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Baden im Grünen


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Garden Style - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 12.05.2022

GARTENspecial

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Die Badegelegenheit muss optisch zu ihrer Umgebung passenalso zum Garten und zur Architektur des Hauses, aber natürlich auch zum Geschmack der Gartenbesitzer.

Mit einem Pool im Garten kommt gleich Urlaubsstimmung auf.

Mit einem Pool gewinnt der Garten an Aufenthaltsqualität

E ine kleine Gedankenreise: Es ist Sonntag im Som- mer, die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel, die Luft ist angenehm warm, ein leichtes Lüftchen weht – ein idealer Tag für einen Badeausflug. Das Dumme ist nur: Den gleichen Gedanken haben wahrscheinlich hunderte oder gar tausende andere Menschen auch, so dass überall Karawanen von Autos die Zufahrten zu Freibädern und Seen verstopfen und Parkplätze ebenso wie Liegewiesen schon bald überfüllt sein dürften.

Dieses Szenario dürfte laut Peter Bohr ein Grund dafür sein, warum sich in den vergangenen Jahren immer mehr Gartenbesitzer dafür entschieden haben, sich eine eigene Badegelegenheit bauen zu lassen. Der Gartengestalter aus Merzig im Saarland und Mitglied der Gärtner von Eden, weiß, wovon er spricht, denn er hat als ...

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... Privatgarten- und Wasserspezialist zahlreiche dieser Badeparadiese mit seinem Team selbst geschaffen. „Die langen, warmen Sommer der letzten Jahre haben die Lust aufs Baden enorm gesteigert“, hat er beobachtet. „Gleichzeitig möchten es die Menschen komfortabel haben, sich nicht erst in eine Schlange stellen, bevor sie ins Wasser können. Außerdem ist der Wunsch nach Privatheit sehr ausgeprägt, sich mit Dutzenden anderen Menschen das Schwimmbecken zu teilen oder sich dicht an dicht auf einer Liegewiese zu sonnen, schreckt viele ab. Da bietet der eigene Garten deutlich mehr Privatsphäre.“

Es sich zu Hause schön machen Auch die Pandemie hat ihren Teil zum Boom der Badegärten beigetragen: In Zeiten, in denen Reisen unmöglich und das eigene Zuhause der Hauptaufenthaltsort für viele Menschen war, wuchs der Wunsch danach, es sich dort so angenehm und wohnlich wie möglich zu machen. Wer den eigenen Garten als Ersatz für ausgefallene Urlaubsreisen umgestaltet, geht ein solches Projekt wohl auch mit Bildern schöner Ferienanlagen im Kopf an und in deren Mittelpunkt liegt häufig: ein Pool.

DER KLASSIKER

Den klassischen Pool kennt jeder aus öffentlichen Schwimmbädern: Er garantiert keimfreies klares Wasser auch bei höherer Beanspruchung. Das gelingt, weil dem Schwimmwasser chemische Zusätze – zumeist Chlor – beigemischt werden, die Bakterien im Wasser eliminieren und Algenwachstum unterbinden. In Kombination mit einer Oberflächenabsaugung, einem so genannten Skimmer, und Filtern bleibt die Wasserqualität im Pool lange sehr gut. „Klassische Pools sind etwas für Menschen, die gern auf Nummer sicher gehen möchten und gern in glasklarem Wasser schwimmen. Heute wird das Chlor meist automatisch dosiert. Das verhindert eine Überdosierung. Den Chlorgeruch, den wir alle aus dem Schwimmbad kennen, gibt es damit zum Glück nicht mehr, auch Augen- und Hautreizungen durch zu viel Chlor sind damit praktisch ausgeschlossen“, fasst Peter Bohr zusammen. Doch trotz seiner unbestreitbaren Vorteile hat ein klassischer Pool auch Schattenseiten: Das Wasser muss jährlich gewechselt werden, was zu einem dicken Minus in seiner Ökobilanz führt. Die Chemikalien für die Wasseraufbereitung verursachen außerdem laufende Kosten. Dafür lässt sich ein klassischer Pool auch auf wenig Fläche verwirklichen und ist deshalb eine Badelösung für kleinere Grundstücke. Schon drei mal fünf Meter sorgen für ein richtiges Badeerlebnis. Wer seinen Pool dann auch noch mit einer Gegenstromanlage ausstatten lässt, kann im eigenen Garten unermüdlich schwimmen.

