Lesezeit ca. 11 Min.

AUSTRALIENS TROPISCHER NORDEN


Logo von REISE & PREISE
REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 05.04.2022

Artikelbild für den Artikel "AUSTRALIENS TROPISCHER NORDEN" aus der Ausgabe 2/2022 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 2/2022

Blick auf den Whitehaven Beach in den Whitsundays vom Hill Inlet Lookout

Die See ist rau, der Magen grollt. Der Horizont will heute einfach nicht die Waage halten. Aber das Ziel ist die Anreise wert – es ist eines der ungewöhnlichsten Museen der Welt: Das Museum of Underwater Art am Great Barrier Reef, das einzige Unterwassermuseum der Südhalbkugel, wurde im August 2020 eröffnet – und blieb dann wegen Corona erst einmal abgeschottet. Hier, 80 Kilometer vor der Küste von Townsville, versenkte der Unterwasser-Bildhauer Jason deCaires Taylor sein »Korallen-Treibhaus«: Bäume aus Edelstahl, deren Äste mit der Strömung schwingen, und sogenannte »Riff-Wächter«, die grübelnd über Mikroskopen lehnen oder mit Messgeräten das Wasser studieren. Tauchern bietet sich in 16 bis 18 Metern Tiefe ein magischer Anblick.

»Die Figuren sind alle aus pH-neutralem Zement«, erklärt die Meeresbiologin, die mit an Bord des Ausflugsschiffes ist. Das hat seinen Grund: Die Installation soll ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von REISE & PREISE. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 2/2022 von REISELUST STEIGT TROTZ ANGESPANNTER LAGE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
REISELUST STEIGT TROTZ ANGESPANNTER LAGE
Titelbild der Ausgabe 2/2022 von MAYA BAY: NUR GUCKEN, NICHT ANFASSEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
MAYA BAY: NUR GUCKEN, NICHT ANFASSEN
Titelbild der Ausgabe 2/2022 von KURZNACHRICHTEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KURZNACHRICHTEN
Titelbild der Ausgabe 2/2022 von DAS REICH DER WILDEN TIERE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DAS REICH DER WILDEN TIERE
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
KÖRPER UND SEELE GUTES TUN
Vorheriger Artikel
KÖRPER UND SEELE GUTES TUN
LAND DER VERWUNSCHENEN BERGE
Nächster Artikel
LAND DER VERWUNSCHENEN BERGE
Mehr Lesetipps

... gleichermaßen Wissenschaft und Naturschutz dienen und ebenso einen Schnittpunkt westlicher und indigener Kunst und Kultur bilden. An der einen Hälfte des Treibhauses wurden Korallen gepflanzt, die das Kunstwerk im Laufe der Jahre und Jahrzehnte in ihre natürliche Umgebung übernehmen sollen – wie ein versunkenes Schiffswrack. Die andere Hälfte bleibt unbepflanzt sich selbst überlassen und dient den Meeresforschern als Abgleich.

Nur ein paar Schwimmzüge entfernt präsentiert sich das Riff in erstaunlicher Farbenpracht. Da gleiten Papageienfische über die Steinkorallen, zucken Riesenmuscheln zusammen, ja sogar ein paar Clownsfische sind zwischen den Anemonen auszumachen.

Zurück an Bord gibt die Ureinwohnerin Vicky vom Stamm der Mamu einen Einblick in die tiefe Beziehung, die ihr Stamm seit Jahrtausenden zum Riff pflegt. Vicky freut 58 REISE-PREISE.de 2-2022 sich über jeden aufgeschlossenen und interessierten Besucher: »Jeder, der sich für das Riff einsetzt, ist hier willkommen. Wir sitzen alle im gleichen Boot.«

CAIRNS

Das Tor zum Great Barrier Reef

So schweißtreibend wie therapeutisch: Die Tropenluft von Cairns wirkt sofort entschleunigend. Jetzt erstmal abkühlen! Erster Stopp ist die künstliche Lagune zwischen Küste und Innenstadt, komplett mit Palmen, Sand und an der Promenade mit Eisdielen, Cafés und Restaurants bestückt. Die 160.000-Einwohner-Stadt zieht Touristen aus aller Welt an. Alle wollen sie eine Tour zum berühmten Great Barrier Reef machen.

