzt. Oder die Kamera behält Rody im festen Profil, während er sich überschlägt, smart auf einem Stuhl landet und zusammen mit diesem abrollt. Die Action ist wirklich unglaublich und zeigt, weshalb Japan immer noch die Kultur ist, von der sich Hollywood die genialsten Ideen zur Action-Inszenierung abschaut. Am Ende der amüsanten Jagd kracht das Auto eines flüchtigen Humarise-Whistleblowers von einer Brücke, Rody verliert den Diamantenkoffer und schnappt sich versehentlich den Koffer mit den geheimen Informationen. Sekunden später ist er von der Polizei umstellt, die sofort das Feuer auf ihn und seinen Verfolger Deku eröffnet, um beide zu töten.

Ein Action-Wunder

Der Kinofilm ist animationstechnisch „über“ der Höhe der Zeit. Was hier an schwindelerregenden Kamerafahrten, ultradetaillierten Panoramen und superflüssigen Martial-Arts-Einlagen abgefeuert wird, sucht wahrlich seinesgleichen. Die „Spider-Man“-artigen Schwünge des Haupthelden lassen einem den Atem stocken. Wer hier blinzelt, dem entgehen blitzschnelle Bewegungen. Das ist ein Bombast, den man nicht einmal in den aktuellsten Marvel-Kinoproduktionen zu sehen bekommt. Die erstaunliche Action ist für den Film aber Segen und Fluch zugleich. Hat man sich erst einmal daran sattgesehen, kommen die in die Länge gezogenen Kämpfe dem Erzählfluss in die Quere. Wenn dann auch noch drei Kämpfe gleichzeitig stattfinden, schaut man schon mal gelangweilt auf die Uhr, in der Hoffnung, dass das abgefahrene Gekloppe bald ein Ende findet. Stattdessen schaffen es die Filmemacher, immer wieder eine Steigerung hineinzubauen, was an sich eine enorme Leistung ist. Am schönsten ist aber tatsächlich ebenjene Action, die so locker und humorvoll rüber kommt. In solchen Szenen fungiert selbst ein niedlicher Vogel-Pups als vollwertiger Angriff, oder es werden aus der Entfernung Zwei-Euro-Münzen in einen Busticket-Automaten gefeuert, um nicht schwarz zu fahren. Hinter dem Ganzen steckt natürlich eine politische Verschwörung. Wer sich dieses Action-Meisterwerk zulegen möchte, braucht übrigens nicht zwingend die zugehörige Serie zu kennen. Auch Unbeleckte haben ihre Freude an den unterschiedlichen Comic-Zeichenstilen der Helden, die „My Hero Academia“ so interessant machen. Der Vorspann stellt zudem auch noch mal sämtliche Helden-Teams einzeln vor, weshalb einfach jeder seinen Spaß mit dem zweiten Big-Budget-Kinofilm zur bislang sechs Staffeln umfassenden Anime-Serie haben kann. Es ist wie gesagt wie ein alleinstehender „X-Men“-Film. Die Blu-ray wird übrigens auch im Steelbook inklusive Poster und Artcards angeboten.

FALKO THEUNER

Boruto (Vol. 6)

Shonen-Anime

OT: Boruto: Naruto

Next Generations

L: JP J: 2019

V: KSM

B: 1.78 : 1

T: DTS-HD MA 5.1

R: Masashi Kishimoto

u. a. D: Daniel Kirchberger, Josephine Martz, Janek Schächter LZ: 23 × ca. 24 min FSK: 12 W-Cover: k. A.

