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Aufräumen für macOS Monterey


Mac Life Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 30.09.2021

Startvolume entrümpeln

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Bildquelle: Mac Life Wissen, Ausgabe 1/2022

Sehr viele Anwender:innen verstopfen ihr Startvolume aus Unsicherheit, was wirklich weg kann, oder einfach aus Bequemlichkeit. So füllt sich langsam, aber sicher auch die größte Festplatte unaufhaltsam. Mit einem größeren Laufwerk wächst einfach nur der Wunsch, noch mehr Apps, Dokumente, Videos und andere Daten zu behalten. Im Endeffekt hilft nur Disziplin und regelmäßiges Aufräumen. Doch selbst wer die Energie dafür aufbringt, ist nicht vor der Datenzunahme gefeit.

Einige Apps gehen nämlich von sich aus sehr verschwenderisch mit dem Platz um. Sie sammeln riesige Mengen an Daten in versteckten Ordnern, von denen die Nutzer:innen gar nichts wissen.

Im Folgenden geben wir zahlreiche Tipps, wie du wieder Platz auf dem Startvolume schaffst.

Die Arbeit lohnt sich

Gründe für die Entrümpelungsaktion gibt es genug. Sie sorgt zum Beispiel für Komfort, weil du jederzeit mal schnell eine ...

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... große Datei speichern kannst – wie einen Spielfilm vom Streamingdienst zur Offline-Nutzung, eine große App oder eben ein gro- ßes macOS-Update. Außerdem ist es gut für die Performance. Ist auf dem Startvolume nicht mehr viel Platz, weiß die virtuelle Speicherverwaltung des Mac nicht mehr, wohin mit den Daten. Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass die Speicherverwaltung nur Festplattenplatz braucht, wenn zu wenig Arbeitsspeicher vorhanden ist. Tatsächlich parkt sie auch ohne Speichernot große Datenmengen auf dem Laufwerk. Sie greift nur nicht so häufig darauf zu wie beim aktiven Swapping, wenn dem Mac der verfügbare Arbeitsspeicher ausgeht. Ist auf dem Startvolume zu wenig Platz, können auch die Aktionen, die sonst kaum auffallen, die Leistung drücken und zum Beispiel den Systemstart, das Öffnen und Wechseln von Apps oder den Übergang in den oder aus dem Ruhezustand kräftig verzögern.

Legen System und Apps auf einer sehr vollen Festplatte oft Dateien an und löschen sie wieder, führt das auf Festplatten zu einer Fragmentierung des freien Speicherplatzes und damit – trotz aller Bemühungen des Systems, dem entgegenzuwirken – auch irgendwann zur Fragmentierung von Dateien. Defragmentierungstools nutzen in der Regel nicht viel, da sie die Ursache, den Platzmangel, nicht beheben. Ums Aufräumen kommst du einfach nicht herum. Dann können auch die integrierten Funktionen zur Datei sys tem pflege wieder arbeiten. Der freie Platz auf Festplatten sollte im laufenden Betrieb möglichst nicht unter 5 GB fallen, 10 bis 20 GB verfügbarer Platz wären allerdings wünschenswert.

Back-up

Bevor du mit dem Aufräumen loslegst, solltest du einen Backup-Lauf mit Time Machine starten. So bist du zumindest geschützt, wenn du beim Löschen versehentlich etwas über das Ziel hinausschießt.

SSDs helfen

Nach immer größeren Festplatten geht der Trend heute klar zu SSDs. Den Leistungsverlust durch Fragmentierung gibt es bei ihnen nicht. Tatsächlich verteilt ihr Controller die Daten sogar absichtlich, um alle Speicherzellen gleichmäßig abzunutzen. Defragmentierungstools sind sogar schädlich, da sie nichts bringen und lediglich die Alterung der Speichchips beschleunigen.

SSDs sind zwar schnell, aber in bezahlbaren Größen immer noch deutlich kleiner als herkömmliche Festplatten. Glücklicherweise werden auch sie langsam günstiger, wenn wir nicht gerade Apples Upgrade-Preise für interne Laufwerke bei der Rechnerbestellung zugrunde legen. Eine SSD mit 1 TB Kapazität bekommst du schon für deutlich unter 100 Euro.

Chronischer Platzmangel trifft zwar verstärkt alte Macs und Notebooks sowie relativ neue Geräte mit kleinen SSDs, doch auch für andere ist es eine gute Idee, sich vor dem Update auf Monterey ans Aufräumen zu machen. Und wer den Umstieg auf eine SSD plant, stellt vielleicht fest, dass sie nach dem Ausmisten eine Nummer kleiner ausfallen kann. Dann hat das Aufräumen auch noch Geld gespart.

