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TEST Kopfkissen


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ÖKO-TEST Jahrbuch - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 13.10.2022
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Ein gutes Kopfkissen ist pflegeleicht und auch nach einigen Wäschen noch gut in Form. Weder Bezug noch Kissen laufen ein, die Klumpenbildung hält sich in Grenzen und natürlich ist das Kissen möglichst frei von Schadstoffen. So zumindest unsere Anforderungen. Nach gründlicher Prüfung der Waschbeständigkeit und der Inhaltsstoffe können wir ein Kissen mit dem Gesamturteil „sehr gut“ und zwölf mit „gut“ empfehlen. Sieben schneiden nur „befriedigend“ ab, sechs davon, weil die Waschbeständigkeit zu wünschen übrig ließ. Beim Ikea-Kissen waren vor allem Inhaltsstoffe das Problem.

Mehrere Problemstoffe in Ikea-Kissen

Das Skogsfräken Kissen von Ikea ist als einziges im Testergebnis Inhaltsstoffe nur „befriedigend“. Das hat zwei Gründe: Erstens hat das beauftrage Labor – wie auch in acht weiteren ...

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... Kissen – lösliches Antimon gemessen. Antimonrückstände sind ein verbreitetes Problem in Polyesterprodukten, weil Hersteller immer noch die Verbindung Antimontrioxid als Katalysator einsetzen. Die Rückstände sind aber vermeidbar, wie unser Test zeigt. Gut so. Denn Antimon ist laut der Europäischen Chemikalienagentur krebsverdächtig, wenn es eingeatmet wird – das ist vor allem im Herstellungsprozess ein Problem – und es kann die Haut reizen. Zum Glück sind alle festgestellten Antimongehalte gering.

RATGEBER

► Polyester enthält häufig den Schadstoff Antimon. Mit dem Waschwasser kann zudem Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Das spricht für die Füllungen aus Bio-Baumwolle oder Naturlatex.

► Gut zu wissen: Nicht nur Kunstfasern, sondern auch Naturlatex-Füllungen sind teilweise waschbar und im Trockner zu trocknen.

► Kopfkissen bleiben länger schön, wenn man sie regelmäßig aufschüttelt und auslüftet.

Zweiter Kritikpunkt: Das beauftragte Labor hat im Ikea-Kissen halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Halogenorganische Verbindungen sind eine große Gruppe von Stoffen, von denen viele allergieauslösend sind und sich fast alle in der Umwelt anreichern.

Naturmaterialien im Vorteil

Sechs Kissen im Test haben statt Polyester natürliche Füllungen wie Naturlatex oder Baumwolle. Antimon ist hier kein Thema. Ein weiterer Vorteil der plastikfreien Kissen ist, dass sie beim Waschen und Trocknen auch kein Mikroplastik freigeben. Ein praktischer Nachteil, zumindest bei den getesteten Kissen mit Bio-Baumwollfüllung ist allerdings , dass nur der (versteppte) Bezug waschbar ist, nicht aber die Füllung.

Plötzlich kleiner als gekauft

Günstig für die Nachhaltigkeitsbilanz eines Kissens ist natürlich auch, wenn die Käuferinnen und Käufer länger Freude daran haben, auch noch nach mehrmaligem Waschen des Bezugs und, wo möglich, der Füllung. Unterm Strich waren nach fünfmaligen Waschen und Trocknen alle Kissen im Test passabel weiter nutzbar. Bei einigen ist in Sachen Einlaufen, Aussehen und Haptik – der Frage also wie sich das Kissen anfühlt – nach fünf Wäschen aber Luft nach oben.

Fünf Kissen liefen jeweils in der Länge oder der Breite um mehr als fünf Prozent ein. Auch Kissen mit nicht waschbarer Füllung waren betroffen, weil der laut Pflegeanleitung waschbare gesteppte Bezug eingelaufen war. Am wenigsten Punkte bekam hier das Allnatura Latexflocken-Kissen „Hevea“, das in Länge und Breite geschrumpft war.

Klumpenbildung beim Waschen

Gerade Hausstauballergikern empfehlen Experten, ihr Kopfkissen regelmäßig bei 60 Grad Celsius zu waschen. Kissen mit Synthetikfüllung gelten als besonders gut waschbar. Völlig unverändert fühlen sich die Kissen mit Synthetikfüllung im Test nach fünf Wäschen allerdings nicht an. Für die Haptik vergaben die Experten an keines der Kunstfaserkissen die Bestnote. Es hatten sich Klumpen gebildet, in einigen Kissen nur leicht oder die Füllung hatte an Volumen verloren.

Schlusslicht in der Haptik ist das vergleichsweise billige Beco Kopf kissen „PrimaKlima“ für 9,90 Euro. Es hatte Volumen verloren, bildete Klumpen und fühlte sich insgesamt im Griff fester an.

Die Haptik der beiden Kissen mit waschbarer Naturlatexfüllung war nach dem fünfmaligen Waschen bei 60 Grad und Trocknen im Trockner immer noch top. Solche Füllungen sind somit auch für Hausstaubmilbenallergiker eine interessante Alternative.

Sichtbar mitgenommen

Viele Kissen mit Natur- und Polyesterfüllungen waren nach der Waschprüfung optisch mehr oder weniger mitgenommen. Besonders auffällig war hier die starke Pillingbildung auf dem Vitalis by Noblesse Kopf kissen. Ebenfalls ärgerlich: In einigen Fällen war das Etikett mit der Pflegeanleitung nicht mehr lesbar.

Überflüssige Aufheller

Aus unserer Sicht unnötig ist der Einsatz von optischen Aufhellern. Sie stecken in unterschiedlichen Bestandteilen aller Kunstfaserkissen. Solche Substanzen, die Textilien ein „frischeres“ Aussehen verleihen sollen, belasten die Umwelt, weil sie sich kaum abbauen. Die sechs getesteten Kissen mit Naturfüllungen sind konsequent frei von optischen Aufhellern.

Macht’s der Preis?

Bekomme ich für mehr Geld ein haltbareres Kissen? Die unbefriedigende Antwort lautet: vielleicht. Die drei Produkte mit „sehr guter“ Waschbeständigkeit zählen mit Preisen von knapp 45 bis 70 Euro zu den teuersten Synthetikkissen im Test. Aber auch das Emma Flauschkissen mit vergleichsweise schlechterer Waschbeständigkeit kostet stolze 64 Euro. Der Blick in unsere Tabellen lohnt auf jeden Fall.