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TEST LUFTENTFEUCHTER: TROCKENÜBUNGEN


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 30.08.2018

Ist die Luft zu feucht, droht Schimmel. Hilft selbst das Lüften nicht, springen Luftentfeuchter in die Bresche. Die Geräte aber haben ihre Tücken – und sind als Dauerlösung ungeeignet.


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Foto: woolzian/getty images

Ein Albtraum: Schimmel in den eigenen vier Wänden. Der fiese Pilz sieht nicht nur unappetitlich aus. Schimmel kann auch der Gesundheit schaden. Hat er sich erst einmal richtig festgesetzt, ist es schwer, ihn wieder los zu werden. Elektrische Luft - entfeuchter sollen dafür sorgen, dass sich die Sporen gar nicht erst einnisten. Schimmel mag es feucht. Die Geräte hingegen versprechen ein trockenes ...

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... Raumklima. Doch wie entsteht Schimmel überhaupt? Bewohner verursachen feuchte Luft Schlecht isolierte Wände, Kältebrücken, fehlende Drainage an der Außenwand: Es gibt viele Wege, wie Feuchtigkeit in Wohnräume gelangen kann. Die Hauptursache liegt oft näher, als man denkt: „Feuchte Luft verursachen in der Regel die Bewohner selbst“, erklärt Karlheinz Müller vom Berufsverband deutscher Baubiologen (VDB). „Sie kochen, duschen, schwitzen.“ Und erhöhen so die Luft feuchtigkeit. Baumängel verstärken dieses Phänomen.

Infektionen aufgrund von Schimmel
Sie führt häufig zu Schimmel. „Der kann mit der Zeit auch gesundheitliche Einschränkungen nach sich ziehen“, weiß Baubiologe Müller. „Kinder, die länger in verschimmelten Wohnungen leben, haben häufig mehr klassische Infektionen.“ Das Immunsystem werde fehlgeleitet. Die Sporen selbst können Allergien auslösen.

ÖKO-TEST RÄT

► Vermessen Sie den Raum, den Sie entfeuchten wollen. Ein passendes Gerät erhöht die Effizienz.

► Geräte mit eingebautem Hygrostat schalten sich beim Erreichen der Zielluftfeuchtigkeit automatisch ab. Das senkt den Energieverbrauch.

► Vielseitige Geräte eignen sich auch für Keller oder Dachboden. Für das „sehr gute“ und die „guten“ Geräte trifft das zu. Sie haben regelbare Zielluftfeuchtigkeiten.

Mehr als 70 Prozent Luftfeuchtigeit ist kritisch
„Durch optimiertes Lüftungsverhalten sollten Sie frische, trockene Luft in die Wohnung leiten“, rät Müller. Es gebe aber Situationen, da sei das nicht genug. „In Kellerwohnungen etwa kann das richtige Lüften insbesondere im Sommer nicht ausreichen.“ In solchen Räumen könnten Luftentfeuchter helfen, das Raumklima zu regulieren. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Steigt sie dauerhaft über 70 Prozent, wird es kritisch. Dann müssen Bewohner ihr Lüftungsverhalten beobachten. Ist das in Ordnung, die Feuchtigkeit trotzdem zu hoch, könnte ein grundsätzliches Problem bestehen.

So arbeiten Luftentfeuchter
Die Geräte saugen feuchte, warme Raumluft an, kühlen sie ab und entziehen ihr so Feuchtigkeit. Dafür strömt die Luft an heruntergekühlten Lamellen entlang, an denen die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert. Von den Lamellen läuft das Wasser in Auffangbehälter oder über einen Drainageschlauch direkt in den Abfluss.

Luftentfeuchter sind keine Dauerlösung
Definitiv nein. Denn sind die Räume dauerhaft zu feucht, stimmt im Großen und Ganzen etwas nicht. Kurzzeitig erhöhte Luftfeuchtigkeit hingegen kann mit den elektrischen Geräten reguliert werden. Sind Wohnräume permanent zu feucht, gilt es, die Ursachen zu beheben. Denn sonst leiden Gesundheit und Bausubstanz. Spätestens wenn sich Schimmel bildet, ist mit feuchten Räumen nicht mehr zu spaßen.

