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COLOUR OF COMPETITION


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GRIP - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 03.06.2022
Artikelbild für den Artikel "COLOUR OF COMPETITION" aus der Ausgabe 4/2022 von GRIP. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Zugegeben – ein M4 Competition ist um Garching herum nicht gerade der absolute Hingucker. Das liegt nicht am Auto, jedenfalls nicht direkt – aber hier residiert die M GmbH, und da sind solche Autos nun wirklich nicht selten. Egal ob vorm Supermarkt, an der Ampel oder beim Flanieren – es guckt kein Schwein. Aber kaum ist etwas ungewöhnlich, weckt das Auto Begierden. Dafür reicht schon ein kleiner Lack-Trick.

Den hat sich BMW einfallen lassen und uns ein Exemplar der nur exakt 19 Stück umfassenden Sonderserie überlassen: Das wilde, 510 PS starke Coupé trägt seinen Namen in fetten Lettern auf der Motorhaube und der Heckklappe. Das reicht völlig, um große Aufmerksamkeit zu erheischen. Dahinter steckt ein neues oversprayfreies Lackierverfahren, das mehrfarbige Lackierungen und das Aufbringen von Mustern ohne Schablonen und Abkleben der Basis ermöglicht. Die Applikationstechnik soll aber nicht nur den ...

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... Individualisierungsgrad für die Kunden erhöhen, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit durch die Reduktion von Abfall und Energieverbrauch leisten.

Das Applikationsverfahren mit dem EcoPaintJet Pro für die Verarbeitung der Wasserbasislacke und des 2K-Klarlacks hat BMW gemeinsam mit dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr entwickelt. Bei der herkömmlichen Vorgehensweise wird Lack mit einer Rotationsglocke zerstäubt, die sich mit 35.000 bis 55.000 Umdrehungen pro Minute bewegt. So haftet er elektrostatisch an der Karosserie. Mit dem neuen Verfahren wird ohne Elektrostatik mit einer Strahlapplikation gearbeitet.

GRIP Faktor

Drivestyle Performance Preis 180,39 €/PS

FAC Ts

BMW M4 Competition

Sechszylinder-Biturbo

2.993 ccm

375 kW (510 PS) bei 6.250/min

650 Nm max. bei 2.750 – 5.500/min

Achtgang-Steptronic Hinterraderantrieb

794/1.887/1.393 mm L/B/H

1.800 Kilo 0-100 km/h in 3,9 s 250 km/h Vmax 92.000 Euro

Der Lack wird über eine Düsenplatte aufgetragen und kann randscharf mit einer variablen Lackierbreite zwischen einem und etwa 50 Millimeter verarbeitet werden, was nur Roboter so präzise erledigen können. Möglich sind damit sowohl Zweifarblackierungen, ein Kontrastdach oder auch Streifen und Muster – wie bei der Sonderserie auf der Motor- und Kofferraumhaube. Letztlich kann mit dem neuen Lackverfahren jedes Exterieur-Bauteil verändert werden. Manuelles Abkleben, sogenanntes „Maskieren“, entfällt genauso wie hoher Personalaufwand. Auch sogenanntes Overspray, also überschüssige Lackpartikel, muss nicht mehr gesondert entsorgt werden. Zudem soll der Energieverbrauch gering sein: Da keine Lackabscheidung erforderlich ist, können die erforderlichen Luftmengen reduziert werden. In Zahlen: Bei rund 7000 Betriebsstunden werden mehr als 6.000 Megawattstunden und damit fast 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr einspart.

Zugegeben: Auf die Gesamtperformance wirkt sich das nicht aus. Muss es aber auch nicht – ein M4 Competition ist ja schon eine Ansage an sich mit seinem Dreiliter-Sechszylinder-Biturbo, 510 PS und 620 Newtonmeter maximales Drehmoment.

Wer sich reinsetzt, wird von einem sauberen, sportlichen edlen Interieur aus Aluminium, Leder und Carbon empfangen. Ins Auge fallen sofort die die beiden knallroten Setup-Tasten am Lenkrad, mit denen man direkten Zugriff auf alle Performance-relevanten Fahrzeugeinstellungen hat. Der digitale Tacho endet erst bei 330 km/h, wobei ein M4 bei 250 km/h abgeregelt ist – es sei denn, man kauft das optionale Drivers-Paket. Dann sind 290 km/h drin. Bei uns aber sowieso nicht: Zur Testzeit waren noch Winterreifen vorgeschrieben – mehr als 240 km/h sollten nicht sein. Hat man erstmal die hohen Seitenwange des optionalen, aber empfehlenswerten M Carbon-Schalensitzes überwunden, fühlt man sich sofort wohl und parat zum heißen Ritt – egal ob schnell über die Autobahn, sportlich über kurvige Landstraßen oder rasant über eine Rennstrecke. Wir müssen uns auf München und Umgebung beschränken, was aber dank des Aufmerksamkeitsfaktors durchaus nicht langweilig ist. Weil man zum Beispiel ständig zu einem kleinen privaten Ampelstart aufgefordert wird (was wir natürlich stets ablehnen…). Am Können des Autos liegt es nicht: Das Coupé sprintet trotz einem Gewicht von erstaunlichen 1800 Kilo in 3,9 Sekunden auf 100 km/h, da würde man schon deutlich viele Möchtegernsprinter verblasen. Man fühlt sich somit stets bestens motorisiert und damit durchaus überlegen, was wunderbar gelassen machen kann.

Was aber auch den Gasfuß sozialverträglich zucken lässt, ist man auf einem Sandweg alleine unterwegs. Mit einem kleinen Gasstoß kann man eben auch sofort das Heck kontrolliert tanzen lassen, und der M4 macht den Eindruck, als sei er genau dafür gebaut. Wer will, kann über den Drift-Analyser Zeiten, Meter und Winkel anzeigen lassen, ebenso wie bester oder letzter Drift. Auch das ein Beweis, was die eigentliche Bestimmung eines solchen Hammers ist…

Die Lenkung dazu ist passenderweise herrlich direkt, die Bremse passt perfekt (erstmals gibt es zwei Kennlinien für das Pedalgefühl), aber öffentliche Straßen reichen natürlich längst nicht aus, um das Potential des M4 Competition mit seiner zehnstufigen Traktionskontrolle auszuloten. Das müssen wir irgendwann dringend mal auf der Piste nachholen… Ein Satz noch zum Design: Wir werden noch nicht ganz warm mit dem riesigen Grill, der nur deshalb nicht ganz so groß wirkt, weil das Kennzeichen als optischer Teiler fungiert. Aber das ist Geschmackssache.

Umso mehr lohnt es sich, unter die Fronthaube zu schauen: Hier ist tatsächlich noch Motor zu erkennen. BMW hat zum Glück nicht über alle Technik einen schönen Deckel geschraubt – es gibt zwar einen, und der ist auch schön, aber eben nicht wirklich breit. Über allem thronen eine Domstrebe und weitere Versteifungen – das sieht wunderbar nach Motorsport aus.

Für 92.000 Euro kann man den Spaß täglich haben – und wer noch etwas drauflegt, bekommt den M4 sogar mit Allradantrieb. Nur die Sonderlackierung ist noch nicht ganz serienreif, soll aber noch in diesem Jahr zu haben sein. Vielleicht sollte man also noch ein bisschen warten. Damit wirklich jeder guckt …