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ÜBER GRENZEN HINWEG


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Buchkultur - epaper ⋅ Ausgabe 205/2022 vom 02.12.2022

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Bildquelle: Buchkultur, Ausgabe 205/2022

Elisa Shua Dusapin weiß, wie es ist, in mehreren Welten, Sprachen und Kulturen zu Hause zu sein. Ihr Vater ist Franzose, ihre Mutter Koreanerin. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Paris, Seoul und der Schweiz. Sich in fünf verschiedenen Sprachen zu verständigen, ist für Dusapin bereits in jungen Jahren Alltag: »Als Übersetzerin für viele Familienmitglieder war ich sehr früh mit der Macht, aber auch den Grenzen von Sprache konfrontiert«, verrät sie im Buchkultur-Interview. »Jede Sprache hat ihr kulturelles Gepäck und jeder Einzelne seine individuelle Geschichte, die mit ihr verbunden ist. Daraus entstehen unweigerlich spannende Missverständnisse, denen ich als Autorin nachspüre.«

Ihr erster Roman »Winter in Sokcho« erscheint 2016 im französischen Original und wird mit dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet. 2018 wird der Text auf Deutsch veröffentlicht, 2021 gewinnt er den National ...

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... Book Award für Übersetzungen. Nun erscheint auch ihr zweiter Roman »Die Pachinko-Kugeln« in deutscher Übersetzung, das 2020 im Original veröffentlichte »Vladiwostok Circus« ist noch nicht übersetzt.

Dusapins Debütroman spielt in einem Ort, der für Tourist/innen vor allem im Sommer interessant, im Winter aber abweisend und kühl ist. Sokcho ist ein südkoreanischer Küsten- und Badeort an der Grenze zu Nordkorea. Die namenlose Protagonistin des Romans arbeitet in einer Pension und trifft dort auf einen französischen Comiczeichner, der für sein neues Projekt die Abgeschiedenheit des Ortes sucht. Die beiden nähern sich an, allerdings stehen immer wieder sprachliche und kulturelle Barri- eren zwischen ihnen. Nicht nur, dass Yan Kerrand eher verschlossen ist und allein über seinen Skizzen brütet, es fällt der Protagonistin auch schwer, seinen Humor zu verstehen. Überwiegend ist sie nicht einmal sicher, ob es Humor ist oder nicht doch Ernst. Obwohl die Protagonistin Halbfranzösin ist, zögert sie eher, mit dem Gast in dieser Sprache zu sprechen. Er wiederum spricht kein Koreanisch. Sie treffen sich in der englischen Sprache und seinen Zeichnungen.

Elisa Shua Dusapin hingegen schreibt auf Französisch und hat, wie sie sagt, zu der Sprache eine besondere Beziehung: »Ich schreibe nur auf Französisch, aber meine Charaktere sprechen andere Sprachen. Ich übersetze mich unablässig selbst.« »Winter in Sokcho« verhandelt seine verschiedenen Themen, wie etwa Rollenerwartungen, niemals aufdringlich, sondern oft in Form von wiederholt auftauchenden Nebenfiguren. Die Mutter der namenlosen Protagonistin drängt sie, Jun-oh zu heiraten, der als Model nach Südkorea gehen will. Auch Schönheitsoperationen sind mehrmals Teil der Kommunikation zwischen Mutter und Tochter – ein Thema, das auch Elisa Dusapin beim Schreiben ihres Debüts umtrieb. So gibt es etwa eine junge Frau aus der Großstadt, wir erfahren nicht mehr von ihr, die nach einer Schönheitsoperation mit einem komplett einbandagierten Gesicht in der Pension eincheckt. Mit Fortschreiten des Romans kommt zunehmend ihr neues Gesicht zum Vorschein. Auch Jun-oh bietet der Protagonistin an, ihr »Gesichtskataloge« mitzubringen, aus denen sie dann ihr Wunschgesicht auswählen könne. »Ok, dann sag mal, wie ich aussehen soll«, kontert die Protagonistin trocken. Diese impliziten Erwartungshaltungen treiben die junge Frau im Roman in ein gestörtes Essverhalten, nochbefeuert durch die ständigen Kommentare zu ihrem Körper, die ihre Mutter aus Fürsorglichkeit herausbei fast jedem Treffen anbringt. In einem Interview mit dem britischen TANK-Magazine erzählt Dusapin von ihren Bekanntschaftenin Seoul, für die Schönheitsoperationen – insbesondere die Anpassungan westliche Schönheitsideale – ein ganz alltäglicher Eingriff waren: »Ich habe ›Winter in Sokcho‹ zwischen 17 und 21 geschrieben, als ich den Druck, mich einem bestimmten Körperbild und Aussehen anzupassen, sehr stark wahrgenommen habe. Das Schreiben war wie ein stiller Schrei für mich, es war ein Weg, mich von all dem zu distanzieren.

