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ZÖLIAKIE UND ESSSTÖRUNGEN


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Gluten Free - epaper ⋅ Ausgabe 26/2023 vom 09.11.2022
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Bildquelle: Gluten Free, Ausgabe 26/2023

Eine Zöliakie ist oft mit weiteren Erkrankungen oder Symptomen verbunden, darunter auch psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen. Einige Studien legen auch ein höheres Auftreten einer Essstörung bei Zöliakie nahe.1,2,3So wurde in einer Studie bei 19 % der weiblichen und 7 % der männlichen Jugendlichen mit Zöliakie ein gestörtes Essverhalten festgestellt, 1bei Jugendlichen ohne Zöliakie liegen die Werte in einer vergleichbaren Studie mit 8 % beziehungsweise 4 % deutlich niedriger. Auch in der aktualisierten Zöliakie- Leitlinie 4 werden Essstörungen im Zusammenhang mit Zöliakie thematisiert und die Leitlinie empfiehlt bei Vorliegen einer Essstörung, auch eine Zöliakie in Betracht zu ziehen. Umgekehrt sollte in der Ernährungstherapie von Zöliakiebetroffenen auch auf Auffälligkeiten beim Essverhalten geachtet werden.

Mögliche Gründe für das höhere Risiko einer Essstörung bei Zöliakie sind die ...

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... damit verbundenen dauerhaft notwendigen Ernährungseinschränkungen, das erhöhte Ernährungsbewusstsein und die notwendigen Hygienemaßnahmen, die ein kontrolliertes Essverhalten für die dauerhafte Behandlung unverzichtbar machen. Eine restriktive und kontrollierte Nahrungsaufnahme begünstigt wiederum die Entstehung einer Essstörung. Aber auch die Gewichtszunahme bei der Einführung der glutenfreien Ernährung direkt nach der Diagnose kann vor allem bei Jugendlichen einen Risikofaktor darstellen, da durch die körperlichen Veränderungen die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper steigen kann.5

Wie groß der Zusammenhang tatsächlich ist und welche Essstörungen von einer Zöliakie möglicherweise begünstigt werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine Studie legt ein höheres Auftreten von insbesondere Bulimia nervosa bei Menschen mit Zöliakie nahe.5Auffällig war, dass die Patientinnen mit Essstörung die glutenfreie Ernährung häufig nicht einhielten. Die Essstörung entwickelte sich in den meisten Fällen erst nach der Zöliakiediagnose und vor allem weibliche, etwas ältere Jugendliche waren betroffen. Auch ein Zusammenhang zwischen Anorexia nervosa und Zöliakie wurde in einer anderen Studie festgestellt. 3Hier ist aber nicht abschließend geklärt, ob eine Fehldiagnose bei einer der beiden Erkrankungen vorliegt oder die Daten eventuell verzerrt sind, da sowohl Zöliakie- als auch Anorexiepatienten umfassender auf andere Erkrankungen untersucht werden. Möglicherweise spielt auch das Genom eine Rolle: So zeigen genomweite Assoziationsstudien, dass bei Zöliakie und Anorexia nervosa gemeinsame genetische Ausprägungen vorliegen und somit bei diesen Krankheiten gemeinsame molekulare Wege zugrunde liegen könnten. 5,6

ESSSTÖRUNGEN

Unter dem Begriff Essstörung werden mehrere „psychosomatische Erkrankungen, die durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet sind“ zusammengefasst.7 Zu gestörtem Essverhalten zählt wiederum ein breites Spektrum an Esspathologien, wie emotionales Essen, strenges oder enthemmtes Essen, nächtliches Essen, Gewichts- oder Figurprobleme und unangemessenes Kompensationsverhalten.