ÖKO-TEST

„Mit einem Hygrometer habe ich zu Hause die Luftfeuchtigkeit immer im Blick. Wird die Luft zu feucht, weiß ich nun, zu welchen elektrischen Helfern ich problemlos greifen kann.“

Stephan Kümmel , ÖKO-TEST-Redakteur.


Foto: Anja Wägele

Gegen den Dampf: Luftentfeuchter können vorübergehend helfen, feuchte Raumluft zu regulieren. Sie entsteht meistens durch den Menschen. Er kocht, duscht, schwitzt.


Foto: mady70/getty images

Das können Sie selbst gegen Schimmel tun:
Oberflächlich kann Schimmel auch von Laien abgewaschen werden. ÖKO-TEST rät zum Hausmittel: Vorsichtig angewendet hilft 70-prozentiges Ethanol aus der Apotheke. Aber Achtung: Der Alkohol brennt leicht. Ist der Schimmelfleck größer als ein halber Quadratmeter, sollten sich Fachleute darum kümmern. Denn die Sporen durchziehen auch Farbe und Tapete, dringen bis ins Mauerwerk ein. Los geht es in wenig einsehbaren Ecken, etwa hinter Schränken oder in Nischen. Wenn erste schwarze Flecken zu sehen sind, könne Schimmel schon die Gesundheit beeinträchtigen, warnt die Bundesvereinigung der Verbraucherzentralen. Chemikalien sind tabu. „Schon seit mehr als zehn Jahren wird Schimmel ohne Biozideinsatz beseitigt“, erklärt Baubiologe Müller. Von Laien aber würden sie oft weiter genutzt – auch der Psychologie wegen. Viele Nutzer fühlten sich einfach sicherer, wenn die Chemiekeule geschwungen werde. Dabei können chlorhaltige Mittel falsch eingesetzt Chlorgas freisetzen. Das verätzt Schleimhäute und Atemwege.


Schäden durch Feuchtigkeit in Mietwohnungen muss der Vermieter ohne Wenn und Aber beseitigen.


Welche Rechte haben Mieter?
„Wenn herkömmliches Lüften nicht ausreicht, kann der Vermieter die Nutzung eines Luftentfeuchters anordnen“, erklärt Rechtsanwältin Sandra Donadio, Expertin für Mietrecht aus Nürnberg. „Die Kosten für Gerät und Energie trägt er, nicht der Mieter.“ Im umgekehrten Fall kann der Bewohner von seinem Vermieter verlangen, Schimmel und Feuchtigkeit dauerhaft zu beseitigen. „Grundsätzlich muss der Vermieter die Mietsache in einem Zustand halten, der zum vertragsmäßigen Gebrauch geeignet ist. Ist er durch einen Mangel beeinträchtigt, muss der Vermieter diesen Mangel ohne Wenn und Aber beseitigen“, so Donadio. Passiert das nicht, hat jeder das Recht, Miete zurückzuhalten. Alternativ zahlen Mieter die volle Miete mit dem Zusatz „unter Vorbehalt“. „Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Minderung noch rückwirkend geltend zu machen.“ Doch können die Geräte überhaupt helfen? Wir haben zehn elektrische Luftentfeuchter ins Labor geschickt. Dort sollten sei beweisen, was sie können.

DIE RICHTIGE RAUMGRÖSSE

Am effektivsten arbeiten Luftentfeuchter, wenn sie an die Raumgröße angepasst sind. Die steht oft auf der Verpackung. Conrad, Beurer und Steba geben die Grundfläche in Quadratmeter an, Midea und Suntec Wellness nennen den Rauminhalt in Kubikmeter, Bahag zählt beide Richtgrößen auf und geht bei der Berechnung des Raumvolumens von einer Deckenhöhe von 2,50 Metern aus. Beurer rechnet mit 2,40 Metern. Der Kubikmeterwert (Breite xTiefex Höhe) ist eigentlich genauer und hilfreicher, denn die Geräte wälzen schließlich die gesamte Raumluft um, und wie viel das ist, hängt maßgeblich von der Deckenhöhe ab. Das Denken in Kubikmetern ist hierzulande aber unüblich. Kaum jemand kann sich ein Zimmer von 40 Kubikmetern vorstellen, da Wohnungen in der Regel nur nach ihrer Grundfläche bemessen werden. In einem Altbau mit opulenter Deckenhöhe von vier Metern wälzt ein Gerät in einem Raum von 30 Quadratmetern Grundfläche rund 120 Kubikmeter Luft um, bei einer Standard-Deckenhöhe von 2,40 Metern sind es nur 72 Kubikmeter. Greifen Sie bei hohen Decken also lieber zu einem Gerät für eine etwas größere Grundfläche.

