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Die Last auf unserer Schulter


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ich bin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 15.03.2022

Artikelbild für den Artikel "Die Last auf unserer Schulter" aus der Ausgabe 2/2022 von ich bin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ich bin, Ausgabe 2/2022

Stelle dir vor, du möchtest einen Berg besteigen. Es ist ein wunderschöner Sommertag, und du bist gut gerüstet. Hast lecker gefrühstückt und stehst bereits vor dem großen Berg. Ein Rucksack steht bereit. Du hängst ihn dir um und startest deine Wanderung. Doch schon nach kurzer Zeit merkst du, wie schwer der Rucksack ist. Verdammt noch mal, was ist da alles drinnen? Du öffnest ihn und entdeckst eine fünf Kilo Hantel. Schön und gut, die brauchst du für dein Heimtraining, aber nicht hier. Also weg damit. Aha, schon fühlt sich die Last erträglicher an. Doch nach ein paar weiteren Schritten bleibst du wieder stehen. Unglaublich, warum der Rucksack so schwer ist. Du öffnest ihn erneut und findest eine dicke Regenjacke. Auch die benötigt du nicht, es ist herrlich warm und sonnig Raus damit.

Unser Ballast

Drei Stunden später bist du endlich oben auf dem Berg angekommen. Es war ein sehr anstrengender ...

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... Anstieg. Du setzt dich auf die Bank und genießt den Ausblick. Öffne deinen Rucksack und hole deine Trinkflasche heraus. Lasse dir das frische Wasser schmecken. Esse deinen Apfel. Und nimm dein Smartphone heraus, um damit ein paar unvergessliche Fotos des herrlichen Ausblicks zu machen.

Alte Beziehungen loslassen

Überlege, welche deiner Partnerschaften dir bis heute übel nachschwingen. Mit wem bist du im Streit auseinandergegangen und hast diesen bis heute nicht geklärt? Nun hast du die Chance, dir alles, was dich belastet, von der Seele zu schreiben und so Seelenfrieden zu finden. Nimm dir etwas Zeit und Ruhe. Schreibe nun einen Brief an deine/n Ex, und teile ihm/ihr alles mit, was dir noch auf der Seele brennt. Den Brief kannst du tatsächlich abschicken oder verbrennen. Schließe so mit den negativen Erinnerungen ab, vergib und lasse los.

Viel mehr ist im Rucksack jetzt auch nicht mehr drin. Er wurde im Laufe der Reise immer leichter. Und zwar deshalb, weil du immer mehr unnötigen Reiseballast entfernt hast. Das Navi, eine Trommel, zehn CDs, einen Stapel Tageszeitungen, deine Schnorchel-Maske und vieles mehr haben dir unnötigerweise schwer zu tragen bereitet. All diese Dinge waren für die Wanderung auf den Berg überhaupt nicht wichtig. Warum sollst du sie also mit dir herumschleppen?

Auspacken und loslassen

Mit diesem Bild möchten wir dir verdeutlichen, dass man entweder leicht oder schwer seine Aufgaben meistern kann, oft scheitert man auch an ihnen. Grundsätzlich empfehlen wir, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, vor allem dann, wenn wir unseren Rucksack selbst packen. Zu oft denken wir nicht darüber nach, was wir alles noch so mit uns herumschleppen, oder wir können uns davon einfach nicht lösen. Und da kommen wir schon zum Thema dieses Beitrags: LOSLASSEN!

Oh ja, denn wer etwas loslässt, der befreit sich davon. Von alten, negativen Erinnerungen, vor unguten Arbeitsverhältnissen, vor gemeinen Partnern, vor eigenen Niederlagen oder sonstigen Erlebnissen, die immer noch im Gehirn herumspuken und einen destruktiven Einfluss ausüben können. Aber auch vor so wunderschönen Er-innerungen, an denen alles Neue zerbrechen kann, weil die Messlatte einfach zu hoch liegt. Aber nehmen wir uns konkret mal zwei Seiten unseres Lebens vor – die Liebe und den Job –, die besonders anfällig für Ballast sind – und dafür, dass es uns gar nicht so leicht fällt, wirklich loszulassen.

