Lesezeit ca. 9 Min.

TEST Kaffee: Abgebrüht


Logo von ÖKO-TEST Magazin
ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 28.10.2021

TEST Kaffee

Artikelbild für den Artikel "TEST Kaffee: Abgebrüht" aus der Ausgabe 11/2021 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

RATGEBER

1

Das beste Produkt im Test ist der Gepa Faires Pfund Bio Kaffee aus Fairem Handel mit Gesamturteil „gut“.

2

Der Kaffeeanbau trägt zur Entwaldung bei. Besser auf Klasse statt Masse setzen.

3

Ein gutes Zeichen für Bemühungen ist, wenn Kaffee sowohl ein Bio-Label als auch eines für fairen Handel wie Fairtrade oder Hand in Hand trägt.

Menschenrechtsverletzungen und illegale Zerstörung von Wäldern zulasten des Klimas – daran kann sich nur etwas ändern, wenn die Abnehmer von Rohstoffen wie Kaffee nicht nur die Preise und Qualität diktieren, sondern auch Verantwortung für die Situation im Anbau übernehmen. Grundvoraussetzung dafür: Genau wissen, wo die Ware herkommt.

Die Bio-Anbieter machen es vor: Für alle sechs Bio-Kaffees im Test konnten sie die Lieferkette komplett transparent machen und durch Dokumente belegen. Das gelang für kein einziges konventionelles Produkt. Am schlechtesten im ...

Weiterlesen
Artikel 2,50€
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 11/2021 von GUT DURCH DEN A LLTAG. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GUT DURCH DEN A LLTAG
Titelbild der Ausgabe 11/2021 von WIRKT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
WIRKT
Titelbild der Ausgabe 11/2021 von GEMEINSAM BESSER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GEMEINSAM BESSER
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
„Den Wald stehen lassen“
Vorheriger Artikel
„Den Wald stehen lassen“
TEST Haferdrinks: Eine Tasse Klimaschutz
Nächster Artikel
TEST Haferdrinks: Eine Tasse Klimaschutz
Mehr Lesetipps

... Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz sind ausgerechnet die Kaffees der namhaften Marken Mövenpick, Eilles, Dallmayr und Idee Kaffee. Tiefpunkt: Die Firma Röstfein ließ unseren großen Fragebogen für den Mona Gourmet komplett unbeantwortet. Mit „sehr gut“ schnitt in diesem Testergebnis einzig der Gepa Faires Pfund Bio Kaffee aus Fairem Handel gemahlen ab. Der zählt auch in Sachen Inhaltsstoffe zu den besten im Test. Viele Kaffees haben Probleme mit zwei Schadstoffen, die beim Rösten entstehen.

Krebsverdächtige Schadstoffe

Acrylamid erhöht potenziell das Krebsrisiko, so schätzt es die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) auf Basis von Daten aus Tierversuchen ein. Im Kaffee bildet sich der Stoff beim Rösten der Kaffeebohnen. Die gute Nachricht: Einigen Röstern gelingt es, die Belastung sehr gering zu halten. In 13 Produkten bewerten wir die Gehalte jedoch als erhöht, denn sie schöpfen den EU-Richtwert für Röstkaffee zu mehr als der Hälfte aus.

Für die festgestellten Belastungen mit Furan und Methylfuranen vergeben wir bei allen Kaffees einen Minuspunkt. Sie könnten laut Efsa langfristig die Leber schädigen. In Tierversuchen erzeugten hohe Furandosen sogar Krebs. Wir gehen in unserer Bewertung von vier Tassen Kaffee am Tag aus und orientieren uns an den niedrigsten Werten, bei denen in Tierversuchen erste Schäden aufgetreten sind. Diese Schwellen werden zwar mit keinem Produkt im Test erreicht. Aber aus unserer Sicht sollte der Sicherheitsabstand hier größer sein, wenigstens so groß, wie von der Efsa empfohlen (s. Tabellenlegende).

Geschmack teilt nur durchschnittlich

Etliche Kaffees landen beim Testergebnis Sensorik mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ im Mittelfeld. Hier kommen meist jeweils mehrere kleine Kritikpunkte zusammen, etwa beim Zusammenspiel von Aroma und Säure oder dem Körper des aufgebrühten Kaffees. „Körper“ meint das Gefühl an Schwere, das Kaffee im Mund erzeugt. Durchgefallen ist die Norma-Eigenmarke Rösta Classic Kräftig, Röstkaffee gemahlen. Er roch alt und schmeckte den geschulten Prüfern derb und ohne Aroma. Anbieter Norma teilte uns mit, die getestete Charge aus dem Verkauf genommen zu haben, da sie nicht den Anforderungen an die Eigenmarken entspreche. Immerhin: Mehr als die Hälfte der Kaffees im Test schmeckt „gut” oder „sehr gut“.