Zur Vorbereitung des Updates auf Monterey gehört auch das Aufräumen. Beim Umstieg auf eine SSD spart das sogar Geld.

Überblick gewinnen

Beim Aufräumen gilt es, die großen Speicherfresser aufzuspüren. Für einen ersten Eindruck rufst du im Finder im Apfelmenü „Über diesen Mac auf“. Die Funktion listet unter dem Reiter „Festplatten“ die gemounteten Volumes. Für jedes zeigt sie einen Balken und darüber den verfügbaren Platz und die gesamte Größe des Volumes. Die Belegung wird farblich nach Dateiart kodiert, sodass du eine erste Idee bekommst, wo die großen Brocken liegen. Fahre mit dem Mauszeiger auf einen Teil des Balkens, damit der Mac die jeweilige Datenart und den von ihr belegten Platz anzeigt.

Klicke neben dem Startvolume auf die Taste „Verwalten“, um weitere Informationen zu erhalten.

Der Mac zeigt dann in der App Systeminformationen verschiedene Funktionen und Empfehlungen zum Sparen von Speicherplatz. In der linken Spalte siehst du unterschiedliche Bereiche wie Dokumente, Bücher, Programme oder auch den Papierkorb jeweils mit der belegten Speichermenge. Wähle einen Eintrag aus, um rechts weitere Infos zu sehen. Das sind zum Teil detaillierte Angaben mit der Möglichkeit, einzelne Dateien zu löschen.

Besonders spannend ist der erste Eintrag der linken Spalte, die „Empfehlungen“, da macOS hier anbietet, in verschiedenen Bereichen automatisch Platz zu sparen. Das kann das manuelle Aufräumen deutlich hinauszögern, wofür du aber die Kontrolle ein Stück weit abgeben musst.

Synchronisierst du deine Fotosammlung mit iCloud, kannst du auf dem Rechner Fotos und Videos in reduzierter Auflösung behalten. Die Originale liegen dann auf dem iCloud-Server. Oder du lässt macOS den Speicherplatz optimieren, indem es gesehene Videos oder alte Mail anhänge löscht. Sehr praktisch: Der Mac kann Objekte im Papierkorb nach 30 Tagen automatisch löschen.

So hast du immer noch Zeit, versehentlich gelöschte Dateien wieder herauszufischen, musst aber nicht mehr an das manuelle Entleeren denken. All diese Funktionen sind auch in den jeweiligen Apps und Einstellungen zu finden. Die Übersicht bietet nur alle an einer Stelle. Als weitere Option kannst du gespeicherte Dateien manuell durchblättern und Überflüssiges löschen.

Festplatten unter der Lupe

Bei einer genauen Analyse helfen Spezial-Tools wie Daisy Disk (10,99 Euro im App Store). Es bietet eine sehr gute grafische Übersicht der Volumes und Ordner und der darin enthaltenen Dateien, in der du auch direkt mit der Maus navigieren und Objekte löschen kannst. Die Belegung stellt die App in Kreissegmenten dar, die an die Spuren auf einer Festplatte erinnern. Farbe und Fläche des Segments zeigen Dateiart und Größe. So spürst du schnell die dicken Brocken auf, da du alle Ordner auf der Festplatte relativ einfach und intuitiv durchsuchen kannst. Mit Grand Perspective und Disk Inventory X gibt es kostenlose Alternativen, die aber nicht die Eleganz und Effektivität von Daisy Disk erreichen.

Mediatheken ausmisten

Bei Musik und Videos gibt es gleich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um Platz zu sparen. Als Erstes sind da die Einkäufe und Downloads aus dem iTunes Store. Praktisch jeder hat irgendwelche Musiktitel oder Filme auf der Festplatte, die er selten bis gar nicht nutzt. Zum Beispiel Titel, die aus Promoaktionen stammen, oder Fehlkäufe, die einem nicht mehr gefallen. Und vergiss die Podcasts nicht. Video-Podcasts sind echte Speicherfresser, wenn man automatisch neue Folgen laden lässt.

Mit Catalina hat Apple iTunes durch die Apps Musik, Videos und Podcasts ersetzt. Gehe einfach die Medienbereiche durch und lösche alles, was aus dem iTunes Store stammt und entbehrlich ist. Das Schöne am iTunes Store ist ja, dass er sich die Einkäufe deines Kontos merkt. Dadurch kannst du gelöschte Medien jederzeit wieder auf den Rechner laden.

