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SAMSUNG KOMMT!


Computer Bild eHome - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 11.10.2019

Samsung geht beim Smarthome in die Offensive – und öffnet seine Vernetzungs- PlattformSMARTTHINGS AUCH FÜR ANDERE HERSTELLER .


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SAMSUNG SMARTTHINGS IM TEST

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Bildquelle: Computer Bild eHome, Ausgabe 3/2019

SMARTHOME- PLATTFORM VON SAMSUNG


Ein Smarthome mit 28 Quadratmetern war Zuschauermagnet auf der IFA. Samsung hatte vor seiner Messehalle in Berlin das transportable MiniHaus Cabin One aufgebaut, vollgepackt mit vernetzten Geräten. Neben Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine, Saugroboter und Fernseher des koreanischen Unternehmens gab’s auch Produkte anderer Hersteller – smarte Lampen von Philips Hue etwa oder die VideoTürklingel von Ring. ...

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Lauter smarte Dinge

Botschaft an die Besucher: Samsungs Haussteuerung reicht über das eigene Sortiment weit hinaus. Schließlich haben die Koreaner bereits 2014 das kalifornische Startup SmartThings gekauft. Dessen Technologie verbindet heute die Geräte von Samsung mit dem Rest der Welt. Mehr als 80 Hersteller listet das internationale Partnerverzeichnis auf.

Nicht alle davon sind hierzulande aktiv. Aber auch die deutsche Auswahl liest sich wie ein Who’s who der Smarthome-Branche: Von Arlo-Kameras über Fibaro- Sensoren und Somfy-Jalousien bis hin zu Smartlocks von Yale reicht das Angebot kompatibler sche Auswahl liest sich wie ein Who’s who der Smarthome-Branche: Von Arlo-Kameras über Fibaro- Sensoren und Somfy-Jalousien bis hin zu Smartlocks von Yale reicht das Angebot kompatibler

Der SmartThings Hub

Im Mittelpunkt des Systems steht der sogenannte Hub. Als Smarthome- Zentrale stellt er eine Verhome-Verbindung zwischen den Geräten her. Für Samsung-Produkte wäre die Box gar nicht unbedingt notwendig. Denn die funken zu Hause im WLAN und sind im Wesentlichen auch ohne Hub steuerbar. Ein Android-Smartphone oder iPhone mit der SmartThings-App erledigt das – übers Internet so- gar von unterwegs. Ein Hub erweitert allerdings die Möglichkeiten. Neben WLAN nutzt er die Funkstandards Zigbee, Z-Wave und Bluetooth LE. Damit können Batterie-Sensoren und -Regler drahtlos an der Zen trale andocken – egal ob sie von Smart- Things oder von anderen Herstellern kommen. Weitere Geräte finden problemlos übers heimische Netzwerk Anschluss. So hat der Hub etwa auch Streaming- Lautsprecher von Bose und Sonos oder das Lichtsystem Philips Hue im Griff.

Mit und ohne Mesh

Zwei Varianten des Hubs stehen zur Wahl: Die einfachere kostet 90 Euro und ist für den Solo-Ein satz am Router gedacht. Ein LAN-Kabel oder das vorhandene WLAN verbindet den Hub mit dem Heimnetzwerk. Der SmartThings Wifi Hub (140 Euro) baut zusätzlich ein eigenes WLAN auf. Sind mehrere Exemplare dieses Typs installiert, grei- fen ihre Funkzellen ineinander – es entsteht ein sogenanntes Mesh-Netzwerk, das für lückenlose WLAN-Abdeckung in der Wohnung sorgt. Die Anschaffung weiterer Repeater oder gar eines teuren WLAN-Mesh-Systems soll sich damit erübrigen.

Offizieller Systemstart

Manchen Lesern kommt der Hub vielleicht bekannt vor. Er tauchte bereits vergangenes Jahr im Test des Vodafone-Alarmsystems VHome auf (siehe eHOME 2/18). Dort dient eine ältere Variante als Alarmzentrale.

Auch die Funksensoren von Vodafone unterscheiden sich vom aktuellen SmartThings-Sortiment. Sie werden schon länger in den USA, in Großbritannien und in Kanada verkauft. Zum Deutschlandstart bringt Samsung aber neue Versionen der Sensoren, der Baukasten besteht bislang aus fünf Komponenten (siehe unten).

