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Ein Mann sah rot


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Gasoline - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 22.09.2022
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Bildquelle: Gasoline, Ausgabe 5/2022

Die Frage seit wann ich US Car Fan bin ist schwierig zu beantworten, da mein Herz immer schon für alte oder außergewöhnliche Fahrzeuge geschlagen hat – ob zwei, drei oder vier Räder ist dabei völlig egal. Mit umgebauten Fahrrädern und Mofas ging es los, im Alter von 16 Jahren habe ich mein erstes Auto restauriert und das war ein Dunebuggy, den ich nach 30 Jahren immer noch besitze und fahre. Dann ein paar VW-Projekte, von denen ich ebenfalls ein paar behalten habe und welche auch noch bewegt werden.

DerWunsch nach einem US Car wurde durch den 1968er Camaro von meinem Kumpel Marc geweckt (den hat er heute übrigens immer noch). Diesen durfte ich vor etwas mehr als zwanzig Jahren fahren, und von da an war klar, dass so etwas in der Art auch mal hermusste.

2013 kam dieser Chevy von Kalifornien nach Holland. Wie ich in Erfahrung bringen konnte, gehörte er dort einer jungen Frau, die ihn von ihrem Vater ...

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... bekommen hatte. Als sich Nachwuchs ankündigte, hat sie das gute Stück verkauft. Im September desselben Jahres habe ich ihn in Holland erworben und auf einem Abschleppwagen zu mir nach Hause geholt. Nach erfolgter Bestandsaufnahme meinerseits war klar, dass er so noch nicht auf Deutschlands Straßen unterwegs sein darf. Da ich zu dem Zeitpunkt noch als Kfz-Mechaniker tätig war, konnte ich das gut beurteilen. Also mussten neben den normalen Umbauten wie Scheinwerfer, Verkabelung usw. für die HU inklusive Oldtimerzulassung noch einige andere Dinge in Angriff genommen werden. Mit den Wartungen hatte man es vorher nicht so genau genommen, so dass ich das komplette Fahrwerk samt Reifen und die Bremsen überholen musste. Der Vergaser war auch hinüber, so dass er samt Spinne ersetzt werden musste. Nachdem alle Öle und Flüssigkeiten getauscht waren, ging es zur Abnahme, die die Chevelle dann auch mit Bravour bestand. Die nächste Hürde war die Zulassungsstelle. Jeder, der schon einmal ein importiertes Fahrzeug zulassen wollte, weiß, was ich meine: als Beispiel die Ausnahmegenehmigungen für die hinteren roten Blinker, Sidemarkers, Lenkradschloss usw. Aber auch das war nach nicht einmal fünf Stunden erledigt, so dass ich sogar mit kleinen Kennzeichen vorne und hinten Ende Oktober 2013 meine erste Ausfahrt starten konnte.

(Zu) nahe Begegnung

Alles verlief problemlos und so bewegte ich die Chevelle bis auf ein paar Kleinigkeiten und Schönheitsreparaturen die nächsten zweieinhalb Jahre. Bis Mitte Juni 2016. Es war Zeugnistag und ich hatte meine Kinder zum gelungenen Start in die Ferien mit dem Chevy abgeholt. Auf unserer Rückfahrt fuhr eine Dame rückwärts auf die Straße, leider hat sie uns ganz unverständlicherweise dabei übersehen… und überhört! Es kam wie es kommen musste, sie touchierte, trotz Ausweichversuchs meinerseits, die linke Seite, so dass Tür und Seitenteil in Mitleidenschaft gezogen wurden. Meine beiden, damals noch kleinen Töchter und ich zum Glück nicht.

Damit war der Startschuss für eine Teilrestauration samt Unfallinstandsetzung gefallen.

Das kostete leider die schöne Patina, aber von original war vorher auch schon keine Rede.Vermutlich ist die Chevelle in grün metallic mit ebenso grüner Innenausstattung vom Band gelaufen – nicht in rot mit schwarzer Ausstattung. Matching numbers war sie auch nicht, da ein 5,7 Liter Ersatzmotor von Goodwrench verbaut war. Ob dasTH350 Automatikgetriebe Original war, erschließt sich mir nicht… Aber zum Antriebsstrang später mehr.