„Bekannte Röster werben mit ihrer ‚Kaffeetradition‘ und verdienen viel Geld. Bei den Menschen, die den Kaffee anbauen und ernten, kommt – ganz traditionell – weiter zu wenig an.“

Meike Rix ÖKO-TEST-Redakteurin

Zu wenig Unternehmensverantwortung

Nach wie vor beziehen die Kaffee-Kleinbauern und -Plantagenarbeiter keine existenzsichernden Einkommen. Das ist eines der ernüchternden Ergebnisse der Auswertung des Rücklaufs auf unseren Fragebogen. Existenzsichernde Einkommen würden den Familien neben dem bloßen Überleben etwa auch die Teilhabe an Gesundheitsversorgung und Bildung ermöglichen. Für den Anbau von neun Kaffees im Test ist im Rahmen der Standards Fairtrade und Rainforest Alliance wenigstens eine schrittweise Annäherung der gezahlten Preise und Löhne an ein existenzsicherndes Niveau vorgegeben.

Mehr als Absichtserklärungen

Für die Produktion der Kaffees mit den besten Testergebnissen Kaffeeanbau und Transparenz machten die Anbieter uns ihre Bemühungen um Menschenrechte und Umwelt glaubhaft. Sie konnten nicht nur mindestens teilweise ihre Lieferkette belegen, sondern auch Kontrollen von menschen-und arbeitsrechtlichen Vorgaben durch externe Prüfer. Kein Anbieter vermag jedoch bisher die Entwaldung sicher auszuschließen. Bei Bio-Produkten ist immerhin der Einsatz hochgefährlicher wie auch aller anderen synthetischen Pestizide per se verboten. Für die konventionellen Kaffees fehlten uns dagegen vollständige Verbotslisten mit allen aus unserer Sicht besonders gefährlichen Spritzgiften.

INFO

Kaffee – fairer Pionier

Anfang der 70er boten Dritte-Welt-Gruppen auf Basaren und in den ersten Dritte-Welt-Läden erstmals Kaffees aus fairem Handel an. Durch direkte Kontakte sollte weniger bei Zwischenhändlern hängen bleiben. Und die Kunden zahlten mehr, um Menschen vor Ort zu unter stützen.

Knapp 50 Jahre später ist Kaffee aus fairem Handel sogar im Discounter angekommen. Allein der Marktanteil mit Fairtrade-Siegel liegt laut dem Siegelvergeber Transfair bei 4,5 Prozent. Ein riesiger Erfolg – einerseits. Andererseits geht es beim Kaffee immer noch überwiegend ungerecht zu, wie auch unser Test zeigt. Mittlerweile ist klar: Ob die Einhaltung von Menschenrechten zum Standard wird, hängt von den Regierungen der Anbauländer UND von den Regeln für die Anbieter hierzulande ab. Wenn jeder weiß, dass die Konkurrenz ungestraft weiter daran sparen kann, bremst das den Fortschritt aus – was Firmen selbst stört. In Deutschland hat etwa der Röstkaffee-Marktführer Tchibo die Forderung von gut 50 Unternehmen unters chiedlicher Branchen nach einer Verschärfung des Lieferkettengesetzes unterschrieben. Nötig seien feste Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette.

TEST Kaffee

Wir haben 20 gemahlene Kaffees in (Bio-)Supermärkten und Discountern eingekauft. Dabei haben wir besonders absatzstarke Marken berücksichtigt und jeweils Varianten mit den mittleren Stärken drei oder vier ausgewählt.

In Laboren ließen wir unter anderem prüfen, wie hoch der Gehalt der krebsverdächtigen Substanzen Acrylamid und Furan in den Kaffees ist. Die beiden Stoffe entstehen während der Röstung. Ein wichtiger Teil dieses Tests waren Fragen nach Anbaubedingungen und Transparenz. Können die Anbieter ihre Lieferkette nachvollziehen, und legen sie diese offen? Fordern sie in einem Verhaltenskodex von ihren Zulieferern das Verbot von Kinderarbeit, von Zwangsarbeit und Diskriminierung ein?

Können die Unternehmen konkrete Maßnahmen für Farmarbeiter und Kleinbauern wie Gewerk schaftsfreiheit belegen? Unternehmen sie Schritte in Richtung existenzsichernder Löhne? Können die Anbieter Zertifikate vorlegen, die die Vernichtung von Wald für den Kaffee anbau ausschließen? Dazu haben wir mit der Control Union Certifications Germany einen umfangreichen Fragebogen entwickelt und ausgewertet.