Drahtlose Erweiterung

Bewegungsmelder, Taster, Wassersensor, Tür-/Fensterkontakt und Zwischenstecker kommunizieren im Zigbee-Standard mit der Zentrale. Sie helfen, das Haus zu überwachen und zu steuern.

So schaltet sich bei Bewegung zum Beispiel automatisch das Licht ein, eine Pfütze an der Waschmaschine im Keller löst Alarm aus. Der Tür- und Fensterkontakt erkennt nicht nur die Öffnung, sondern reagiert auch auf Erschütterungen und misst obendrein die Temperatur im Raum.

Smarthome-Baukasten: Das Sortiment umfasst zum Start einen Bewegungsmelder 1, Funktaster 2 , Überschwemmungssensor 3, Tür-/Fensterkontakt 4, Zwischenstecker 5. Bis auf Letzteren kosten alle 30 Euro, der Stecker schlägt mit 45 Euro zu Buche.

Smarthome-Zentrale: Im SmartThings Hub von Samsung (90 Euro) laufen alle Informationen zusammen. Die Basisstation dockt wie im Bild mit einem LAN-Kabel am Router an – oder sie klinkt sich drahtlos per WLAN ins heimische Netzwerk ein.

APP DESIGN

STARTSEITE

Der Home Monitor zeigt an, ob Alarmfunktionen aktiv sind und ob das System auf „abwesend” oder „anwesend” steht.

FAVORITEN

Sensoren und Geräte, die als Favoriten markiert sind, erscheinen direkt auf der Startseite – nach Räumen sortiert.

HINTERGRÜNDE

Zu jedem Raum bietet die App verschiedene Hintergründe an. Die individuelle Optik erleichtert die Orientierung.

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SAMSUNG SMARTTHINGS IM TEST

Frank-Oliver Grün

eHOME-Autor


„Die Vielseitigkeit macht SmartThings nicht nur für Samsung-Nutzer interessant. ” \


Funkknopf: Der SmartThings Button (30 Euro) kann drei Aktionen auslösen – je nachdem wie oft und wie lange er gedrückt wird. Einstellungen in der App legen sein Verhalten fest, ein Sensor misst die Raumtemperatur.


Deshalb heißt er auch Mehrzweck-( Multi-Purpose-)Sensor.

Wem das nicht reicht, der greift auf Produkte der SmartThings- Partner zurück. Die bieten unter anderem Rauchmelder (Fibaro), Heizungsregler (Danfoss, Honeywell, Netatmo) und Alarmsirenen (Aeotec, Zipato) an. Besonders groß ist die Auswahl an LED-Lampen und Steckdosen. Da der Hub sowohl Zigbee- als auch Z-Wave- Funk versteht, lassen sich beide Standards mixen.

Wichtig für so einen Mischbetrieb: In beiden Funksystemen arbeiten Geräte mit Stromanschluss als Repeater. Ein geschickt platzierter Zwischenstecker kann also die Reichweite von Batteriesensoren vergrößern. Das funktioniert aber nur, wenn er im richtigen Standard sendet und empfängt. Eine einzelne Zigbee-Lampe oder -Steckdose unter lauter Z-Wave-Produkten bringt nichts.

Installation des Hubs

Die SmartThings-App richtet das System ein. Gegenüber vergangenem Jahr hat sich einiges getan: Im Test des V-Home-Systems sah ihre Oberfläche noch nicht so chic aus. Jetzt zeigt die App elegante Pastellfarben. Den Räumen im Smarthome lassen sich individuelle Hintergrundbilder zuweisen (siehe Seite 35). Sie erleichtern die Orientierung, ohne vom Menü abzulenken.

Voraussetzung für den Betrieb ist wie bisher ein Samsung-Konto. Wer keines hat, legt es beim Start der App an. Danach kann der Nutzer sein noch leeres Smarthome mit Geräten füllen. Der erste Weg führt normalerweise in die Samsung- Sektion. Hier lassen sich Produkte des Herstellers über das WLAN verbinden. Es gibt aber auch einen Menüpunkt zum Einrichten des SmartThings Hub.

Für Einsteiger etwas verwirrend: Die App bietet ein halbes Dutzend Funkzentralen zur Auswahl an. Dass der SmartThings Hub 2018 (IM6001-V3P) die richtige ist, merkt der Nutzer eher durch Zufall, nämlich wenn die Installation reibungslos durchläuft.