Sprachbarrieren und die Kommunikation unter erschwerten Bedingungen spielen auch im neuen Roman »Die Pachinko-Kugeln« eine entscheidende Rolle. Darin besucht eine junge Frau namens Claire ihre Großeltern in Tokio und gibt einem Mädchen Nachhilfe in Französisch. Dass Claire sich in Japan nur bedingt willkommen fühlt, scheint auch in der Beschreibung der Stadt immer wieder durch: Da sind die Wände »geschuppt mit Bildschirmen«, auf denen eine Frau »mit funkelnden Fängen« für Zahnpasta wirbt, die Haupthalle des Bahnhofs mit den vier umliegenden Fußgängerbrücken sitzt »wie ein lauerndes Reptil« zwischen den Gebäuden, die Stadt panzert sich, grenzt sich ab und sie aus. Claires Großvater betreibt ein »Pachinko« namens »Shiny«, einen Spielsalon, in dem an flipperartigen Automaten um kleine, silberne Kugeln gespielt wird. Da das Glücksspiel in Japan offiziell verboten ist, werden diese »Pachinko-Kugeln« im Salon selbst nur gegen Sachpreise eingetauscht, die dann anderswo zu Geld gemacht werden. Die Großeltern der Protagonistin sind im Zuge des Koreakriegs nach Japan geflohen und haben dort immer wieder massive Ausgrenzung und Diskriminierung erlebt. Das Pachinko des Großvaters ist ein ambivalenter Teil dieser Diskriminierung. Einerseits wird das Betreiben eines Pachinkos in Japan vor allem Koreaner/innen gestattet und steuerlich begünstigt, andererseits verstärkt sich dadurch der abwertende Blick auf den koreanischen Teil der Bevölkerung; schließlich ist das Glücksspiel in der japanischen Gesellschaft verpönt. Die Sonderregelungen ermöglichen es Koreaner/innen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, da sie lange Zeit in Japan keinen Zugang zum Arbeitsmarkt hatten, zementieren aber gleichzeitig die Trennung japanischer und koreanischer Kultur. Elisa Dusapin spricht auch im Interview über diesen Zusammenhang: »Tatsächlich zahlen Koreaner/ innen in Japan für den Betrieb eines Pachinkos keine Steuern, was ihre Vorherrschaft auf dem Markt begünstigt. Das ist noch heute so. Koreaner/innen haben in Japan einen speziellen Identitätsstatus, sie gelten als Verräter an der koreanischen Nation und werden nicht wirklich in Japan anerkannt.« Als Frau mit europäischen und asiatischen Wurzeln, die sich weder in Europa noch in Asien zu Hause fühle, sei Dusapinvon der Verquickung des koreanischen Schicksals mit dem Pachinko sehr berührt gewesen.

Tatsächlich erkenne ich mich selbst sehr wenig in meinen Büchern wieder, höchstens in der Hochsensibilität der Charaktere. Es ist etwas Mysteriöses, das ich mir nichterklären kann.«

