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MILLIONEN FÜR IHR SCHWEIGEN?


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Frau im Spiegel Royal - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 05.10.2022

ROYAL TITEL

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Bildquelle: Frau im Spiegel Royal, Ausgabe 12/2022

GUTE ZEITEN Meghan und Charles im Jahr 2019 in Ascot, die Stimmung schien entspannt, Harry steht im Hintergrund. Das könnte auch jetzt so sein ? scheinbar will Meghan mit Charles über einen neuen Familienfrieden verhandeln

ENGLAND

Der Einstand von König Charles III. ist geglückt – kurz vor seinem 74. Geburtstag. Er hat den Abschieds-Marathon seiner Mutter, der Queen (1926-2022) fehlerfrei absolviert, die Popularitätswerte schossen steil nach oben. Auch Ehefrau Camilla, jetzt Queen Camilla, 75, erntete nur Lob. Ein Schatten schwebt allerdings über dem noch nicht gekrönten, neuen König: Das angekündigte Buch von Sohn Harry, 38, für das er ein Honorar von rund 20 Millionen Euro erhalten soll. Bisher wurde der Verkaufsstart immer wieder verschoben – nur aus Rücksicht auf die betagte Queen, die nun aber nicht mehr lebt? Oder auf Rat der Juristen?

Die Lösung des Problems könnte ausgerechnet die Frau bringen, die eigentlich als dessen Ursache gilt: Schwiegertochter Meghan, 41. Schon kurz vor der Beerdigung der Queen sickerten Informationen an die Öffentlichkeit, dass Meghan Charles um ein Vier-Augen-Gespräch ...

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... gebeten habe. Vier Augen, das heißt vor allem: ohne Harry. Auch wenn Charles und seine Söhne bei den Queen-Trauerfeiern Respekt und Geschlossenheit demonstrierten, eine völlige Aussöhnung bedeutet das nicht. Die hatte aber – öffentlich – Oprah Winfrey, 68, empfohlen, die von Meghan als eine Art Mentorin gesehen wird und vor allem für ihren enormen Geschäftssinn bekannt ist. Und wohl begriffen hat: Die finanziel-len Spielräume von Charles haben sich enorm vergrößert: Sein Jahreseinkommen dürfte sich künftig auf rund 400 Millionen Euro im Jahr belaufen, egal, ob ihm die Queen etwas von ihrem Privatvermögen vererbt hat oder nicht. Meghans Wunsch, England zu verlassen, bestand vor allem in einem Ziel: Selbst Geld zu verdienen – und davon richtig viel. Der Sex-Skandal von Prinz Andrew, 62, wurde vor einigen Monaten mit einer Zahlung von geschätzt 15 Millionen Euro aus den Windsor-Kassen beendet, bevor es zu einer Anklage kam. Das zeigt ein klares Konzept: Das Königshaus bezahlt lieber, bevor endlose Negativ-Schlagzeilen drohen.

Harry aus dem 20 Millionen-Buchvertrag herauszukaufen, wäre für Charles möglich. Oder zumindest den Kompromiss auszuhandeln, dass Harry Passagen streicht, die zum Problem für die Royals werden könnten. Dann würde vermutlich das Honorar sinken, die Differenz wäre aus royalen Kassen zu erstatten. Der Harry-Meghan-Deal mit „Netflix“, der das Paar für bis zu 100 Millionen Euro Gesamtsumme „hinter den Kulissen“ begleiten und entlohnen will,

WIRD HARRYS BUCH NOCH GE STOPPT?

wurde bisher von Charles und William, 40, konsequent verhindert. Kamen Harry und Meghan nach England, hatte das Kamerateam Hausverbot. Möglich wäre auch hier: Charles und die Familie geben nach, wenn es sich um eher harmlose private Momente handelt, und generell wird ein Deal erarbeitet, wie künftig Frieden herrschen könnte. Meghan hat sich in der Vergangenheit, auch vor ihrer Heirat, in geschäftlichen Dingen oft recht clever gezeigt. Die emotionalen Hürden zwischen ihr und Charles dürften problemloser zu meistern sein als die zwischen Harry und Charles. Eine Art Waffenruhe könnte auch eine sicherere finanzielle Perspektive sein, denn: Mit allen Enthüllungen im Harry-Buch und allen Bekenntnissen in Podcasts und Reality-Doku wäre die Geschichte des Paares mehr oder weniger auserzählt. Und neue lukrative Deals würden damit problematisch – insbesondere, wenn Meghan und Harry keinen Zugang mehr zum Hof hätten. Hollywood-Rollen für Meghan scheinen in weiter Ferne zu liegen, obwohl sie immer wieder recht deutlich erkennen lässt, dass sie daran höchst interessiert wäre.

HARRY & MEGHANS NEUE WELT IN DEN USA

VILLA IN MONTECITO, KALIFORNIEN Das Traumhaus mit 14 000 Quadratmetern Park ist 13 Millionen Euro wert, birgt aber viel Ärger: schlechte Gerüche aus dem nahen Naturschutzgebiet, hohe Steuern, steigende Kriminalität. Harry und Meghan scheinen das Haus schnell verkaufen zu wollen.