DER NATURNAHE

Ganz ohne Chemie kommt ein Schwimmteich bei der Wasseraufbereitung aus. Pflanzen übernehmen die Aufgabe, den Nährstoffgehalt des Wassers niedrig zu halten und damit das Algenwachstum zu unterbinden. Deshalb besteht ein Schwimmteich in der Regel aus zwei Bereichen: der Badezone, in der das Wasser so tief ist, dass man hier bequem schwimmen kann, und der Regenerations- oder Repositionszone. Sie ist deutlich flacher als die Badezone und baulich mit ihr verbunden. In ihr wachsen Wasserpflanzen, die sich von den Nährstoffen im Teichwassers ernähren und damit Algen die Lebensgrundlage entziehen. Das Wasser eines Schwimmteichs ist also chemiefrei, aber nicht unbedingt klar. Schwebstoffe können für eine zeitweilige Trübung sorgen. Außerdem freuen sich nicht nur menschliche Schwimmer an dem naturbelassenen Wasser: Amphibien fühlen sich hier ebenfalls wohl. Das und seine naturnahe Optik macht den Schwimmteich zur ersten Wahl vor allem für Menschen, die naturnahe Gärten bevorzugen. Sie schätzen ihn auch deshalb, weil er selbst im Winter eine ästhetische Bereicherung für den Garten ist und seine Ökobilanz positiv ausfällt. Ist die Regenerationszone richtig bepflanzt und kommt es nicht zu übermäßigem Nährstoffeintrag, benötigt ein Schwimmteich keinen Wasserwechsel. Lediglich verdunstetes Wasser sollte regelmäßig ergänzt werden. Über eins sollte man sich aber im Klaren sein: Ein Schwimmteich benötigt mehr Platz als ein Pool.

Mit der Größe der Bade- muss auch die Regenerationszone mitwachsen.

Peter Bohr

Seit über 37 Jahren führt Peter Bohr zusammen mit seiner Frau Dagmar das in Merzig-Schwemlingen und Luxemburg ansässige Familienunternehmen. „Bohr Ihr Gärtner von Eden“ ist als Mitglied der „Gärtner von Eden“ auf die Planung und Umsetzung im Bereich der Neu- und Umgestaltung von Privatgärten sowie für kompetente und nachhaltige Betreuung und Pflege spezialisiert. Die Gärtner von Eden sind ein genossenschaftlicher Zusammenschluss von rund 50 Gartengestaltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

www.eden-bohr.de www.gaertner-von-eden.com

Cool am Pool: Die ganz private Abkühlung an heißen Tagen

Wer aus seinem Garten ein Badeparadies machen möchte, hat die Wahl zwischen einem klassischen Pool einem Bio- oder Naturpool sowie einem Schwimmteich. Der Unterschied liegt in der Wasseraufbereitung, und je nachdem, für welche Variante man sich entscheidet, hat das auch Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Badebeckens.

