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LG OLED55A29L A


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HDTV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 18.11.2022
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Bildquelle: HDTV Magazin, Ausgabe 6/2022

Testurteil: gut Preis/Leistung: sehr gut HIGHLIGHT KAUFTIPP

Preis: 1 699 Euro (Marktpreis ab ca. 1 100 Euro) • Bildgröße: 55 Zoll (auch erhältlich in 48 und 65 Zoll) • Maße: 122,8 × 77,2 × 4,5 cm • Gewicht: 14,5 kg • Bauweise: OLED • Auflösung: 3 840 × 2 160 Bildpunkte • Stromverbrauch: ca. 30 – 210 Watt

it der A2-OLED-Serie komplettiert LG das aktuelle OLED-TV-Lineup. Während die C2- und G2-Modelle die obere Leistungsspitze markieren, sollen die A2-OLEDs vor allem TV-Einsteiger zur OLED-Technologie bekehren. Doch was wird hier wirklich geboten?

Quick Check

Anschlüsse: 3×HDMI (4K 60 Hz HDR), 1 × eARC (HDMI 3), 2×USB (CI ), 1 × Netzwerk (oder WLAN), kein analoger Videoeingang, 1 × digital optisch Audio

Gaming-Funktionen: 4K in HDR mit bis zu 60 Hz und Dolby Vision, ALLM, 1 440p-Support, HGiG, Input Lag: ca. 10 ms (60 Hz)

Tuner-Funktionen: Single-Tuner für DVB-S/-C/-T, Unicable-Support, 1×CI (alternativ USB-CI Support), Festplattenaufnahme über USB, Time-Shift ...

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HDR- und Audio-Formate: HDR10, HLG, Dolby Vision (IQ), kein HDR10+, Dolby Digital, Dolby Atmos, kein DTS, kein DTS:X, Mehrkanal-PCM nur über eARC (Modus: durchlaufen), WiSA-kompatibel

Während man bei kostspieligen Fernsehern eine erstklassige Verarbeitungsqualität, hochwertige Materialen und eine moderne Ausstattung praktisch als gegeben hinnimmt, ist es bei TV-Einstiegsgeräten unvermeidlich, qualitative Einschnitte vorzunehmen. Rein äußerlich kann sich der A2 sehen lassen, denn LG setzt auf ein leichtes, aber dennoch stabiles Gehäuse, das sich am aktuellen C2-Design orientiert. Dadurch erscheint der A2 sogar ein wenig moderner als der aktuelle B2. Dennoch sind die Sparmaßnahmen nicht zu übersehen. Statt Twin-Tunern verbaut LG beim A2 Single-Tuner (aber dies für alle relevanten Empfangswege). USB-Aufnahmen und Time-Shift werden unterstützt, fallen mangels des Twin-Tuner-Empfangs aber weniger flexibel aus. Das Stromkabel fällt beim A2 vergleichsweise kurz aus und statt vier HDMI-Eingängen bietet der Fernseher nur drei. Mehr noch: Sämtliche HDMI-Schnittstellen weisen eine HDMI-2.0-Bandbreite auf, weshalb viele HDMI-2.1-Funktionen außen vor bleiben. Eine Ausnahme bildet die eARC-Tonweiterleitung: Über den A2 lassen sich Dolby-Atmos- und Mehrkanal-PCM-Signale, aber keine DTS-Tonformate an eine Soundbar oder einen AV-Receiver weiterreichen. Mehrere nach hinten gerichtete Schnittstellen sind für eine Wandmontage etwas unpraktisch gelöst: trotz des neuen Gehäusedesigns des A2 bleiben die C2- und G2-TVs ungeschlagen, wenn Sie einen LG-OLED-Fernseher an der Wand befestigen möchten.