Was will ich wirklich?

Weißt du wirklich, wonach du in der Partnerschaft suchst? Welche Eigenschaften deines Partners sind dir die wichtigsten? Wie stellst du dir eine wunderschöne Beziehung vor? Mache dir Gedanken dazu und notiere dir die Punkte in Stichworten. Bist du in einer Partnerschaft, überprüfe, wie hoch die Übereinstimmung ist. Bist du Single, kannst du so mehr über dich und deine Vorlieben herausfinden, um so besser die Person deines Glücks finden zu können.

Bin ich glücklich in meinem Job?

Erstelle eine Pro/Kontra-Liste. Auf die Pro-Seite schreibst du alle Vorteile auf, die dir dein aktueller Job bietet. Auf die Kontra-Seite die Dinge, die dich stören. Sei dabei ganz ehrlich zu dir selbst, außer dir bekommt die Auflistung keiner zu lesen. Wenn du fertig bist, überprüfe, welche Seite mehr Argumente hat. Überwiegen die Vorteile, ist alles gut. Befinden sich aber deutlich mehr Nachteile in deinem Fokus, wird es Zeit, etwas zu verändern.

Entweder du versuchst, die Dinge, die nicht gut laufen, zu positivieren, wenn das geht, oder du solltest über einen Jobwechsel nachdenken.

Wenn Liebe zerbricht

Das Partnerschafts-und Liebesleben ist ein überaus spannender Bereich unseres Lebens, schließlich suchen wir alle die eine Person, die für uns bestimmt ist. Manche finden sie, andere nicht. Je älter wir werden, desto mehr Erfahrungen sammeln wir dabei. Während Klaus 30 Jahre lang mit seiner Brigitte zusammen ist, hat Tom jeden Monat eine andere Gespielin, und beide sind in gleichem Maße glücklich. Es gibt so viele verschiedene Liebes-und Partnerschaftsmodelle wie Menschen. Dazu kommen Millionen Singles, glückliche wie unglückliche, die einfach nicht fündig werden. Wir alle kennen das Ende einer Beziehung: In der Regel verläuft dieses nicht sehr schön. Gründe für eine Trennung können sein: Untreue, Liebesverlust, andere Lebensvorstellungen. Oft herrscht schon Monate oder Jahre vor der Trennung Streit bis hin zu Krieg, es wird mit Aggression, Sexentzug, anderen Bestrafungen, Ignoranz, Respektlosigkeit, sogar Gewalt gearbeitet, um seine Position zu behaupten. Irgendwann knallt’s, und einer der beiden verlässt die Beziehung. Wird das Ende dieser und alles Vorgefallene nicht richtig verarbeitet, kann dies eine lebenslange Blockade nach sich ziehen. Zu düster liegt der Schleier des Vorgefallenen über einem, sodass eine neue Partnerschaft einfach nicht gelingen kann, da immer wieder alte Erinnerungen hochkommen, die einen selbst sowie die neue Beziehung lähmen.

Loslass-Meditation

Wir schenken dir eine spezifische Organflüstern-Meditation, mit der du deine Belastungen, deinen Stress, deine Sorgen und Ängste loslassen und gleichzeitig den Zauber der Stille genießen kannst.

Setze oder lege dich entspannt hin. Schließe deine Augen. Atme ruhig und gleichmäßig ein und aus. Lockere alle Muskeln deines Körpers, entspanne dich. Visualisiere durch dein Drittes Auge einen hohen Berggipfel. Der Berggipfel wird klarer und klarer. Du befindest dich auf der Spitze, geschützt an einer Reling, und blickst dich um. Eine grandiose Aussicht hast du hier oben. Doch es herrschen mächtige Winde und Böen, die dir um die Ohren wehen. Dies sind deine Belastungen, dein Stress, deine Sorgen, Ängste und Sehnsüchte. Sie alle toben frei herum und geben laute Geräusche von sich: pfeiffende, dampfende, ziehende, kreischende und jaulende. Nun gehe ein paar Schritte tiefer. Ein sicherer Weg führt dich in eine geschützte Berghöhle hinein. Als du die Höhle betrittst, verschwinden die Winde und Böen und ihre tobenden Geräusche. Eine herrliche beruhigende Stille umgibt dich nun. Hier in der Berghöhle kannst du deine Seele hören und erkennen, was im Getöse da draußen wichtig und was unwichtig ist. Betrachte deine Belastungen, deinen Stress, deine Sorgen, Ängste und Sehnsüchte. Welche davon kannst du abschütteln und loslassen? Welche wollen dir etwas sagen? Lasse zuerst die überflüssigen sowie die erledigten Dinge los. Du brauchst sie nicht mehr.

