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Lesen Sie das Editorial von Briefmarken Spiegel - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Briefmarken Spiegel - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2019 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eine herausragende, wegweisende Veranstaltung fand Mitte November in Berlin statt. Unter dem Motto „Klio & Hermes: Post – Geschichte – Kommunikation“ trafen sich im Museum für Kommunikation, dem alten Reichspostmuseum, Historiker und historisch Interessierte zu einem dreitägigen Symposium. Die Idee dazu hatte Professor Dr. Reinhard Krüger. Nach seinem tragisch frühen Ableben organisierten der Erfurter Historiker René Smolarski und BDPh-Bundesgeschäftsführer Reinhard Küchler die Konferenz. Die Teilnahme hat sich für alle Besucher gelohnt. Das Niveau der Vorträge war durchgehend hoch oder sehr hoch. Die Unterschiede lagen in der Herkunft der Referenten. Naturwissenschaftler waren wohl nicht darunter – es sei denn, einer der Philatelisten hat eines der sogenannten Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) studiert. Überwiegend sprachen Geistesgelehrte, die unterschiedliche Ansätze wählten. Empirisch ging beispielsweise Jasper Trautsch aus Regensburg vor. Er hatte festgestellt, dass sich auf Briefmarken der Vereinigten Staaten die Darstellung des Erdballes gewandelt hatte. Standen zunächst die amerikanischen Kontinente im Mittelpunkt, rückte im Kalten Krieg der Atlantik in diesen. Fortan waren auch Teile Westeuropas zu sehen. Trautsch fragte daher, ob in Westeuropa Gleichartiges geschah. Vier Länder nahm er beispielhaft unter die Lupe und hielt fest, dass die Europäer weniger transatlantisch dachten, als Trautsch es für die zu prüfende Hypothese vermutet hatte.

Die Ausgaben der frühen Bundesrepublik untersuchte Smolarski vor dem Hintergrund der Darstellung der jüngeren Geschichte. Das Fazit fiel ernüchternd aus. In den 50er- und 60er-Jahren thematisierten Sondermarken Kriegsgefangenschaft, Vertreibung und Kriegsgräberfürsorge, doch erschien nur einmal ein Opfer des nationalsozialistischen Terrors auf einer Briefmarke, Leo Beack, bis heute übrigens der einzige Rabbiner, den die Bundesrepublik Deutschland philatelistisch geehrt hat. Der Widerstandskämpfer-Block von 1964 würdigte die christlich-deutschen Regimegegner. Ein jüdischer Widerstandskämpfer fehlte ebenso wie Vertreter der französischen Résistance und anderer Organisationen in den von Hitler-Deutschland überfallenen Ländern.

Vor allem Kulturwissenschaftler wählten vielfach einen interpretatorischen Ansatz der Motive. Björn Onken aus Essen betrachtete gleich zu Beginn die Geschichtskultur der frühen Bundesrepublik, später standen Themen wie „Dialektischer Symbolismus, Nationalismus und proletarischer Internationalismus auf Marken der DDR“ (Sebastian Liebold, Chemnitz), die Reformation auf deutschen Ausgaben (Thomas Richter, Aachen) oder „Germania und ihre Schwsetern“ (Andreas Hahn, Bonn) auf dem Programm.

In den Fragerunden bemerkte man rasch, dass Besucher die Motive öfters anders interpretierten als die Referenten, in den Kaffeerunden hörte man manche weiterführende Debatte. Natürlich kam auch die Postgeschichte zu ihrem Recht. Franz-Josef Pütz aus Berlin rückte Afghanistan in den Fokus, Maksim Victor Fomenko aus Moskau dokumentierte die Arbeit der sowjetischen Feldpost im Zweiten Weltkrieg, Wolfgang Elsner aus Tervuren und Jan Heijs aus Amsterdam erklärten anhand verschiedener Beispiele, was unter einem Postkrieg zu verstehen ist, und Joachim Helbig aus Aschheim zeigte neue Forschungsansätze für die Untersuchung vor philatelistischer Sendungen auf.

Allgemeine und Postgeschichte verknüpfte Michael Fukarek aus Bernau, der die städtische Entwicklung Wiens mit dem Aufbau des Rohrpostnetzes verknüpfte. Anita Krätzner- Ebert aus Berlin erinnerte an ein unangenehmes Kapitel der deutschen Geschichte, die Sendungen von Denunzianten, die den Staatssicherheitsdienst und andere Organe der DDR kontaktierten. In die Technikgeschichte blickte Christoph Barbach aus Siegen mit der Darstellung, wie einst in der Rohrpost steckengebliebene Sendungen geortet wurden.

Die rundum erfolgreiche Veranstaltung warb für die Philatelie. 2020 soll ein weiteres Symposium stattfinden. Die Hoffnung darf ausgesprochen werden, dass sich die Besucherzahl dann mindestens verdoppelt. In diesem Sinne wünschen Verlag und Redaktion erholsame Feiertage und einen guten Rutsch!

Torsten Berndt
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Kategorie Reisemagazine, Freizeitmagazine und Wissensmagazine

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