Mehr drin, als gedacht

Den A2-OLED als zweitklassigen Fernseher abzustempeln, wird der Qualität dieses Geräts nicht gerecht, denn LG integriert die wichtigsten AI-Features der teureren OLED-Modelle und Streaming-Anbieter werden in Dolby-Vision- und Dolby-Atmos-Qualität unterstützt. Über die AI-Funktionen ermöglicht der A2 einen automatischen Bildabgleich je nach Raumlicht (Dolby-Vision-IQ-Funktion im Dolby-Vision-Home-Modus mit AI-Helligkeitsabgleich). Sogar die Toneinmessung über die Fernbedienung wird unterstützt und natürlich darf auch die bewährte Magic-Remote-Fernbedienung mit Mauszeigersteuerung per Handbewegung und Scrollrad nicht fehlen. Obwohl LG auf eine Vielzahl von Eingabetasten setzt, sind zahlreiche nützliche Einstellungen des A2 gut versteckt. Sollten Sie nach der Ersteinrichtung des Fernsehers nicht die Helligkeit der OLED-Pixel beeinflussen können, könnte dies am vorab eingestellten Stromsparmodus liegen, den Sie über die OLED-Panel- und Energiespareinstellungen deaktivieren können. Halten Sie wiederum die „0“-Taste der Fernbedienung gedrückt, können Sie Quellen einer Zifferntaste ganz praktisch zuweisen, was den Umweg über den vollflächigen Homescreen oder die Standard-Quellauswahl erübrigt. Apropos Quellen: Wer angeschlossene Geräte überblicken oder den PC-Modus des Fernsehers über das HDMI-Anschlussschema aktivieren möchte, der sollte dem Home Dashboard einen Besuch abstatten. Sie gelangen über die Home-Dashboard-Kachel innerhalb des Homescreens zum genannten Bildschirm oder indem Sie die Quelltaste der Fernbedienung gedrückt halten. Drücken Sie hingegen die Einstellungstaste, können Sie die angezeigten Symbole am linken Bildrand beeinflussen, indem Sie beispielsweise eine Vorauswahl entfernen und eine neue Funktion hinzufügen. Praktisch ist hierbei die „Bild Aus“-Funktion, um lediglich die Tonausgabe über die Lautsprecher zu aktivieren, falls das Display ein generisches Standbild anzeigt (z. B. bei Hörspielen). Die Lautsprecher des A2 sind nach einem klassischen Stereoprinzip aufgebaut und weder die AI-Toneinstellung noch der simulierte Atmos-Effekt konnte im Test überzeugen. Dennoch erschallt der A2 in neutralen Tonvoreinstellungen besser, als man es angesichts der oftmals sehr blechernen Tonwiedergabe günstiger Fernseher annehmen würde. Die erhöhte Aufstellung durch die mitgelieferten Standfüße sind zudem ideal, um den A2-OLED mit einer Soundbar zu kombinieren.

Filme und Streaming

Die App-Unterstützung könnte umfangreicher kaum ausfallen und der A2 ermöglicht eine ebenso erstklassige Streaming-Wiedergabe, wie es bei den Premium-OLED-Modellen der Fall ist. Als 60-Hz-Display meistert der A2 schnelle Bildbewegungen zwar nicht so messerscharf wie die teureren OLED-Modelle, doch für Film- und Serienfans dürfte diese Einschränkung kaum eine Rolle spielen. LG spendiert dem A2 eine exzellente 48-Hz-Darstellung von 24p-Filmquellen, sodass Sie keine unnötigen Ruckler zu befürchten haben. Die Funktion „echtes Kino“ steht auch mit Streaming-Quellen in den Bildeinstellungen zur Verfügung. Alternativ bietet der A2 eine praxistaugliche Zwischenbildberechnung, um Judder-Effekte zu mindern. Selbst im Youtube-Player werden aktuelle Codecs unterstützt, sodass die Smart-TV-Features des A2 keinesfalls schneller altern dürften, als bei deutlich kostspieligeren Fernsehern. Filmfans können mittels UHD-Blu-ray-Player HDR10- und Dolby-Vision-Signale zuspielen und sich an einer dynamischen HDR-Darstellung erfreuen. Für Standard-HDR10-Signale bietet LG eine automatische Tonemapping-Nachbearbeitung, die beim A2 mit Alpha7-Prozessor allerdings nicht so feinfühlige Korrekturen vornimmt wie die Nachbearbeitung der C2- und G2-OLEDs, die den leistungsstärkeren Alpha-9-Prozessor beinhalten. Die generellen OLED-Stärken kommen aber auch mit dem günstigen A2 zum Tragen: Dank pixelgenauer Lichterzeugung fallen die Schwarzdarstellung und Bildausleuchtung überzeugender als mit QLED-LCD-Fernsehern aus. Etwas schwieriger gestaltet sich die Empfehlung für Gamer: Als klassisches 60-Hz-4K-Display eignet sich der A2 tadellos für die letzte Konsolengeneration und selbst PS5 und Xbox Series bieten in vielen Spielen kaum zusätzliches Potenzial. LGs praktische Gamebar schmückt auch den A2-OLED und die Eingabeverzögerung ist äußerst gering. Dennoch empfehlen wir Next-Gen-Gamern die C2- oder G2-OLED-Modelle, die neben dem aktuellen OLED-Panel auch HDMI-2.1-Features wie VRR unterstützen und zu 120-Hz-Signalen kompatibel ausfallen. Kritik müssen wir lediglich bei der Darstellung von SDR-Signalen im Spielmodus üben, denn in dieser Kombination erreicht der A2-OLED nicht die Maximalhelligkeit – diese wird nur im HDR-Spielmodus oder im TV-Modus (SDR und HDR) über die Einstellung „größte Helligkeit“ sichergestellt. Ebenfalls nicht optimal gelöst ist ein automatischer Dimming-Effekt, der durch minutenlange Bildszenen ohne Kontrastwechsel ausgelöst wird, wodurch der Bildschirm schrittweise abdunkelt. Wird in diesem Fall das TV-Menü aufgerufen und ein Kontrastunterschied zum Bildinhalt erzeugt, springt die Bildschirmhelligkeit wieder auf das normale Niveau.