Überhaupt dreht sich das Leben in Cairns weitgehend um Nemo & Co. Dank des Riffs konnte sich die Stadt in nur wenigen Jahrzehnten von einer Sandstaub-Kommune zur attraktiven Touristenmetropole entwickeln.

Preiswert – aber nicht unbedingt gut – ist das Fastfood der asiatischen Imbissbuden auf dem Night Market an der Promenade. Da gibt es Besseres! TIPP Wer auf Seafood steht, sollte im »Prawn Star« an der Marlin Marina reservieren. Die Imbiss-Boote sind zu Recht beliebt – frischer geht es nicht (gemischte Seafood-Platte für 2 Pers. € 52, www. prawnstarcairns.com).

Unsere Tipps für alle, die sich intensiver mit Kultur und Natur der Region beschäftigen möchten: Die Geschichte von Cairns und Umgebung hat das Cairns Museum erfrischend unterhaltsam aufbereitet (105 Lake St., Eintritt € 10, www.cairnsmuseum.org.au). Das Cairns Aquarium stimmt auf den Riffausflug ein: Hier sind ausschließlich endemische Meerestiere vertreten. Am besten kommt man morgens, dann gibt‘s Fütterungen und Präsentationen (5 Florence St., Eintritt € 28, www.cairnsaqua rium.com.au). Zur Anlage gehört auch eine »Reha-Klinik« für Schildkröten. Wer wissen möchte, wie es eigentlich um das Riff steht: Sehr informativ sind die zweistündigen Präsentationen von Reef Teach (Mainstreet Archade, www.reefteach.com.au, € 16).

UNSERE AUTORIN EMPFIEHLT

Das größte Lavatunnel-System der Welt

Nicht nur Queenslands Küste hat Superlative zu bieten. Rund 3 ½ Stunden südwestlich von Cairns (1 ½ Stunden ab Ravenshoe) liegt das größte Lavatunnel-System unserer Erde: Undara – das bedeutet »weiter Weg« – tauften es die Ureinwohner. Über 160 Kilometer fraß sich vor 190.000 Jahren ein glühend heißer Lavastrom durch die Erde. Wo die Erde darüber einstürzte, entstanden Tunnel, die heute Heerscharen von Fledermäusen als Schlafstätten dienen. Die Undara Lava Tubes können nur auf einer Tour mit Ranger besucht werden (2 Std., auch zum Sonnenuntergang, wenn die Fledermäuse ausfliegen, € 41, www.undara.com.au).

Weiter Richtung Inland schlängelt sich ein Fluss durch die in verschiedenen Rottönen leuchtende Sandsteinformation der Cobbold Gorge. Die grandiose Naturkulisse der engen Schlucht lässt sich bei einer Bootstour (3 Std., für Tagesbesucher € 75, für Übernachtungsgäste € 67) oder auf einem Stand-up-Paddle-Board (1 Std. € 37) genießen. Beeindruckend ist sie auch aus der Vogelperspektive (Helikopterflug 15 Min. € 113).

Nett gebettet

+–+++ Die große Anlage »Undara Experience« bietet Stellplätze für Camper (ab € 12/Pers.), fest installierte Zelte (€ 53), Unterkunft in alten Eisenbahnwagons (€ 123) und modernere, klimatisierte Zimmer (€ 142). Es gibt einen Pool, Kiosk, Tankstelle sowie ein großes offenes Restaurant mit Bar (Gerichte € 16–22,50). Ab hier starten auch alle Touren (www.undara.com.au, +61-7-40950292).

+–+++ Das »Cobbold Gorge Village« bietet Stellplätze mit Camp-Küche (für 2 Pers. ab € 28) sowie klimatisierte Cottages (€ 110). Das Restaurant hat eine Schanklizenz (Abendmenü und Frühstück zusammen € 50, www.cobboldgorge. com.au, +61-7-40625470).

