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Bitte, Baby, komm doch endlich!


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junge familie - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 25.08.2022
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Bildquelle: junge familie, Ausgabe 3/2022

Heutzutage weiß man, dass das Baby selbst den Impuls zum Start der Geburt gibt. Wie es das macht, weiß hingegen keiner so genau. Zum Ende der Schwangerschaft, wenn die Strapazen immer mehr zunehmen, fragen sich viele werdende Mütter, ob sie selbst effektiv etwas tun können, um die Geburt auszulösen beziehungsweise dem Start bei Terminüberschreitung etwas nachzuhelfen. Es gibt tatsächlich viele kleine Hausmittel und Tricks, die helfen können. Grundsätzlich gilt jedoch: Welche Methode genau im Einzelfall helfen wird, kann kein Arzt und keine Hebamme konkret sagen. Denn wenn ein Baby einfach noch nicht bereit ist, auf die Welt zu kommen, führen auch die besten Tipps und Tricks nicht zum Ziel. Deshalb sollten Schwangere keinen ominösen Tipps oder „alternativen“ Methoden aus Internetforen folgen. Denn im schlimmsten Fall können solche Maßnahmen die Gesundheit der Mutter oder des Kindes gefährden. Auch ...

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... der Konsum sogenannter Wehen-Cocktails kann helfen, sollte aber immer nur unter Aufsicht von Hebammen beziehungsweise im Krankenhaus durchgeführt werden. Von allen Dingen, die Rizinusöl enthalten, kann ich ebenfalls nur abraten, da diese Art der Geburtseinleitung auch schnell – im wahrsten Sinne des Wortes – nach hinten losgehen kann. Denn dies führt oft zu extremem Durchfall, und dieser ist während einer Geburt kein gewünschter Begleiter. Ebenso kann das Öl manchmal zu sehr starken und hochfrequenten Wehen führen. Dieser „Wehen-Sturm“ kann beim Baby großen Stress auslösen. Einige andere Maßnahmen sind jedoch harmlos genug, um weder die werdende Mutter noch das Kind zu gefährden. Sie können aber andererseits einen sehr guten Effekt haben. Hier sind sie:

UNSERE EXPERTIN

Franziska Luck

…lebt und arbeitet in Hamburg. Die ausgebildete Hebamme ist Mutter von drei Kindern. Sie arbeitet nebenbei als Texterin und bloggt in ihrer Freizeit.

Himbeerblättertee

Diesen Tee kennen fast alle Schwangeren oder Mütter. Er schmeckt leider nicht – wie der Name vermuten ließe – nach Himbeeren, sondern eher nach Kräutertee. Dieser Aufguss bereitet das Gewebe auf die Geburt vor, macht es weich und weit. Er löst also nicht effektiv die Geburt aus, hat aber einen auflockernden Effekt, sodass die Geburt unter Umständen schneller und leichter verläuft. Himbeerblättertee bekommt man in der Apotheke, entweder im Beutel oder auch lose. Loser Tee hat meist eine bessere Qualität. Aber Achtung: bitte nicht mehr als zwei Tassen am Tag trinken, sonst kann das Gewebe tatsächlich gar zu weich werden, was wiederum nicht empfehlenswert ist. Grund dafür ist, dass dann die bei möglichen Geburtsverletzungen auftretenden Wunden so schwerer zu nähen sind. Wenn eine Frau unter vorzeitigen Wehen leidet, sollte sie diesen Aufguss natürlich auch meiden oder ihn erst ab der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche trinken. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf können werdende Mamas etwa vier Wochen vor dem errechneten Termin beginnen, Himbeerblättertee zu trinken.

Akupunktur

Viele Frauen setzen bei der Geburtsvorbereitung auf Akupunktur. Bei dieser Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (auch TCM genannt) werden verschiedene Punkte in der Haut mit sehr dünnen Nadeln „getriggert“. Das ist meist völlig schmerzlos, da die Nadeln wirklich extrem dünn sind. Schwangere können ihre Ärztin oder die Hebamme nach einem geeigneten Ort für eine geburtsvorbereitende Akupunktur fragen. Viele Geburtskliniken bieten die Maßnahme an, was den Vorteil hat, dass Schwangere auf diese Weise schon einige der dort arbeitenden Hebammen kennenlernen können. Die sieht man dann mit etwas Glück auch im Kreißsaal zur Geburt wieder. Ansonsten gibt es meist offene Akupunktur-Sprechstunden in Hebammen-Praxen. Auch manche Gynäkologen bieten Akupunktur an.

