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TEST Eyeliner: Sanfter Aufschlag


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 29.07.2021

RATGEBER

1 Mit „sehr gut“ schneiden im Test sowohl der mit 12,81 Euro teuerste als auch der mit 1,66 Euro günstigste Eyeliner ab. Und dazwischen noch sieben weitere.

2 Eyeliner-Anfänger setzen mit dem Pinsel lieber kleine Striche statt in einem Bogen durchzumalen.

3 Alle Naturkosmetik- Produkte im Test enthalten Parfum. Wer keine Duftstoffe möchte, wählt einen der „sehr guten“ konventionellen Eyeliner.

Artikelbild für den Artikel "TEST Eyeliner: Sanfter Aufschlag" aus der Ausgabe 8/2021 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

TEST: HANH FRIEDRICH

Ein sanft nach oben geschwungener präziser Lidbalken – für einen richtigen Audrey-Hepburn-Look ist er unverzichtbar. Selbst wenn es nur ein feiner, kleiner Lidstrich sein soll: Sobald es um Konturen und Genauigkeit geht, ist ein Eyeliner gefragt. Im Gegensatz zum halbfesten Kajalstift auf Basis von Wachsen und Ölen handelt es sich beim Eyeliner um eine dünnflüssige Mischung aus Farbpigmenten und Filmbildnern. Wir haben 18Eyeliner in Schwarz verglichen. Alle sind mit einem ...

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... Pinselchen ausgestattet, das die Farbe aus einem Röhrchen aufnimmt. Damit lässt sich dann, mit ruhiger Hand und etwas Übung, ein präziser Lidstrich ziehen.

Ein Naturkosmetik-Eyeliner fällt durch

Viele der schwarzen Eyeliner sind in Augennähe bestens aufgehoben. Fast alle Naturkosmetik-und sogar drei konventionelle Produkte erreichen die Note „sehr gut“, eines ist immerhin noch „gut“. Am Ende der Tabelle rutschen jedoch auch drei Eyeliner mit „mangelhaft“ in den roten Bereich: Darunter der Terra Naturi Dip Eyeliner, der ein Naturkosmetik-Zertifikat trägt. In der Eigenmarke aus dem Müller Drogeriemarkt hat das beauftragte Labor Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen. Woher sie stammen, ist unklar – in zertifizierter Naturkosmetik sind Verbindungen, die Formaldehyd nach und nach freisetzen können und als Quelle in Frage kämen, nicht erlaubt. So oder so haben diese in Schminke für die Augen aus unserer Sicht nichts verloren. Denn Formaldehyd gilt als Kontaktallergen und reizt schon in geringen Mengen die Schleimhäute. Schminke der Marke Terra Naturi fällt damit erneut aus der Reihe: Bei unserem Test von schwarzer Mascara im Februar war das Terra Naturi-Produkt bereits mit einem erhöhten Gehalt an Arsen aufgefallen.

„Die Ergebnisse freuen uns. Schminke ist häufig mit vielen Problemstoffen belastet – sehr viele der Eyeliner im Test sind sauber.“

Heike Baier ÖKO-TEST-Redakteurin

Nur eine Konservierung geht ins Auge

Überhaupt: Nach den miserablen Ergebnissen der Mascaras hätten wir mehr Probleme bei den Eyelinern erwartet. Auch sie enthalten viel schwarzes Eisenoxid, das potenziell mit Schwermetallen wie Arsen verunreinigt sein kann. Und genau wie bei den Mascaras ist die Konservierung eine wichtige Angelegenheit, weil der Pinsel nach der Anwendung immer wieder in das Röhrchen taucht.

Doch Arsen blieb in diesem Test durchweg unauffällig, und auch die Konservierung bemängeln wir nur im Produkt Max Factor X Colour X-Pert Waterproof. Dieser Eyeliner enthält Propylparaben. Aktuelle Daten weisen darauf hin, dass Propylparaben das Hormonsystem beeinflussen kann. Auch wenn der Max Factor-Eyeliner die gültigen gesetzliche Grenzwerte einhält: Aus unserer Sicht sind Verbraucherinnen mit Produkten ohne umstrittene Konservierungsmittel besser bedient.

Im Trend it up Dip in Eyeliner fand das beauftragte Labor außerdem halogenorganische Verbindungen. Stoffe aus dieser Gruppe werden in Kosmetik häufig wegen ihrer antimikrobiellen Wirkung eingesetzt. Unter ihnen finden sich allerdings einige, die Allergien auslösen, und fast alle reichern sich in der Umwelt an.

Geht es auch ohne Kunststoffe?

Synthetische Polymere und Silikone sorgen dafür, dass Schminke besser haftet. Auch Wasserfestigkeit, mit der drei Produkte im Test werben, lässt sich mit diesen Substanzen erreichen.

Kein Wunder also, dass acht von elf konventionellen Eyelinern solche Kunststoffverbindungen enthalten. Viele von ihnen bauen sich in der Umwelt sehr schlecht wieder ab, wir sehen sie deshalb kritisch.

Zertifizierte Naturkosmetik darf solche Stoffe nicht enthalten, sie kann daher im Vergleich zu konventionellen Eyelinern schneller an Grenzen stoßen was die Beständigkeit gegen Schweiß und Wasser angeht. Immerhin: Naturkosmetik-Eyeliner trocknen schnell und gut und sind damit relativ wischfest.

Wir haben getestet

EYELINER

So wird’s präzise

Von der Mitte weg

Den Pinsel in der Mitte des Lidrands ansetzen. Den Strich von dort zuerst in den äußeren Augenwinkel ziehen, wobei er nach außen breiter werden darf. Wer einen „Wing“ möchte, zieht eine Linie vom äußeren Augenwinkel in Richtung Augenbrauenende und verbindet dann zu einem Dreieck. Zuletzt wieder in der Lidmitte ansetzen und den Strich möglichst dünn zum inneren Augenwinkel hin zeichnen. Dafür in kleinen Punkten vorarbeiten und den Pinsel möglichst nah an und in den Wimpernkranz „stempeln“.

Ausrutscher

Eine sichere Hand ist hilfreich beim Umgang mit dem Eyeliner, denn er lässt sich nicht so leicht korrigieren. Anfänger arbeiten sich besser in kleinen Strichen voran. Ist die Hand ausgrutscht oder eine Linie missraten: Lieber nicht wischen. Besser mit etwas Concealer und einem flachen, abgeschrägten Pinsel korrigieren. Wer den Eyeliner vor einem Lidschatten aufträgt, kann damit kleine Fehler kaschieren.

So haben wir getestet

Wir haben 18 Eyeliner eingekauft – sieben sind als Naturkosmetik zertifiziert. Unsere Einkäufer haben zu schwarzen Dip-Eyelinern gegriffen, das heißt zu Produkten, bei denen die Farbe mit einem Pinsel aufgenommen und auf das Augenlid aufgetragen wird. Wir haben sowohl als wasserfest ausgelobte als auch nicht wasserfeste Eyeliner berücksichtigt. Alle Produkte wurden auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht, die über schwarze Farbpigmente ihren Weg in Kosmetika finden können. In einer umfassenden Analyse prüften wir auf mögliche Gehalte von Schwermetallen wie Arsen, Blei und Quecksilber. Auch auf Formaldehyd/-abspalter, halogenorganische Verbindungen und weitere problematische Substanzen ließen wir spezialisierte Labore prüfen. Die Liste der Inhaltsstoffe klopften wir unter anderem auf PEG/PEG-Derivate, welche die Haut für Fremdstoffe aus der Umwelt durchlässiger machen können, und umweltrelevante Kunststoffverbindungen ab.