Wer sucht, der findet

Also begann ich nach Teilen zu suchen, ihre Preise zu vergleichen und sie dann zu bestellen. Als Blech-Neuteile gab es das linke Seitenteil, Tür links, Kofferdeckel, das Blech zwischen Heckscheibe und Kofferraum, die Endspitzen der vorderen Kotflügel und des rechten Seitenteils sowie die Motorhaube als„domed“ Ausführung. Die gefällt mir besser als die originale Malibu-Haube, eine echte Cowl Induction war damals leider nicht zu bekommen. Diese allesamt Aftermarket-Teile passten hervorragend. Bleche für die inneren Radhäuser habe ich selber angefertigt, wie auch für den vorderen und hinteren Scheibenrahmen und das verbliebene Seitenteil rechts. Die alten Lackschichten habe ich bis aufs blanke Blech entfernt, damit einem vernünftigen Neuaufbau der Lackierung nichts mehr im Wege stand. Alles was abschraubbar war, wurde zum chemischen Entlacken gegeben, ein Großteil mit Abbeizer behandelt, vieles sandgestrahlt, der Rest in mühseliger Handarbeit abgekratzt und danach alles sofort mit einer EP-Grundierung versehen.

Nachdem ich die Weihnachtsfeiertage sinnvoll genutzt hatte, konnte die Chevelle Anfang Januar 2017 den Weg zur Lackiererei antreten. Für das überzeugende Endergebnis ist die Autolackiererei Kuhlenbeck aus Bad Rothenfelde verantwortlich. Hier wurde die Chevelle nach dementsprechenden und nicht zu verachtenden Vorarbeiten in „Black Garnet Pearl“ aus der Lexus Farbpalette gehüllt. Die Streifen auf der Motorhaube sowie dem Kofferdeckel sind ebenfalls lackiert und nicht foliert und kommen bewusst unauffällig in dem VW Farbton „Island Grey Pearl“ unter mehreren Schichten Klarlack mit Zwischenschliff daher, so sind die Übergänge kaum zu spüren oder zu sehen.

Zurück in meiner Schrauberwerkstatt ging es gleich ans Komplettieren. Doch halt… Vorher war noch das Konservieren angesagt. Allein das hat drei Tage in Anspruch genommen, sollte also für die nächsten Jahre halten.

Die Innenausstattung durfte nach gründlicher Reinigung erstmal wieder an ihren Platz. Im Zuge des Kofferraumausbaus habe ich hier lediglich ein kleines Soundsystem bestehend aus Helix, Crunch und Kenwood Komponenten – annähernd unsichtbar – untergebracht. Nicht einmal das Radio im Retro Look deutet darauf hin. Apropos Kofferraumausbau: den habe ich, um hinterher Montagekratzer zu vermeiden, noch vor dem Lackieren ausgeführt. So brauchte ich mein Ergebnis nur montieren. Damit ich später auch mal wieder an die Sidemarkers, oder eben alles, was sich hinter der Verkleidung versteckt, komme, habe ich den Ausbau so gestaltet, dass sich mit Lösen von vier Muttern alles wieder entnehmen lässt, der Rest wird von Stiften, Buchsen und Magneten gehalten… Was wird gehalten? Die eigens aus MDF-Holz und Alu gezimmerte Konstruktion, welche ich mit schwarzem Kunstleder im Rautendesign bezogen habe. Als kleines Gimmick kommen noch ein LED hintergrundbeleuchtetes Chevy Bowtie und der Chevelle Schriftzug an der Innenseite des Kofferdeckels, beides aus Edelstahl von meinem Kumpel angefertigt, hinzu.

Mit Edelstahl geht es im Motorraum weiter…

Der gelaserte 383 Stroker Schriftzug zeigt, um was für eine Maschine es sich handelt. 383 cui, sprich 6276 cm³ Hubraum. Also war der alte Ersatzmotor Geschichte, der neue wurde von der Firma Engelage Bros. aus Bremen für mich gebaut. In dem um .030 aufgebohrten Block tummeln sich eine Kurbelwelle der Firma Ohio Crankshaft welche beim Starten ihre Bewegung an die in Clevite H-Serie gelagerten K1 H-Beam Pleuel Richtung SRP Dome Kolben weitergibt um schließlich den Druck unter den Promaxx Alu-Zylinderköpfen aufzubauen.

Damit sich in diesem die Ventile immer schön im Takt öffnen und schließen, steckt eine COMP Cams XR276HR Rollernockenwelle samt passender Lifter und Rockers dazwischen. Für die Ansaugluft geht es durch den offenen Spectre Luftfilter und durch den 770 CFM Holley Street AvengerVergaser um etwas Kraftstoff in Richtung der Edelbrock Airgap Ansaugspinne mitzunehmen und sich dort auf die einzelnen Zylinder aufzuteilen.

Dort mittels digitaler MSD Zündanlage (inkl. Verteiler) effektiv verbrannt, geht es durch Keramikbeschichtete Longtube Fächerkrümmer und die Flowmaster Abgasanlage wieder ins Freie.