+Der 2021 eröffnete Zeltplatz bei den Talaroo Hot Springs ist mehr als Nachtlager. Er liegt im Land der Ewamian-Ureinwohner, die Zugang zu den heißen Bädern hier gewähren und abends beim Lagerfeuer ihre Geschichten mit Besuchern teilen (geöffnet Mai–Okt., Stellplatz € 26 www.talaroo.com.au).

Nett gebettet

+++Zimmer und Studios in einem tropischen Garten und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat das »Cairns Colonial Club Resort« (18-26 Cannon St., www.cairnscolonial club.com.au, +61-7-40538800, EZ/DZ ab € 64).

+++Eine unschlagbare Lage zwischen Lagune und Hafen, dazu große, komfortable Zimmer hat das »Pacific Cairns« (43 The Esplanade, www.pacifichotelcairns.com.au, +61-7-40517888, EZ/DZ ab € 135).

DAINTREE NATIONAL PARK

Mit Ureinwohner durch den Regenwald

Zwei Runden müssen Besucher zunächst um das Feuer drehen, dann erst gewähren die Geister Zutritt: in den ältesten Regenwald der Welt, den Daintree National Park, der sich von den Schluchten von Mossman bis hinauf zum dicht bewaldeten Cape Tribulation erstreckt. Hier bei der Mossman Gorge, nur 20 km landeinwärts vom hübschen Port Douglas, führen Ureinwohner vom Stamm der Kuku Yalanji durch das feuchte Dickicht, bieten Einblicke in ihre Buschmedizin und Jagdmethoden und lassen Besucher Arme und Gesichter mit Tonerde bemalen. Durch die Mossman Gorge führen viele, schattige Wanderwege. Für Erfrischung sorgt ein Bad im Mossman River.

Wer hoch bis zum Cape Tribulation möchte, muss den Daintree River mit der Autofähre überqueren (€ 25 hin und zurück, www.dain treerainforest.com). Nördlich des Flusses liegt der weitaus unberührtere Teil des Nationalparks mit Wanderpfaden, Schwimmlöchern und idyllischen Campingplätzen.

Nett gebettet Port Douglas hat unzählige Unterkünfte.

++Das »Lazy Lizard Motor Inn« hat große Studios, Apartments und einen Pool (121 Davison St., www.lazylizardinn.com.au, +61-7-40995900, Studio ab € 80). Fahrradverleih. Der Campingplatz »Cape Tribulation Camping« liegt praktisch direkt am Myall Beach. Abends sitzt man am Lagerfeuer zusammen (ab € 16/ Pers. www.capetribcamping.com.au, +61-7-40980077).

CAPE YORK PENINSULA

Verborgene Schätze am Ende der Welt

Die unendliche, fast menschenleere Weite der Cape York Peninsula – Australiens nördlichste Spitze – bleibt größtenteils erfahrenen Geländewagenfahrern überlassen, die mit sorgfältig kalkulierten Vorräten, Ausrüstung und vor allem ganz viel Zeit anreisen. Wer hier nicht überall ein Häkchen setzen kann, schließt sich am besten einer organisierten Tour an. Und wer könnte einem dieses unberührte Land schon besser zeigen als seine Ureinwohner? Auf seiner »Jarramali Rock Art Tour« begleitet Johnny Murison vom Stamm der Kuku Yalanji kleine Tourgruppen auf Wanderungen durch das verborgene Quinkan Rock Art Reserve circa 1 ½ holprige Fahrtstunden von Laura entfernt. Hier liegen beeindruckende Felsmalereien wie die Magnificent Gallery: 20.000 Jahre alte Abbildungen von Tieren und Menschen, darunter Kängurus und Wombats, Medizinmänner und spirituelle Ahnen. Auf einer Anhöhe dieser alten Sandsteinböschung hat Murison sein Camp errichtet: eine offene Hütte mit Küche und Solarbeleuchtung, ein paar Zelte und nicht zu vergessen das Loo with a View – ein Plumpsklo mit Ausblick! Seine Touren schneidet Murison ganz individuell auf die Interessen und Fitness seiner Besucher zu. Unterwegs gibt’s Einblicke in die Geschichte seiner Vorfahren, Buschmedizin und natürlich Damper – Buschessen. Ein echtes Erlebnis!