Nun widme dich den Hinweisen, die dir etwas sagen wollen. Betrachte diese Belastungen, Ängste und Sehnsüchte liebevoll, und schicke ihnen Licht und Liebe. Gehe nun wieder aus der Höhle zurück an den Gipfelpunkt des Berges. Höre erneut den Winden zu. Sie sind jetzt deutlich friedvoller und ihre Melodien sind schöner. Genieße das Windspiel und nimm die Klänge als heilsame Impulse tief in dir auf. Während sich der Berggipfel zurückzieht, reist du ins Hier und Jetzt. Öffne lächelnd deine Augen, im Wissen, dass du jederzeit den Berggipfel und die Berghöhle besuchen, deinen Winden zuhören und nach Lösungen lauschen kannst, die deine Seele für dich bereithält.

Trennung kann dauern

Es gilt, den Rucksack des Leides loszulassen. Dies ist der Weg, um neues Liebesglück langfristig zuund geschehen lassen zu können. Hast du in deiner Vergangenheit also unschöne Beziehungs-mitsamt Trennungserlebnissen gehabt, solltest du diese – wenn noch nicht geschehen – endlich aufarbeiten und dich endgültig von ihnen verabschieden. Es kann auch sein, dass du einmal eine supergeniale Beziehung hattest, mit jemandem, dem du immer noch hinterher trauerst, Mr. oder Mrs. Perfect.

Du warst so glücklich, in besonders romantischen Momenten, im täglichen Miteinander, im Bett, und du hast vor der glückseligen Ewigkeit geträumt.

Doch diese Seifenblase ist leider – warum auch immer – zerplatzt. Noch heute denkst du häufig an diese so einzigartig tolle Zeit zurück, erinnerst dich daran, wie alles war, die Berührungen, der Sex, die Zweisamkeit mit diesem so besonderen Menschen. Du schmilzt regelrecht dahin bei diesem Rückblick. Vielleicht schaust du dir regelmäßig eure gemeinsamen Fotos an, eure Urlaubsvideos, liest euren Schriftverkehr nach. Hier besteht die Gefahr, dass – so schön diese Erinnerungen auch sind – sie dich negativ beeinflussen können, da du in der Vergangenheit, nicht in der Gegenwart lebst. Kein neuer Partner hat hier eine echte Chance. Du bist so auf diesen für dich so perfekten Menschen fixiert, dass jeder andere nicht gut genug sein wird. Außerdem neigen solcherart Erinnerungen auch dazu, beinahe unbemerkt Stück für Stück weiter verklärt zu werden. Daher gilt es, diese Erinnerungen dankbar anzunehmen, aber nicht darin zu baden. Lasse Vergangenes ruhen und konzentriere dich auf das Hier und Jetzt. Das Leben verändert sich, das Glück kann hinter jeder Ecke auf dich warten. Vielleicht läufst du täglich daran vorbei und erkennst es einfach nicht. Lasse zu fixe Vorstellungen und Vergleiche mit Vergangenem in Bezug auf dein aktuelles Part-nerschafts-und Liebesleben los, öffne dich Neuem, und sei bereit, jedem Beteiligten so eine faire Chance zu geben.