Foto: Jordache/123rf.com

Abschaltautomatik: Alle Produkte im Test schalten sich automatisch ab, wenn ihr integrierter Tank voll ist. So können die Entfeuchter auch unbeobachtet neben trocknender Wäsche stehen.


Foto: BOKEH STOCK/Shutterstock

DAS TESTERGEBNIS

Einmal „sehr gut“. Alle Geräte ziehen nachweislich Feuchtigkeit aus der Luft. In der Effizienz und in der Ausstattung aber gibt es teils erhebliche Unterschiede. Ein Entfeuchter ist „sehr gut“, vier sind „gut“. Zweimal vergeben wir „befriedigend“, zweimal „ausreichend“. Ein Gerät fällt mit „mangelhaft“ durch. Weder in der Ausstattung noch von der Leistung her hat es überzeugt.

Starke Leistung. Die Geräte, die am meisten Strom verbrauchen, entziehen der Luft nicht automatisch am meisten Feuchtigkeit. Um zu prüfen, wie effektiv die Geräte tatsächlich arbeiten, haben wir ermittelt, wie viel Wasser sie pro Watt Energieverbrauch aus der Luft ziehen. Der De Longhi Tasciugo Ariadry Light DNC65 arbeitet als Gerät mit der höchsten Wattzahl nicht zufriedenstellend. Er holte im Vergleich zum effizientesten Gerät, dem Pro Klima Design Luftentfeuchter 20 Liter pro 24h, gerade einmal etwas mehr als ein Viertel des Wassers pro Watt aus der Luft. Mit Abstand am schlechtesten schneidet der Basetech Luftentfeuchter 72 W ab, das Gerät mit der geringsten Leistungsaufnahme im Test.


Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte zwischen 40 und 60 Prozent betragen. Lüften reicht meistens aus, dies zu regulieren.


Genau einstellen, bitte. Zwischen 40 und 60 Prozent sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen betragen. Die gewünschte Prozentzahl ist bestenfalls am Gerät genau einstellbar. Am Klima 1st Klaas Luftentfeuchter und am Steba Luftentfeuchter LE 100 müssen die Nutzer über eine Stufenskala abschätzen, welche Feuchte sie erreichen wollen. Beim De Longhi Tasciugo Ariadry Light DNC65 gibt es eine Voreinstellung von 55 Prozent Luftfeuchte. Der Klimatronic Dryfix 10 Pure lässt nur einen einstufigen Dauerbetrieb zu, alle anderen Geräte schalten sich über ein eingebautes Hygrostat, das die Feuchte der Umgebungsluft permanent misst, automatisch ab, wenn die Zielfeuchtigkeit erreicht ist.

Ohne Überschwappen: Ist der integrierte Wassertank voll, gehen alle Geräte aus. Die Speicher sammeln zwischen 1,4 Liter (Bomann) und 4,4 Liter (ISC). Das reicht völlig, da ein 30 Quadratmeter großer Raum mit normal hohen Decken bei 20 Grad Raumtemperatur nur rund 415 Milliliter Wasser abgibt, wenn die Luftfeuchte von 90 auf 60 Prozent gesenkt wird. Neun Geräte können darüber hinaus via Schlauch direkt in den Abfluss entwässern. Im Lieferumfang der Produkte von Midea, Klaas, Bahag, ISC und Steba fehlt der Schlauch allerdings. Er muss zugekauft werden.

Mach’s mir einfach. Acht Geräte lassen sich intuitiv und einfach bedienen. Um den Einhell LE 20 Cooling Luftentfeuchter in Schwung zu bringen, muss man sich mit unnötig vielen Klicks durch das Menü arbeiten, am Bomann Luftentfeuchter LE 1150 CB sind die Tasten arg klein.