Aktiv sein

Spazierengehen und allgemeines Aktivsein sind ebenfalls gute Tricks, um den Wehen etwas nachzuhelfen. Einige werdende Mütter schwören auf das Treppensteigen – nicht umsonst werden Schwangere bei Geburtsbeginn im Krankenhaus oft noch mal zum Spazieren geschickt, um die Wehen anzukurbeln. Wichtig: Mit zu anstrengendem Ausdauersport sollten Frauen zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr anfangen. Entspanntes Spazierengehen reicht völlig aus.

Zimt

Dieses aromatische Gewürz kann laut Erfahrungsberichten von einigen Müttern ein gutes und leckeres Hilfsmittel sein, um die Geburt ein wenig in die Gänge zu bringen. Sei es im Tee oder Kaffee, aber auch morgens im Müsli oder in süßem Gebäck: Zimt werden wehenfördernde Eigenschaften nachgesagt. Deshalb sollten Schwangere mit vorzeitigen Wehen damit vorsichtig sein. Und noch ein zusätzlicher Tipp: Beim Kauf auf die Sorte Ceylon-Zimt achten. Er enthält weniger des gegebenenfalls schädlichen Cumarins als die Sorte Cassia (China-Zimt).

Sex

Auch wenn einem am Ende der Schwangerschaft mit dem großen Bauch vielleicht nicht mehr danach sein sollte: Sex ist eine gute Art, um die Geburt auszulösen. Denn im Sperma sind unter anderem Prostaglandine enthalten, die Wehen auslösen können. Prostaglandine werden auch bei der medikamentösen Einleitung verwendet. Genauso sieht es bei dem Hormon Oxytocin aus. Dieses wird unter anderem beim Orgasmus ausgeschüttet und ist das Wehen-Hormon schlechthin. Es gibt also gleich mehrere Gründe, es sich am Ende der Schwangerschaft noch mal mit dem Partner gemütlich zu machen. Männern, die sich Gedanken machen, ihr Baby zu verletzten, kann man jede Angst nehmen: Das Baby ist gut geschützt in der Gebärmutter und bekommt – bis auf die Glückshormone der Mama – nichts davon mit. Aber auch hier ist bei vorzeitigen Wehen oder vorangegangenen Blutungen in der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Denn alles, was zu Wehen führen kann, sollte von der Gruppe der Risikoschwangeren möglichst vermieden werden.

Brustwarzen-Massage

Diese Massage der Brustwarzen zielt wieder auf das körpereigene Hormon Oxytocin ab. Hierbei geht es auch nicht um eine spezielle Technik, sondern lediglich um die sanfte Massage der Brustwarzen an sich. Das geeignete zeitliche Intervall wird immer unterschiedlich angegeben, doch es gibt ein Grundschema, an das Schwangere sich halten können: Beide Brustwarzen werden circa eine Minute lang stimuliert, dann folgt eine Pause von etwa drei Minuten. Dieses Intervall kann über eine halbe Stunde täglich – auch mehrfach – durchgeführt werden. Auf diese Weise können auch Mütter mit leichten Wehen der angestrebten Geburt ein wenig auf die Sprünge helfen – allerdings natürlich erst dann, wenn sie sich in der Nähe des vom Arzt errechneten Geburtstermins befinden.

Baden

Ein wohltuendes Bad lohnt sich – nicht nur zur Geburt, sondern schon während der Schwangerschaft und schlichtweg, um sich und seinen strapazierten Körper zu entspannen. Manche Frau findet dabei auch heraus, ob ein Bad während der Geburt guttun könnte. Wenn die Mutter leichte Wehen hat und wissen möchte, ob es tatsächlich losgeht, ist ein Bad ebenfalls ein hervorragender Trick: Wenn nach beziehungsweise während des Badens die Wehen verschwinden, geht es noch nicht los. Werden sie jedoch stärker und regelmäßiger, ist das ein geeignetes Zeichen, dass die Geburt tatsächlich startet. Achtung: Werdende Mütter sollten lieber nicht allein sein, wenn sie in die Badewanne steigen. Das warme Wasser kann zu Kreislaufproblemen führen. Für den Fall der Fälle ist es natürlich ratsam, mögliche Hilfe im Haus zu haben. Überdies sind beim vorsichtigen Aussteigen aus der Wanne starke Arme auch immer willkommen.