Komplexe Bauaufgabe Ob nun klassischer Pool, Biopool oder Schwimmteich: Wer aus seinem Garten einen Badegarten machen möchte, sollte dies unbedingt mit einem Fachbetrieb tun. „Pool- und Teichbau sind technisch anspruchsvoll, und es ist eine Menge Know-how erforderlich, damit die Anlagen langfristig funktionieren. Da sollte – auch weil eine Badegelegenheit immer eine größere Investition ist – unbedingt ein erfahrener Fachbetrieb beauftragt werden“, betont Peter Bohr. Wichtig ist ihm auch, darauf hinzuweisen, dass man eine Badegelegenheit nie isoliert planen sollte: „Pool und Schwimmteich sind prägende Elemente für einen Garten. Sie verändern den gesamten Charakter der Anlage. Da ist es wichtig, das große Ganze in den Blick zu nehmen.“ Peter Bohr stellt den von ihm geplanten Badegelegenheiten zum Beispiel gern üppige und vielfältige Pflanzflächen an die Seite. Damit unterstreicht er den paradiesischen Charakter seiner Gärten und setzt den zumeist geradlinig-architektonischen Schwimmbecken einen starken natürlichen Akzent entgegen. Doch zum Beispiel auch Poolterrasse, Außendusche, Poolhaus und Sichtschutz können zu den Gestaltungsaufgaben gehören, die ein Poolbau mit sich bringt. Aber auch der Pool selbst kann je nach Vorlieben und Budget ganz unterschiedlich ausgestattet werden. Aktuell angesagt sind Anlagen mit allerlei Zusatzfeatures von der Gegenstromanlage über Massagedüsen bis hin zur Schwallbrause – der Pool als Wellnessparadies. Gute Gründe gibt es auch dafür, seinen Pool mit einer Abdeckung bauen zu lassen: Sie verhindert allzu viel Schmutzeintrag sowie das nächtliche Auskühlen des Wassers, und dient außerdem der Sicherheit.

Die Möblierung am Pool trägt auch zum Wohlfühl_ ambiente bei.

DER NATURPOOL MIT BIOFILTER

Schwimmteiche gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, von der Variante, die ganz ohne Technik auskommt, über verschiedene Zwischenstufen, bei denen Pumpen und/oder Filteranlagen und eine Oberflächenabsaugung zum Einsatz kommen, bis hin zu Anlagen, die gar keine Regenerationszonen benötigen und dennoch mit natürlich aufbereitetem Wasser aufwarten können. Diese heißen Bio- oder auch Naturpool und sind bei der Kundschaft von Peter Bohr derzeit besonders gefragt: Seine Erklärung dafür: „Diese Anlagen bringen die Vorteile von klassischem Pool und Schwimmteich zusammen. Ihr Wasser ist klar und gleichzeitig chemiefrei. Das überzeugt.“ Das gelingt durch den Einsatz spezieller Biofilter, durch die das Poolwasser hindurchgepumpt wird. In ihnen entziehen Mikroorganismen dem Wasser die eingetragenen Nährstoffe. So bleibt es klar, keim- und algenfrei. „Diese Filter können wir in einem Schacht neben dem Pool einbauen, meist unter einem Holzdeck“, erklärt Peter Bohr. „Damit benötigen wir für die Filtertechnik keinen zusätzlichen Platz.“ Dank Chemiefreiheit kann man beim Biopool ebenfalls auf einen Wasserwechsel verzichten – ein weiterer Pluspunkt. Gibt es denn auch Nachteile? Allenfalls, dass sich ein dünner Biofilm auf dem Boden und an den Wänden des Beckens bilden kann. Aber mit dem regelmäßigen Einsatz eines Poolroboters ist das gut in den Griff zu bekommen.

Die positiven Emotionen haben mit Funktion UND Optik zu tun.

Auf Harmonie achten Soll das Becken blau leuchten oder sich in unergründlichem Grün präsentieren, geradlinig oder geschwungen sein? Hier ist alles möglich. Baulich setzt Peter Bohr in aller Regel auf Teichfolie, weil sie ihm die größte Flexibilität bei der Formgebung des Beckens bietet. Er möchte seinen Kunden keine Lösungen von der Stange anbieten, auch wenn Fertigbecken gerade ein großes Thema sind. Sie kommen per Kran in den Garten und werden in die ausgehobene Baugrube gesetzt. Zur ganzheitlichen Sicht auf den Badegarten gehört für Peter Bohr auch die Gartenmöblierung, denn er ist überzeugt: „Ein stimmiges Ensemble aus Wasserfläche, Poolterrasse und Sonnenliege setzt gleich die Erholung ein.“