Eine Ölwanne mit größerem Volumen und einer Melling HV Ölpumpe sind für den immer wichtigen Öldruck zuständig. Die Kraft des Motors wird über einen Saturday Night Special Lock Up Wandler von TCI mit einem Stallspeed von 2300 U/min an das, speziell vom V8 Service Schwarz aus Neustadt am Rübenberge für mich angefertigte und„bulletproof“ verstärkte TH700R4 Automatikgetriebe Richtung 9“ Ford Hinterachse übertragen.

Von hier aus geht’s mit einer 3.50er Übersetzung und einer Eaton „Detroit Truetrac“ Sperre weiter an die Antriebsräder. Hier kommen endlich dann die 436 PS auf der Straße an… beziehungsweise an die 9 x 18 Alufelgen im klassischen Magnum Design mit 275/40 Bereifung. Das gleiche Design befindet sich natürlich an der Vorderachse in 8 x 18 mit 235/40 Schlappen.

Nicht nur geradeaus

Die Tieferlegung vorne ergibt sich durch die Tubular A-Arms, samt „proforged“ Ball Joints, original Federn und Bilstein B8 Stoßdämpfern. An der Hinterachse befinden sich ebenfalls Tubular Arms, wovon die oberen beiden einstellbar sind, um den passenden Winkel der Kardanwellen Gelenke der geänderten Hinterachse hinzubekommen. Als Dämpfer fungieren hier ein Satz High Jackers Niveau-Lift-Stoßdämpfer.

Das Ganze lässt sich recht sportlich über unsere Landstraßen bewegen. Ein Mythos ist, dass man mit Amis eh nur geradeaus fahren kann. Stimmt so nicht, außer man kauft sich einen mit einem Fahrwerk, welches schon seit Erstzulassung nicht richtig gewartet wurde. Wenn es allerdings, wie in meiner Chevelle, komplett überarbeitet ist, ist das Handling hervorragend.

Über eine Wilwood Bremsanlage, vorne mit belüfteten, gelochten und geschlitzten Scheiben und passenden Belägen, sowie den 11“ Trommelbremsen der Ford Hinterachse wird die Fuhre zum Stillstand gebracht. Die Bremsleitungen habe ich aus Edelstahl selber neu angefertigt und die Verbindung zu den Komponenten übernehmen Stahlflex-Schläuche. Nicht zu vergessen: der neue, verchromte Hauptbremszylinder samt Bremskraftverstärker. In seinem natürlichen Umfeld, dem Motorraum, finden sich noch ein paar verchromte Anbauteile wie die High Volume Wasserpumpe, die Servopumpe, die Lichtmaschine samt Riemenscheiben und die mechanische Edelbrock Kraftstoffpumpe. Außerdem sind hier noch viele Teile poliert, lackiert oder gepulvert. Etliche sind selbst gefertigt. Die Kraftstoffleitung und die Leitungen zum Automatik-Ölkühler habe ich in einem etwas größeren Durchmesser von 3/8“ für besseren Durchfluss neu gefertigt. Die Kühler bestehen aus Aluminium und sind wie der Viskolüfter mit umliegender Zarge relativ original, bis auf kleine Aufhübschungen, versteht sich.

Was ich gerne noch ändern würde, wäre den Holley Vergaser durch eine moderne EFI zu ersetzen. Obwohl es umwelttechnisch nur Vorteile bringen und den Kraftstoffverbrauch etwas runterschrauben würde, habe ich noch keine Möglichkeit gefunden diese legal, auch im Blick auf das historische Kennzeichen, eingetragen zu bekommen… Verstehen muss man das nicht, das historische Gesamtbild würde in keinster Weise leiden. Für Tipps dahingehend wäre ich natürlich sehr dankbar.

Dass es sich bei der Chevelle um die Malibu Version handelt, ist schön zu sehen am Chromzierrat und den unter der Haube verschwindenden Scheibenwischern. Da mache ich auch keinen Hehl draus, sie wird auch nie, wie so oft, zu einem SS Clone… Obwohl mir die Instrumententafel bei dem SS Modell etwas besser gefällt. Aber die fehlenden, wichtigsten Zusatzinstrumente finden sich in meiner selbstgebauten A-Säulenverkleidung wieder.

Eine schleichende Stimmungsänderung

Jede Fahrt ist immer noch ein besonders Erlebnis, egal wo man parkt, werden immer – gefragt oder ungefragt – Fotos gemacht oder das Auto intensiv angeschaut. Damit lebt man doch gerne, muss allerdings gelassener werden. Die Reaktionen waren bis vor kurzem immer positiv, mit Daumen hoch, Komplimenten usw. Aber in letzter Zeit schlägt das bei manchen Menschen etwas um. Nun wollen wir nicht von freitags demonstrierenden Schulkindern, Parteien oder Medien anfangen, das würde zu politisch werden...