Mit Filter: Neun der zehn Geräte haben Luft filter, die zumindest groben Staub und Tierhaare aus der Luft filtern. Das Wechseln des Filters ist am Comfee Luft entfeuchter LE30 und am Steba Luft - entfeuchter LE 100 umständlich. Am Basetech Luft entfeuchter 72 W fehlt er ganz.

Zeig’s mir: Fünf Geräte zeigen optional die aktuelle Luft feuchtigkeit an. So können Nutzer sofort erkennen, ob sie das Gerät einschalten müssen und ob dessen Betrieb überhaupt etwas bringt.

Stolperfalle: An sechs Geräten fehlt die Kabelaufwicklung. Die Entfeuchter sind mit bis zu 14,6 Kilogramm sehr schwer. Darum ist es sinnvoll, das Kabel sicher verstauen zu können. Niemand will stolpern, wenn er den Luft entfeuchter von Raum zu Raum schleppt.

Fast ohne Schadstoffe. Alle Gehäuse sind aus Kunststoff. Das von uns beauft ragte Labor bemängelte darin keine Schadstoffe. Im Kabel aller Geräte aber stecken PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen. Das missbilligen wir vor allem wegen der Umweltgefahren, die bei der Verbrennung dieser Stoffe entstehen.

PRO KLIMA DESIGN LUFTENTFEUCHTER 20 LITER PRO 24H

Effizient. Mit Abstand saugt derPro Klima mit jedem Watt das meiste Wasser aus der Luft. Das macht ihn zum Effizienzmeister im Test. Die Ausstattung ist umfangreich, der fehlende Schlauch für die Dauerdrainage ist nur ein kleiner Schönheitsfehler.

Preis: 179 Euro

GESAMTURTEIL SEHR GUT

BEURER LIVING LUFTENTFEUCHTER LE30

Schlicht gut. Der schlichte, weiße Beurer Living hat vor allem innere Werte. Er entfeuchtet effizient, hat ein umfangreiches Zubehör und ist benutzerfreundlich. Allerdings fehlen Luftfeuchtigkeits-Anzeige und eine Kabelaufwicklung.

Preis: 269,99 Euro

GESAMTURTEIL GUT

COMFEE LUFTENTFEUCHTER MD-10 LITER

Eine runde Sache. Der rundliche Comfee lässt kaum Wünsche offen. Lediglich der fehlende Drainageschlauch und ein schlecht verarbeiteter Filter, der umständlich zu wechseln ist, trüben die Freude über das solide Gerät.

Preis: 119 Euro

GESAMTURTEILGUT

EINHELL LE 20 COOLING LUFTENTFEUCHTER

Schwer in Ordnung. Der schwere Einhell wirkt haptisch wertig. Ein Versprechen, das der Luftentfeuchter insgesamt halten kann. Allerdings fehlt auch ihm der Drainageschlauch, die Bedienung ist außerdem wenig intuitiv.

Preis: 186,84 Euro

GESAMTURTEIL GUT

KLIMA 1ST KLAAS LUFTENTFEUCHTER

Purple Rain. Gute Effizienz, ordentliche Handhabung, kleine Mängel in der Ausstattung. Uns stört beim lila-weißen Klima 1st Klaas vor allem, dass die Zielluftfeuchte nur per Stufen, nicht aber über einen konkreten Prozentwert eingestellt werden kann.

Preis: 154,95 Euro

GESAMTURTEIL GUT

KLIMATRONIC DRYFIX 10 PURE

Einstufig. Größtes Manko desDryfix 10: Entweder er läuft oder er ist ausgeschaltet. Andere Einstellmöglichkeiten gibt es nicht. Weitere Abwertungen gibt es für die fehlende Luftfeuchtigkeits-Anzeige und das lose Kabel.

Preis: 229,95 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEN

STEBA LUFTENTFEUCHTER LE 100

Viele Kleinigkeiten: Beim Steba summieren sich die vielen Kleinigkeiten zu zwei Noten Abzug. Schwer zu wechselnder Filter, fehlender Drainageschlauch, Kabel als Stolperfalle und die lediglich über ein Stufensystem regulierbare Zielluftfeuchte reichen nur fürs Mittelfeld.