Anorexie (Anorexia nervosa)

Anorexia nervosa, auch Magersucht genannt, ist eine Essstörung, die sich durch eine unzureichende Nahrungsaufnahme auszeichnet und zur Entstehung oder Aufrechterhaltung von Untergewicht führt, auch bis hin zu lebensbedrohlicher Unterernährung. Betroffene haben häufig Angst vor einer Gewichtszunahme und eine verzerrte Körperwahrnehmung. Anorexie weist die höchste Sterblichkeitsrate aller psychischen Erkrankungen auf. Vor allem junge Mädchen und Frauen, aber immer häufiger auch Jungen und Männer leiden unter der Erkrankung.7,8

Bulimie (Bulimia nervosa)

Bulimia nervosa kennzeichnet sich durch den übermäßigen Verzehr von Lebensmitteln in Form von regelmäßigen Essanfällen und anschließenden gewichtsreduzierenden Maßnahmen. Am häufigsten führen Betroffene Erbrechen herbei, weshalb die Erkrankung auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet wird. Aber auch andere Kompensationsmaßnahmen, wie exzessiver Sport, anschließendes Fasten oder Medikamentenmissbrauch werden genutzt. Eine Bulimia nervosa tritt vor allem bei Frauen auf.7,8

Essattacken mit Kontrollverlust (Binge-Eating-Störung)

Bei der Binge-Eating-Störung treten wie bei der Bulimie regelmäßig Essattacken mit Kontrollverlust auf, jedoch werden hierbei keine gewichtsreduzierenden Maßnahmen vollzogen. Bei einem Essanfall werden in einem begrenzten Zeitraum erhebliche Mengen verzehrt, mehr als die meisten Menschen unter vergleichbaren Umständen. Betroffene neigen zu Übergewicht.7,8

DR. MED. WALLY WÜNSCH-LEITERITZ

Dr. med. Wally Wünsch-Leiteritz ist Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin, Psychotherapie, leitende Oberärztin der Klinik Lüneburger Heide und Vorstand im Bundesfachverband Essstörungen. Zudem ist sie therapeutische Supervisorin der betreuten Wohneinrichtung für Menschen mit Essstörungen Amidon in Uelzen.

PRAXISBERICHT

In der Klinik Lüneburger Heide – Kompetenzzentrum für die Behandlung von Essstörungen in Bad Bevensen, die auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Anorexie spezialisiert ist, konnte bislang kein erhöhtes Vorkommen einer Zöliakie in Kombination mit Anorexia nervosa festgestellt werden. Das zeigen die Entlassungsunterlagen von insgesamt 1.020 Patientinnen und Patienten im Zeitraum von 2017 bis 2021, von denen insgesamt neun zusätzlich die Diagnose einer Zöliakie aufwiesen und deren Anteil somit in etwa der Prävalenz der Zöliakie in der Durchschnittsbevölkerung entspricht. Wir haben uns mit der leitenden Oberärztin Dr. med. Wally Wünsch-Leiteritz über die Hintergründe einer Anorexie unterhalten und auch über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige gesprochen.

Welche Anzeichen hat eine Essstörung?

Anzeichen einer Essstörung ist ein essgestörtes Verhalten, wie zum Beispiel striktes Diäthalten, gezügeltes Essen, das Auslassen von Mahlzeiten, eine gestörte Körperwahrnehmung oder überzogene Vorstellungen der Traumfigur. Essgestörtes Verhalten ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und zwischen essgestörtem Verhalten und einer Essstörung gibt es natürlich einen Zusammenhang, aber essgestörtes Verhalten oder besondere Ernährungsformen sind nicht gleichbedeutend mit einer Essstörung. Eine Essstörung tritt nicht ad hoc auf, sondern es ist ein Entwicklungsprozess dorthin. Wenn jemand eine Essstörung entwickelt, liegen immer mehr Probleme vor als nur das gestörte Essverhalten. Wir beschreiben das gestörte Essverhalten immer wie die Spitze eines Eisbergs. Mit einer Essstörungserkrankung ist also noch ein großer verborgener Teil verbunden, der unter Wasser liegt und nicht direkt ersichtlich ist. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Betroffenen sich aus dem Leben zurückziehen und mit ihrem altersentsprechenden Leben nicht klarkommen.

Wie lässt sich also erkennen, ob schon eine Essstörung vorliegt oder nur essgestörtes Verhalten?