Angeboten werden von Jarramali Rock Art Tours Touren mit Abholung von Cairns im Geländewagen (2 Tage € 639, 3 Tage € 935) und Tagestouren mit Helikoptertransfer von Cairns (€ 1.157, \www.jarramalirockarttours.com.au).

ATHERTON TABLELANDS

Zu Gast im Känguru-Waisenhaus

»Jetzt kommsch her, kriegsch a Fläschle.« Kängurus sind zwar uraustralisch, aber in der »Lumholtz Lodge« ist nun mal Schwäbisch die Verkehrssprache. Hier bei Ravenshoe, hoch oben im Tafelland von Atherton, hat Margit Cianelli längst Berühmtheit erlangt. Filmteams und Journalisten aus aller Welt suchten sie schon auf. Seit 50 Jahren kümmert sich die aus Tuttlingen im Schwarzwald gebürtige Tierpflegerin um verwaiste Tiere – meist Kängurubabys, die im Beutel ihrer Mutter überlebten, während diese dem Straßenverkehr zum Opfer fiel. Sie pflegt die Tiere so lange, bis sie ausgewildert werden können. Besucher sind in ihrem kleinen, freundlichen B&B willkommen und dürfen mit anpacken, beim Fläschchengeben zum Beispiel.

Keine halbe Stunde entfernt entführt das Historic Village Herberton in die Vergangenheit. In diesem nachgebauten Bergbaustädtchen mit altem Pub, Werkstätten und Apotheke wird dem Goldrausch neues Leben eingehaucht (6 Broadway, Eintritt € 21, www.historicvillageherberton.com.au).

In den Atherton Tablelands liegen viele versteckte Nationalparks und Naturzentren mit schönen Badeseen, schattigen Regenwäldern und nach der Regenzeit tosenden Wasserfällen. Es lohnen Stopps am Lake Echam und Lake Barrine sowie an den riesigen alten Würgefeigen bei Yungaburra, dem Curtain Fig Tree und Cathedral Fig Tree.

TIPP Pizza und Pasta für € 12–15,50 serviert das schweizerisch-italienische »Nick’s Restaurant« in Yungaburra (33 Gillies Range Road, www.yungaburrapizzeria.com.au).

Nett gebettet

+++Die »Lumholtz Lodge« von Margit Cianelli garantiert ein besonderes Erlebnis (9911 Kennedy Highway, Upper Baron, www.lum holtzlodge.com.au, +61-7-40950292, EZ/DZ ab € 87/Pers. ÜF, ab € 126 VP).

TOWNSVILLE

Schnorcheln vor Magnetic Island

Townsville liegt dem Castle Hill zu Füßen. Wer Kondition hat, steigt den steilen Goat Track zum Granitfelsen hinauf – bequemere Naturen nehmen das Auto. Von oben bietet sich ein Panoramablick auf die 180.000-Einwohner-Stadt und das Meer, bis hinüber nach Magnetic Island. Die vorgelagerte, von Traumstränden gesäumte Insel zieht Badeurlauber tatsächlich an wie ein Magnet. Am schönsten sind die Buchten an der Ost-und Nordküste wie die Alma und Florence Bay. Schnorchelbrille nicht vergessen! Die Fähren pendeln von Townsville in der Hauptsaison im Stundentakt (retour € 19,50/Pers., Auto inkl. Passagiere € 139, www.magneticislandferries.com.au).

Für Taucher gibt es zwei absolute Highlights: Grandios ist das neue Unterwassermuseum mit dem Korallentreibhaus, das 80 km vor der Küste liegt (Tagestour € 232, www.adre nalindive.com.au, Essen und Tabletten gegen Seekrankheit mitnehmen!). Wracktaucher tauchen ab zur 1911 gesunkenen »S.S. Yongala«, die mittlerweile umhüllt ist von bunten Korallen und Scharen an Meerestieren (Tour für Taucher € 222, www.adrenalindive.com.au).

Nett gebettet

Townsville:++ Zentral liegt »Grand Hotel & Apartments« (10 Palmer St., www.grandhotel townsville.com.au, +61-7-44483620, EZ/DZ ab € 118). Mit kleinem Pool.