*) Anerkannte Zertifizierungen: Zertifizierungen, die die Hersteller als Nachweis für gemachte Angaben im Fragebogen anführen, haben wir nur anerkannt, wenn sie auf dem Produkt gelabelt sind. Nur in Teilen haben wir Zertifizierungen anerkannt, wenn diese der Lieferkette und der zur Verfügung gestellten Zertifikaten dem getesteten Produkt ausreichend zuzuordnen waren.

Fett gedruckt sind Mängel.

Abkürzungen: 4C = 4C (Common Code for the Coffee Community). UTZ bedeutet „gut“ in der Maya-Sprache; die Stiftung UTZ hat sich 2018 mit der Rainforest Alliance zusammengeschlossen.

Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 190.

Anmerkungen: 1) Laut Anbieter wurde das Produkt in der Zusammensetzung und der Zertifizierung überarbeitet, das eingekaufte Produkt ist daher ein Restposten der alten Version und läuft dementsprechend aus. 2) Laut Anbieter hat das Produkt ab MHD 10/2022 ein neues Verpackungslayout und den neuen EAN-Code 4104420233331. 3) Laut Anbieter entspricht die von ÖKO-TEST getestete Charge des Produkts (07.11.2022 L118751 08:15) nicht den Anforderungen, die für Norma-Eigenmarkenprodukte gelten, weshalb Norma die Charge aus dem Verkauf nehme. Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: ein Untersuchungsergebnis von mehr als 200 μg/kg Acrylamid (in der Tabelle „Acrylamid erhöht“). Dies schöpft den EU-Richtwert gemäß Verordnung (EU) Nr. 2017/2158 für Röstkaffee zu mehr als 50 Prozent aus. Zur Abwertung um eine Note führt: ein Untersuchungsergebnis mit der Summe aus Furan, 2- und 3-Methylfuran von mehr als 0,0768 mg/l Kaffeegetränk und/oder Furan allein von mehr als 0,00393 mg/l Kaffeegetränk (in der Tabelle „Furane erhöht“). Berechnungsbasis Summe aus Furan, 2- und 3-Methylfuran bzw. Furan: Mangels gesetzlicher Grenzwerte für Furan, 2- und 3-Methylfuran orientieren wir uns an einer von der Efsa 2017 veröffentlichten Risikoabschätzung. In Tierversuchen führte die langfristige Aufnahme von Furan zu Leberschäden wobei 2- und 3-Methylfuran additiv wirken, hohe Dosen Furan führten sogar zu Leberkrebs. Messbare Wirkungen traten ab 64 μg/kg Körpergewicht (KG) pro Tag für die nicht krebserregende Wirkung bzw. ab 1.310 μg/kg KG pro Tag für eine krebserregende Wirkung auf. Liegen die Gesamtgehalte aus Furan, 2- und 3-Methylfuran um einen Faktor von ≥ 100 für die nicht krebserregende bzw. die Furangehalte um einen Faktor ≥ 10.000 für die krebserregende Wirkung unterhalb dieser Werte, gelten sie als wahrscheinlich unbedenklich. Für einen Erwachsenen mit 60 kg Körpergewicht, der einen täglichen Kaffeekonsum von 28 g für vier Tassen à 125 ml hat, ergibt sich daraus, dass gemahlener Röstkaffee mit mehr als 0,0768 mg Gesamtgehalt aus Furan, 2- und 3-Methylfuran/l Kaffeegetränk den Sicherheitsabstand von ≥ 100 zur nicht kanzerogenen Wirkung und mit mehr als 0,00393 mg Furan/l den Sicherheitsabstand von ≥ 10.000 zur kanzerogenen Wirkung unterschreiten.

Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um vier Noten: Sensorikpunktzahl von 3,4 und weniger. Zur Abwertung um drei Noten führen: Sensorikpunktzahlen von 3,9 bis 3,5. Zur Abwertung um zwei Noten führen: Sensorikpunktzahlen von 4,4 bis 4,0. Zur Abwertung um eine Note führen: Sensorikpunktzahlen von 4,9 bis 4,5.

Das Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz beruht auf einer maximalen Punktzahl von 34 Punkten für: Liefer-kette für getestete Charge belegt, unternehmerische Sorgfaltspflicht belegt, konkrete Maßnahmen für Farmarbeiter und Kleinbauern belegt, existenzsichernde Löhne, Verbot hochgefährlicher Pestizide und Ausschluss Entwaldung und Umwandlung wertvoller Flächen. Bei 30 bis 34 Punkten lautet das Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz „sehr gut“; bei 25 bis 29 Punkten „gut“, bei 19 bis 24 Punkten „befriedigend“; bei 13 bis 18 Punkten „ausreichend“; bei 7 bis 12 Punkten „mangelhaft; bei 1 bis 6 Punkten „ungenügend“.