Ein guter Punkt, um festzustellen, ob das Essverhalten von anorektischem Gedankengut angetrieben ist oder ob es sich um nicht gestörtes, gegebenenfalls überzogenes Essverhalten handelt, wie es im Einzelfall bei Zöliakie auftreten kann, liegt in der Verhandlungsbereitschaft. Anorexiepatientinnen – wir sehen bei uns in der Klinik zum größten Teil Mädchen und Frauen – sind typischerweise stur, beharrlich eingeengt auf ihre körper- und gewichtsbezogenen, zum Teil bizarren Ideen. Sie neigen dazu, sich gemeinsamen Lösungen zu verweigern und erhalten ihr schädigendes Verhalten mitunter heimlich aufrecht. Um eine Anorexie zu entwickeln, benötigt man als Persönlichkeitsmerkmal eine ängstlichrigide, zwanghafte Art, die sich nicht nur beim Essen zeigt. So neigen Magersüchtige dazu, bestimmte Regeln und To-do-Listen strikt umzusetzen, sind an Symmetrien und Ordnung interessiert und tun sich schwer, mit Veränderungen umzugehen. Wir gehen mittlerweile sogar davon aus, dass eine Magersucht anlagebedingt ist. Nicht essgestörte Menschen, ob mit oder ohne Zöliakie, sind dagegen regelmäßig an gemeinsamen Lösungen und auch an Hilfe von Experten interessiert.

Ist eine Magersucht dann auch erblich?

Ja, es ist etwas Genetisches. Aber es ist nicht genetisch so festgelegt, dass es ein Magersuchtsgen gibt. Die Genomforschung zeigt, dass in den Familien Magersüchtiger häufiger Gefühlsstörungen, vor allem Depressionen, aber auch andere Essstörungen häufiger auftreten. Auch Zwillingsstudien zeigen, dass wenn ein eineiiger Zwilling eine Magersucht entwickelt, der zweite Zwilling ein hohes Risiko hat ebenfalls eine Magersucht zu entwickeln. Eine Magersucht ist zwar nicht angeboren, aber die Anlagen bringen die Betroffenen mit. Das Umfeld, zum Beispiel die Eltern, hat natürlich auch einen Einfluss und kann die Essstörung ungünstig verschärfen.

Spielt die Zöliakie bei Ihren Patientinnen mit beiden Erkrankungen eine Rolle?

Wir haben bis jetzt mit den Patientinnen mit Zöliakie keine anderen Dinge als mit unseren anderen Betroffenen besprochen. Ich habe mir die Patientenakten auch noch einmal angeschaut: Da steht nicht das Thema Zöliakie im Vordergrund, sondern die Magersucht. Ich glaube sogar, wer dieses strikte, rigide Naturell hat, tut sich eher leichter im Umgang mit einer Zöliakie. Das genaue und strikte Einhalten der glutenfreien Ernährung fällt Menschen mit diesem Persönlichkeitsmerkmal leicht, sodass uns die Zöliakie deshalb kaum auffällt. Auch im Gespräch mit unseren Patientinnen mit Magersucht und Zöliakie hören wir keine Klagen über die Zöliakieerkrankung. Ich denke, das liegt auch an ihrem Naturell, mit Begrenzungen gut umgehen zu können.

Wo finden Betroffene Hilfsangebote?