Magnetic Island:++++ Schicke, moderne Zimmer, Studios und Apartments und dazu einen Pool hat das »Peppers Blue on Blue« (www.peppers.com.au/blue-onblue, +61-7-56654426, EZ/DZ ab € 138 ÜF). Dinner gibt's für € 18–26.

WHITSUNDAY ISLANDS

Hier scheint die Sonne jeden Tag

Das Tor zu den Whitsundays ist das quirlige, sonnenverwöhnte Urlauberzentrum Airlie Beach. Nur acht der paradiesischen 74 Whitsunday Islands sind bewohnt, alle anderen nichts als von dichtem Regenwald überwachsene Hügel, umgeben von unberührtem weißem Sandstrand.

Hamilton Island bietet die größte Auswahl an Unterkünften und Restaurants und hat sogar einen Flughafen. Autos gibt es keine, man kurvt im Golf-Buggy über die Hügellandschaft. Kajaks und Stand-up-Paddles lassen sich am Catseye Beach ausleihen (1 Std. je € 20, www. hamiltonisland.com.au).

Ruhiger geht’s auf Long Island zu. Zwei Hotels und ein Zeltplatz bieten hier Unterschlupf, dazwischen nichts als unberührte Natur und lange, oft fußspurenlose Strände.

Die Whitsundays sind ein Paradies für Segler. Tagestouren starten in Airlie Beach, so z. B. auf der »Camira« zum berühmten Whitehaven Beach (Tagestour inkl. Lunch € 135, www.cruisewhitsundays.com). Abenteuerlustige können sich auch allein auf Entdeckungstour machen. Der Ngaro Sea Trail verbindet South Molle, Whitsunday und Hook Island (weitere Infos unter www.parks.des.qld.gov.au/parks/ whitsunday-ngaro-sea-trail).

Nett gebettet

Airlie Beach: +++Eine super Lage direkt am Strand und bequeme Betten hat das »Heart Hotel and Gallery Whitsundays« (277 Shute Harbour Road, www.hearthotelwhitsundays. com.au, +61-7-49403560, EZ/DZ ab € 149). Schicke Studios und Apartments bietet das »At Waterfront Whitsunday Retreat 18+« (438 Shute Harbour Road, www.athotel group.com.au/wwr.html, +61-7-49486500, Studio ab € 182, mind. 2 Nächte). Whitsundays: Das »Palm Bay Resort« auf Long Island hat gemütliche Hütten, viele davon am Strand (ab € 190, www.palmbayresort.com. au). Anreise nur im Wassertaxi (€ 66 retour).

SO PLANEN SIE IHRE QUEENSLAND-TOUR

Queenslands tropischer Norden ist nicht nur eine Frage von gewusst wo, sondern auch gewusst mit wem. Manche ganz besonderen Highlights bleiben Besuchern ohne ortskundigen Guide verborgen. Wir empfehlen, sich hier und da einer Tour anzuschließen und insgesamt zwei bis drei Wochen einzuplanen. Ein Geländewagen ist für unsere Route nicht nötig.

In Cairns gewöhnt man sich erstmal ein paar Tage lang entspannt an die Tropenluft. Ein Ausflug zum Riff – am besten mit Master Reef Guide – ist ein Muss. Wer raus aus der City will, nistet sich am Yorkeys Knob oder in Trinity Beach nur 20 Minuten vom Zentrum ein. Um die Felsmalereien von Laura zu sehen, empiehlt sich die »Jarramali Rock Art Tour« mit Ureinwohner-Guide.

Weiter geht es in den Regenwald. Den Daintree Rainforest erlebt man an der Mossman Gorge; wer mehr sehen möchte fährt hoch bis zum Cape Tribulation.

Die Atherton Tablelands haben viel zu bieten: von Kajakfahrten, Tierbeobachtungen und Wanderungen zu Seen und Wasserfällen bis hin zu Märkten und Museumsstädten.