Elisa shua DusapinElisa shua Dusapin

Claires Großmutter im Roman spricht kein Japanisch, Claire selbst hingegen kein Koreanisch. Sie hat die koreanische Sprache verloren, wie sie selbst sagt. Die Verständi gung zwischen beiden findet oft auf anderen Ebenen statt, etwa über die Planung gemeinsamer Aktivitä ten: So planen Claire und ihre Groß eltern von Beginn an eine gemeinsame Reise nach Korea. Seit ihrer Flucht sind sie nicht mehr dort gewesen und ihre Verbin dung ist ambivalent, eine Mischung aus Schmerz und Sehnsucht. Die Hindernisse in der sprach lichen Verbindung spiegeln sich auch in Elisa Dusapins charakteristischem Stil. Ihre Sprache ist zurückge nommen, nüchtern, präzise und kondensiert auf das Wesent liche. Es gibt nur wenige Dialoge, wenig Introspektive, wenig Schmuck. Wer auf gewagte Metaphern und artistische Satz konstruktionen hofft, hofft bei Elisa Dusapin vergeblich. Man che/r mag sich davon zunächst vom Text eigentümlich auf Di stanz gehalten fühlen, so als könne man als Leser/in einfach nicht in ihn eintauchen und Teil von ihm werden, trotz aller Bemühungen. Damit bilden Dusapins Romane auch auf stilis tischer Ebene ihr Sujet ab und spiegeln die Belange der Prot agonist/innen, die aufgrund kultureller und sprachlicher Dif ferenzen oft nur begrenzt Verbindung aufbauen können. Zu ihrer nüchternen Sprache befragt, sagt Elisa Dusapin, sie sei eigentlich voll übersprudelnder Emotion, nicht im Gerings ten rational, sondern eher verträumt: »Ich verbringe viel Zeit damit, mir Geschichten auszudenken und habe eine große Leidenschaft für alles außerhalb des Gewöhnlichen, für alles Skurrile, Seltsame. Tatsächlich erkenne ich mich selbst sehr wenig in meinen Büchern wieder, höchstens in der Hochsen sibilität der Charaktere. Es ist etwas Mysteriöses, das ich mir nicht erklären kann.

Elisa Dusapins Romane thematisieren Grenzen in ganz unterschiedlicher Form. Mal geht es um konkrete geografische Grenzen, etwa wenn die namenlose Protagonistin in »Winter in Sokcho« mit dem französischen Pensionsgast zur nordkoreanischen Grenze fährt, mal geht es um Grenzen im menschlichen Miteinander, die nicht selten aus negativ gefärbten oder mindestens unhinterfragten Vorstellungen resultieren, die wir uns vom jeweils anderen machen. Ein sprechendes Beispiel für diese Vorstellungen, über sämtliche kulturellen Grenzen hinweg, ist der Heidi-Themenpark, den Claire in »Die Pachinko-Kugeln« mit ihrer Nachhilfeschülerin Mieko besucht. Dieser Park ist keine Erfindung der Autorin. »Heidi’s Village«, wie er offiziell heißt, ist ein japanischer Freizeitpark, der die Schweizer Bergwelt Johanna Spyris quasi aus japanischer Perspektive nachempfindet. Der Heidi-Anime aus den 70er-Jahren hat seinerzeit sicher zu einer größeren Verbreitung der Geschichte in Japan beigetragen. Man kann dort die Berghütte des Alm-Öhis besichtigen, Käsefondue essen und Tulpenwiesen bestaunen; tatsächlich aber auch Ramen genießen und Halloween feiern. »Heidi’s Village« ist ein kultu- reller Melting Pot. Elisa Dusapin war von diesem Freizeitpark so angetan, dass er Teil ihres Romans wurde: »Wie repräsentierst du ein Land auf der anderen Seite der Welt? Die Idee der Repräsentation, Projektion, Fantasie fasziniert mich. Das gilt auch für Vorurteile, die wir über verschiedene Kulturen haben. Meine Charaktere werden in ihren Begegnungen genau damit konfrontiert. Mit Heidi und der japanischen Vorstellung der Schweiz wollte ich die Sehnsucht nach einer Ferne, nach einer Idealisierung heraufbeschwören.« Elisa Dusapin hat selbst lange in der Schweiz und auch in Japan gelebt, sie kennt die Ideen, Bilder und Zuschreibungen, die in verschiedenen Kulturen über jeweils andere kursieren. Insbesondere die japanische Verklärung der Schweiz wird in »Die Pachinko-Kugeln« des Öfteren aufgegriffen, etwa wenn Madame Ogawa, Miekos Mutter, darum bittet, Henriette genannt zu werden und für ihre Tochter Mieko einen Schulbesuch in der Schweiz plant – ohne, dass Mieko davon besonders begeistert wäre. Da Claire aus der Schweiz kommt, wird sie von Madame Ogawa gefragt, ob Mieko sich in der Schweiz wohlfühlen würde. »Das kann ich nicht wissen«, antwortet Claire.