Es gibt Beratungsstellen als niedrigschwelliges Angebot, an die sich Betroffene wenden können. Es gibt Telefonund Onlinekontakte. Ich würde immer empfehlen, sich an Beratungsstellen zu wenden, um Empfehlungen für das weitere Vorgehen zu bekommen. Die Beratungsstellen führen auch Listen von niedergelassenen Therapeuten, die sich mit Essstörungen beschäftigen. Wobei eine Anorexia nervosa mit 1 bis 2 % Betroffenen in der Bevölkerung keine häufige Erkrankung ist. Es ist also oft gar nicht so einfach, einen passenden Therapeuten mit gewisser Expertise zu finden. Deshalb sehen wir die Aufnahme in eine Essstörungsklinik nicht als letzte Möglichkeit für die schweren Fälle, sondern wir würden das eher an den Anfang stellen. Dass man schnell eingreift, schnell das Gewicht normalisiert und es nicht so lange hinauszögert. Gerade bei Jugendlichen erleben wir, dass eine Behandlung in der ambulanten Therapie schwierig ist, da sich diese dem Gespräch oft verweigern. Lieber steht am Anfang ein Klinikaufenthalt für nur vier Wochen, als dass Betroffene sehr spät kommen und dann fünf Monate brauchen, bis ein vernünftiges Gewicht erreicht ist. Viele haben auch grässliche Vorstellungen über einen Klinikaufenthalt. Da hilft es, vorab bei der Klinik anzurufen und sich ausgiebig zu informieren. Wir führen auch Videogespräche, um den Betroffenen die Klinik zu zeigen, unser Therapieprogramm vorzustellen und eine Möglichkeit zu geben, uns kennenzulernen.

Wie spreche ich im Familienoder Freundeskreis Betroffene am besten an?

Es ist wichtig, die Betroffenen in jedem Fall darauf anzusprechen, am besten natürlich die Menschen, die dem Betroffenen am nächsten stehen. Das Ansprechen sollte auf eine wohlwollende, beschützende Art erfolgen: Nicht vor allen anderen, nicht unbedingt beim Essen und auf keinen Fall streiten. Streit und Vorwürfe führen zu Schuldgefühlen bei Betroffenen, die infolgedessen oft noch weniger essen, weil sie dies als Mittel zur Unterdrückung von Gefühlen nutzen. Eine gute Vorgehensweise ist, sich außerhalb des Essens mit dem Betroffenen hinzusetzen und sie oder ihn sehr offen, aber auch bestimmt anzusprechen. Zum Beispiel: „Tut mir leid, aber meiner Meinung nach hast du eine Essstörung und zwar nicht einfach nur so ein bisschen. Ich verstehe, dass das schwierig ist …“ Also in der Gesprächsführung deutlich sein, aber immer auch wieder einen Schritt zurücktreten: „Tut mir leid, ich will dich nicht bedrängen, aber gleichzeitig kann ich auch nicht nichts sagen. Ich möchte dir helfen.“ Das Ansprechen ist auch deshalb so wichtig, weil die Betroffenen, wenn das nicht passiert, den Rückschluss ziehen, dass es so schlimm nicht sein könne, weil sie sonst ja angesprochen worden wären.

REFERENZEN

1.Tokatly Latzer et al.: Disordered eating behaviors in adolescents with celiac disease. Eating and Weight Disorders – Studies on Anorexia, Bulimia and Obesity. 2020; DOI: 10.1007/ s40519-018-0605-z

2.Lebwohl et al.: Psychiatric disorders in patients with a diagnosis of celiac disease during childhood from 1973 to 2016. Clinical Gastroenterology and Hepatology. 2020; DOI: 10.1016/j.cgh.2020.08.018

3.Marild et al.: Celiac Disease and Anorexia Nervosa: A Nationwide Study. Pediatrics. 2017; DOI: 10.1542/ peds.2016-4367

4.Aktualisierte S2k-Leitlinie Zöliakie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Dezember 2021; Felber, Schumann et al.; AWMF-Registernummer: 021-021

5.Karwautz et al.: Eating Pathology in Adolescents With Celiac Disease. Psychosomatics. 2008; 49:399–406

6.Mostowy et al.: Shared genetic factors involved in celiac disease, type 2 diabetes and anorexia nervosa suggest common molecular pathways for chronic diseases. PLoS One. 2016; DOI: 10.1371/journal.pone.0159593

7.ANAD e. V.: Infos zu Krankheitsbildern bei Essstörung. www.anad. de/essstoerungen/krankheitsbilder/ (aufgerufen am 17.10.2022)

8.S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung der Essstörungen der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (DGPM) (Hrsg.), 2018; Brockmeyer, Cuntz et al.; AWMF-Registernummer: 051/026