GERÄTE-INTEGRATION IM TEST

Wie offen ist das SmartThings-System wirklich? eHOME hat acht populäre Produkte am Samsung-Hub ausprobiert.

BOSE SOUNDTOUCH

WLAN-Lautsprecher der SoundTouch-Serie lassen sich einfach hinzufügen – wenn sie in ihrer eigenen App bereits eingerichtet sind. Neben Play, Pause und Lautstärke steht dann auch die Auswahl von Musik zur Verfügung.

FIBARO-STECKDOSEN

Die Zwischenstecker von Fibaro verwenden Z-Wave- Funk. Es gibt sie in verschiedenen Generationen. Mit älteren Modellen klappte im Test nur das Einund Ausschalten. Jüngere Varianten zeigen auch den Energieverbrauch an.

LIFX-LAMPEN

WLAN-Lampen von Lifx steuert SmartThings über die Cloud des Herstellers. Deshalb reagieren sie auch ohne installierten Hub, nur mit der SmartThings-App. Allerdings müssen die Lichter zu Hause mit dem Internet verbunden sein.

LOGITECH HARMONY

Die Universal-Fernbedienung von Logitech macht TV- und Audiogeräte sehr vieler Hersteller steuerbar. SmartThings ruft dazu in der Harmony-App programmierte Aktionen auf und schaltet zum Beispiel den Fernseher ein.

Geräte hinzufügen

Nun sind die kleinen Helfer an der Reihe, die das Gebäude smart machen. Ein Druck auf das Plus- Zeichen in der App fügt Sensoren, Schalter oder Steckdosen hinzu. Besonders leicht geht das mit Produkten aus dem SmartThings- Sortiment. Samsungs eigene Sensoren und Taster haben auf der Rückseite einen quadratischen QR-Code. Sobald die App über die Smartphone-Kamera so ein Symbol erfasst hat, übernimmt sie das Gerät automatisch in ihr Inventar.

Von diesem Verfahren profitiert auch die Sicherheit des Systems (siehe rechts) – vor allem aber erleichtert es die Installation. Der Heimvernetzer folgt einfach den Anleitungen am Bildschirm. Die Integration von Partnerprodukten variiert je nach Hersteller. Einige Geräte muss der Nutzer in einen speziellen An- melde-Modus versetzen. Beispiel Fibaro: Steckdosen des Z-Wave- Spezialisten schließen sich erst nach dreimaligem Druck auf ihren Einschaltknopf dem ren Funknetz des Hub an.

ACHT VON MEHR ALS 80 PARTNERFIRMEN

DIE INSTALLATION

Ein kleiner QR-Code auf den Sensoren macht die Verbindung schnell und sicher.

Schlüssel-Dienst: Die SmartThings-App verschlüsselt mit Daten aus dem QR-Code die Verbindung (links). Ohne diesen Code klappt das Setup auch, ist aber nicht so sicher.

Die SmartThings-Sensoren kommunizieren per Zigbee-Funk mit dem Samsung- Hub. Alle Daten der Übertragung sind zwar verschlüsselt, ein mögliches Sicherheitsrisiko stellt allerdings der Einrichtungsprozess dar. Während der ersten Kontaktaufnahme tauschen Zigbee-Geräte normalerweise Informationen aus, die nur mit einem Standard- Passwort geschützt sind. Gelingt es einem Hacker, diese Daten mitzuschneiden, kann er schlimmstenfalls ins Funknetz eindringen. Samsung schließt die Lücke im Zigbee-Standard mit QR-Codes, denn die quadratischen Symbole auf den Geräten enthalten individuelle Passwörter. Der Nutzer scannt sie mit seiner Smart- Things-App ab und bekommt so von Anfang an eine sichere Verbindung. Ausnahme im Test: Der Zwischenstecker von Samsung hat keinen QRCode und nutzt die Standardprozedur. Eine Warnung in der App weist darauf hin (siehe Bild links). Das Risiko hält sich aber in Grenzen, weil ein Lauschangriff nur kurzzeitig während der Einrichtung funktioniert und der Hacker in Funkreichweite sein muss.

PHILIPS HUE BRIDGE

Das Lichtsystem findet über seine eigene Funkzentrale Anschluss: Philips Hue in der SmartThings- App auswählen, die Taste auf der Hue Bridge drücken, und schon tauchen installierte Leuchtmittel im Samsung-System auf.