Foto: BUTENKOV ALEKSEI/Shutterstock

Lieferkette für getestete Charge belegt: Lieferkette von der Produktcharge bis zu den Produzenten: belegt („ja“) = 3 Punkte; teilweise belegt („teilweise“) = 2 Punkte; keine Belege oder/und keine Angabe („nein“) = 0 Punkte.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht belegt: belegt („ja“) = 9 Punkte; „überwiegend“ belegt = 5 bis 8 Punkte; „teilweise“ belegt = 1 bis 4 Punkte; Fragen nicht beantwortet („nein“) oder gar nicht geantwortet („keine Angabe“) = 0 Punkte. Darin enthalten: a) im Rahmen des Tests anerkannte Zertifizierungen und/oder Code of Conduct für Zulieferer vorhanden: nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; keine Antwort / keine Angabe = 0 Punkte. b) Überwachung des Code of Conducts: externe Überwachung = 3 Punkte; interne Überwachung = 2 Punkte; Unterschrift des Zulieferers erforderlich = 1 Punkt; keine Antwort / keine Angabe = 0 Punkte. c) Unternehmensrichtlinie des Inverkehrbringers vorhanden: nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; keine Antwort / keine Angabe = 0 Punkte.

Konkrete Maßnahmen für Farmarbeiter und Kleinbauern: belegt („ja“) = 12 Punkte; „überwiegend“ belegt = 6 bis 11 Punkte; „teilweise“ belegt = 1 bis 5 Punkte; Fragen nicht beantwortet („nein“) oder gar nicht geantwortet („keine Angabe“) = 0 Punkte. Darin: Beschwerdemechanismen auf Farmebene, Bereitstellung von Schutzausrüstung, Schulungen und Gewerkschaftsfreiheit: nachgewiesen = jeweils 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = jeweils 2 Punkte; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = jeweils 1 Punkt; keine Antworten / keine Angabe = 0 Punkte.

Existenzsichernde Löhne: bereits erreicht = 4 Punkte; in der Umsetzung („in Umsetzung“) = 2 Punkte; in der Planung („in Planung“) = 1 Punkt; keine Schritte erkennbar oder keine Antwort („nein“) / keine Angabe = 0 Punkte.

Verbot hochgefährlicher Pestizide: „ja“ = 3 Punkte; laut der Verbotsliste von Fairtrade („weitgehend“) = 2 Punkte; laut der Verbotslisten von Rainforest Alliance und 4C („teilweise“) = 1 Punkt; laut anerkannter Zertifizierungen nur für einen Teil der Ursprungsländer, Verweis auf das Einhalten der gesetzlichen Anforderungen im Anbauland/ Branche und/oder keine Belege für das Verbot hochgefährlicher Pestizide („nein“) = 0 Punkte. Bei der Beurteilung haben wir uns an der Liste für Highly Hazardous Pesticides von August 2021 des Pestizid-Aktions-Netzwerks (PAN Germany) orientiert.

Ausschluss von Entwaldung und Umwandlung wertvoller Flächen: ja = 3 Punkte; im Rahmen der Zertifizierung Rainforest Alliance („weitgehend“) = 2 Punkte; im Rahmen der Zertifizierungen 4C und Fairtrade („teilweise“) = 1 Punkt; laut anerkannter Zertifizierungen nur für einen Teil der Ursprungsländer, keine Schritte erkennbar oder keine Antwort („nein“) = 0 Punkte.

Das Gesamturteil beruht zu je 50 Prozent auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz. Ein Testergebnis Sensorik, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note. Ein Testergebnis Sensorik, das „mangelhaft“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um zwei Noten. Ein Testergebnis Sensorik, das „gut“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe nicht. Ist das Testergebnis Inhaltsstoffe oder das Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz „ungenügend“, kann das Gesamturteil nicht besser als „mangelhaft“ sein. Ist das Testergebnis Inhaltsstoffe oder das Testergebnis Kaffeeanbau und Transparenz „mangelhaft“, kann das Gesamturteil nicht besser als „ausreichend“ sein.

Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de/M2111

Einkauf der Testprodukte: Juli – August 2021.

Dieser Test löst den Test Kaffee aus dem ÖKO-TEST Magazin 10/2012 und dessen Neuveröffentlichung im Ratgeber Essen 2013 und Jahrbuch für 2014 ab.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.