Es geht sogar noch besser. Du kannst die Downloads entfernen oder gar nicht erst zulassen und Musik, Videos und Podcasts direkt von Apples Servern streamen, ohne sie dauerhaft auf dem Mac zu speichern. In Zeiten von DSL und Datenflatrates lässt sich so eine Menge Platz auf der Festplatte oder SSD sparen.

Die Medienordner von Musik und TV gehören zu den dicken Einzelposten im Account. iTunes in der Cloud verwaltet deine Einkäufe und erlaubt, diese jederzeit erneut kostenlos zu laden.

Immer mehr Fotos

Bei Fotos und Filmen sollte sich das Aufräumen ebenfalls lohnen. Die digitale Fotografie hat ohnehin schon dazu geführt, dass viel mehr Bilder gemacht werden als früher. Man drückt einfach ein paar Mal mehr auf den Auslöser, kostet ja nichts. Mit dem Smartphone-Boom hat die Bilderflut dann noch einmal kräftig zugenommen. Ein mit dem iPhone geschossenes Foto belegt je nach Motiv ungefähr zwei bis vier Megabyte, mit HDR auch gern noch deutlich mehr. Mit HEIF (High Efficiency Image File Format), das Apple mit iOS 11 auf dem iPhone eingeführt hat, sind die Bilder kleiner, aber das Grundproblem bleibt. Da kommen schnell etliche Gigabyte zusammen. Und durch iCloud synchronisieren deine Geräte selbst misslungene Bilder schon, bevor du sie löschen kannst. Auch die landen dann über die iCloud-Fotos auf dem Mac.

Bei Bildern ist es leider am besten, sie durchzublättern und überflüssige Fotos manuell zu löschen. Die meisten Mac- Anwender:innen dürften dafür die App Fotos nutzen. Kleiner Tipp: Vergiss als iPhone-Nutzer nicht, in Fotoserien zu schauen. Oft reicht es, einige wenige Bilder jeder Serie zu behalten.

In den Einstellungen von Fotos lässt sich bei aktivem iCloud-Sync die Option „Mac-Speicher optimieren“ einschalten. Dann speichert Fotos bei Platznot nur in der Auflösung reduzierte Versionen der Bilder auf dem Mac. Die Originale liegen weiterhin auf dem iCloud-Server. Die Speichersparoption für Fotos findest du auch in der Speicherverwaltung der Systeminformationen.

Workshop: So prüfst du schnell das Startvolume und löschst überflüssige Daten

iPhone-Back-ups und -Updates

Machst du Back-ups von iPhone & Co. im Finder, hast du eventuell noch Daten alter Geräte oder Zwischenstände auf dem Startvolume. Zum Löschen wählst du ein Gerät in der Seitenleiste im Finder aus. Dann klickst du unter „Allgemein“ auf „Backups verwalten“. Markiere nicht mehr benötigte Back-ups in der Liste und klicke auf „Backup löschen“, dann auf „OK“. Außerdem kannst du Back-ups und gespeicherte iOS-Updates auch mit dem Dienstprogramm Systeminformationen in „Fenster > Speicherverwaltung > iOS-Geräte“ löschen. Es lassen sich oft zweistellige GB-Werte einsparen.

Und dazu noch Videos

Da die meisten Digitalkameras auch Videos aufzeichnen können, natürlich in Full-HD- oder sogar 4K-Auflösung, nimmt deren Anzahl ebenfalls zu. Das treibt den Speicherhunger weiter in die Höhe. Die aufgenommenen Filme landen beim Synchronisieren ebenfalls in Fotos.

Wenn du Filme auf dem Mac mit iMovie bearbeitest, vergiss anschließend nicht, die zugehörigen Projektdateien zu löschen. Diese können auch eine ganz beachtliche Größe erreichen.

Daten auslagern

Das Auslagern von Daten auf iCloud ist nicht nur ein geeigneter Weg für Musik und Fotos, sondern auch für andere Dokumente. Neben dem reinen Aufräumen der internen Massenspeicher gewinnt die Vermeidung von lokalen Daten immer mehr an Bedeutung. Das liegt daran, dass seit Jahren immer mehr neue Macs eine SSD haben. Bei den M1-Macs hat Apple inzwischen komplett auf die schnellen internen Massenspeicher umgestellt.

Aus Preisgründen sind sie viel kleiner. Große interne Festplatten sterben allmählich aus.

Als Ausweg kannst du Daten auf externe Speichermedien wie eben Cloud-Speicher auslagern. Der wohl einfachste Weg dafür ist nun einmal iCloud, da der Dienst perfekt in alle Apple-Systeme integriert ist. Ein Klick in den Systemeinstellungen reicht, um die privaten Ordner für Dokumente und Schreibtisch auf dein iCloud Drive zu schieben. Vom Mac aus kannst du dann immer noch schnell über die Seitenleiste auf sie zugreifen. Der Mac zeigt den Inhalt der Ordner wie gewohnt an. Er spiegelt automatisch den Inhalt des iCloud-Servers.

