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SINNERFÜLLT UND leidenschaftlich LEBEN


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I Am - Laura Malina Seiler - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 26.01.2022

Artikelbild für den Artikel "SINNERFÜLLT UND leidenschaftlich LEBEN" aus der Ausgabe 10/2022 von I Am - Laura Malina Seiler. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Wer bin ich? Warum tue ich, was ich tue, und was will ich eigentlich wirklich? Diese Fragen stellen wir Menschen uns seit jeher – und inmitten einer Pandemie bewegten und bewegen sie manche von uns noch stärker als zuvor. Egal ob sich das gewohnte Hamsterrad plötzlich noch schneller drehte, mit der Zeit merklich an Fahrt verlor oder unerwartet ganz stehen blieb: Viele schauten zwischen Lockdowns und dem „neuen Normal“ noch einmal genauer darauf, wie sie bisher gelebt, gearbeitet und geliebt haben.

Plötzlich ging es für viele weniger um materielle Dinge, dafür mehr ums (Über-)Leben, um Solidarität und darum, welche Berufe eigentlich systemrelevant sind (meist ausgerechnet die schlechter bezahlten, gesellschaftlich sinnvollen). Kurzum: Es ging um existenzielle Fragen. Wir stellen Sachzwänge, Strukturen und Notwendigkeiten infrage und überleg(t)en: Was fehlt uns, was vermissen wir kein bisschen und ...

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... welche Möglichkeiten tun sich eventuell auf?

Und: Welchen Sinn gebe ich meinem eigenen Leben? Diese Krise gab und gibt vielen von uns einen Grund, das, was ist, noch einmal zu überdenken. Passen unsere Wünsche noch zu unserer aktuellen Lebensrealität? Es kann sehr lohnend sein, sich diese Sinnfrage zu stellen. Nicht nur, weil viele Studien belegen, dass Lebenssinn ein wichtiger Faktor ist, wenn es um unsere seelische und körperliche Gesundheit geht. Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass sinnerfüllte Menschen besser mit Stress umgehen können und Krisen eher meistern. Wer dagegen keinen Sinn in seinem Tun sieht, fühlt sich nicht selten unwohl. Etwas fehlt. Und das gilt es zu finden.

Studien zeigen nämlich auch, dass uns langfristige Sinnerfahrungen auf Dauer größere Zufriedenheit schenken als kurzfristige Glückserlebnisse. Wusstest du, dass das Wort Sinn ursprünglich so etwas wie Gang, Weg oder Reise bedeutet? Und so ist es auch mit dem Sinnsuchen und Sinnfinden: Bei unserer Geburt hat uns niemand eine Beschreibung beigelegt, auf der unsere Berufung, unsere Aufgaben und unser Le- benssinn aufgeschrieben stehen. Wir müssen, nein dürfen sie vielmehr im Laufe unseres Lebens selbst entdecken und entfalten. Sinn steckt nämlich nicht per se einfach irgendwo drin. Wir können ihn unserem Leben und unserem Tun nur im DIY-Verfahren selbst geben.

Ob und worin wir ganz persönlich Sinn finden, ist dabei individuell verschieden und hängt stark von unserer Persönlichkeit und unserer aktuellen Lebenssituation ab. Insofern ist die Sinnsuche auch ein Privileg. Und eine Chance, uns im Kleinen selbst zu verwirklichen, um damit einen kleinen Unterschied im Großen zu machen. „Du kannst nicht alles ändern. Nur dich selbst. Aber manchmal ändert genau das alles“, bringt es die Coachin Sarah Desai auf den Punkt. Es braucht Kraft, Raum und Zeit, um darauf zu kommen, was wir wollen und warum wir es wollen. Wir müssen dafür in uns gehen, uns über unsere Prioritäten und Werte klar werden, uns unsere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen bewusst machen und uns die Frage nach dem „Wofür“ beantworten.

WAS TREIBT UNS AN IM LEBEN?