RING-VIDEOKLINGEL

Die Ring Video Doorbell 2 überträgt ihr Kamerabild mit wenigen Handgriffen ins SmartThings-System. Auch Bewegungsalarme erscheinen dort. Allerdings ist der Druck auf den Klingelknopf nicht als Auslöser in Regeln verwendbar.

SONOS-SYSTEM

Das Multiroom-System lässt sich leicht mit dem SmartThings Hub verbinden. Play und Pause sowie die Lautstärke sind dann zentral regelbar. Leider gibt es keine Musikauswahl: Es läuft immer das zuletzt eingestellte Programm.

WEMO-STECKDOSEN

Belkin vernachlässigt seine Smarthome-Produkte in Deutschland etwas. Der WLAN-Stecker Wemo Insight Switch funktioniert trotzdem mit SmartThings – allerdings ohne Anzeige des Energieverbrauchs. Es gibt nur „An” und „Aus”.

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SAMSUNG SMARTTHINGS IM TEST

Anderen Geräten genügt ein Netzwerk-Zugang. So verbinden sich Lifx-Lampen und Ring-Kameras über ihr Online-Nutzerkonto mit dem System. WLAN-Lautsprecher von Bose und Sonos holt der SmartThings Hub an Bord, sobald sie zu Hause installiert sind.

Smarthome einrichten

Damit neu hinzugefügte Geräte nicht unaufgeräumt in der App herumstehen, gibt es Räume. Die App fragt von sich aus, an welchen Ort Neuzugänge verschoben werden sollen. Später lassen sich dann etwa alle Produkte im Wohnzimmer über einen gemeinsamen Bildschirm aufrufen – von Steckdosen über Heizungsregler bis zur TV-Soundbar erscheinen Geräte, die in den Einstellungen als Favoriten markiert sind, zusätzlich auf der Startseite der App. So sind häufig benötigte Dinge wie etwa das Licht schnell erreichbar.

Mehr Komfort mit Szenarien

Allerdings bietet SmartThings eine viel komfortablere Möglichkeit, als jedes Gerät einzeln per Hand zu bedienen: Das klappt mit sogenannten Szenarien.

Ein Szenario definiert den Betriebszustand für mehrere Smarthome- Produkte auf einmal. So schaltet es beispielsweise die Lampe über dem Esstisch ein, dimmt den Rest des Raumes und startet leise Musik auf dem Audiosystem. Das Ganze funktioniert über Raumgrenzen hinweg und eignet sich daher, um in der kompletten Wohnung das Licht oder die Heizung zu regeln.

REGELN ERSTELLEN

So einfach automatisiert das SmartThings-System den Alltag.

Bewährtes Prinzip: Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, folgt eine gewünschte Aktion.


Viele Möglichkeiten: Neben der Tageszeit können Geräte oder Personen als Auslöser dienen.


Übersichtlicher Aufbau: Die App stellt alle Bestandteile der SmarthomeRegel untereinander dar.


SAMSUNG-HAUSGERÄTE

Viele Produkte des Herstellers sind heute schon steuerbar. Bis 2020 sollen alle Hausgeräte von Samsung vernetzt sein.

WASCHMASCHINEN

WLANModelle wie die Samsung QuickDrive WW8800 (Bild) melden ihren Status an das SmartThingsSystem. Per App lassen sich Waschprogramme wählen, die Temperatur ändern oder der Programmablauf starten.

SAUGROBOTER

Mit einem SmartThings Hub legen PowerbotModelle automatisch los, wenn der Status des Systems auf „abwesend” wechselt. Kehren die Bewohner nach Hause zurück, fährt der Saugroboter wieder in seine Ladestation.

BACKÖFEN

DualCookBacköfen mit WLAN heizen automatisch vor, wenn eine SmarthomeSzene es verlangt, und melden ihre Temperatur ans System. Die App oder der TV zeigen diese Daten an. Ferngesteuert abschalten geht natürlich auch.

KÜHLSCHRÄNKE

Ein SamsungKühlschrank mit Family Hub (Bild) zeigt SmarthomeInformationen nicht nur auf seinem TürDisplay an – er überträgt Statusinformationen und die Bilder seiner Kühlschrankkamera auch zum Fernseher (rechts).

Wasserwacht: Der Water Leak Sensor (30 Euro) erkennt austretende Feuchtigkeit – etwa unter der Küchenspüle – und schickt eine Nachricht ans Smartphone (siehe rechts). Parallel können Lautsprecher und Lampen die Bewohner zu Hause alarmieren.