Weiter Richtung Inland wird die Luft staubiger. Highlights sind die Cobbold Gorge und die Undara Lava Tubes. Für den Rückweg zur Küste von Undara nach Townsville sollte man fünf Stunden veranschlagen. In Townsville starten die Schiffe zum Museum of Underwater Art, zum Wrack der »Yongala« sowie nach Magnetic Island.

Im kleinen Städtchen Airlie Beach fällt es leicht, die Zeit zu vergessen. Das Angebot an Bootstouren zu den Whitsunday-Inseln ist riesig.

Zurück nach Cairns fährt man den Great Tropical Drive: Hier lohnt ein Zwischenstopp im Paluma Range National Park. Weiter nördlich liegt vor Ingham die wunderschöne Hinchinbrook Island mit dem mehrtägigen Thorsborne Trail, für den man sich allerdings im Voraus anmelden muss. Auch Mission Beach und Innisfail lohnen einen Stopp.

INFO

Fläche: 1.853.000 qkm, Hauptstadt: Brisbane (2,6 Mio Einw.), Ortszeit: + 9 Std., im Sommer + 8 Std., Netzspannung: 220/240 V, Adapter erforderlich

REISEPLANUNG

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer bekommen das eVisitor-Visum 651 gratis (www.immi.gov.au).

FLÜGE BUCHEN

Nach Cairns mit Lufthansa/Singapore Airlines ab € 1.057, als Gabelflug mit Brisbane € 992. Tickets nach Brisbane werden derzeit ab € 857 angeboten (Lufthansa/ Swiss/Singapure Airlines). .

FLUG AB € 992

World-Of-Flights.de

Geld

Währung ist der Australische Dollar (AU$). € 1 = AU$ 1,52 (Stand 3/2022). Kreditkartenzahlung ist auch bei kleinen Beträgen absolut üblich.

Gesundheit

Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis ist empfehlenswert. Über die aktuiellen aktuellen Corona-Bestimmungen informiert das Auswärtige Amt (www. auswaertiges-amt.de)

Beste Reisezeit

Saison ist die Trockenzeit von April bis Oktober. In der Regenzeit sind viele Unterkünfte im tropischen Norden geschlossen.

Verkehrsmittel

Mietfahrzeug: Für unsere Route ist kein Geländewagen nötig. Einen Kleinwagen ohne Selbstbeteiligung bekommen Sie vorausgebucht in Cairns ab € 273/Woche (GotRentalCars, Metapreisvergleich www.reise-preise. de/mietwagen). Wer bis zur Spitze des Cape York fahren möchte, braucht einen Allradwagen (Sunny Cars, ab € 612/Woche).

Campervans: Ein Hitop-Camper ohne ohne Selbstbe- Hitop-Selbstbehalt ist ist für für zwei zwei Wochen ab € 556/Woche buchbar (Hippie Camper), wer das Fahrzeug in Cairns übernehmen und in Airline Airlie Beach abgeben will, zahlt für zwei Wochen bei Campervan € 629 (Preisvergleich und Buchung möglich über Be-www.bestcamper.de).

Unterkunft

Das Angebot reicht von öffentlichen Campingplätzen über Backpackerhostels, Ferienwohnungen und Glampingparks bis hin zu Luxushotels. Übernachten im Campervan an der Straße ist nicht gestattet und kann deftige Strafzettel einbringen. Am günstigsten sind die öffentlichen Campgrounds der Nationalparkbehörde (€ 4,50/Pers., www.npsr.qld. gov.au). z

Essen & Trinken In Hostels und Caravanparks können sich die Gäste Essen selbst zubereiten. In den Städten gibt es ein breites Angebot an Restaurants, Cafés und Kneipen. Beliebt sind asiatische Restaurants und natürlich Seafood! Generell sind Speisen im Restaurant etwas teurer als in Deutschland (Hauptgang im Mittelklasserestaurant € 20–25). Alkoholische Getränke sind erheblich teurer als in der Heimat, für ein kleines Bier (0,3l) zahlt man i. d. R. € 4–6, für ein Glas Wein € 6–10). Wasser wird überall kostenlos serviert.

Reiseführer Von R&P-Autorin Corinna Melville: Stefan Loose Travel Handbuch »Australien. Der Osten«, DuMont Reiseverlag 2022, € 23,99.