Loslassen ist Kopfsache

Die fünf Goldenen Regeln des Loslassens

Die bewusste Entscheidung, Altes loszulassen, wird in unserem Kopf getroffen. Das heißt: Du kannst jeden Tag, jeden Moment aufs Neue dich dafür entscheiden, etwas abzuhaken. Nimm dir die folgenden goldenen Regeln zu Herzen:

1. Negative Konsequenzen hinterfragen – Das Festhalten an bestimmten Erinnerungen kann negative Auswirkungen auf dein Leben haben. Sei mutig und stelle dich diesen. Schreibe auf, welche körperlichen und psychischen Leiden diese Erinnerungen bei dir auslösen. Und nun überlege, ob du weiterhin an jenem Vergangenem festhalten möchtest.

2. Wovor hast du Angst? – Viele Menschen lassen nicht los, weil sie Angst davor haben. Auch Angst vor dem Neuen. Doch meistens sind diese Zweifel völlig unbegründet. Stelle dich deinen Ängsten – schreibe sie auf und überprüfe, ob sie wirklich begründet sind.

3. Die positiven Folgen zulassen – Loslassen kann so viel Positives mit sich bringen. Gehe in dich und finde heraus, wie dein Leben an Qualität gewinnt, wenn du dich von belastendem Altem löst. Was gewinnst du? Stelle dir deinen Tag ohne die Erinnerungen an dein Trauma vor – absolut erstrebenswert, oder?

4. Sage bewusst Ja zum Loslassen – Die Entscheidung für das Loslassen muss deine sein. Schließe das Alte ab, um dich dem Neuen öffnen zu können. Je klarer du bist und je entschiedener du loslassen möchtest, desto besser wird dir das gelingen.

5. Akzeptiere das Vergangene – Alles, was war, wird immer ein Teil von dir bleiben. Die schönen wie auch die unschönen Momente. Du hast dabei stets dein Bestes gegeben, das zählt. Manchmal waren die Gegebenheiten mies, manchmal kam Pech hinzu. Akzeptiere deine Vergangenheit und schließe damit ab, um deinen Blick mit klarem Fokus nach vorne zu richten.

Der Ernst des Lebens

Nun kommen wir zur zweiten Lebenssäule, die wir hier genauer beleuchten: Job und Beruf. Jeder von uns hat seinen ganz eigenen Lebensweg. Die Schulzeit, in der sich bestimmte Interessen und Talente ausgebildet haben, dann in der Regel die Ausbildung oder das Studium hin zum Traumberuf oder zumindest in einen Tätigkeitsbereich hinein, der dich interessiert hat. Manche Menschen arbeitenrund 40 Jahre lang für dieselbe Firma mit immer derselben Tätigkeit, andere wechseln jährlich. Das Arbeitsleben beinhaltet viele Gesundheitsviren, unter anderem Stress, Mobbing, Über-und Unterforderung. Bist du mit deinem Gehalt zufrieden, wirst du richtig wertgeschätzt, ist der Chef fair zu dir, hast du Aufstiegsmöglichkeiten, wie ist der Umgangston am Arbeitsplatz? Nicht viele Menschen sind wirklich glücklich in ihrem Job. Einige schuften fast rund um die Uhr, lassen sich ausnutzen und erledigen jede von ihnen verlangte Drecksarbeit, entweder weil sie das Geld brauchen, weil sie ihren Job nicht riskieren wollen oder weil sie nicht gelernt haben, auch mal „Nein“ zu sagen. Das kann auch mit einem mangelnden Selbstwert zu tun haben. Grundsätzlich gilt: Mache dich nicht zum Arbeitssklaven! Wenn du jeden Morgen keine Lust hast, deinen Job zu erledigen, wenn du von Kollegen oder der Chefetage schlecht behandelt wirst, wenn du viel zu wenig verdienst für deine Leistung, wenn der ganze Job negativ beladen ist, trenne dich davon. Ein schlechter Arbeitsplatz macht dich langfristig krank. Lasse los und beende, was dir nicht gut tut.

