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Es gibt diesmal ein paar Dinge, über die es zu reden gilt. Zum Beispiel über den Umgang der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) mit der Nachfolge von Dr. Agnes Klein (SPD), der langjährigen Chefin des Dezernats Bildung, Jugend und Sport. Auch über die überraschende Entscheidung für einen eher ungewöhnlichen Nachfolger der Dezernentin (Interview Seite 42), die trotz zahlreicher Kritik (auch von dieser Stelle) tatsächlich große Fußstapfen hinterlässt. Sowie über die kommende Wahl des neuen Effzeh-Präsidiums. Die zwar erst im September ist, aber mittlerweile richtig Feuer unterm Kessel macht.

Also … Zuerst zu den Kölner Chaos-Tagen, verursacht im letzten Februar durch Frau Reker. Und durch ihre unverständliche Entscheidung, die Bewerbung einer qualifizierten und von zahlreichen Parteien akzeptierten Kandidatin für die Nachfolge (Brigitte Meier, SPD, ehemalige Sozialreferentin der Stadt München) wieder zu kassieren. Um so das Auswahlverfahren neu zu starten. Öffentlicher Grund: Die Personalie Meier, Vorschlag CDU/SPD/Grüne, sei ja bereits öffentlich bekannt gemacht worden und deshalb Klüngel. Wahrscheinlicher Grund: Die OB wollte sich seinerzeit als kölsche Jeanne d’Arc gegen Klüngel darstellen. Eine Inszenierung, die Stillstand innerhalb der Verwaltung und „die Sorge, dass dieses Riesendezernat für sechs bis acht Monate verwaist bleibt“ (Peter Pfeifer, Chef des Stadtsportbundes Köln), billigend in Kauf nahm. Sogar Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach wurde als Vertreterin ins Gespräch gebracht, die schon in ihrer Kernkompetenz Kultur umstritten ist wie kaum eine andere Verantwortliche. Alles zusammen eine eigennützige Volte, zu Lasten des Sports.

Okay, jetzt ist ja jemand Neues da. Zur Überraschung vieler ein sehr junger, ein eher unerfahrener Mann. Robert Voigtsberger. 38 Jahre. Erster Beigeordneter der Stadt Stolberg bei Aachen. Dort verantwortlich gewesen fürs Dezernat Jugend, Schule und Soziales … für rund 60.000 Einwohner. Sport gehörte wohl nicht dazu, aber der Mann ist ehemaliger Student der Deutschen Sporthochschule. Scheinbar als Qualifikation genug. Schaun mer mal …

Und jetzt noch zum Huddel rund um die kommende Wahl des neuen Effzeh- Präsidiums. Angefacht durch den plötzlichen Rücktritt von nun Ex-Präsident Werner Spinner, weiter angeheizt durch die per Satzung verordnete Inthronisierung des derzeitigen Ex-Mitgliederrats- Vorsitzenden Stefan Müller-Römer als Interims-Boss. Eine wahrlich unsägliche Situation! Und vielleicht nicht die erste, für die möglicherweise sogar die heute nicht mehr ganz so neue Satzung verantwortlich ist: Es begann mit dem fast permanenten, oft unsäglichen, zuweilen peinlichen Gerangel worzwischen Klub, Präsidium, Mitgliederrat. Ging weiter mit den öffentlichen Unfreundlichkeiten von Präsidium und Management des Effzeh gegen Mitglieder des Rates.

Mittlerweile herrscht dagegen bei vielen der völlig irritierende Eindruck, dass nun der Mitgliederrat übernommen hat. Zum Beispiel über das neue Präsidium entscheidet. Dazu die merkwürdige Situation, dass der Ex-Chef des Rates nun Boss in einem Präsidium ist, welches er eigentlich ja loswerden will. Und dass der Mitgliederrat jetzt auf beiden Seiten Position bezogen hat. Nach der seinerzeit gewünschten Demokratisierung innerhalb des Effzeh sieht das jedenfalls nicht aus. Weil Verwerfungen drohen, die nicht mehr zu kitten sind. Die die Vorstands- Wahl zum kölschen „Game of Thrones“ machen könnten. Die keine Narben, sondern notdürftig verpflasterte Wunden hinterlassen, die in der Zukunft als Blutvergiftung für den Effzeh echt gefährlich werden können.
Deshalb die Frage: Haben damals alle Beteiligten verstanden, dass die geänderte Satzung von 2013 eine solche Machtfülle für einen Mitgliederrat enthält?

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issue 5/2019 of 12.04.2019
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Published monthly , 12 issues per year
Language German
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Category Sports Magazines

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