Vielleicht hast du schon einmal von der berühmten Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow gehört? Das Fundament der Pyramide bilden unsere überlebensnotwendigen Bedürfnisse, wie Atmen, Trinken, Essen oder Schlafen. Sie müssen als erstes erfüllt werden. Die nächste Stufe umfasst unser Bedürfnis nach Sicherheit: Wir leben in einer sicheren Umgebung, passen auf, dass wir uns nicht verletzen, und schützen uns vor Gefahren. Direkt darauf bauen die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und nach Wertschätzung auf: Hier geht es um gute Beziehungen und Gemeinschaft. Den oberen Teil der Pyramide bilden die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung sowie die erst später von Maslow ergänzte Pyramidenspitze Trans-zendenz, also Spiritualität und die Öffnung für etwas, das größer ist als wir. Nach Maslow treten diese zwei letzten Wachstumsbedürfnisse erst in den Vordergrund, sobald unsere grundlegenden Bedürfnisse zu einem gewissen Grad befriedigt sind. Also alles, was unser Überleben sichert: physisch und psychisch. Dazu zählen auch das Bedürfnis, dazuzugehören und sich mit anderen verbunden zu fühlen (was evolutionär gesehen ziemlich sicher dazu beitrug, unser Überleben zu sichern,) sowie Wertschätzung. Wertgeschätzt zu werden, ist ein Grundbedürfnis des Menschen, ein wichtiger Motivationsfaktor und bedeutsam für unser psychisches Wohlergehen und für gesunde Beziehungen, die uns auch in schwierigen Zeiten stärken. Wir wollen um unser selbst willen geliebt werden. Dafür müssen wir uns der Welt allerdings auch authentisch zeigen und für unsere Träume losgehen. Dadurch kommen wir zur Spitze der Pyramide: Indem wir uns selbst verwirklichen, unser Herz für Spiritualität öffnen und unserem Lebenssinn folgen, finden wir tiefe Erfüllung, weil wirklich alle unsere Bedürfnisse befriedigt werden. An diesem Punkt sind wir nicht mehr damit beschäftigt, nur um unser Überleben zu kämpfen und unsere Grundbedürfnisse wie Essen oder Schlafen zu erfüllen. An diesem Punkt werden wir selbst schöpferisch und sinnstiftend in unserem eigenen Leben tätig.

Wer sich auf bedeutsame Erfahrungen in der Vergangenheit besinnt und sich klarmacht, welche – auch kleinen – Dinge und Erlebnisse für ihn eine Bedeutung haben, nähert sich der Frage „Was erfüllt mein Leben mit Sinn“ intuitiv weiter an. In psychologischen Studien entpuppte sich die sogenannte Generativität als Nr. 1 der sinngebenden Lebensfaktoren. Dieser Begriff meint, dass wir etwas von bleibendem Wert tun, für andere da sind oder etwas erschaffen, das über unser Leben hinausgeht. Etwa, indem wir Kinder liebevoll großziehen, uns politisch, sozial oder im Umweltschutz engagieren, Wissen vermitteln, Songs komponieren oder ein Buch schreiben – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Der Psychoanalytiker Erik H. Eriksons bezeichnete es auch als „die Liebe in die Zukunft zu tragen“, wenn wir einen Beitrag für die Gesellschaft, das größere Ganze, die nachfolgenden Generationen leisten, schreibt die renommierte Professorin Tatjana Schnell in ihrem Buch „Psychologie des Lebenssinns“.

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„Aufbrechen: Die Freiheit zur Selbstentfaltung gewinnen“ von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry (Beltz Verlag, 22 Euro)

Tatsächlich zeigen psychologische Studien: Je mehr unterschiedliche Lebensaspekte und Rollen wir in unserem Alltag verwirklichen, desto mehr Sinnerfüllung erleben wir. Auch, weil die Vielfalt uns die Möglichkeit gibt, etwas zu kompensieren, wenn es wegfällt. Wer sich beispielsweise nur durch seinen Beruf oder die Elternrolle definiert, wird beim Eintritt ins Rentenalter oder beim Auszug der Kinder eher in ein Loch fallen als ein Mensch, der sich breiter aufgestellt hat und seit jeher Hobbies und Freundschaften pflegt oder sich ehrenamtlich engagiert. Wir müssen uns dem widmen, was uns wirklich wichtig ist. Nur wenn wir ins Tun kommen und die Dinge, die uns mit Sinn erfüllen, bewusst in unser Leben holen, werden wir Sinn erleben. Manchmal merken wir auch erst, welche Aspekte besonders bedeutsam für uns sind, wenn sie auf einmal bedroht sind oder fehlen. Bei unserer persönlichen Freiheit oder Gesundheit zum Beispiel. Tatjana Schnell schreibt: „Sinnerfüllung ist die grundlegende Erfahrung, dass das eigene Leben sinnhaft und wertvoll ist, dass es sich lohnt, gelebt zu werden. Um unser Leben als erfüllt zu empfinden, ist es wichtig, dass unser Handeln auf Resonanz stößt und wir es als bedeutsam erfahren. Wir wollen uns zugehörig fühlen, gute Beziehungen leben und unseren Platz in der Welt einnehmen. Auch brauchen wir Orientierung – was mit der Vielzahl an Optionen für den Einzelnen heutzutage gar nicht mehr so leicht ist. Selbst wenn wir „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, müssen wir uns aktiv verorten. Dafür ist es notwendig zu wissen, was und wohin wir wollen – oder eben auch nicht. So können wir kohärent nach unseren eigenen Werten leben, also ein Leben führen, das in sich stimmig ist und sich für uns selbst richtig anfühlt.“