Stress prävention

Loslassen ist ein wichtiges Thema in Entspannung und Meditation. Denn wer chronischem Stress ausgeliefert ist und niemals abschalten kann, überlastet sich und wird irgendwann krank. Es gilt also, Stress bestmöglich zu vermeiden. Ein effizientes Zeit-und Stressmanagement kann Wunder bewirken. Erstelle einen Wochenplaner, in den du all deine Pflichten einträgst, deine Arbeitszeiten und die Aufgaben, dazu alle anderen Dinge, die erledigt werden müssen. Strukturiere dann nach Logik, sodass du Dinge optimal miteinander verknüpfen kannst. Lasse die Sachen los, die noch nicht „dran“ sind. Andere Sachen lässt du los, indem du sie abgibst. Und schon wird der Rucksack leichter...

Mut zum Neuanfang

Andere Jobs und Jobangebote gibt es zur Genüge. Sei neugierig, wachsam und gönne dir etwas Besseres. Schluss mit dem täglichen Leid, sei mutig und orientiere dich neu. Gleichzeitig solltest du auch nicht ständig auf etwas zurückblicken, was zu gut war, um wahr zu sein: den perfekten Job in der perfekten Firma. Ja, vielleicht hattest du diesen mal inne. Top Lage, top Gehalt, die nettesten Kollegen, viel Spaß bei der Arbeit. Und jetzt läuft alles zwar rund, aber so genial wie damals wird es wohl nie wieder sein. Du verhängst dich in der Erinnerung und wirst – ähnlich wie am Beispiel des perfekten Partners – nie mehr richtig zufrieden in deinem aktuellen oder in künftigen Jobs werden können. Höre auf zu vergleichen und lasse das Perfektum los. Sei dankbar, dass du es erleben durftest, aber fokussiere dich auf dein Hier und Jetzt. Was kannst du jetzt jobtechnisch optimieren? Vielleicht ein neuer ergonomischer Arbeitsplatz, mit den Kollegen mal abends etwas trinken gehen, dem Chef deine innovativen Ideen vorlegen, neue potenzielle Kunden ansprechen, eine Weiterbildung absolvieren. Lasse Altes, Vergangenes los und gib dir und deiner Gegenwart die Chance, jobtechnisch glücklich zu werden.

Schau immer mal wieder nach

Natürlich gibt es noch andere Beispiele dafür, was als Ballast in unserem Rucksack liegen kann. Ob das die Ansprüche an dich selbst sind, Hobbies, die dich nicht mehr erfüllen, aber die du aus nostalgischen Gründen nicht aufgeben möchtest. Oder – auch ein weites Feld – es betrifft etwas, was mit deiner Familie zusammenhängt. Da sind es zum Beispiel oft alte seelische Verletzungen, die man nicht heilen lässt, egal, ob man sie erlitten oder selbst verursacht hat. Hier heißt Loslassen oft auch, zu vergeben.

Wie auch immer – ein Blick in den Lasten-Rucksack lohnt sich immer. Manches ist es wert, weiter mit herumgetragen zu werden, manches bekommt erst beim zweiten Hinschauen seinen Wert und verliert dadurch quasi gleich ein wenig Gewicht. Aber es wird genug da sein, was losgelassen werden kann. Du musst nur den Mut dazu haben...

ABBAS SCHIRMOHAMMADI & PHILIPP FEICHTINGER

Autor

Abbas Schirmohammadi: Heilpraktiker für Psychotherapie und Coach. Der Experte für Stressprävention und Entspannung vermittelt seit über 15 Jahren sein Wissen in Coachings, Seminaren, Fachartikeln und über zahlreiche Audioprogramme. Er ist Chefredakteur des Gesundheitsmagazins „Paracelsus“ und Assistent der Geschäftsleitung der Paracelsus Heilpraktikerschulen für Naturheilverfahren. kontakt@abbas-schirmohammadi.de www.abbas-schirmohammadi.de www.gesundheits-cds.de

Autor

Philipp Feichtinger: Der Heilpraktiker hat sich auf Entspannung und ganzheitliche Gesundheit spezialisiert. Er ist Kursleiter für Autogenes Training sowie Progressive Muskelentspannung, Burnoutberater und AMQ-Mentalcoach. Ausgebildeter Mittelschullehrer. Führt seine eigene Naturheilpraxis in Riedau/Österreich. Autor mehrerer Entspannungs-und Gesundheits-CDs. www.nhp-feichtinger.at