Szenarien werden in der Smart- Things-App für Android oder iOS angelegt. Dank Samsung Cloud erscheinen sie danach auf verschiedenen Geräten des Herstellers.

So haben Besitzer eines Kühlschranks mit Family-Hub-Display die Befehle in der Küche griffbereit. Ein Samsung-Fernseher mit SmartThings-App (siehe unten) bringt sie ins Wohnzimmer. Die TV-Fernbedienung kontrolliert das Haus quasi vom Sofa aus.

Außerdem sollen Amazon Alexa, der Google Assistant oder Samsungs eigene digitale Assistentin Bixby das Smarthome auf Zuruf steuern. eHOME hat die Sprachfunktionen aber noch nicht getestet, sie hätten den Rahmen dieses Artikels gesprengt.

Abläufe automatisieren

Am meisten beeindruckt Smart- Things aber, wenn es gar keine Befehle oder Eingriffe von Hand mehr verlangt. Dann reagieren Licht und Heizung automatisch, die Alarmanlage schaltet sich selbst ein oder aus.

Diese hohe Schule der Haussteuerung absolvieren Nutzer des Systems ohne viel Mühe. Ein Regel- Assistent in der App hilft dabei. Er fragt ab, was passieren soll, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt (siehe linke Seite oben). Wichtige Aktionen sind voreingestellt.

So gibt es zum Beispiel einen Überwachungsmodus, der Bewegungsmelder und Öffnungssensoren scharf schaltet, sobald er aktiviert wird. Der Nutzer legt nur noch fest, was im Alarmfall passieren soll. So können beispielsweise alle Lampen im Haus angehen und die Lautsprecher lautes Hundegebell abspielen.

Der Funktionsumfang variiert

Ein Nebeneffekt der offenen System- Architektur: Nicht alle Partner- Produkte eines Typs liefern denselben Funktionsumfang. Im Test zeigten etwa Mess-Steckdosen von Belkin und Fibaro keinen Energieverbrauch an. Bose- Lautsprecher gewährten Zugriff auf ihre Favoritenlisten, an Sonos- Modellen ließ sich die Wiedergabe nur starten und anhalten.

Bastler können über eine Programmierschnittstelle (API) und den Online-Dienst IFTTT die Fähigkeiten des Hub erweitern. Wer dazu keine Ambitionen hat, muss ausprobieren – oder gleich Smart- Things-Produkte wählen.[fog]

PRO & CONTRA

+ Offene System-Plattform mit vielen Partnern

+ Einfach zu bedienende und schön gestaltete App

- Kompatible Produkte nur über die App zu finden

- Funktionsumfang variiert von Hersteller zu Hersteller

FAZIT

SmartThings überzeugt auf Anhieb mit seinem Konzept. Die Plattform vereint viele beliebte Smarthome- Marken unter einem Dach. Welche das sind, zeigt leider nur ein Blick in die App. Zum Testzeitpunkt gab es kein aktuelles Internetverzeichnis mit kompatiblen Geräten. Die Integration von Partnerprodukten läuft reibungslos, Regeln sind schnell erstellt. Wer alles vernetzen will, braucht aber Hausgeräte von Samsung. Konkurrenzmodelle lassen sich nicht ohne Weiteres verbinden.

SAMSUNG-FERNSEHER

Für TV-Modelle ab dem Jahrgang 2018 gibt es eine SmartThings-App.

TÜR-KAMERA

Mit der TV-App lassen sich Szenarien starten, die der Nutzer zuvor auf seinem Smartphone angelegt hat. Ansonsten dient sie eher der Kontrolle. So blendet SmartThings auf Wunsch das Bild von Überwachungskameras ins trolle. Bild von Überwachungskameras ins laufende TV-Programm ein. Im Beispiel links öffnet sich ein Fenster, weil die Video Doorbell von Ring eine Bewegung festgestellt hat.

KÜHLSCHRANK-KAMERA

Sensoren, Lampen, Steckdosen und Hausgeräte erscheinen ebenfalls am Samsung-TV. Ein Blick genügt, um zu prüfen, ob die Waschmaschine im Keller mit ihrem Programm schon fertig ist. Tiefere Einblicke gewährt der vernetzte Samsung-Kühlschrank: Er bringt das Bild seiner Innenraumkamera auf den TV (siehe links) und zeigt so den aktuellen Getränkevorrat.