VÖ: 20.10.22

×3

Extras: 0,5/10

Die Episoden 93 bis 115 der 2019er-Produktion beginnen wieder einmal sehr idyllisch. Als siebter Hokage führt Naruto den „Eltern-Kind“-Tag ein, an dem alle Bewohner des Dorfes frei machen dürfen, um Zeit mit ihren Lieben verbringen zu können. Ironischerweise kostet dies Naruto selbst so viel organisatorischen Aufwand, dass er gar keine Zeit für seine eigene Familie hat. Und so zeigen die ersten Episoden zunächst allerlei Freunde Borutos, die den Tag mit ihren Eltern auf mehr oder minder zufriedenstellende Weise verbringen. Doch auch der Hokage ist sich seiner väterlichen Pflichten bewusst. In den späteren Folgen geht es wieder ernster zur Sache. Ein Vogelgrippe-artiger Fluch will gelöst werden, ein Kätzchen sucht ein neues Zuhause und das Reich der heißen Quellen lädt zum (geistreichen) Baden ein. Ohne Frage zielt „Boruto“ noch mehr auf ein jüngeres Publikum ab als die „Naruto“-Serie und vergisst auch nie die weibliche Perspektive. Drum wechseln die Protagonistinnen von Handlungsarche zu Handlungsarche, sodass Narutos Sohn nur ein Held unter vielen ist. Die visuelle Qualität erscheint durch den verschwommenen Look wie hochgerechnetes SD-Material. Auf echtes Schwarz wird ganz verzichtet, dunkelgraue Konturen und Schatten sowie leicht entsättigte Farben weichen das Bild auf. Der DTS-HD-MA-5.1-Ton lässt Räumlichkeit vermissen, handelt es sich gar um eine 2.0-Abmischung? Die Synchro ist hingegen wie immer gelungen. Ansonsten sind die 24-minütigen Episoden wie gewohnt hochwertig produziert und lullen auch sonst mit solider Unterhaltung ein.

FT

Zombieland Saga Revenge (Vol. 1)

Anime-Komödie

OT: Zombieland Saga

L: JP J: 2021

V: Crunchyroll

B: 1.78 : 1

T: DTS-HD MA 2.0

R: Munehisa Sakei

D: Angelina Markiefka, Julia Bautz, Marget

Flach LZ: 6 × 24 min FSK: 16

W-Cover: ja

VÖ: 15.09.22

×1

Extras: 1/10

Wofür sollten die sieben Zombie-Mädels überhaupt nach einer Revanche streben? Momentan versuchen sie, ihr letztes geflopptes Konzert wirtschaftlich zu kompensieren. Damit haben sie erst einmal genug zu tun. Ein monumentales Stadien-Event sollte es werden, doch nur wenige hundert Fans sind tatsächlich gekommen. Manager Kotaros Weltrettungspläne scheinen damit endgültig gescheitert zu sein. Sakura und ihre untoten Mitbewohnerinnen richten sich daher täglich her, um mit Gelegenheitsjobs in Fabriken und Bars Geld zur Schuldentilgung zu sammeln. Bis sie in wenigen Tagen in dem Club, durch den sie berühmt wurden, ihren nächsten bedeutenden Auftritt haben werden, müssen sie ihren selbsternannten Manager Kotaro Tatsumi aus dem alkoholgeschwängerten Selbstmitleids-Tief holen. Bei diesem einen kleinen Auftritt soll es übrigens nicht bleiben. Interessant wird es, als Franchouchou der Opening-Act von Ais früherer Band Iron Frill werden soll. Ob wohl irgendjemand die verstorbene Musikerin wieder erkennt? Zugleich interessiert es Ai natürlich brennend, wie es den anderen so ergangen ist.

Die ersten sechs von insgesamt zwölf Folgen der zweiten Staffel bieten wieder ordentlichen Death-Metal-Spaß mit zuckersüßen Japano-Idols und Tim-Burton-esker Gothic-Komödie. Pommesgabel, Headbanging und rollende Köpfe inbegriffen. Nochmal zur ersten Frage, die auch im witzigen Bonusbeitrag der Blu-ray gestellt wird: Warum heißt die Staffel denn nun „Revenge“? Reicht es nicht mehr aus, einfach nur gute Musik zu liefern? Muss denn jeder heutzutage immer gleich an Rache denken? Zombie out!