OPRAH WINFREY, 68, milliardenschwere US-Talkerin und TV-Produzentin, gilt als Meghans Mentorin. Ihr gaben Harry und Meghan das Skandal-Interview – doch jetzt rät sie öffentlich zur Aussöhnung.

SPOTIFY Der Streaming-Dienst (l.) schloss 2020 einen Podcast-Vertrag (für rund 15 Millionen) mit Meghan, ist aber unzufrieden: Sie lieferte kaum Content.

NETFLIX (o.) bot einen Vertrag von bis zu 100 Millionen, um das Paar in einer Art Reality-Format „backstage“ zu begleiten – Windsor intervenierte

ROYAL ahnte den Ärger mit Meghan, der Harrys Familie spaltete, schon vor der Verlobung, hier der Titel von Januar 2017 (r.)

KEIN INTERESSE IN HOLLY WOOD

Ein neuer Modus Vivendi zwischen den Royals, insbesondere zwischen König Charles und Harry, könnte für den abtrünnigen Sohn nebst Familie aber nicht nur für langfristige Einnahmen sorgen, sondern auch die mögliche Rückkehr zu verlorenen Privilegien – etwa dem Status „Königliche Hoheit“ – bedeuten. Weitere Störfeuer aus den USA sowie peinliche Enthüllungen gegen Charles wären damit ebenfalls gebannt. Das dürfte auch Mentorin Oprah so sehen und erkannt haben, dass nach den Trauertagen die beste Gelegenheit für solche Verhandlungen und schnelle Ergebnisse ist. Die Frage wird sein: Wie viele Millionen kostet Charles der Familienfrieden?

Obwohl alle Insider berechnen, dass Harry und Meghan das Geld aus Buch- und Medienverträgen dringend für ihr teures Leben in Kalifornien brauchen, hat Harry gerade erklärt, er wolle das Buchhonorar für gute Zwecke spenden. Zwar nicht in einer offiziellen Erklärung, aber auch in keiner Weise dementiert. Was einen möglichen Deal eleganter erscheinen ließe – im Stile von: Am wichtigsten ist doch die Familie. Um Geld geht es nicht. Klingt gut. Aber stimmt’s auch?

DER KÖN IG MUSS J ETZT GANZ GE NAU RECHNEN

TEURE DEALS – VERÄRGERTE KUNDEN

Charles wird sich längst Gedanken gemacht und Rat von Experten eingeholt haben. Und dabei wird aufgefallen sein: Meghan ist nach wie vor Bürgerin der USA, Tochter Lilibeth, in den Staaten geboren, besitzt ebenfalls einen US-Pass. Das könnte die Lage im Fall einer möglichen Scheidung sehr zu Ungunsten von Harry (weiterhin Brite) beeinflussen. Insbesondere, wenn ihm jetzt größere Vermögenswerte überschrieben würden. Sicherer wäre eine Art Apanage in Form monatlicher Zuwendungen, zumal „Kunde“ Spotify mit dem Deal unzufrieden ist und bereits laut über Rückforderungen gesprochen wird. Kaum Beiträge, wenig Interessantes – auch wenn ein Podcast mit Tennis-Star Serena Williams, 40, im August kurzfristig hohe Quoten erreichte. Auch andere Aktivitäten, etwa ein Interview Meghans, in dem sie sich quasi mit Nelson Mandela (1918-2013) verglich, sorgten für scharfe Kritik, besonders von Mandelas Familie. Die lukrativen US-Deals gerieten in den Wochen vor dem Tod der Queen mehr und mehr in Schieflage. Meghan kennt das harte Medien-Business in den USA noch aus ihrem früheren Leben und dürfte wissen: der royale Bonus ist das eine – aber wenn sich Projekte nicht rechnen, gibt es keine Gnade.

DIE NEUEN GELDQUELLEN FÜR CHARLES

„CROWN ESTATE“ – dazu gehören Kronjuwelen, Top-Immobilien und hunderte Millionen Pacht für Windparks in der Nordsee (r.). Jährliche Ausschüttung: 300 bis 400 Millionen Euro.

„DUCHY OF LANCASTER“ 174 Quadratkilometer britisches Land mit unterschiedlicher Nutzung, etwa mit dem „Savoy Hotel“ (u.) in London. Jährliche Einnahmen: rund 20 Millionen Euro.

Schwiegervater Charles, obwohl er sich in den vergangenen Jahren über Meghan und Harry erheblich geärgert hat, hat allerdings andere Ziele: Ruhe in Windsor und eine Versöhnung der Familie wäre das, was dem „jungen König“ im Pensionärsalter den Rückenwind gäbe, den er weiterhin dringend bräuchte. Und Harrys Familie hätte eine neue Chance in der royalen Welt plus gesicherter Einnahmequellen. Die Frage ist nur: Wie hoch ist der Preis? Meghan wird ihn kennen.

Andreas C. Englert