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Was macht eigentlich eine Wechseljahre-Beraterin?


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Bild der Frau - Natürlich gesund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 12.11.2021

In Deutschland gibt es nicht viele

Artikelbild für den Artikel "Was macht eigentlich eine Wechseljahre-Beraterin?" aus der Ausgabe 1/2021 von Bild der Frau - Natürlich gesund. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bild der Frau - Natürlich gesund, Ausgabe 1/2021

Ellen Cornely-Peeters lotst Frauen durch die Hormon-Umstellungsphase. Dafür nimmt sie sich deutlich mehr Zeit für die Beratung, als Ärzte es können

Erst wurde Ellen Cornely- Peeters mit Konzentrationsstörungen, später mit Herz- und Gelenkschmerzen konfrontiert. Diese Beschwerden konnte die Fachschwester für Anästhesie und Intensivmedizin trotz ihrer Ausbildung nicht recht zuordnen, auch der Hausarzt stellte keine Ursache fest.

Nach einiger Recherche erkannte Ellen Cornely-Peeters nicht nur den Zusammenhang mit der Menopause, sie stieß auch auf den Beruf Wechseljahre-Beraterin und machte als eine der ersten in Deutschland die Weiterbildung.

Hormone verstehen

„Wissen schützt vor unnötigem Leid und unnötiger Medikamentierung“, erklärt Ellen Cornely-Peeters. Sie und andere Wechseljahre-Beraterinnen (Kontakte z. B. über frau-imwechsel.de, Kosten: eine Stunde 60 bis 80 Euro) klären genau über die hormonelle Veränderung in den Wechseljahren auf. Eine wichtige Rolle spielt auch ...

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... der Lebensstil der Frauen. „Signalisiert der Körper Beschwerden, steckt dahinter einerseits der niedrigere Hormonspiegel. Zum anderen sind es aber auch Gewohnheiten, die vielleicht jetzt nicht mehr passen, die verändert werden sollten“, sagt Cornely-Peeters. Weil Hormone neben körperlichen Aufgaben auch die Emotionen steuern, verändert sich mit dem Hormonrückzug auch die Sichtweise auf das Leben und auf sich selbst. Das kann sehr irritierend sein.

Das Positive sehen

Cornely-Peeters begleitet Frauen bei diesem neuen Blick aufs Leben und hilft dabei, das Gute in den Wechseljahren zu sehen. „Es geht ja auch darum, dass wir vom Zyklus befreit werden. Ich bekomme die Chance, mich unabhängig vom Takt der Hormone kennenzulernen und meinen eigenen Bedürfnissen zu folgen.“

Mit der Familie reden

Offenheit ist dann ganz wichtig. Freunde, Mann und Kinder verstehen dann so manchen Gefühlsausbruch besser, können unterstützen – oder einen einfach mal in Ruhe lassen.

Bei schwacher Blase: Hula-Hoop für den Beckenboden

Heute nennt man es Hullern – unseren Kindheitsspaß, den Reifen durch Kreisen der Hüfte in der Taille zu halten. Im Lockdown haben viele ihre Freude daran wiederentdeckt. Denn Hullern hält fit!

Das Reifen-Schwingen ist eine prima Fitness-Einheit für die Wechseljahre. Es soll laut Experten den Bauchumfang verringern und die Muskulatur stärken, die Ausdauer verbessern und die Verdauung anregen, aber auch den Beckenboden kräftigen. Dies kommt vor allem der Blase zugute.

Stärkt die Muskulatur in den Wechseljahren

Denn die Muskulatur rund um Blase und Beckenboden schwächelt mit jeder Schwangerschaft und Geburt, in den Wechseljahren und einfach mit dem Alter. Dann kann der Urin nicht mehr zuverlässig gehalten werden und geht unvorbereitet ab – etwa beim Niesen oder Husten. Doch mit ein paar Minuten Hula-Hoop-Training täglich lässt sich dem vorbeugen.

Regelmäßig üben, aber nicht übertreiben

Einsteiger beginnen mit zwei bis fünf Minuten täglich.

Ab Woche zwei jeden Tag eine Minute verlängern. Anders als früher werden viele Reifen heute mit mehr Eigengewicht hergestellt, um den Trainings- Effekt zu erhöhen. Anfangs ist es gar nicht so einfach, den Reifen oben zu behalten. Mit etwas Übung hat man den Dreh aber bald raus. Tipp: Mit leicht gebeugten Knien stehen. Reifen am schlanksten Punkt der Taille anlegen.

Schwung nehmen und mit kurzer Vorwärts-rückwärts-Bewegung den Reifen oben halten. Hüften nicht kreisen.

Stress meiden

„Stress begünstigt ein frühes Absinken des Progesteronspiegels, was wiederum stressanfälliger macht“, sagt die Beraterin. Sie empfiehlt, sich vor Augen zu führen, wie viel Zeit man mit Dingen verbringt, die man tatsächlich machen muss, und wie viel mit Dingen, die man machen möchte.

So fällt es leichter, sein Zeitmanagement neu zu ordnen und mehr Freiräume für sich einzurichten.

Haut sanft reinigen

Trockene Haut und Schleimhäute, aber auch Akne betreffen viele Frauen in den Wechseljahren. Thema der Beratung ist dann: Was kann man der Haut bieten, dass sie mit dem hormonellen Ungleichgewicht zurechtkommt? Weil Zucker, schlechte Fette und chemisch produzierte Lebensmittel Trigger für Unreinheiten sind, macht es Sinn, sie zu meiden.

Natürliche Unterstützung

•Der Wurzelstock-Extrakt der Traubensilberkerze kann vielen Frauen sanfte Hilfe bei Hitzewallungen, Reizbarkeit und Schlafstörungen bieten. Hintergrund: Er hat eine östrogenähnliche Wirkung, allerdings ohne Nebenwirkungen. Die Traubensilberkerze zählt übrigens zu den am besten untersuchten Arzneipflanzen.

Antioxidantien und Vitalstoffe aus frischen Zutaten tun gut.

Die Expertin rät: „Bei Scheidentrockenheit besser auf Waschlotionen verzichten, sondern nur mit Wasser reinigen.

Natürliche Öle oder Produkte mit Vitamin D oder Hyaluronsäure spenden Feuchtigkeit.“

Gewicht hinnehmen

Viele Frauen hadern auch mit einem kleinen Bäuchlein oder mehr Speck auf den Hüften. Aber dies hat laut Cornely-Peeters einen Sinn: „Der Körper verlagert die Hormonproduktion ins Fettgewebe, wenn die Eierstöcke nichts mehr liefern.“

Fünf Kilo Gewichtszunahme seien völlig normal. Wer eine Gewichtszunahme vermeiden will, sorgt mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung für ein gutes Körpergefühl.

Gelenke stärken

Der Östrogenmangel kann für Gelenkschmerzen sorgen. Denn sie werden anfälliger für Entzündungen. Cornely-Peeters empfiehlt schonende Bewegung (etwa Nordic Walking) und entzündungshemmende Ernährung (grünes Gemüse, Beeren, Kurkuma). Außerdem nimmt ab 50plus die Knochendichte ab, der man mit einer guten Mineralstoffversorgung entgegenwirken kann.

BUCH-TIPP

Ellen Cornely-Peeters erklärt in ihrem Buch „Ach, Meno!“ (KiWi, 14 €), wie man den Wechseljahren Gutes abgewinnen kann