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Menschen & Maschinen - Aufstieg und Wandel des Ruhrgebiets
epaper-Einzelheft
Ausgabe 1/2017 vom 18.04.2017
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Lesen Sie das Editorial von Damals Galerie - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Damals Galerie - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2017 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Im Rhythmus von Kohle und Stahl

Kaum jemand hat das Ruhrgebiet so treffend charakterisiert wie der Rockpoet Herbert Grönemeyer. In der Hymne auf seine Heimat Bochum, eine der typischen Städte des Ruhrgebiets, heißt es: „Du hast ’n Pulsschlag aus Stahl. / Man hört ihn laut in der Nacht.“ In Bochum und überall im Ruhrgebiet ist dieser Pulsschlag inzwischen schwächer geworden oder gar nicht mehr zu spüren. Der Strukturwandel der Montanindustrie, der Ende der 1950er Jahre mit der Kohlekrise begann, ist fast abgeschlossen – 2018 wird die letzte Zeche stillgelegt. Für DAMALS ist dies Anlass, die Geschichte des „Reviers“ und seiner Bewohner nachzuzeichnen. „Menschen & Maschinen“ – Aufstieg und Wandel des Ruhrgebiets“ ist die erste Ausgabe der neuen Reihe „DAMALS Galerie – Geschichte im Bild“, die wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von nun an einmal jährlich präsentieren.

Warum ein Bildband? Eine große Rolle spielt bei DAMALS die Bebilderung aus der Zeit her - aus. Seit Jahren stellen wir während der Arbeit an den Heften fest, dass wir oft viel mehr spannende Abbildungen zeigen könnten, als es das bewährte Text-Bild-Verhältnis der jeweiligen Ausgabe erlaubt. Historische Bilder entfalten, wenn man ihnen viel Raum gibt, eine eigenständige Wirkung. Daraus ist die Idee entstanden, einen Bildband zu konzipieren.

190 Fotos, Stiche und Karten haben wir ausgewählt und in sieben Bildkapiteln zu einem großzügigen visuellen Erlebnis zusammengefügt. Es wird, so hoffe ich, die Betrachter von Beginn an in den Bann ziehen. Dazu gibt es auch einen Abriss der Geschichte des Ruhrgebiets sowie Daten & Fakten auf einen Blick. Ein zweiter Text arbeitet heraus, dass auch Bildquellen – ebenso wie schriftliche Hinterlassenschaften – kritischer Betrachtung bedürfen. Unsere Autorin untersucht Fragen wie diese: Wer hat, in wessen Auftrag, wie, wann und mit welcher Motivation diese Bilder (der größte Teil davon Fotos) angefertigt? Welche Aspekte heben die Abbildungen hervor, welche Interpretationen legen sie nahe? Und: Was wird nicht gezeigt?

Im Ruhrgebiet bündeln sich europäische Industrie- und Sozialgeschichte, es spiegelt aber auch die wechselvolle, zum Teil katastrophale politische Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts wider. Während eines rasanten Ausbauprozesses war im an Steinkohle reichen Nordwesten Deutschlands seit Mitte des 19. Jahrhunderts das größte deutsche Industriegebiet entstanden, zugleich eines der leistungsfähigsten Ballungszentren Europas. Es lieferte einen substanziellen Beitrag zum Aufstieg des Kaiserreichs, wurde während beider Weltkriege als Rüstungsschmiede genutzt und war nach 1945, obwohl fast vollständig zerstört, einer der Ausgangspunkte für das „Wirtschaftswunder“ und die entstehende soziale Marktwirtschaft. Heute sucht das Ruhrgebiet einen neuen Weg als Metropolregion, in der Kultur, Bildung, Dienstleistungen und neue Branchen zusammenwirken. Dennoch bleibt der Mythos einer Region, die im Rhythmus von Kohle und Stahl lebt, stets präsent.

Die darin liegende Faszination hat viel mit den Menschen im „Revier“ zu tun. Ihre Vorfahren strömten mit dem Willen zu harter Arbeit dort seit etwa 1850 zusammen, anfangs aus der weiteren Region, später aus ganz Deutschland, aus Polen und schließlich aus Südeuropa und der Türkei. Es entstand ein Menschenschlag, der durch seine Schlagfertigkeit und seine direkte Art all diejenigen für sich einnimmt, die einmal – die längst saubere – Ruhrgebietsluft geschnuppert haben.

A propos Menschen: Partner dieser Bildbands ist das Ruhr Museum Essen, das wir ab Seite 126 näher vorstellen. Das Team um Museumsdirektor Theo Grütter hat mit einer überzeugenden Mischung aus fachlicher Kompetenz und beherztem Zupacken wesentlich dazu beigetragen, dass dieser Band erscheinen konnte.

Stefan Bergmann
Chefredakteur
Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift Damals Galerie - epaper die aktuelle Ausgabe 1/2017 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen. …
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