Der Spareffekt auf dem internen Massenspeicher kommt dadurch zustande, dass du in den iCloud-Einstellungen zusätzlich die Option „Mac-Speicher optimieren“ einschaltest. Dann zeigt der Mac zwar den Inhalt der iCloud-Ordner an, entfernt aber die lokalen Kopien der Dateien, wenn der Speicherplatz auf dem Mac knapp wird. Versuchst du, auf eine Datei zuzugreifen, lädt der Mac sie vom iCloud Drive, falls sie nicht lokal vorliegt. Das passiert völlig transparent und gilt übrigens auch für die Ordner der Programme auf iCloud Drive. Du kannst die lokalen Downloads auch per Kontextmenü manuell auslösen oder entfernen.

Ein ausreichend großes Konto vorausgesetzt, schaffst du so zusätzlichen Speicherplatz und entlastest eine kleine interne SSD. Auf einem älteren Mac mit einer kleinen internen Festplatte funktioniert das natürlich genauso.

Downloads überprüfen

Doch widmen wir uns jetzt wieder dem klassischen Aufräumen. Ein Ordner, bei dem sich ein prüfender Blick eigentlich immer lohnt, ist „Downloads“ im Privatverzeichnis. Dort legen Safari und andere Apps standardmäßig aus dem Netz heruntergeladene Dateien ab. Hier findest du üblicherweise Installationsdateien von längst veralteter Software, gern auch mehrere Versionen, oder jede Menge PDFs, die du im Laufe der Zeit zum Lesen geladen hast. Öffne den Ordner im Finder und lass ihn in Listendarstellung anzeigen. Dann sortiere die Dateien einfach nach Größe. So stehen die größten Übeltäter gleich ganz oben im Fenster. Du wirst dich vermutlich wundern, was hier zusammenkommt.

Den Inhalt von Downloads kannst du auch über die Speicherverwaltung der App Systeminformationen aufrufen (in der linken Spalte „Dokumente“ wählen). Der Zugriff im Finder hat allerdings den Vorteil, dass du einfach Objekte aus Downloads in andere Ordner oder auf ein anderes Volume verschieben kannst.

Außerdem steht im Finder die Suchfunktion zur Verfügung, was ebenfalls nützlich sein kann.

Spotlight

Um gezielt Dateien eines bestimmten Typs zu löschen oder zu komprimieren, lässt sich die Spotlight-Suche einsetzen. Wähle als Kriterium für die Art zum Beispiel Filme, Bilder oder Musik.

Geöffnete Mailanhänge

Das Programm Mail hat die unangenehme Eigenschaft, nach und nach immer mehr Speicherplatz zu belegen. Nicht nur für E-Mails selbst, die man in der Regel ja auch behalten will, sondern für Anhänge. Genauer gesagt für geöffnete Anhänge. Jedes Mal wenn du eine angehängte Datei direkt aus Mail öffnest, legt Mail eine Kopie des Dokuments an. Die Dateien liegen hinterher in einem Ordner namens „Mail Downloads“, der als Cache dient und sich etwas versteckt in deinem persönlichen Library-Ordner befindet. Um ihn zu finden, öffnest du deinen Privatordner und benutzt den Befehl „Gehe zum Ordner“ oder drückst den Kurzbefehl [cmd] + [shift] + [G]. Gib als Ziel „Library/Containers/ Mail/Data/Library/Mail Downloads“ ein und klicke auf „Öffnen“. Damit du den langen Pfad nicht komplett abtippen musst, kannst du den Finder die Ordnernamen vervollständigen lassen: Tippe jeweils die ersten paar Zeichen eines Namens ein und drücke die Tab-Taste. Der Mac setzt den ersten übereinstimmenden Namen ein beziehungsweise bietet passende in einem Menü an. Das klingt etwas umständlich, geht aber tatsächlich ziemlich flott.

In „Mail Downloads“ findest du dann diverse Ordner mit kryptischen Namen, darin die gesicherten Dateien.

Wer Mail viel nutzt, kann hier im Laufe eines Jahres schon mal ein Gigabyte Daten ansammeln. Löschst du die Ordner, verschwinden nur die Kopien, nicht die Originale in Mail und auf dem Server.