Neues OLED-Panel

Während LG die aktuelle OLED.EX-Paneltechnologie mit den G2- und C2-Modellen zur Höchstleistung treibt, zeigte der B2-OLED im Test in unserer letzten Ausgabe eine ältere OLED-Panelgeneration. Im A2-OLED schlummert hingegen die aktuelle OLED-Paneltechnik von LG.Display und der A2 arbeitet außerordentlich effizient. Damit offeriert LG in der OLED-Einstiegsklasse eine exzellente Preis-Leistung – nicht nur beim Kauf, sondern auch während der täglichen Nutzung des TV-Geräts. Allerdings ist der A2 nicht in die evo-Klasse eingegliedert, sodass mit Einschränkungen zu rechnen ist. Und tatsächlich: Obwohl der A2-OLED dank selbstleuchtender Pixel ein erstklassiges HDR-Erlebnis in leicht abgedunkelten Räumen vermittelt, fallen die Flächen- und Spitzenhelligkeit geringer als mit den C2- und G2-Modellen aus. Direkt einfallendes Sonnenlicht bzw. eine zu starke Raumbeleuchtung sollten deshalb vermieden werden. Der Kontrastfilter des A2 unterscheidet sich von vergleichbaren OLED-Lösungen: Spiegelungen erscheinen mit dem A2 diffus und bläulich und störende Regenbogeneffekte treten nicht auf. Die Bildfläche neigt aber zu einer stärkeren Grundaufhellung, was den prinzipiell makellosen OLED-Kontrasteindruck in hellen Räumen trübt. Dass LG bei der OLED-Panelansteuerung nicht die allerfeinste Lösung anstrebt, erkennt man bei weichen HDR-Übergängen aus dem Tiefschwarz heraus, denn hierbei agiert der A2 sprunghafter als die C2- und G2-Modelle, die zudem weniger Banding-Artefakte zeigen. Kurzum: Je mehr man sich mit Details beschäftigt, desto deutlicher wird man die Qualitätsvorteile der LG-OLED-Spitzenklasse erkennen. Dennoch ist es bemerkenswert, welches Qualitätsniveau LG mit dem A2 definiert.

Einstieg in Premium-Bildqualität

Mit der A2-Serie ist LG eine echte Überraschung geglückt: Die neue OLED-Panelgeneration arbeitet ebenso effizient wie in den Spitzenmodellen der C2-Klasse und der A2-OLED überflügelt damit sogar die B2-Modelle. Die Einschränkungen der 60-Hz-Technik machen die A2-OLEDs zwar nicht zur besten Wahl für PS5- und Xbox-Series-Gamer, doch wer sich mit Standard-TV- und Gaming-Signalen begnügt, wird mit dem A2-OLED seine Freude haben. Nur die Helligkeitseinschränkung im SDR-Spielmodus und ein Auto-Dimming-Effekt bei Szenen ohne Kontrastwechsel erscheinen unnötig, wenngleich diese Einschränkungen aktuell für alle LG-OLED-TVs gilt. Sein gesamtes Potenzial zeigt der A2-OLED mit Filmen und Serien, vorzugsweise im Dolby-Vision-Format: Obwohl es sich um die OLED-TV-Einstiegsklasse handelt, ermöglicht der A2-OLED eine kontraststarke, farbechte und originalgetreue Darstellung, die Kinofans rundum glücklich machen dürfte. Der A2-OLED ist damit ein Geheimtipp für alle, die kostengünstig, effizient aber zugleich qualitätsbewusst Unterhaltung auf hohem Niveau wünschen.

CHRISTIAN TROZINSKI