Was ist das Besondere an Menschen, die ihre Träume leben? Was brauchen wir, um mitten im Leben aufzubrechen und unseren inneren Impulsen zu folgen? Diesen Fragen widmete sich auch die Psychologieprofessorin Michaela Brohm-Badry. Um eine Antwort darauf zu finden, führte sie viele Gespräche und psychologische Tiefeninterviews mit Menschen, die ihre Träume verwirklicht haben, lud dazu ein, Onlinefragebögen auszufüllen, wertete Studien aus und schrieb darüber in ihrem lesenswerten Buch „Aufbrechen: Die Freiheit zur Selbstentfaltung gewinnen“.

WER ANKOMMEN WILL, MUSS LOSGEHEN

Ein Satz, den alle immer wieder sagten, lautete: „Ach, dann habe ich gedacht, ich mache das jetzt einfach!“ Klingt logisch: Wollen wir unser Leben anders gestalten, können wir nicht mehr die gleichen Dinge tun wie bisher, sondern müssen weitergehen. Nikes „Just do it“ ist nicht ohne Grund zu einem der berühmtesten Marken- Claims weltweit geworden. Und trotzdem gibt es unzählige Menschen, denen es nicht so einfach gelingt, mit ihren Gewohnheiten zu brechen. Dabei lohnt es sich so sehr, herauszufinden, was wir wirklich wollen, und dann den ersten Schritt zu gehen. Und den zweiten. Und den dritten. „Wenn wir das machen, was wir gerne machen, führt uns das an Orte, an denen wir lebendig, offen und erwartungsvoll den eigenen inspirierenden Impulsen folgen“, so Michaela Brohm-Badry.

Damit das gelingt, ist es hilfreich, sich Ziele zu setzen, die mit unseren Werten übereinstimmen. Ohne mangelt es uns an Orientierung und oft auch an der Motivation, überhaupt etwas zu tun. Wissen wir dagegen, wo wir hinwollen und warum, können wir auch herausfordernde Situationen leichter meistern. Dafür müssen es allerdings wirklich unsere eigenen Ziele sein. Wir dürfen deshalb tief in uns hineinhorchen und uns fragen: Verfolge ich meine Ziele oder doch eher die von anderen? Das ist beispielsweise der Fall, wenn wir (vielleicht auch unbewusst) die Erwartungen unserer Eltern erfüllen, statt so zu leben, wie wir es uns wünschen. Gehen wir selbstbestimmt mit unserem ureigenen Leitstern vor Augen, ergeben sich automatisch sinnvolle Wege – und darin, sie achtsam zu gehen, entsteht letztlich unsere Sinnerfüllung. Die Motivation und Energie, unseren Ideen und Zielen zu folgen, haben wir, wenn wir dafür sorgen, uns „möglichst frei handelnd, möglichst kompetent und möglichst verbunden mit anderen Menschen zu fühlen“, fasst Professorin Michaela Brohm-Badry ihre Erkenntnisse zum Typ „Ichmache-das-jetzt-einfach“ zusammen.

Sobald wir groß denken, an unsere Träume glauben und losgehen, werden Wunder wahr. Wir können eigentlich gar nicht scheitern. Weil wir uns schon mit dem ersten Schritt in die richtige Richtung bewegen – hin zu einem selbstbestimmteren Leben. Wir brechen aus unserer Komfortzone aus, wählen Liebe statt Angst und machen neue Erfahrungen. Das heißt: Die beste Investition, die wir tätigen können, ist die in uns selbst und unsere Weiterentwicklung.