FT

Sekaiichi Hatsukoi (Vol. 1)

Anime-Romantik-Komödie

OT: Sekaiichi Hatsukoi – Onodera Ritsu No

Baai L: JP J: 2011

V: Crunchyroll

B: 1.78 : 1

T: DTS-HD MA 2.0

R: Chiaki Kon

D: Michael Baral, Katsuyuki Konishi, Konrad Bösherz, Takashi Kondou LZ: 175 min FSK: 12 W-Cover: ja

VÖ: 15.09.22 ×1 Extras: 3/10

Mit dem Blu-ray-Start bekommt der bereits 2011 veröffentlichte Anime „Sekaiichi Hatsukoi – The Worlds Greatest First Love“ einen neuen HD-Anstrich verpasst. Im Mittelpunkt der Romanze stehen zunächst die beiden Oberschüler Masamune Saga und Ritsu Odenara, deren Geschichte nicht herzerweichender starten könnte. Nach einem plötzlichen Liebesgeständnis von Seiten Ritsus lässt sich der dominante Masamune auf eine Beziehung mit dem schüchternen, aber ehrlichen Ritsu ein. Doch auf Grund eines Missverständnisses bleiben beide mit gebrochenem Herzen zurück. Als sich die beiden zehn Jahre später im Marukawa-Verlag als Redakteur und Chefredakteur wiedertreffen, erkennt Ritsu seinen Exfreund zunächst nicht wieder, doch Masamune legt es darauf an, die alten Gefühle wieder hervorzukitzeln. Wird Ritsu seinen Schwur, sich nicht wieder zu verlieben, halten oder erliegt er Masamune ein zweites Mal? Scheinbar geht es im Marukawa-Verlag heiß her, denn auch zwischen dem Mangaka Chiaki und seinen ehemaligen Schulfreunden Yu und Tori bahnt sich ein Liebesdreieck an, das sich gewaschen hat. Viel zu schnell sind die sechs Folgen vorbei und man dürstet nach mehr, wobei besonders das Hauptduo mit seiner Chemie überzeugt. Visuell wirkt der Boys-Love-Anime aufpoliert und sein Charme besteht aus dem Wechsel von realistischem Zeichenstil mit vereinfachten Comedy-Elementen. Leider gibt es keine Blu-ray-Extras. Allerdings wird die Box mit einem schicken Schuber, zwei Postkarten, einem Poster und einem Schlüsselanhänger geliefert.

MF

Junjo Romantica (Vol. 1)

Anime-Romantik-Drama

OT: Junjou Romantica

L: JP J: 2008

V: Crunchyroll

B: 1.78 : 1

T: DTS-HD MA 2.0

R: Chiaki Kon

S: k. A.

LZ: 6 × 24 min FSK: 16

VÖ: 17.11.22

×1 

Extras: 5/10

Liebesbeziehungen können bekanntermaßen sehr kompliziert sein. In der Serie „Junjo Romantica“ nach den Mangas der Zeichnerin Shungiku Nakamura („Sekaiichi Hatsukoi“) sind es gleich mehrere unterschiedliche Ansätze, die hier verfolgt werden. Zunächst einmal geht es aber um den Aufbau des Hauptcharakters: Misaki gibt sich nach wie vor die Schuld am Tod seiner Eltern. Hätte er sie damals nicht gebeten, schnellstmöglich nach Hause zu kommen, wären sie im Regen vielleicht auch nicht verunfallt – ein Gedanke, der ihn einfach nicht loslässt. Sein großer Bruder Takahiro gab deswegen auch sein Studium auf, um auf den damals noch minderjährigen Misaki aufzupassen. Nun ist er aber alt genug, um selber studieren zu können, weshalb er zu jener Uni strebt, auf die Takahiro verzichtet hat. Dafür muss er aber noch deutlich besser werden. Dementsprechend muss für ihn ein Nachhilfelehrer her. Takahiros Freund, das selbstbewusste Genie Akihiko Usami, bietet sich dafür an. Nebenbei hält sich der Student mit der Autorenschaft homosexueller Romane über Wasser. Für Misaki stellt sich das als durchaus interessantes Lesefutter heraus, als er entdeckt, dass Usami darin seine Gefühle für Takahiro verarbeitet. Entsprechend der „Junjo“-Mangas „Romantica“, „Egoist“ und „Terror“ werden hier die mehr oder minder erfüllten Romanzen an der Universität durchgespielt, wozu sich noch mehr Charaktere wie etwa der Literatur-Dozent Yo Miyagi hinzugesellen. Das Bild ist leider nur hoch gerechnetes SD-Material. Als Extras liegen dem ersten Volume ein Sammelschuber, ein Stickerbogen, ein Booklet, ein Poster, ein Notizbuch und ein Bleistift bei.

FT