1971er Chevrolet Chevelle Malibu

Motor: V8, OHV, Hubraum: 6276 cm³ (383 ci); Bohrung: 102,36 mm, Hub: 95,25 mm; Verdichtung: 9,8:1; Leistung: 436 PS bei 5900 U/min; Drehmoment: ca. 600 Nm bei 3700 U/min. Kurbelwelle: Ohio Crankshaft; Pleuellager: Clevite H-Serie; Pleuelstangen: K1 Technologies, H-Beam; Kolben: JE Pistons SRP Dome; Zylinderköpfe: Promaxx Aluminium; Nockenwelle: COMP Cams XR276HR Rollernockenwelle; Lifters: COMP Cams; Rockers: COMP Cams. Luftfilter: Spectre Performance 14“ x 3“; Ansaugkrümmer: Edelbrock Airgap. Zündanlage: MSD Performance 6201/6A Zündbox digital, Verteiler: Pro-Billet 85551, Zündspule: Blaster High Vibration 8222, Zündkabel: Street Fire Wire 5564, Zündkerzen: NGK. Abgaskrümmer: Keramikbeschichtete Longtube Fächerkrümmer. Ölwanne: SummitRacing mit größerem Volumen. Ölpumpe: Melling HV. Gemischaufbereitung: Vergaser: 770 CFM Holley Street Avenger. Auspuffanlage: Flowmaster, doppelflutig. Antrieb: Saturday Night Special Lock UpWandler vonTCI mit einem Stallspeed von 2300 U/min, verstärktesTH700R4 Automatikgetriebe, Hinterachse: 9“ Ford, Übersetzung 3,50:1, Eaton„Detroit Truetrac“ Sperre. Aufhängung: Vorderachse: Einzelradaufhängung mit doppelten Dreieckslenkern, Spiralfedern, Teleskopstoßdämpfer Bilstein B8; Hinterachse: Starrachse, Spiralfedern, Teleskopstoßdämpfer Gabriel Hi Jackers. Bremsen: Wilwood, mit Bremskraftverstärker, vorne: belüftete, gelochte und geschlitzte Scheiben 280 mm, hinten: Trommel 11“ Ford. Räder: Alufelgen im klassischen Magnum Design, vorne: 8 x 18, hinten: 9 x 18. Reifen: vorne: 235/40 ZR18, hinten: 275/40. Karosseriemaße (mm): L: 5016, B: 1915, H: 1340. Gewicht (kg): 1590. Radstand (mm): 2845. Tankinhalt (l): 72. Höchstgeschwindigkeit: (noch nie ausgefahren, laut Schein): 206 km/h. Kraftstoffverbrauch (l/100 km): ca. 18. Preis (1971): ab 3052 Dollar. Wert heute (laut Gutachten): 60.000 Euro.

Das Hobby muss nicht jedem gefallen, es verhält sich wie mit der E-Mobilität – die gefällt mir auch nicht und war einer der Gründe, meinen Beruf als Automechaniker nach 23 Jahren wieder zum Hobby zu machen. Hat eben mit schrauben als solches nicht mehr viel gemeinsam.

Die am häufigsten gestellte Frage ist, wie bei mit Sicherheit fast jedem US Car Fahrer, die nach dem Verbrauch. Wenn man dann mit „Zwischen 15 und 25 Litern, je nach Gasfuß“ ehrlich antwortet, sind die Gesichter manchmal schon recht lustig anzusehen.

Was oft vergessen wird, ist das so ziemlich jedes alte Auto in dieser Hubraumklasse ähnliche Verbräuche aufweist – egal ob in den USA oder Europa gebaut… Nehmen wir mal den 6,9 Liter Mercedes… Was der wohl so verbraucht?

Ich denke eine Fahrleistung zwischen 6000 und 8000 km im Jahr spricht für sich. Sie ist keine„Trailerqueen“ sondern wird durchaus oft bewegt. In den Sommermonaten natürlich mehr als im Winter, da wird nur gefahren, wenn sicher ist, dass kein Salz gestreut wurde. Regenscheu ist sie im Übrigen auch nicht.

Ich habe über die Jahre immer irgendwas an der Chevelle verändert oder umgebaut, das gehört einfach dazu. So ein Auto ist nie fertig. Das wäre auch gefährlich, denn dann würde es langweilig.

So ging es bisher erfolgreich durch die Saison 2022. In diesem Jahr habe ich mehr Events als je zuvor angefahren, da man dieses in den zwei Corona Jahren davor doch sehr vermisst hat und einiges nachzuholen war…

Text und Fotos: Andreas Werner, Instagram: @oldschool_vehicles