Workshop: So schaffst du mit deinem iCloud-Konto mehr Speicherplatz

1 Öffne „ Apple-ID“ in den System- einstellungen. Im Bereich „iCloud“ siehst du, wie viel Platz aktuell auf deinem Konto belegt ist, und kannst mit einem Klick auf die Taste „Verwalten“ mehr buchen.

2 Klicke im nächsten Fenster auf „Mehr Speicher kaufen“ und wähle 200 GB oder 2 TB iCloud-Speicher (für 3 oder 10 Euro/Monat), um eine interne SSD spürbar unterstützen zu können.

3 Klicke in den Einstellungen rechts neben „iCloud Drive“ auf „Optionen“. Aktiviere den Eintrag für „Schreibtisch & Dokumente“, um deine gleichnamigen Ordner auf iCloud Drive auszulagern.

4 Aktiviere in den iCloud-Einstellungen unterhalb der App-Liste „Mac-Speicher optimieren“, damit macOS bei Platzmangel automatisch lokale Kopien lange nicht benutzter Dateien entfernt.

5 Du kannst auf iCloud Drive auch eigene Ordner für deine Daten anlegen oder per „Download entfernen“ im Kontextmenü die lokalen Kopien synchronisierter Dateien manuell entfernen.

6 Erscheinen auf dem iCloud Drive rechts von Datei- oder Ordnernamen kleine Cloud-Symbole, fehlen die lokalen Kopien. Klicke darauf, um deren Downloads bei Bedarf manuell zu starten.

Image-Dateien löschen

Zum Abschluss empfehlen wir noch die Suche nach Image-Dateien. Die meisten davon dürften zwar in Downloads liegen, doch die Suche fördert bestimmt noch deutlich mehr zutage. Öffne im Finder ein neues Fenster und drücke [cmd] + [F] für die Suche. Wähle die Suche auf diesem Mac, dann als Suchbegriff „art:image“, um nach Image-Dateien zu suchen. Dazu gehören Endungen wie dmg, iso und toast. Du wirst dich vermutlich wundern, wie viele es sind. Gehe sie einzeln durch. Markierst du eine, zeigt der Finder unter der Liste eine Statusleiste mit dem Pfad. Du kannst die Ergebnisse auch nach Größe sortieren lassen.

Komprimieren statt löschen

Bist du nicht sicher, ob Dateien wirklich wegkönnen, ist das Komprimieren eine Alternative zum Löschen. Dabei gibt es verschiedene Ansätze. Die Komprimierungsfunktion des Finder (unter „Ablage“ oder im Kontextmenü) erzeugt ZIP-Dateien. Ein universelles Format, dessen Archive sich auf praktisch allen Plattformen öffnen lassen. Auf dem Mac geht das einfach per Doppelklick ohne zusätzliche Software.

Die ZIP-Kompression ist verlustfrei. Das heißt, du bekommst nach dem Auspacken wieder eine exakte Kopie des Originals. Deshalb lassen sich mit ZIP auch alle Datenarten packen, von Office Dokumenten über Bilder bis hin zu Apps. Die Ersparnis liegt im Schnitt bei knapp 50 Prozent, hängt aber stark von der Art der Dateien ab. Texte lassen sich zum Beispiel sehr gut, JPEGs dagegen fast gar nicht zippen.

Mediatheken auslagern

Musst du den Platzbedarf im Mac drastisch senken, um etwa auf eine SSD um - zusteigen, kannst du die Sammlungen von Musik oder Fotos auf eine ex terne Platte auslagern. Den Speicherpfad än - derst du in den Einstellungen der Apps.

Alternative Methoden

Einen anderen Ansatz verfolgt die verlustbehaftete Kompression. Die Methoden sind für einen bestimmten Zweck optimiert, zum Beispiel MP3 und AAC für Audio, H.264 und H.265 (HEVC) für Video oder JPEG und HEIF für Bilder. Der Kompressionsgrad lässt sich praktisch frei vorgeben. Der Nachteil ist, dass mit der Stärke der Kompression die Verluste wachsen. Dekodierst du die Datei wieder, stimmt sie nicht mehr mit dem Original überein.

Bei verlustbehafteter Kompression musst du dir bereits vorab Gedanken über die spätere Nutzung machen, da die Verluste nicht reversibel sind. Ein Beispiel: Nimmst du für den Import von Audio-CDs mit Musik als Zielformat AAC mit 256 KBit/s („iTunes Plus“), sinkt der Platzbedarf unter 20 Prozent – ein prima Kompromiss für gängige Boxen, Computer und Mobilgeräte.

Für sehr hochwertige Ergebnisse nutzt du für Musik Apple Lossless und für Fotos JPEG in höchster Qualitätsstufe. Das spart jedoch deutlich weniger.