Elisa Shua Dusapin, geboren 1992, wuchs als Tochter eines französischen Vaters und einer südkoreanischen Mutter in Paris, Seoul und Porrentruy auf. Sie hat am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel studiert. Für ihr Debüt »Ein Winter in Sokcho« (Blumenbar) erhielt sie u. a. den »Robert-Walser-Preis« und den »National Book Award for Translated Literature« 2021.

Das Interview mit Elisa Shua Dusapin finden Sie online auf unserer Website

Elisa Shua Dusapin

Die Pachinko-Kugeln Ü: Andreas Jandl Blumenbar, 144 S.

Es geht Dusapin um Kommunikation und darum, wie wir uns, jede/r in seiner ganz eigenen Blase eingeschlossen, einander mitteilen können. Im bereits erwähnten Interview mit dem TANK-Magazine drückt sie es so aus: »Wie können wir wirklich kommunizieren, wie können wir uns, auf intimster Ebene, verständlich machen? Ich glaube, das ist die Frage, die mich verfolgt.« In beiden Romanen verläuft das Miteinander oft nonverbal, häufig über die Zubereitung von Essen. So versucht die namenlose Protagonistin in »Winter in Sokcho« immer wieder, dem Comiczeichner Yan Kerrand ein koreanisches Gericht zuzubereiten, doch der schlägt die Einladung wiederholt aus, lässt das von ihr gebrachte Essen unangetastet oder erscheint erst gar nicht, wovon sie sich sehr verletzt fühlt. Selbst als sie ihm anbietet, für ihn ein französisches Gericht zu kochen, kommt er nicht – »Dafür hatte in seinem Zimmer wieder die Packung von irgendwelchem Süßzeug gelegen.« In »Die Pachinko-Kugeln« besucht Claire mehrmals Mieko und ihre Mutter zum Essen. Madame Ogawa beobachtet dabei sehr kritisch, ob das Essen bei Claire Anklang findet. Die schlürft die Austern mit angehaltenem Atem, um die Gastgeberin nicht vor dem Kopf zu stoßen. Auch Claires Großeltern suchen den Kontakt zu ihrer Enkelin über Speisen, mit denen sie ihre Zuneigung ausdrücken. Zu Claires Geburtstag kocht ihre Großmutter nach koreanischer Tradition »lange Nudeln«. Claire wiederum bringt ihrer Großmutter aus dem Supermarkt gezuckerte Kondensmilch mit, weil sie beobachtet hat, dass die Großmutter sie besonders mag.

Obwohl Elisa Shua Dusapins Texte auf den ersten Blick vielleicht spröde und schmucklos wirken mögen, steckt viel Intimität in ihnen, der Wunsch nach menschlicher Verbindung auch im Kleinen, scheinbar Bedeutungslosen. Auch wenn das Innenleben ihrer Protagonist/innen nicht detailliert ausgedeutet und kleinteilig geschildert wird, erscheinen sie als vielschichtige und sensible Charaktere, die deutlich mehr in sich tragen und im Miteinander wahrnehmen, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Sie sind sehr empfänglich für zwischenmenschliche Signale, für Erwartungen, die an sie gestellt, für Zuschreibungen, mit denen sie von anderen charakterisiert werden. Es lohnt sich, in diesen Kosmos einzusteigen, den die Autorin mit präzisem Blick und großer Neugier entwirft. Man merkt ihrem Schreiben an, dass es aus unmittelbarer Erfahrung entspringt, aus der Fähigkeit, sich für andere und ihre jeweiligen Welten zu öffnen. Auch im Interview spricht sie darüber, wie sie sich z. B. der japanischen Kultur genähert hat: »Ich habe diese Dinge erfahren, indem ich tief in das Land eingetaucht bin. Ich habe Dokumentarfilmer/innen und Journalist/innen begleitet und aus persönlichem Interesse Interviews mit bestimmten Gruppen geführt. Ich bin extrem neugierig und vertiefe beim Schreiben Themen so weit, wie es mir möglich ist.«