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TEST Wind- und Wettercremes: Sturmerprobt


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ÖKO-TEST Jahrbuch Kinder und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 1/2014 vom 23.05.2014

Kinder brauchen frische Luft – auch wenn es draußen kalt und ungemütlich ist. Wind- und Wettercremes sollen Baby- und Kleinkindhaut bei niedrigen Temperaturen und stürmischem Wetter schützen. Die meisten Cremes im Test schneiden mit der Bestnote ab.


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Ob gegen Sonne , Wind und Wetter, fürs Gesicht, für den Po oder den ganzen Körper – spezielle Pflegecremes und Lotionen für Babys Haut füllen in Drogerie- und Supermärkten gleich mehrere Regalmeter. „Junge Eltern reagieren auf dieses Überangebot häufig verunsichert“, sagt Hebamme Astrid Giesen. Zu ihrem Job gehört es deshalb, einen ...

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Ob gegen Sonne , Wind und Wetter, fürs Gesicht, für den Po oder den ganzen Körper – spezielle Pflegecremes und Lotionen für Babys Haut füllen in Drogerie- und Supermärkten gleich mehrere Regalmeter. „Junge Eltern reagieren auf dieses Überangebot häufig verunsichert“, sagt Hebamme Astrid Giesen. Zu ihrem Job gehört es deshalb, einen Großteil der viel beworbenen Pflegeprodukte wieder von der Wickelkommode zu verbannen.

Babyhaut ist sehr viel dünner und reizempfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Das bedeutet aber nicht, dass sie zum Schutz vor äußeren Einflüssen täglich eingecremt werden sollte. „Im Gegenteil: Gesunde Kinderhaut kommt gut ohne Creme aus. Nur wenn die Haut besonderen Strapazen ausgesetzt wird, sollte sie eingecremt werden“, sagt der Dermatologe Professor Dietrich Abeck, Experte für Hauterkrankungen bei Kindern. Das Gesicht einzucremen ist etwa sinnvoll, bevor es bei nasskaltem Wetter hinaus zu einem langen Spaziergang oder zum Toben auf den Spielplatz geht.

Wie ist es aber um die Qualität der Cremes bestellt, die die Kosmetikhersteller eigens entwickelt haben, damit Minustemperaturen und Regen Babys Haut nichts anhaben können? Dieser Frage ist ÖKOTEST nachgegangen und hat zwölf Wind- und Wettercremes eingekauft und im Labor auf ihre Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis
■ Alle Wind- und Wettercremes haben unseren Test bestanden. Elf Produkte sogar mit Bestnote, weil sie keinerlei bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe enthalten.

■ Nur bei der Sanosan Baby Wind & Wetter Creme gibt es einen Kritikpunkt: Sie enhält die drei bedenklichen Konservierungsstoffe Propyl-, Butyl- und Isobutylparaben.

■ Duftstoffe, aber auch Konservierungsmittel wie Formaldehyd/-abspalter und umstrittene halogenorganische Verbindungen, die Kosmetika vor Keimbefall schützen sollen, können der Haut zu schaffen machen. Wie unsere Untersuchungen im Labor zeigten, verzichten die Hersteller aber in den getesteten Produkten auf Substanzen, die als potenzielle Allergieauslöser bekannt sind.

■ Natürliche Fette und Öle integrieren sich besser ins Hautbild als künstliche Paraffine, die aus Mineralöl hergestellt sind. Daher ist es erfreulich, dass die Wind- und Wettercremes im ÖKO-TEST hauptsächlich natürliche Zutaten wie Bienenwachs, Mandel-, Sonnenblumen- und Olivenöl enthalten.

So reagierten die Hersteller
ƒ■ Das Unternehmen Mann & Schröder kündigte einen „parabenfreien Relaunch“ seiner Sanosan Baby Wind & Wetter Creme an.

ÖKO-TEST rät
■ Alle Inhaltsstoffe, die im aktuellen ÖKOTEST kritisiert werden, müssen die Kosmetikhersteller auf der Verpackung kenntlich machen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Deklaration.

■ Vorsorgliches Eincremen ist nicht nötig, da gesunde Kinderhaut in der Regel gut ohne Creme auskommt.

■ Statt einer Wind- und Wettercreme tut’s auch eine Allzweckcreme.

Anmerkungen: 1) Laut Anbieter erhält die Pflegelinie „Hipp Babysanft“ ein neues Design. Dieses sollte fließend in den Regalen zu finden sein. 2) Laut Anbieter sollte im Herbst bzw. Winter 2013 ein neues Layout in den Markt eingeführt werden. 3) Laut Anbieter war ab dem vierten Quartal 2013 ein parabenfreier Relaunch geplant. 4) Laut Anbieter sollte ab Ende September 2013 ein Produkt mit veränderter Inci-Deklaration und verändertem Verpackungsdesign in den Handel einfließen. 5) Umkarton, der kein Glas schützt. 6) Bedenkliche Parabene. 7) Laut Anbieter sollte das Produkt ab ca. September 2013 mit neuer Verpackung, aber unveränderter Rezeptur in die dm-Märkte einfließen.

Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung eine Note: die bedenklichen Parabene Propyl-/Butylparaben und/oder Isobutylparaben. Unter Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: ein Umkarton, der kein Glas schützt. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass wir die (vom Hersteller versprochenen) Wirkungen der Produkte nicht überprüft haben. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.

Testmethoden: siehewww.oekotest.de → Suchen → „J1401“ eingeben.

Bereits veröffentlicht: ÖKO-TEST-Magazin 11/2012. Aktualisierung der Angaben, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.