Preis: 180,99 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

BOMANN LUFTENTFEUCHTER LE 1150 CB

Wenig effizient. Der Bomann arbeitet vergleichsweise wenig effizient. Das ist sein Hauptmanko. Darüber hinaus bemängeln wir den fehlenden Dauerbetrieb, die nicht vorhandene Kabelaufwicklung und die arg kleinen Tasten.

Preis: 140,61 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

DE LONGHI TASCIUGO ARIADRY LIGHT DNC65

Viel Kraft, wenig dahinter . Der De Longhi hat die höchste Leistungsaufnahme im Test. In effektives Luftentfeuchten kann er das aber nicht umsetzen – im Gegenteil. Er ist sogar vergleichsweise wenig effizient, hat nur eine einzige voreingestellte Zielluftfeuchte und keinen Dauerbetrieb. Das überzeugt uns nicht – auch mit Blick auf den Preis.

Preis: 235,33 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

BASETECH LUFTENTFEUCHTER 72 W

Klein bleibt klein. Der kleinste und billigste Luftentfeuchter im Test ist mit Abstand das ineffizienteste Gerät. DerBasetech hat keinen Dauerbetrieb, keinen Luftfilter, keine Dauerdrainage. Für etwas mehr Geld gibt es effizientere Entfeuchter mit deutlich besserer Ausstattung.

Preis: 104,95 Euro

GESAMTURTEIL MANGELHAFT

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Wir haben zehn Luftentfeuchter des unteren Preissegmentseingekauft. Diese Einsteigermodelle eignen sich für den Privathaushalt, etwa für fensterlose Bäder oder für kleine Wohnungen, in denen auch Wäsche getrocknet wird. Es sind keine kommerziellen Bautrockner. Fündig wurden wir im stationären Handel und im Internet. Gezahlt haben wir zwischen 104,95 Euro und 269,99 Euro.

Der Praxistest
Effizient soll ein Luftentfeuchter sein, also mit möglichst wenig Energieaufwand viel Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Dafür hat ein versiertes Praxislabor alle Geräte mehrfach unter den jeweils genau gleichen Bedingungen getestet. Dabei sammelten die Experten unter anderem Daten zur Entfeuchtungsleistung pro Stunde. Außerdem haben sie die Energieaufnahme unter Maximalleistung und pro Stunde, im Stand-by-Modus und in der Spitze geprüft. Sie haben auch geprüft, wie funktional die Ausstattung ist und verglichen, wie einfach sich die Geräte bedienen lassen.

Die Inhaltsstoffe
Ein ausgewiesenes Schadstofflabor hat überprüft, ob in den Kunststoffgehäusen und im Kabel umweltschädliche oder gesundheitlich bedenkliche Materialien wie etwa Schwermetalle oder chlorierte Verbindungen enthalten sind.

Die Bewertung
Vor allem der Praxistest ist ausschlaggebend. Der größte Kritikpunkt ist dabei eine mangelhafte Energieeffizienz, also wenn ein Gerät unter einem hohen Watteinsatz nur vergleichsweise wenig Wasser aus der Luft filtert. Unter dem Punkt Ausstattung haben wir bewertet, wie komfortabel die Geräte im täglichen Gebrauch sind. Abzüge gibt es etwa, wenn ein Gerät entweder gar nicht oder ausschließlich nur im Dauerbetrieb benutzt werden kann. Wesentlich benutzerfreundlicher ist es, wenn die Luftentfeuchter sich selbst automatisch regulieren können. Denn das bedeutet Aufbauen, Stecker rein, einstellen, fertig. Den Rest leistet der Entfeuchter selbst. Der Blick aufs externe Hygrometer ist bestenfalls überflüssig. Außerdem spielt die Handhabung eine – wenn auch unterm Strich etwas geringere – Rolle. Die Geräte sollten vielseitig sein. Denn es gibt selbst für Einsteigermodelle einige unterschiedliche Einsatzbereiche.
Sind im Netzkabel Schadstoffe nachweisbar, gibt es dafür Abwertungen unter den Weiteren Mängeln.

Unter Laborbedingungen haben wir untersuchen lassen, wie viel Strom die Geräte pro Stunde im Stand-by und in der Spitze verbrauchen.


Foto: Labor