Ein weiterer wichtiger Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt darin, unsere Möglichkeiten und Talente zu erkennen und auszuschöpfen. Wer sich klar darüber werden möchte, was in ihm steckt und ihn aufblühen lässt, kann zum Beispiel das PERMA-Modell des Psychologen Dr. Martin Seligman (siehe Seite 18) anwenden. Die Abkürzung PERMA steht dabei für fünf Säulen, die dazu beitragen, dass wir uns erfüllt und glücklich fühlen: Positive Emotionen, Engagement (eigene Stärken einsetzen), Relationships (Beziehungen führen und Teil eines sozialen Netzwerks sein), Meaning (Sinn ins Leben bringen) und Achievement (Ziele setzen und erreichen). Sind alle Säulen ausreichend gefüllt, wirst du ziemlich sicher ein erfülltes Leben führen. Lass uns doch ein kleines Gedankenspiel versuchen: Stell dir vor, du sitzt als alter Mensch im Schaukelstuhl und blickst auf dein erfülltes Leben zurück: Was brachte deinen inneren Garten zum Blühen – was hast du aktiv dazu beigetragen, dass aus winzigen Samenkörnern eine prachtvolle Blumenlandschaft entstehen konnte? Oder weniger bildlich gesprochen: Was hat dich erfüllt – und was hast du dafür getan? Sich Zeit und Raum für die eigene Entfaltung zu nehmen, ist nach Professorin Michaela Brohm-Badry übrigens alles andere als egoistisch: „In unseren Gesprächen wurde an vielen Stellen deutlich, dass das Ausleben eigener Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Leidenschaften nicht nur wohltuend auf das eigene Leben wirkt, sondern auch wohltuend auf das soziale Umfeld, auf Familie, Freunde, Ehe oder Partnerschaft. Wer ein authentisches Leben führt, lebt ein volles Leben, und diese Zufriedenheit überträgt sich auf alles, was im Umfeld lebt.“ Je besser wir uns selbst kennen und verstehen, desto glücklicher gehen wir durchs Leben und desto wohlwollender begegnen wir den Menschen um uns herum.

„DIE BEIDEN WICHTIGSTEN TAGE DEINES LEBENS SIND DER TAG, AN DEM DU GEBOREN WURDEST, UND DER TAG, AN DEM DU HERAUSFINDEST, WARUM!“

MARC TWAIN

Spannend ist in diesem Zusammenhang auch das japanische IKIGAI-Prinzip (Seite 20). Dieses Sinnmodell unterstützt uns bei der Suche nach unserem individuellen Lebenszweck, denn er ergibt sich aus der Schnittmenge unserer Antworten auf die Fragen: Was kannst du gut? Was machst du gern? Was braucht die Welt? Und: Womit verdienst du Geld? Das Ergebnis aller Antworten ergibt eine sinnerfüllte, individuelle Essenz deines Lebens – der Grund, für den du jeden Morgen aufstehst und der dich aus deinem tiefsten Inneren heraus motiviert. Ist das nicht eine großartige Vorstellung?

Ein erfülltes Leben haben wir, wenn wir unser Dasein als wertvoll und sinnstiftend betrachten, es in Einklang mit unseren Werten führen und unserem individuellen Weg leidenschaftlich folgen. Wenn wir unsere Talente ausleben und sie mit anderen teilen. Dafür müssen wir uns und unser Leben aber zunächst so ernst nehmen, dass wir unseren inneren Reichtum entdecken und entfalten wollen. So verändert sich nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unser Leben. Denn je mehr wir von unserem inneren Schatz heben, desto mehr Möglichkeiten entdecken wir auch in unserer äußeren Welt. Trau dich, du selbst zu sein und damit auch andere zu inspirieren.

Q & A MIT LAURA

LAURA, WAS BEDEUTET ES FÜR DICH, EIN SINNERFÜLLTES LEBEN ZU FÜHREN?

Ein sinnerfülltes Leben besteht für mich in der Balance zwischen der eigenen Selbstverwirklichung und der Unterstützung anderer Menschen: Ich fühle mich erfüllt, wenn ich einen Unterschied für andere machen kann, und ich bin fest davon überzeugt, dass unser Leben vor allen Dingen dafür da ist, dass wir einander unterstützen. Genauso wichtig ist es aber auch, sich selbst zu lieben, gut auf sich achtzugeben und sich nicht zu vernachlässigen.

WAS HAT DIR GEHOLFEN, DEINEN INNEREN REICHTUM ZU ENTDECKEN?

Rückblickend würde ich sagen, dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin und mir erlaubt habe, das zu tun, was ich am besten kann, und mein Leben nicht nach den Erwartungen anderer zu erschaffen. Jeder Mensch hat eine Gabe, und wenn wir diese Gabe finden, dann entdecken wir damit auch unseren endlosen inneren Reichtum.