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Lesen Sie das Editorial von mundus - epaper

Mit diesem Editorial leitet der/die Herausgeber/in oder die Chefredaktion der Zeitschrift mundus - epaper die aktuelle Ausgabe 3/2017 ein. Hier erfahren Sie, welche Artikel besonders lesenswert sind oder woher die Anregungen dazu kamen.

Liebe Leserinnen und Leser,

das Zeichnen ist eine hohe Kunst. Schon immer hegen Betrachter großen Respekt für Künstler, welche sie in außergewöhnlicher Weise beherrschen. Das Wort Zeichnung geht auf das germanische taiknan zurück, was wiederum Zeichen, aber auch Erscheinung bedeutet. In der Kunstgeschichte wurde der Künstler häufig als Schöpfergott gefeiert. Geht man der Etymologie des Wortes taiknan weiter auf den Grund, so erfährt man, dass es sprachgeschichtlich mit dem lateinischen divinus – göttlich verwandt ist. Ein guter Zeichner verfügt also über die Fähigkeit, die Dinge gottgleich in die Erscheinung zu holen. Der begnadete Zeichner Albrecht Dürer wird kein Etymologe gewesen sein, muss aber diese Zusammenhänge gespürt haben, als er im Jahre 1500 sein christusähnliches Gemälde Selbstbildnis im Pelzrock malte.

Die Zeichnung sei „die Grundlage der Malerei“ schrieb einst der französische Maler Thomas Couture. William Etty, ein englischer Maler der Romantik, bezeichnete sie als „die Seele der Kunst“ und Jean Auguste Dominique Ingres nannte sie gar „die Rechtschaffenheit der Kunst“. Dass ein herausragendes Zeichentalent heute kaum noch ein Kriterium für die Aufnahme an einer Kunstakademie mehr ist, macht sich an vielen Produkten des zeitgenössischen Kunstgeschehens bedauerlich bemerkbar. Die Kunst ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend politisch geworden. Das mag seine Berechtigung haben. Konzeptkunst zu produzieren, die politische Missstände anklagt, ist in den meisten Fällen jedoch weitaus einfacher, als sich an den Meisterzeichnungen von Dürer oder Rembrandt zu schulen.

Kunst und Politik – das ist ein weites Feld. In München hat es in den vergangenen Monaten eine bizarre Aktualität durch die Tatsache erlangt, dass der seit 1995 tätige Personalverwalter im Haus der Kunst kürzlich als Mitglied von Scientology enttarnt worden ist. „In Bayern gibt es etwa 1.200 Scientologen; die Sekte betreibt in München eine intensive Propaganda.“ Nun untersucht der Verfassungsschutz, wie stark das Museum von der Sekte unterwandert wurde. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung liegen Hinweise vor, dass es dort deutlich mehr Scientologen gibt als bisher vermutet; Forderungen wurden laut, das gesamte Management des Hauses zu überprüfen. Das betrifft auch den derzeitigen Direktor Okwui Enwezor und seinen Vorgänger Chris Dercon.

Denn der Personalverwalter konnte sein dezidiertes Belohnungs- und Bestrafungssystem unter den Mitarbeitern nur aufbauen, weil die Geschäftsleitung ihn hat gewähren lassen. „Dort werden grobe Missstände sowie die Verletzung der menschlichen Würde geduldet“, schrieb der Betriebsrat an den Aufsichtsrat des Museums. Der studierte Politikwissenschaftler Enwezor ist seit 2011 Chef des Hauses und hat dessen Organisation offensichtlich nicht im Griff. Obschon seit sechs Jahren in München, lassen seine Kenntnisse der deutschen Sprache erheblich zu wünschen übrig. Um jedoch die gesetzlichen Aufgaben eines Geschäftsführers ordnungsgemäss wahrnehmen zu können, sollte man der Landessprache mächtig sein, um Verträge einsehen und mit Mitarbeitern unmittelbar kommunizieren zu können. Einen gut bezahlten Posten nimmt man also gerne an, sich in die Niederungen der Nationalsprache mag man sich aber nicht begeben. Wenn man dann ein Museum übernimmt, das aufgrund seiner Gründung durch die Nationalsozialisten als Haus der Deutschen Kunst sowie heute durch die versuchte oder möglicherweise auch fortgeschrittenere Einflussnahme von Scientology offensichtlich eine gewisse „Faschismusaffinität“ besitzt, drängt sich der Verdacht auf, ob das Ausbreiten einer Sekte in einem der renommiertesten deutschen Museen vielleicht auch deshalb möglich war, weil die Leitung in Ermangelung einer soliden Beherrschung der Landessprache den Mitarbeiterstab nicht richtig führen konnte und sich zu wenig um interne Vorgänge gekümmert hat. Dercon und Enwezor gerieren sich als Stars der Kunstszene. Sie stehen für einen global ausgerichteten Kunstspektakel-Betrieb mit starkem Eventcharakter.

Dabei arbeiten sie nicht nur für die Häuser, denen sie vorstehen, sondern vor allem auch für sich selbst, um als Person zu einem Label oder einer Marke zu werden. Wie sehr das einem Museum schaden kann, ist am Haus der Kunst nun offensichtlich geworden. Da weiß man die solide kuratorische Arbeit der mehr im Stillen wirkenden Museumsdirektoren zu schätzen, deren geringeres Ego einen umso größeren Gewinn
für die ihnen anvertrauten Häuser bedeutet.

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